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von Sven » 28.04.2021, 22:19
So, ich versuche jetzt mal die verschiedenen Argumente aus dem Bewertungsthread unter einen Hut zu bringen, jedoch befürchte ich, dass das nicht gelingen wird.
Aber der Reihe nach.
Zunächst mal kann man die abgegeben Argumente in zwei Gruppen einteilen:
1. Wie sollen die Wettbewerbsbeiträge bewertet werden (die Art der Punktevergabe)
2. Wie soll aus den den abgegebenen Bewertungen der Sieger ermittelt werden (die Art der Ergebnisberechnung)
Es ist vielleicht sinnvoll, wenn wir uns zunächst auf die Art der Punktevergabe einigen würden.
In meinem ursprünglichen Vorschlag zur Art der Punktevergabe, sollte man zu einem Wettbewerbsbeitrag drei Bewertungen abgeben:
1. Endergebnis (muss bewertet werden)
2. Handwerklich Umsetzung (muss bewertet werden)
3. Dokumentation (kann bewertet werden)
Kurze Erläuterung:
Die Bewertung der Dokumentation ist optional, da sie am zeitaufwändigsten ist.
Unter Endergebnis hatte ich mir vorgestellt, eine geschmäckerische Bewertung abzugeben, also ganz subjektiv zu sein. Wie gut gefällt mir, was ich zu sehen bekomme? Gehöre ich zur Fankurve von Wettbewerbsbeitrag X?
Die handwerkliche Umsetzung soll man objektiver beurteilen. Wie gut sind Volute, Spaltmaße, Bundierung, Lackierung, Gehrungen, etc.
Für jede Bewertung kann man 1 bis 5 Punkte vergeben (1-5 ist eine häufig verwendete Skala).
Es wird bei dieser Art der Punktevergabe keine Unterscheidung zwischen akustischen oder elektrischen Instrumenten gemacht.
Andere Vorschläge für die Art der Punktevergabe sahen vor, dass man jeden Punktewert nur einmal vergeben kann, also nur einem Instrument die höchste Punktzahl für z.B. Endergebnis geben kann. (Dies würde voraussetzen, dass die Punkteskala der Anzahl der Finalisten entsprechen würde, also 15)
Außerdem wurde der Vorschlag gemacht, dass man nur drei Instrumente überhaupt bewerten darf (bzw. eine andere beliebige Zahl).
(Sollte ich diese alternativen Vorschläge falsch verstanden haben, möge man mich korrigieren)
Den Vorschlag, dass man jeden Punktwert nur einmal vergeben kann, finde ich interessant, da man sich entscheiden muss.
Persönlich weiß ich aber jetzt schon, dass ich gerade beim Endergebnis (also der "Gefällt mir"-Bewertung) viele Finalisten gleichauf sehe und auch dicht beieinander bewerten würde.
Ich wäre ungern gezwungen nur deswegen nur einen Punkt geben zu können, weil ich alle anderen Punktwerte schon verbraucht habe. Damit würde ich meine Meinung gar nicht ausdrücken können. Dennoch wäre diese Art der Punktevergabe geeignet, zu dicht beieinander liegende Punktestände zu vermeiden (falls das der Zweck dieses Vorschlags war?).
Den Vorschlag, die Anzahl der Instrumente, die man bewerten darf, zu begrenzen, z.B. indem man die zur Verfügung stehenden Punktwerte kleiner macht als die Anzahl der Finalisten, verstehe ich zwar technisch, aber ich verstehe nicht das Warum?
(Darüberhinaus hätte dieser Vorschlag eventuell den Effekt, dass die Reihenfolge auf dem Stimmzettel bereits einen Einfluss auf die Platzierung hätte.) Auch diese Art der Punktevergabe wäre geeignet, zu dicht beieinander liegende Punktestände zu vermeiden (falls das der Zweck dieses Vorschlags war?).
Die Frage ist nun: Ist es für die spätere Art der Ergebnisberechnung überhaupt notwendig, zu dicht beieinander liegende Punktestände zu vermeiden?
Meiner Meinung nach nicht. Angenommen alle 15 Finalisten würden in der Gesamtpunktzahl nur um Zehntel-Punkte auseinanderliegen, dann ließe sich dennoch ein Gewinner und die darauf folgenden Platzierungen ermitteln. Aber die Tatsache, dass alle Leistungen dicht beieinander liegen, bliebe sichtbar.
Sven
Vom Handwerk kann man sich zur Kunst erheben,
vom Pfusch nie.
(Goethe)