Anti-G.A.S., oder: Wieviele Gitarren braucht der Mensch?

Dies und das
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Anti-G.A.S., oder: Wieviele Gitarren braucht der Mensch?

#1

Beitrag von vrooom » 08.02.2018, 00:19

Ich muß aufpassen. Ich bin gerade wieder im Überdruss-Minimalismuswahn (Das Gegenteil von G.A.S. - Gibt es dafür auch einen Fachausdruck?) und schwer genervt von dem ganzen Zeug, was sich über die Jahre (Jahrzehnte?) angesammelt hat und mein Zimmer durch das Anwachsen seiner Menge immer kleiner werden lässt.

In solchen Situationen bewundere ich Leute wie Campilongo: Der hat seine weiße Telecaster und einen Princeton und ist glücklich. - Gewiss, der hat zuhause vermutlich die Wände mit Klampfen zugehängt, aber im Grunde braucht er die nicht.
Vor kurzem war ich noch der Meinung, ich sollte vier behalten. Tele, Strat, Les Paul und ES-335. Alles Squier, Ibanez, Harley Benton. Keine großen und teuren Namen. Aber alle Klampfen sind gut und eigentümlich.
Dann habe ich die Verkaufskandidaten getestet und will doch wieder alle behalten. Und dann bin ich von meinem eigenen Hin und Her genervt und wünschte, es wäre so wie früher: 1 Gitarre + 1 Amp. Campilongomäßig eben... :roll:

Wahrscheinlich kann das keiner hier nachvollziehen. Ist ja schließlich ein Gitarrenbauerforum. Ihr habt vermutlich ebenfalls die Wände mit Gitarren tapeziert, oder?! :) Oder gibts hier jemanden, der/die auch manchmal genervt ist von dem ganzen Zeugs?
Mit den Verstärkern gehts mir übrigens ähnlich. Ich habe mir den zigarrenschachtelgroßen V-Amp2 wieder schöngesoffen (-gespielt) und möchte den einen Kubikmeter Raum, den die anderen Riesenschachteln einnehmen, wieder frei haben. Aber da ist klar, dass ich das nicht machen werde und zumindest die Fender-Mustangs behalte. Oder aber doch Tele + ES-335 + Kemper und gut is'?

:roll:

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Re: Anti-G.A.S., oder: Wieviele Gitarren braucht der Mensch?

#2

Beitrag von DoppelM » 08.02.2018, 01:34

Klar kenn ich das. Gab mal ne Zeit, da hatte ich nen Jazzbas, nen Rickenbacker, nen kitty hawk amp und ne Box und alles war schön und es gab null Wünsche. Dann macht man plötzlich andere Mucke, kauf im suff nen Höfner, der Proberaum brennt, man lernt Kontrabass und und und. Leben ändert sich, Geschmack auch, alles andere wär doch langweilig!
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Re: Anti-G.A.S., oder: Wieviele Gitarren braucht der Mensch?

#3

Beitrag von hatta » 08.02.2018, 10:17

Dürfte jedem bekannt sein :D

Ich denke auch oft: wie simpel war es mit meiner sg und dem marshall ma50c.

Aber dann kamen pedale, dann anderer amp, dann begann das gitarrenbauen, dann die suche nach DEM sound... dann wiedef weg davon, dann wieder von vorne usw.
Inzwischen sinds samt kemper 4 komplette verstärker und ein selbstgebauter 1w röhrenamp der auf die fertigstellung wartet. Dazu 5 gitarren und 5 in bau befindliche.
Irgendwann muss halt mal was weg... auch wenn man sich nur schwer davon trennen kann :roll: (whistle)
Gruß
Harald

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Re: Anti-G.A.S., oder: Wieviele Gitarren braucht der Mensch?

#4

Beitrag von vrooom » 08.02.2018, 10:18

Ach, Bass habe ich zum Glück nur einen. Und der muß bleiben. Bassmäßig habe ich meinen Idealzustand erreicht, 1 Bass 1 Bassamp (Zigarrenschachtel). Keyboards sind schon wieder schwieriger. Wat'n Glück, dass ich nichts mit Schlagzeugen am Hut habe :lol:
Noch einer. Geht mir also doch nicht allein so.
Ausharren. Morgen wache ich auf und bestimmt ist alles wieder normal :roll:

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Re: Anti-G.A.S., oder: Wieviele Gitarren braucht der Mensch?

#5

Beitrag von Yaman » 08.02.2018, 10:47

Mir geht es manchmal auch so wie dir. Wenn ich dann aber die einzelnen Gitarren oder Bässe vergleiche, stelle ich fest, jede(r) hat ihre Berechtigung. Bei Keyboards habe ich es inzwischen so vereinfacht, dass ich nur noch ein Masterkeyboard und den Rest als Software benutze.

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Re: Anti-G.A.S., oder: Wieviele Gitarren braucht der Mensch?

#6

Beitrag von Rallinger » 08.02.2018, 12:30

Kenn ich. Ich hab's zum Glück mittlerweile geschafft, meinen Fuhrpark auf das Sinnvolle zu reduzieren. Also wenn ich euch mit meiner Erfahrung im Reduzieren unterstützen kann: immer her mit dem überflüssigen Equipment! Ich spiel in zwei Bands und opfere mich gerne! ;-)

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Re: Anti-G.A.S., oder: Wieviele Gitarren braucht der Mensch?

#7

Beitrag von Yaman » 08.02.2018, 14:08

Rallinger hat geschrieben:
08.02.2018, 12:30
Also wenn ich euch mit meiner Erfahrung im Reduzieren unterstützen kann: immer her mit dem überflüssigen Equipment! Ich spiel in zwei Bands und opfere mich gerne! ;-)
Ich habe da einen Custom-Build Warwick Bass anzubieten. Modell Fortress Masterman, 4-Saiter, einteiliger Vogelaugenahorn-Korpus, Wenge Hals und Griffbrett, aktive Klangregelung.

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Re: Anti-G.A.S., oder: Wieviele Gitarren braucht der Mensch?

#8

Beitrag von Rallinger » 08.02.2018, 14:40

Yaman hat geschrieben:
08.02.2018, 14:08
Rallinger hat geschrieben:
08.02.2018, 12:30
Also wenn ich euch mit meiner Erfahrung im Reduzieren unterstützen kann: immer her mit dem überflüssigen Equipment! Ich spiel in zwei Bands und opfere mich gerne! ;-)
Ich habe da einen Custom-Build Warwick Bass anzubieten. Modell Fortress Masterman, 4-Saiter, einteiliger Vogelaugenahorn-Korpus, Wenge Hals und Griffbrett, aktive Klangregelung.
Oh je, man sollte halt nie ironisch werden. Vielleicht lern ich es ja noch. Danke fürs Angebot, aber nein danke. Ich hab mir eine Regel gesetzt: wenn ich ein neues Saiteninstrument brauche, bau ich es mir. Und wenn ich mich dazu nicht aufraffen kann ist das ein Zeichen, dass ich kein neues Saiteninstrument brauche.

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Re: Anti-G.A.S., oder: Wieviele Gitarren braucht der Mensch?

#9

Beitrag von Yaman » 08.02.2018, 14:46

Rallinger hat geschrieben:
08.02.2018, 14:40
Oh je, man sollte halt nie ironisch werden. Vielleicht lern ich es ja noch. Danke fürs Angebot, aber nein danke. Ich hab mir eine Regel gesetzt: wenn ich ein neues Saiteninstrument brauche, bau ich es mir. Und wenn ich mich dazu nicht aufraffen kann ist das ein Zeichen, dass ich kein neues Saiteninstrument brauche.
Ich habe die Ironie schon verstanden, ich hatte nur den entsprechenden Smilie hinter dem Angebot vergessen. Deine Regel ist übrigens eine gute.

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Re: Anti-G.A.S., oder: Wieviele Gitarren braucht der Mensch?

#10

Beitrag von MiLe » 08.02.2018, 15:11

Ist es in diesem Forum nicht eher so, dass sich G.A.S weniger auf Instrumente als auf Werkzeuge, Hölzer etc. bezieht? ;)
Die Sammlung von Instrumenten ist doch nur ein Kollateralschaden, weil die Tools ja eben auch ausprobuert werden müssen :badgrin:

Wer wirklich mal wissen will wie es ist, zu viel zu haben, sollte sich mal einen Modeller a la Helix, Fractal o.ä. zulegen.
Da wird man mit einer derartigen Menge an Amps, Boxen, Mikrofnoen und Effekten überschüttet, dass es (zumindest bei mir) meist beim oberflächlichen anspielen bleibt und man kaum noch in die Tiefe geht. Früher hatte ich genau 1 Effektpedal (Ibanez AF 201 Auto Wah) und kannte jeden mm jedes Regelweges mit Vornahmen. Und heute muss ich mich schon sehr disziplinieren, um mit einem der gefühlt 50 Delays mal wenigstens 5 Minuten zu verbringen. (think) Fluch der Vielfalt :roll:
Liebe Grüße,
Michael

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Re: Anti-G.A.S., oder: Wieviele Gitarren braucht der Mensch?

#11

Beitrag von vrooom » 08.02.2018, 15:15

8) Was-ich-brauche-baue-ich-was-ich-nicht-baue-brauche-ich-nicht ist zwar cool, würde aber an meinem G.A.S. und Anti-G.A.S. nichts ändern (außer dass meine Selbstbauten noch schlechter zu verkaufen sind, als dass andere Zeugs).

Ja, diese Berechtigungssache ist schwierig, weil der Grad der Berechtigung so schwer zu bestimmen ist. Von meinen Keys brauche ich eigentlich nur das Stage-Piano. Aber auf dem Masterkeyboard ist man schneller; mein kleines Spielzeugkeyboard ist herrlich handlich und steht für den schnellen Schuß aus der Hüfte immer neben dem PC bereit (das Ding ist sowieso so verwarzt, dass ich es gar nicht verkaufen kann), und dann habe ich noch einen alten Synthesizer, der mal von einem bekannten englischen Finsterling in Hamburg vergessen wurde. Gehört also eigentlich gar nicht mir.
Ich tu' mich mit dem Entschlacken genauso schwer wie mit dem Behalten... beides nervt :roll:
"Entschlacken" :lol:
Wie werde ich diese "Schlacke" los? :lol:
Vielleicht doch am besten das Problem aus-schlafen... d.h. solange schlafen gehen, bis an einem schönen Frühlingsmorgen alles wieder richtig ist und man sich freut, nichts voreilig für eine Handvoll Dollar fortgegeben zu haben.

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Re: Anti-G.A.S., oder: Wieviele Gitarren braucht der Mensch?

#12

Beitrag von vrooom » 08.02.2018, 15:41

Diese Modeller-Komplexität finde ich zwar auch problematisch (auch bei Smartphones sehnt man sich ja manchmal nach der Zeit zurück, als es noch Wählscheiben-Telefone gab, die nur eine einzige Sache konnten), aber die Dinger haben den unglaublichen Vorteil, dass sie klein sind. Man kann sie in eine Schublade tun, und dann sind sie weg! - Versuch' das mal mit einem Röhrenverstärker :lol:
Wenn es den Kemper als App fürs Smartphone gäbe, würde ich ihn mir sofort holen und alles andere verticken... (vermutlich werde ich ohnehin nicht mehr lange widerstehen können... (think) Ich frage mich gerade, ob meine aktuelle Alles-muß-raus-Neigung nicht sowieso nur eine Vorbereitung für den Kemper ist... psychologisch nachgerechnet...).
Wie spät ist es?
Kann man schon schlafen gehen? ;)

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Re: Anti-G.A.S., oder: Wieviele Gitarren braucht der Mensch?

#13

Beitrag von hatta » 08.02.2018, 16:23

vrooom hat geschrieben:
08.02.2018, 15:41
Diese Modeller-Komplexität finde ich zwar auch problematisch (auch bei Smartphones sehnt man sich ja manchmal nach der Zeit zurück, als es noch Wählscheiben-Telefone gab, die nur eine einzige Sache konnten), aber die Dinger haben den unglaublichen Vorteil, dass sie klein sind. Man kann sie in eine Schublade tun, und dann sind sie weg! - Versuch' das mal mit einem Röhrenverstärker :lol:
Wenn es den Kemper als App fürs Smartphone gäbe, würde ich ihn mir sofort holen und alles andere verticken... (vermutlich werde ich ohnehin nicht mehr lange widerstehen können... (think) Ich frage mich gerade, ob meine aktuelle Alles-muß-raus-Neigung nicht sowieso nur eine Vorbereitung für den Kemper ist... psychologisch nachgerechnet...).
Wie spät ist es?
Kann man schon schlafen gehen? ;)
Ich kann dir jedenfalls vom Kemper nicht abraten!
Vorallem, wenn man in ner Band auch akustische gitarre spielt, braucht man keinen akustik verstärker, geschweige denn eine DI box mehr. Einfach umstöpseln, das akustik rig laden und feuer frei. Hall, delay, modulationseffekte usw... macht alles der kemper :D

Man braucht halt Zeit um sich mit dem ding und seinen unendlichen möglichkeiten auseinander zu setzen...

Mir geht es im GAS wahn momentan so, dass ich anfange den Kemper wie einen normalen Amp zu nutzen und mein effektboard davor hänge um meine effekte nutzen zu können :D.
Somit ist alles wie es immer war, nur die elendige schlepperei fällt weg.
Gruß
Harald

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Re: Anti-G.A.S., oder: Wieviele Gitarren braucht der Mensch?

#14

Beitrag von MiLe » 08.02.2018, 16:42

Das:
hatta hat geschrieben:
08.02.2018, 16:23
...Mir geht es im GAS wahn momentan so, dass ich anfange den Kemper wie einen normalen Amp zu nutzen und mein effektboard davor hänge um meine effekte nutzen zu können :D.
ist wahrscheinlich auch der richtige Weg. Beim Helix noch mit dem Vorteil, das sas Trittbrett auch noch wegfallen kann - zumindest, bis man die integrierten Effekte so weit ausgereizt hat um zu merken, ob/dass man noch was externes braucht.

Ich konzentriere/beschränke mich die letzten Wochen auch mal auf ein einziges Amp-Modell (Trainwreck), und das kann schon weit mehr, als mein früherer Röhrenamp jemals konnte. Ud siehe da - schon kommen brauchbare Sounds aus der Kiste 8)
Also so eine Art Modelling-anti-G.A.S :D
Liebe Grüße,
Michael

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Re: Anti-G.A.S., oder: Wieviele Gitarren braucht der Mensch?

#15

Beitrag von Rallinger » 08.02.2018, 17:11

MiLe hat geschrieben:
08.02.2018, 15:11
Ist es in diesem Forum nicht eher so, dass sich G.A.S weniger auf Instrumente als auf Werkzeuge, Hölzer etc. bezieht? ;)
Die Sammlung von Instrumenten ist doch nur ein Kollateralschaden, weil die Tools ja eben auch ausprobuert werden müssen :badgrin:
(think) Erwischt. (whistle)

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Re: Anti-G.A.S., oder: Wieviele Gitarren braucht der Mensch?

#16

Beitrag von vrooom » 08.02.2018, 17:21

Stimmt! Holz und Werkzeug könnte angesichts meiner bescheidenen holzhandwerklichen Künste auch in den Frühjahrsputz!
Durch bloßes Lagern werden aus Mahagoni-Bohlen keine Gitarren - Ich habs probiert (whistle)

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Re: Anti-G.A.S., oder: Wieviele Gitarren braucht der Mensch?

#17

Beitrag von Rallinger » 08.02.2018, 17:24

Holz? Werkzeug? Hier!

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Re: Anti-G.A.S., oder: Wieviele Gitarren braucht der Mensch?

#18

Beitrag von Jackhammer » 08.02.2018, 17:33

Rallinger hat geschrieben:
08.02.2018, 14:40
Ich hab mir eine Regel gesetzt: wenn ich ein neues Saiteninstrument brauche, bau ich es mir. Und wenn ich mich dazu nicht aufraffen kann ist das ein Zeichen, dass ich kein neues Saiteninstrument brauche.
Diesen Satz wiederhole ich mir immer wieder, beim Durchblättern der Thomann/MusicStore Newsletter...
Viele Grüße
Yuriy

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Re: Anti-G.A.S., oder: Wieviele Gitarren braucht der Mensch?

#19

Beitrag von AsturHero » 08.02.2018, 17:40

witzigerweise ist mein GAS nur bei Bässen ausgeprägt..habe nur einen Amp und eine kleine Wohnungscombo mit 40Watt...der Rest wird über USB-Interface und Software gespielt/eingespielt.

Als Tretminen hab ich auch nur Tuner, ROhren-Preamp, WahWah, Overdrive und Chorus

Seitdem ich selber basteln kann sind auch Besuche bei Musicstore oder Besuche bei Ebay Kleinanzeigen recxht günstig geworden..
Günstige Bässe schnapp ich mir nur noch, wenn es sich für das Geld lohnt die HArdware weiter zu verwenden.....
lg Antonio

Meine neue Webseite: Antalo-Bass

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Re: Anti-G.A.S., oder: Wieviele Gitarren braucht der Mensch?

#20

Beitrag von zappl » 11.02.2018, 01:54

Luxusproblem³ ? :roll: Naja, können sich wohl die wenigsten, mich eingeschlossen, davon freisprechen.

Das Gieren nach irgendwelchen käuflichen Gitarren/Bässen ist bei mir so ziemlich auf null runtergegangen seitdem ich mit dem Selberbauen angefangen habe. Und ja, das G.A.S. hat sich dafür merklich auf Werkzeug, Hölzer, etc. verschoben. :oops:
Gruß, Sebastian
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Re: Anti-G.A.S., oder: Wieviele Gitarren braucht der Mensch?

#21

Beitrag von Sven2 » 11.02.2018, 13:14

Yaman hat geschrieben:
08.02.2018, 14:08
Ich habe da einen Custom-Build Warwick Bass anzubieten. Modell Fortress Masterman, 4-Saiter, einteiliger Vogelaugenahorn-Korpus, Wenge Hals und Griffbrett, aktive Klangregelung.
Hm, war der in Vogelaugen-Ahorn nicht limitiert auf 20 Stück? Und sowas willst du hergeben?

Sven

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Man kann einfach nicht nur einen nehmen.

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Re: Anti-G.A.S., oder: Wieviele Gitarren braucht der Mensch?

#22

Beitrag von 12stringbassman » 11.02.2018, 16:17

Sven2 hat geschrieben:
11.02.2018, 13:14
Und sowas willst du hergeben?
Ist doch nur ein Warwick...... :roll: (whistle) 8)
"Denken ist wie googeln, nur krasser!"

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Re: Anti-G.A.S., oder: Wieviele Gitarren braucht der Mensch?

#23

Beitrag von Yaman » 11.02.2018, 19:37

Was ist gegen Warwick zu sagen?

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#24

Beitrag von Jackhammer » 11.02.2018, 22:49

Es gibt doch irgendwo 19 weitere Kopien davon. Fast schon Massenproduktion... (whistle)
Viele Grüße
Yuriy

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Re: Anti-G.A.S., oder: Wieviele Gitarren braucht der Mensch?

#25

Beitrag von Ölfinger » 14.02.2018, 19:54

Interessantes Thema - und sehr interessant, daß es mir nicht allein so geht, daß sich die Instrumente ansammeln.
Mein Hauptproblem ist, daß ich einfach nicht in der Lage bin, ein geschundenes Instrument auf Flohmärkten liegen zu sehen. Irgendwie empfinde ich eine Gitarre wie ein leidensfähiges Wesen und kann den Gedanken, daß es für immer schweigen soll irgendwie nicht ertragen.
Mag sein, daß das krank ist, aber so geht es mir nunmal.
Das Ergebnis ist, daß sich die reparierten Gitarren bei mir stapeln und der WAF sich langsam in Richtung Rot bewegt. Eigentlich fällt es mir gar nicht schwer, mich von einer Gitarre zu trennen, aber die Preise für gebrauchte Instrumente sind dermaßen absurd niedrig, daß es kaum möglich ist, eine Gitarre an den Mann zu bringen. Beispielsweise habe ich hier eine wunderschöne, fast neuwertige Konzertgitarre, wo die Mechaniken allein schon 80,-€ wert sind. Perfekt für Einsteiger. Das Ding habe ich angeboten wie Sauerbier - trotzdem kaufen sich die Leute lieber für das gleiche Geld eine Chinaklampfe mit MDF (!)- Boden und katastrophal bearbeiteten Bundstäbchen neu.
Was soll's - ich werde demnächst einige Gitarren für einen symbolischen Preis ans Schwarze Brett im Gymnasium meiner Kinder hängen.
Die Alternative wäre, die Saiten runterzukneifen und die Dinger an den Stall zu nageln. Immerhin hat die durchschnittliche Akustikgitarre quer befestigt die idealen Abmessungen als Bruthöhle für Rauhfußkäuze und Schleiereulen. :D

Ich habe mal in der Bucht eine fabrikneue Hagström Super Swede mit einem leicht reparablen Transportschaden für gerade mal 180,-€ geschossen. Feines Teil! Eigentlich ist das das einzige nicht von mir gebaute Instrument, das ich behalten möchte.

6 Saiten sind für Grobmotoriker wie mich sowieso aufwendig genug. Den meisten Spaß habe ich immer noch mit meinen Dreisaitern. Da kann man die Konzentration sausen lassen und sich einfach seinen Gefühlen hingeben...

beste Grüße
Peter
Mit besten Grüßen
Ölfinger

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