#3 Flexable

Das Board für eure Bauberichte!

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Re: #3 Flexable

#51

Beitrag von micha70 » 07.07.2019, 10:33

thoto hat geschrieben:
07.07.2019, 09:34
Fett! Grandios! Bin gespannt!
Vielen lieben Dank! Bin selber sehr gespannt.

Im Moment ist alles nur provisorisch aufgelegt weil da noch was zu tun ist und vor allem auch weil ich noch nicht weiß, was ich mit der Oberfläche machen soll. Genauso wie die Frage: Was mache ich noch mit den Reitern? Ich sehe da drei Möglichkeiten.

1. Gerade lassen wie es ist...
IMG_4619.JPG
2. Alle Reiter einzeln an der Oberseite verrunden...
Alle rund.jpg
...oder 3. Gemeinsamer Radius, dem Griffbrettradius folgend (auch wenn es nicht ganz stimmt).
Gemeinsam rund.jpg
Erstens wäre das Leichteste, Zweitens das Aufwändigste, weil ich dazu noch ein Jig machen müsste um es am Bandschleifer oder Drehbank zu verrunden und Drittens ginge auch mit dem Radiusschleifklotz.
IMG_4620.JPG
Dann stehen die Piezos ein wenig über.

Geschmacksfrage, klar. Aber gibt es Meinungen dazu? Für eine Entscheidungshilfe wäre ich da echt dankbar.

LG
Micha

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Re: #3 Flexable

#52

Beitrag von thoto » 07.07.2019, 10:42

Ich wäre dafür, dass die Reiterhöhe den GB-Radius nachbildet. Allerdings müssten die Kanten der Reiter dann auch verstündet werden, damit es angenehm zu spielen ist... also doch aufwändig.

Oder du bringst eine kleine Fase an den Kanten an

Edit: Ich war beim Folgen des Radius bei Höhenverstellung der Reiter, aber du hattest ja vor, die Reiter oben abzutragen, das fände ich auch gut.
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Re: #3 Flexable

#53

Beitrag von Poldi » 07.07.2019, 11:13

thoto hat geschrieben:
07.07.2019, 09:34
Fett! Grandios! Bin gespannt!
Dito. Ohne Worte. (clap3)
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Re: #3 Flexable

#54

Beitrag von micha70 » 07.07.2019, 11:18

thoto hat geschrieben:
07.07.2019, 10:42
Ich wäre dafür, dass die Reiterhöhe den GB-Radius nachbildet. Allerdings müssten die Kanten der Reiter dann auch verstündet werden, damit es angenehm zu spielen ist... also doch aufwändig.

Oder du bringst eine kleine Fase an den Kanten an

Edit: Ich war beim Folgen des Radius bei Höhenverstellung der Reiter, aber du hattest ja vor, die Reiter oben abzutragen, das fände ich auch gut.
Hi! Danke. Passt. Die Reiter selber folgen schon dem Radius. Besser gesagt der Auflagepunkt der Saiten. Die Nuten in der Grundplatte sind dazu unterschiedlich tief. Eine eigene Höhenverstellung jedes einzelnen Reiters hatte ich nicht vor. Mit den Tremolobolzen soll dann nur noch die Saitenlage eingestellt werden und falls doch mal ein anderer Saitensatz drauf kommt durch Kippen der Grundplatte die Anpassung darauf.

In der Hauptsache geht es mir jetzt um Optik und Ergonomie. Eine "schlichte" Fase oben wäre auch eine Alternative. Da hast Du recht. Ich probiere es mal aus.

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Re: #3 Flexable

#55

Beitrag von kehrdesign » 07.07.2019, 13:11

micha70 hat geschrieben:
07.07.2019, 11:18
Eine "schlichte" Fase oben wäre auch eine Alternative.

... ja, bzw. eine Kantenverrundung (R < 1 mm).
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Re: #3 Flexable

#56

Beitrag von micha70 » 07.07.2019, 14:53

kehrdesign hat geschrieben:
07.07.2019, 13:11
micha70 hat geschrieben:
07.07.2019, 11:18
Eine "schlichte" Fase oben wäre auch eine Alternative.

... ja, bzw. eine Kantenverrundung (R < 1 mm).
Das würde ja meine natürliche Bequemlichkeit nur zu sehr unterstützen :lol: Um ehrlich zu sein gefällt es mir so gerade wie es ist und das wäre natürlich auch eine Lösung. Einfach mit Schleifleinen ein wenig abziehen und gut ist. Ich glaub so mach ich es auch.

Jetzt bin ich ja auch der Typ der seine Sachen tausend mal zusammenbaut und wieder auseinandernimmt. Da hat's mich heute nicht mehr halten können und ganz ohne Maschinen in echter Handarbeit den Anschlag gebaut. Jetzt freu ich mich gerade wie ein kleines Kind, dass es genau so wie gehofft wurde. Erst aus einem Reststück ein neues "T-Stück" gesägt, gebohrt und die Länglöcher gefeilt.
IMG_4626.JPG
Danach Gewinde in die Grundplatte geschnitten. Jetzt hat sie Wurmlöcher :lol:
IMG_4627.JPG
IMG_4628.JPG
So ist jetzt der Verstellweg. Selbst bei gelösten Schrauben besteht keine Gefahr, dass das Teil davonfliegt.
IMG_4629.JPG
IMG_4630.JPG
Das ist bei dem Wenigen was sich die Mechanik verschieben muss eine Menge.

Jetzt ist Schluss für heute. Sonst verhau ich noch was ;)

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Re: #3 Flexable

#57

Beitrag von micha70 » 08.07.2019, 22:10

Hallo!

Solange ich noch darüber siniere was ich mit den Reitern mache hab ich mal angefangen die Plättchen für den kompensierbaren Nullbund vorzubereiten. Ich hab noch nie in Messing bundiert und weil das Blech nur 2mm hat, erstmal den Tang vom Bund gekürzt und die seitlichen Noppen abgefelt. Mit meinem derzeitigen Lieblingskleber (Loctite 270) den Bundschlitz gefüllt, im Schraubstock aushärten lassen.
IMG_4645.JPG
Hab versucht den Bund zu ziehen. Keine Chance.

Beim anschließenden therapeuthischen Aufräumen fiel mir ein Satz alte Konzertgitarrenmechaniken in die Hände und da kam mir eine Idee die ich mal kurz beschreiben möchte. Sinn oder Unsinn?

Bei jedem Saitenwechsel eines freischwebenden Tremolos muss man fast zwangsläufig die Federspannung nachjustieren und jedesmal ärgere ich mich über die zwei dabbigen Holzschrauben an der Federkralle. OK, es gibt z.B. das Schaller Shure Claw die das einfacher machen soll. Jetzt kenne ich das Teil nicht und einfach so zum probieren ist es mir zu teuer.

Kurzerhand in ein Teil der Konzertmechanik ein zusätzliches Loch gebohrt und an den gleichen Stimmflügel eine weitere Stimmmechanik drangebaut.
IMG_4648.JPG
IMG_4649.JPG
Jetzt kann ich mir vorstellen den Knopf gegen einen Innensechskant zu tauschen, die Federkralle selbst an das Blech zu schrauben und auf die zwei Stimmwirbel jeweils ein Gewinde drauf schneiden die in eine Platte am Ende der Federkammer eingreifen. Im Holz würde ich einfach Löcher bohren die größer sind als die Schrauben. Durch die Drehrichtungsänderung muss es eben ein Links- und ein Rechtsgewinde sein.

Damit könnte ich im Gegensatz zum Schaller weiterhin 5 Federn einhängen (wenn notwendig), dafür bewegt sich die Einstellschraube mit, während sie beim Schaller am gleichen Fleck bleibt. Ich denke das wäre alles akzeptabel aber macht so ein System wirklich den Unterschied im Set-Up?

Das Nächste ist noch, dass durch den Drop-Tuner noch ein Back-Stop an den Block ran muss. Im Prototyp steckt eine Rockinger Black Box und bin an sich ganz zufrieden damit. Das Mag-Lock von SuperVee, der CSL Trem Block Pro oder das Tremmory von Guitars Upgrade würde mich an dieser Stelle auch reizen. Nur die sind dann mal wirklich unglaublich teuer im Vergleich zur Black Box. Vielleicht hat die jemand drin und kann was dazu sagen?

Schönen Abend!

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Re: #3 Flexable

#58

Beitrag von Rallinger » 09.07.2019, 08:56

micha70 hat geschrieben:
08.07.2019, 22:10
Jetzt kann ich mir vorstellen den Knopf gegen einen Innensechskant zu tauschen, die Federkralle selbst an das Blech zu schrauben und auf die zwei Stimmwirbel jeweils ein Gewinde drauf schneiden die in eine Platte am Ende der Federkammer eingreifen. Im Holz würde ich einfach Löcher bohren die größer sind als die Schrauben. Durch die Drehrichtungsänderung muss es eben ein Links- und ein Rechtsgewinde sein.

Damit könnte ich im Gegensatz zum Schaller weiterhin 5 Federn einhängen (wenn notwendig), dafür bewegt sich die Einstellschraube mit, während sie beim Schaller am gleichen Fleck bleibt. Ich denke das wäre alles akzeptabel aber macht so ein System wirklich den Unterschied im Set-Up?
Find ich ne coole Idee und ist ja im Endeffekt das Prinzip des Sureclaw. Aber du könntest ja deine modifizierte Mechanik an der Stirnseite des Tremolofachs befestigen und das Rechts-/Links-Gewinde in die Kralle schneiden, welche die Federn hält. Dann bliebe die eigentliche Mechanik an Ort und Stelle. Und es wäre massiver, wodurch die Wahrscheinlichkeit nochmal sinkt, dass dort irgendwas ins Mitschwingen kommt.

Ob die Mechanik ortsstabil ist finde ich aber unerheblich. Bei dem Schaller-Teil ist es ja so vorgesehen dass man in die Tremolo-Abdeckung ein kleines Loch bohrt und das Tremolo dann durch die Abdeckung hindurch einstellen kann. Wenn du die Abdeckung mit Magneten befestigst ist sie ja mit zwei Handgriffen entfernt und wieder befestigt. Das ist also egal.

Wenn deine Konstruktion funktioniert sollte sie schon eine große Erleichterung bringen. Ich spiel jetzt nicht so viel Gitarre und habe in meinem Leben vielleicht 10x die Saiten auf einem Tremolo gewechselt. Ergo hab ich auch nicht viel Übung. Aber die passende Federspannung zu kriegen ist bei einer klassischen Konstruktion schon ein echter Krampf. Go for it!
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Re: #3 Flexable

#59

Beitrag von micha70 » 09.07.2019, 09:20

Rallinger hat geschrieben:
09.07.2019, 08:56
Find ich ne coole Idee und ist ja im Endeffekt das Prinzip des Sureclaw.
Vielen Dank! Genau. Nichts neues also.
Rallinger hat geschrieben:
09.07.2019, 08:56
Aber du könntest ja deine modifizierte Mechanik an der Stirnseite des Tremolofachs befestigen und das Rechts-/Links-Gewinde in die Kralle schneiden, welche die Federn hält. Dann bliebe die eigentliche Mechanik an Ort und Stelle. Und es wäre massiver, wodurch die Wahrscheinlichkeit nochmal sinkt, dass dort irgendwas ins Mitschwingen kommt.
Spontan: Verdammt gute Idee! Wenn eine mittlere Feder noch dazwischen passt ist das gekauft. Darüberhinaus brauche ich noch den Back-Stop und da könnte ich vielleicht gleich noch die Gewindestangen mit einbinden. Bin totaler Fan davon wenn ein Teil mehrere Funktionen übernehmen kann.
Rallinger hat geschrieben:
09.07.2019, 08:56
Ob die Mechanik ortsstabil ist finde ich aber unerheblich. Bei dem Schaller-Teil ist es ja so vorgesehen dass man in die Tremolo-Abdeckung ein kleines Loch bohrt und das Tremolo dann durch die Abdeckung hindurch einstellen kann. Wenn du die Abdeckung mit Magneten befestigst ist sie ja mit zwei Handgriffen entfernt und wieder befestigt. Das ist also egal.
Beides. Loch rein und Magnetbefestigung. Sammle schon fleißig die Magneten der Papers ;) Ungesund.
Rallinger hat geschrieben:
09.07.2019, 08:56
Wenn deine Konstruktion funktioniert sollte sie schon eine große Erleichterung bringen. Ich spiel jetzt nicht so viel Gitarre und habe in meinem Leben vielleicht 10x die Saiten auf einem Tremolo gewechselt. Ergo hab ich auch nicht viel Übung. Aber die passende Federspannung zu kriegen ist bei einer klassischen Konstruktion schon ein echter Krampf. Go for it!
Ich wechsel Saiten auf Trems weit über 30 Jahre. Es bleibt für mich auch mit Übung ein Krampf. Deswegen ja.

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Re: #3 Flexable

#60

Beitrag von micha70 » 14.07.2019, 20:51

Kurzes Update zum Wochenende. Auch hier geht's nur langsam weiter - aber es geht weiter. Mir ist die Sache mit meinen Reitern immer noch im Kopf rumgallopiert und es hat mich einfach zu sehr gereizt doch die Oberseite komplett zu verrunden. Einfach nur um zu schauen ob ich es hinbekomme. Also, Jig gebaut.
image.jpeg
image.jpeg
Ein Stück rundes PA, zwei 10'er Nuten um 180 Grad versetzt und eine Schraube durch, auf der Rückseite gekontert damit der Reiter satt am Boden aufliegt. Als Drehachse eine geköpfte 12'er Schraube mit Epoxi eingeklebt. Damit es nicht zu leicht läuft sorgt ein Federring für angenehme Schwere und Spielausgleich. Der 19'er Schlüssel ist der Drehhebel. Am Gehäuse vom Bandschleifer befestigt, 150'er Leinen und Gas! Keine 5 Minuten später...
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Bin zufrieden. Mit der Vorrichtung wird alles eckige rund. Wenn man noch die Höhe einstellen könnte. Ich hab teilweise (für was anderes) zwischen Band und Platte der Maschine ein Blech eingelegt. Druck von der Basis sozusagen :D

Schönen Sonntag Euch allen!
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Re: #3 Flexable

#61

Beitrag von cabriolet » 14.07.2019, 21:16

Sehr schön! Optisch (und bestimmt auch haptisch) um Längen besser als "in eckig".

Gruß
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Re: #3 Flexable

#62

Beitrag von thoto » 15.07.2019, 11:39

Wow, das ist echt richtig gut geworden! Gute Entscheidung!
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Re: #3 Flexable

#63

Beitrag von penfield » 15.07.2019, 13:17

Cool
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Re: #3 Flexable

#64

Beitrag von micha70 » 19.07.2019, 09:19

Hi!

Dauert noch ein wenig bis wieder etwas produktives kommt. Habe gerade ein paar emotional belastende Wochen hinter, und ein paar weitere vor mir. Deswegen für den kleinen Wissenshunger zwischendurch ein Schnittmuster des Drop-Tuners.
image.jpeg
Auch wenn das nur Ausschussteile sind, denke ich kann man erkennen wie das funktioklappt. Durch das Kugellager zwischen Knopf und dem Zwischenstück bleibt die reine Stimmechanik exakt in der Stellung in der sie sich befindet und wird durch Drehen des Zwischenstücks lediglich horizontal verschoben. That's it. Wie gesagt, ich wundere mich warum es dies nicht schon längst in Serie gibt. Interessant auch der Aufbau vom Piezo. Dat Kabel ist nur angelegt. Des iss ab :evil:

LG
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Re: #3 Flexable

#65

Beitrag von capricky » 19.07.2019, 11:06

micha70 hat geschrieben:
14.07.2019, 20:51
...Also, Jig gebaut.image.jpegimage.jpeg Ein Stück rundes PA, zwei 10'er Nuten um 180 Grad versetzt und eine Schraube durch, auf der Rückseite gekontert damit der Reiter satt am Boden aufliegt. Als Drehachse eine geköpfte 12'er Schraube mit Epoxi eingeklebt. Damit es nicht zu leicht läuft sorgt ein Federring für angenehme Schwere und Spielausgleich. Der 19'er Schlüssel ist der Drehhebel. Am Gehäuse vom Bandschleifer befestigt, 150'er Leinen und Gas! Keine 5 Minuten später..
Das ist mal ein cooles Jig... ! (clap3)
Das werde ich sicher auch mal irgendwann verwenden, aber habe ich übehaupt noch solch einen Bandschleifer? (think)

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Re: #3 Flexable

#66

Beitrag von micha70 » 19.07.2019, 14:49

capricky hat geschrieben:
19.07.2019, 11:06
...aber habe ich übehaupt noch solch einen Bandschleifer? (think)

capricky
Wozu braucht man so ein Dingens denn eigentlich wirklich? Demnächst steht ein Test an vernünftige Aussenradien zu schleifen, statt zu feilen. Das ist sonst der pure Horror für mich. Ich hab das Teil schon gute 10 Jahre und das war das erste Mal, dass ich damit etwas "sinnvolles" anstellen konnte. Gut, dass er da war :D

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Re: #3 Flexable

#67

Beitrag von kehrdesign » 19.07.2019, 17:30

micha70 hat geschrieben:
19.07.2019, 14:49
Wozu braucht man so ein Dingens denn eigentlich wirklich? ...
Bspw. statt Spindelschleifer:
Mit den Achsen senkrecht an einen Tisch montiert und eine Rolle freigelegt – perfekt zum Schleifen der Zargen nach dem Ausschneiden von Solid-Bodies. Da lassen sich auch bestens (und gefühlvoll) konvexe Konturen schleifen.
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Re: #3 Flexable

#68

Beitrag von micha70 » 19.07.2019, 17:39

kehrdesign hat geschrieben:
19.07.2019, 17:30
Bspw. statt Spindelschleifer:
Mit den Achsen senkrecht auf einem Tisch montiert und eine Rolle freigelegt – perfekt zum Schleifen der Zargen nach dem Ausschneiden von Solid-Bodies. Da lassen sich auch bestens (und gefühlvoll) konvexe Konturen schleifen.
Das habe ich befürchtet. Da werd ich noch einiges üben müssen. Bei meiner #2 habe ich mir heftige Rillen in die Zarge geschliffen weil das Band ja nur straight in eine Richtung läuft. Liese sich das Teil gleichzeitig auf- und abbewegen - na, dann (think) Food for Thought (whistle)

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Re: #3 Flexable

#69

Beitrag von capricky » 19.07.2019, 22:33

micha70 hat geschrieben:
19.07.2019, 17:39

Das habe ich befürchtet. Da werd ich noch einiges üben müssen. Bei meiner #2 habe ich mir heftige Rillen in die Zarge geschliffen weil das Band ja nur straight in eine Richtung läuft. Liese sich das Teil gleichzeitig auf- und abbewegen - na, dann (think) Food for Thought (whistle)
Deshalb habe ich ja den Spindelschleifer und oszillierenden Bandschleifer in einem. (Da isser, war mir entfallen! ;) ) der schleift riefenfrein... 8)

capricky

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Re: #3 Flexable

#70

Beitrag von micha70 » 20.07.2019, 00:35

capricky hat geschrieben:
19.07.2019, 22:33
Deshalb habe ich ja den Spindelschleifer und oszillierenden Bandschleifer in einem. (Da isser, war mir entfallen! ;) ) der schleift riefenfrein... 8)

capricky
Yo! Wer hat, der hat. Und wer nicht hat, hat was vor :D

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Re: #3 Flexable

#71

Beitrag von micha70 » 05.08.2019, 11:31

capricky hat geschrieben:
19.06.2019, 09:46
In einer alten "Gitarre und Bass" aus den 80er/Anfang 90er wurde das Teil mal ausführlich vorgestellt.

capricky
Nachtrag: Gefunden (dance a)
IMG_4894.JPG
G&B August 1989. Sehr interessantes Teil das.
IMG_4896.JPG
Insgesamt ist mir beim Durchblättern erst so richtig bewusst geworden was damals so alles schon versucht wurde. In der Klassik würde man über das "Heute" sagen: Varianten über ein Thema von...

Zwischenzeitlich mit der ShureClawKopie angefangen...
IMG_4717.JPG
...und siehe da...
IMG_4897.JPG
...No matter what you do, someone's done it first (Cynical Fuck - Extreme) summte es in meinem Kopf :lol:

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Re: #3 Flexable

#72

Beitrag von micha70 » 21.09.2019, 00:18

Guten Abend Allerseits!

Babysteps...aber immerhin geht mal etwas vorwärts. Der erste Versuch der Federkralle ging erstmal in die Hose. Nur auf einer billigen Diskountbohrmaschine wurde alles ziemlich eirig und am Ende hat es nur noch geklemmt.
023CB212-4493-4A83-8BE6-325898C47DA1.jpeg
und dann hat`s noch den Stimmwirbel beim Runterschruppen abgerissen.
25729C66-3F34-4687-A40F-5B07B28E357D.jpeg
So einfach geht`s dann doch leider nicht. Also doch wieder auf eine Fräse...und schwups waren doch 4 Wochen rum weil doch jedes Teil doppelt gemacht werden musste. :shock:
382875E6-BB7A-4F47-A643-D379867155FE.jpeg
In allen Einzelteilen: Federhalter, Links-/Rechtsgewindeschraube und Schneckenräder der alten Konzertgitarrenmechanik, Gehäuse, Stimmwirbel auch aus der alten Mechanik.
5B458629-A68B-4556-BB02-50A32FAD4957.jpeg
Einen Stimmwirbel habe ich vom Knopf befreit und ein Gewinde aufgeschnitten. Einer Rändelschraube den Kopf abgetrennt und das entsprechende Innengewinde gebohrt. Der Stift ist noch ein wenig lang. Das kürze ich noch. Am Ende soll es auf dem Gehäuse aufliegen und plan mit der Rückseite des Body abschließen.
C0D7A5B2-1814-4469-9B8C-A082CD627BED.jpeg
To Do: Dem Gehäuse noch zwei Außenradien an den Befestigungsschrauben verpassen damit ich die spätere Fräsung im Body nicht scharf ausstechen muss. Jetzt nur noch „Funktionskontrolle“
123E9000-306C-41C3-9896-419690E1FAAA.jpeg
EFC3F6E5-84ED-426F-9E83-963C6CEBC594.jpeg
Läuft (dance a) Auch unter Spannung kein Verklemmen mehr. Der Fehler war, dass ich es immer genauer gemacht habe. Das System braucht ein wenig Spiel.

Damit bin ich mit der Hardware erstmal durch. Mechaniken, Lock Nut, Tremolo und Federkralle sind fertig. Die Gurtpins werden gekauft. Werden eh Schaller Security Locks. Buchsenblech wird es keines geben...wahrscheinlich ;)

Next Stop: Pickups. Stromwandler-PUs mit Primärschleife aus 2mm Kupferblech und höchstwahrscheinlich 500er Talemas. Bin mal gespannt wie lang das dauern wird. Kupferblech sägen ist nicht meins. Da habe ich noch nicht die richtige Methode gefunden das schnell und sauber hinzubekommen.

LG
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Re: #3 Flexable

#73

Beitrag von Rallinger » 21.09.2019, 08:51

Großes Kino was du hier aufführst Micha! Das ist schon ziemlich abgefahren. Vor allem bewundere ich deinen langen Atem. Ich überlege mir ständig "das muss doch auch schneller gehen" und du investierst mal eben einen Monat in eine Sureclaw. Aber das Ergebnis spricht für sich. Weitermachen! Ich hänge an deinen Lippen ...

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Re: #3 Flexable

#74

Beitrag von micha70 » 21.09.2019, 10:08

Dank Dir Ralf!

Ja, daß muss schneller gehen. Denke ich mir auch immer wieder. Ist derzeit leider nicht so. Hab ich Zeit, hab ich keine Maschinen und umgekehrt. So sehr es auch Spaß macht bin ich echt erleichtert, daß der Hardwarekram so langsam durch ist.

Jetzt die Pickups und dann riecht es hoffentlich bald nach Holz.

LG
Micha

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Re: #3 Flexable

#75

Beitrag von kehrdesign » 21.09.2019, 11:47

Und das alles wegen eines Hawaii-Schwengels ... :shock: :?

... das ist schon ambitioniert hoch drei, zum andern aber auch eine (fein)mechanische Werkerei, die mir Freudentränen in die Augen treibt. (dance a)
Ich wünsche Dir einen passenden Korrosionsschutz herauszufinden; schade wenn die aufwändigen Messingkonstruktionen hässlich würden.
Verhinderer haben Gründe, Macher suchen Lösungen.
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