Verpackungsverordnung
Verpackungsverordnung
Hallo allerseits,
Seit gestern ist eine neue Verpackungsverordnung in der EU in Kraft getreten. Also wenn man das was da gefordert ist als Kleinunternehmer, der das als Nebenerwerb betreibt befolgen soll, darf man eigentlich überhaupt nichts mehr verschicken.
Wie steht ihr dazu? Ignorieren und erstmal abwarten? Offizielle Geschäftsaufgabe und schwarz weiter machen? So langsam hab ich von diesem ganz Bürokratiesch..ß die Schnauze voll....
Gruß Stephan
Seit gestern ist eine neue Verpackungsverordnung in der EU in Kraft getreten. Also wenn man das was da gefordert ist als Kleinunternehmer, der das als Nebenerwerb betreibt befolgen soll, darf man eigentlich überhaupt nichts mehr verschicken.
Wie steht ihr dazu? Ignorieren und erstmal abwarten? Offizielle Geschäftsaufgabe und schwarz weiter machen? So langsam hab ich von diesem ganz Bürokratiesch..ß die Schnauze voll....
Gruß Stephan
Re: Verpackungsverordnung
Vor allem das Thema mit den maximal 50%Leerraum in Versandverpackungen wird schwierig einzuhalten wenn man Gitarren verschicken will...
- viento
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Re: Verpackungsverordnung
Es lebe die Bürokratie!
Wenn eine akustische Gitarre verschickt wird, hat die ja schon einen riesigen Leer-Raum in sich.
Zählt der mit?
Wenn eine akustische Gitarre verschickt wird, hat die ja schon einen riesigen Leer-Raum in sich.
Zählt der mit?
Freundlicher Gruß!
Re: Verpackungsverordnung
Der zählt mit Sicherheit mit. So bekloppt wie das alles einfach nur noch ist....
Naja, jedenfalls in meiner Band werden wir das beim Verschicken von Merch einfach ignorieren.
Naja, jedenfalls in meiner Band werden wir das beim Verschicken von Merch einfach ignorieren.
- kehrdesign
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Re: Verpackungsverordnung
Es ist einfach so, dass es immer einige geben wird, die allen Erkenntnissen, Versprechungen und Selbstverpflichtungen zuwider sich Vorteile versprechen, indem sie sinnvolle und für die Allgemeinheit vorteilhafte Einschränkungen überschreiten. Damit das nicht in der Breite ausufert, setzt man sich für alle verbindliche Regeln. Und dennoch bringt der menschliche Erfindungsreichtum immer wieder Möglichkeiten zur Umgehung solcher Regeln zum eigenen, vielleicht auch nur kurzfristigen Vorteil hervor.
Hier mal ein historisch belegtes Beispiel aus der Zeit von vor 1900:
In meinem Wohnort hatte sich seit Jahrhunderten die Messerindustrie in Form von vielen kleinen Familienbetrieben etabliert. Angesichts der gegenseitigen Unterbietung der ohnehin schon mageren Preise und wachsender Existenznot wurde sich gemeinsam auf Mindestpreise pro Dutzend geeinigt. Einer fing dann an, ein dreizehntes Messer zum Dutzend dazu zu packen. Andere folgten ihm... Deshalb spricht man unter den Einheimischen der Region noch heute mit verschmitztem Lächeln vom "Steinbacher Dutzend".
Fazit:
Dem Menschen als Individuum liegt es offenbar in den Genen, eigene Vorteile den gesellschaftlichen vorzuziehen. Zugunsten der gesellschaftlichen Lebensumstände und -bedingungen, sind demnach verbindliche Regeln nötig.
Meine Kritik beginnt nicht bei der Existenz, sondern bei der derzeitigen Gestaltung solchen Regelwerkes. Wie selbst erlebt, entscheidet oft nach dem Motto "ja, das ist wichtig, aber die Anderen sollen das erstmal tun" in der Legislative maßgeblich Feilscherei und Lobbyismus statt das eigentliche, primäre Ziel. Und das auch bis in die "große" Weltpolitik (siehe Klimaziel, mAga, etc...)
Deshalb kurz und knapp: Gute Regeln müssen kurz und klar formuliert sein und ausnahmslos für Alle gelten. Ansonsten bieten sie Angriffspunkte für Winkeladvokaten u. Ä. und sind somit untauglich. Manchmal tut Gutes zunächst auch weh, maches Schlechte schmerzt erst später, aber dann umso mehr.
Auch die PPWR sollte ausschließlich nach diesen Gesichtspunkten beurteilt werden.
Hier mal ein historisch belegtes Beispiel aus der Zeit von vor 1900:
In meinem Wohnort hatte sich seit Jahrhunderten die Messerindustrie in Form von vielen kleinen Familienbetrieben etabliert. Angesichts der gegenseitigen Unterbietung der ohnehin schon mageren Preise und wachsender Existenznot wurde sich gemeinsam auf Mindestpreise pro Dutzend geeinigt. Einer fing dann an, ein dreizehntes Messer zum Dutzend dazu zu packen. Andere folgten ihm... Deshalb spricht man unter den Einheimischen der Region noch heute mit verschmitztem Lächeln vom "Steinbacher Dutzend".
Fazit:
Dem Menschen als Individuum liegt es offenbar in den Genen, eigene Vorteile den gesellschaftlichen vorzuziehen. Zugunsten der gesellschaftlichen Lebensumstände und -bedingungen, sind demnach verbindliche Regeln nötig.
Meine Kritik beginnt nicht bei der Existenz, sondern bei der derzeitigen Gestaltung solchen Regelwerkes. Wie selbst erlebt, entscheidet oft nach dem Motto "ja, das ist wichtig, aber die Anderen sollen das erstmal tun" in der Legislative maßgeblich Feilscherei und Lobbyismus statt das eigentliche, primäre Ziel. Und das auch bis in die "große" Weltpolitik (siehe Klimaziel, mAga, etc...)
Deshalb kurz und knapp: Gute Regeln müssen kurz und klar formuliert sein und ausnahmslos für Alle gelten. Ansonsten bieten sie Angriffspunkte für Winkeladvokaten u. Ä. und sind somit untauglich. Manchmal tut Gutes zunächst auch weh, maches Schlechte schmerzt erst später, aber dann umso mehr.
Auch die PPWR sollte ausschließlich nach diesen Gesichtspunkten beurteilt werden.
- darkforce
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Re: Verpackungsverordnung
Leider ist es aber bei vielen dieser Gesetze so, dass sie Kleinst- und Kleinbetriebe überproportional treffen. Für Unternehmen mit Milliardenumsätze sind solche Sachen vielleicht ein wenig lästig, aber da stellt man dann eben einen oder ein paar Mitarbeiter ab, die sich darum kümmern und bezahlt die Gebühren.kehrdesign hat geschrieben: ↑18.08.2026, 15:21 Wie selbst erlebt, entscheidet oft nach dem Motto "ja, das ist wichtig, aber die Anderen sollen das erstmal tun" in der Legislative maßgeblich Feilscherei und Lobbyismus statt das eigentliche, primäre Ziel.
Wer aber aktuell nur einen marginalen Umsatz im EU Ausland erwirtschaftet wird effektiv dazu gezwungen, nicht mehr dort zu verkaufen, weil es unwirtschaftlich ist.
Ähnliches haben wir ja auch schon z.B. mit der WEEE Direktive.
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