Bauthread: Goaß Bass 5-Saiter

Themen zum Bau von E-Bässen

Moderatoren: clonewood, wasduwolle

Benutzeravatar
zappl
Zargenbieger
Beiträge: 1183
Registriert: 09.02.2016, 19:58
Wohnort: 56xxx
Hat sich bedankt: 136 Mal
Danksagung erhalten: 98 Mal
Kontaktdaten:

Re: Bauthread: Goaß Bass 5-Saiter

#76

Beitrag von zappl » 15.11.2017, 19:18

Ja passt.

Ich persönlich richte die Bünde erst ab nachdem das Halsprofil geformt wurde. Immer wenn größere Mengen Holz weggenommen werden kann sich der Hals nochmal etwas biegen/drehen, da sich die inneren Spannungsverhältnisse ändern. (Bei einem mehrstreifigen gesperrten Hals ist der Effekt aber deutlich geringer.) Vorstellbar, dass sich das in wahrnehmbarem Maße auf die Bundierung auswirkt. Das bilde ich mir zumindest ein, vielleicht ist es auch vernachlässigbar. ;)
Gruß, Sebastian
#1 #2 #3 #4

Benutzeravatar
zappl
Zargenbieger
Beiträge: 1183
Registriert: 09.02.2016, 19:58
Wohnort: 56xxx
Hat sich bedankt: 136 Mal
Danksagung erhalten: 98 Mal
Kontaktdaten:

Re: Bauthread: Goaß Bass 5-Saiter

#77

Beitrag von zappl » 15.11.2017, 19:35

Rallinger hat geschrieben:
15.11.2017, 12:21
Frage: Ich würde gerne zwischen Halskantel und Griffbrett noch ein 0,6mm Eschefurnier einleimen. Einfach für die Optik. Spricht was dagegen alles zusammen zu verleimen? Oder würdet ihr eher die Esche aufs Griffbrett leimen und dann das Griffbrett auf den Halskantel setzen?
Geht beides... sparst dir etwas Arbeit wenn du alles zusammen verleimst. Seh halt nur zu, dass du alle Zwingen, Beilagen etc. in greifbarer Reichweite hast. Es wäre ärgerlich wenn der Leim beginnt anzuziehen während du noch irgendwas zusammensuchen musst. Eine Trockenübung kann im Zweifel auch nicht schaden. ;)

Das Projekt gefällt mir bisher übrigens weiterhin richtig gut! :)

Auf deine Methode Griffbretter zu schlitzen bin ich etwas neidisch. ;)
Gruß, Sebastian
#1 #2 #3 #4

Benutzeravatar
Rallinger
Ober-Fräser
Beiträge: 588
Registriert: 27.02.2017, 12:05
Wohnort: Gröbenzell
Hat sich bedankt: 89 Mal
Danksagung erhalten: 101 Mal

Re: Bauthread: Goaß Bass 5-Saiter

#78

Beitrag von Rallinger » 15.11.2017, 20:37

zappl hat geschrieben:
15.11.2017, 19:35
Auf deine Methode Griffbretter zu schlitzen bin ich etwas neidisch. ;)
Also bei GW in Portugal gibt's die Slot-Templates in Acryl in allen gängigen Mensuren für 11 Euro https://guitarsandwoods.com/fretting/ac ... 25-50.html
ein passendes Sägeblatt gibt's bei Andreas Rall für 59 Euro
https://shop.rall-online.net/epages/615 ... s/04080030
Macht 70 Euro. Das ist das Doppelte einer gescheiten Bundsäge, ja. Und sicher kommen da auch noch Versandkosten drauf. Aber eine Tischkreissäge hatte ich. Und für 35 Euro +VK zusätzlich spar ich mir gerne den Tennisarm - zumal es so deutlich sauberer wird.

Hm, das mit der Reihenfolge "erst abrichten, dann Halsrückseite shapen oder andersrum" ist tricky. Bei einer F-Style Kopfplatte hab ich vorne und hinten eine saubere Auflagefläche, auch wenn die Halsrückseite schon geshapet ist. Aber bei einer geschäfteten Kopfplatte? Da hab ich ehrlich gesagt ein wenig Bedenken, dass ich mir das noch auf die letzte Rille verhunackel, weil ich den Hals beim Abrichten nicht gescheit fixiert kriege. Ich tendier nach wie vor zu "Halsrückseite zuletzt shapen". Aber bis das fällig ist, geht eh noch viel Wasser die Isar runter ...

Benutzeravatar
zappl
Zargenbieger
Beiträge: 1183
Registriert: 09.02.2016, 19:58
Wohnort: 56xxx
Hat sich bedankt: 136 Mal
Danksagung erhalten: 98 Mal
Kontaktdaten:

Re: Bauthread: Goaß Bass 5-Saiter

#79

Beitrag von zappl » 15.11.2017, 23:12

Rallinger hat geschrieben:
15.11.2017, 20:37
Also bei GW in Portugal gibt's die Slot-Templates in Acryl in allen gängigen Mensuren für 11 Euro https://guitarsandwoods.com/fretting/ac ... 25-50.html
ein passendes Sägeblatt gibt's bei Andreas Rall für 59 Euro
https://shop.rall-online.net/epages/615 ... s/04080030
Macht 70 Euro. Das ist das Doppelte einer gescheiten Bundsäge, ja. Und sicher kommen da auch noch Versandkosten drauf. Aber eine Tischkreissäge hatte ich. Und für 35 Euro +VK zusätzlich spar ich mir gerne den Tennisarm - zumal es so deutlich sauberer wird.

Hm, das mit der Reihenfolge "erst abrichten, dann Halsrückseite shapen oder andersrum" ist tricky. Bei einer F-Style Kopfplatte hab ich vorne und hinten eine saubere Auflagefläche, auch wenn die Halsrückseite schon geshapet ist. Aber bei einer geschäfteten Kopfplatte? Da hab ich ehrlich gesagt ein wenig Bedenken, dass ich mir das noch auf die letzte Rille verhunackel, weil ich den Hals beim Abrichten nicht gescheit fixiert kriege. Ich tendier nach wie vor zu "Halsrückseite zuletzt shapen". Aber bis das fällig ist, geht eh noch viel Wasser die Isar runter ...
Okay ja, ich hätte noch dazu sagen sollen, dass ich den Hals dabei in einer selbstgebauten "Neck Caul" (mir fällt das deutsche Wort gerade nicht ein...) liegen habe. Ich sehe da eigentlich kein Problem... ist ja beim Abrichten runtergespielter Bundierungen auch der "Normalfall". ;) Aber mach's so wie du dich sicherer fühlst.
Rallinger hat geschrieben:
15.11.2017, 20:37
Also bei GW in Portugal gibt's die Slot-Templates in Acryl in allen gängigen Mensuren für 11 Euro https://guitarsandwoods.com/fretting/ac ... 25-50.html
ein passendes Sägeblatt gibt's bei Andreas Rall für 59 Euro
https://shop.rall-online.net/epages/615 ... s/04080030
Macht 70 Euro. Das ist das Doppelte einer gescheiten Bundsäge, ja. Und sicher kommen da auch noch Versandkosten drauf. Aber eine Tischkreissäge hatte ich.
Bei mir fehlt dazu leider noch die Tischkreissäge... und davor steht noch eine Bandsäge in der Prioritätenliste der größeren Anschaffungen. ;(

Den GW-Shop kenne ich. Ich liebäugle schon eine Zeit mit der dort angebotenen Miter-Box und den dazugehörigen Slot-Templates. Aber ja, schneller und präziser als mit der Tischkreissägenmethode geht's wohl kaum.
Gruß, Sebastian
#1 #2 #3 #4

Benutzeravatar
Rallinger
Ober-Fräser
Beiträge: 588
Registriert: 27.02.2017, 12:05
Wohnort: Gröbenzell
Hat sich bedankt: 89 Mal
Danksagung erhalten: 101 Mal

Re: Bauthread: Goaß Bass 5-Saiter

#80

Beitrag von Rallinger » 16.11.2017, 08:15

zappl hat geschrieben:
15.11.2017, 23:12
Okay ja, ich hätte noch dazu sagen sollen, dass ich den Hals dabei in einer selbstgebauten "Neck Caul" (mir fällt das deutsche Wort gerade nicht ein...) liegen habe. Ich sehe da eigentlich kein Problem... ist ja beim Abrichten runtergespielter Bundierungen auch der "Normalfall". ;) Aber mach's so wie du dich sicherer fühlst.
"Weniger unsicher" trifft es wahrscheinlich besser ;-) Aber du hast Recht, wenn es bei Neubundierungen funktioniert sollte es bei einer Ganz-Neubundierung auch kein Problem sein. Keine Ahnung wie man eine Neck Caul auf Deutsch nennen soll, aber ich weiß was du meinst. Ist deine was Abgefahreneres? Dann zeig doch mal her.

Der Vorteil beim Abrichten ganz zum Schluss wäre natürlich dass man nicht zweimal ran muss, sollte man sich beim am-Hals-weiterarbeiten nochmal eine Macke reinhauen ...

Pfffff. Fragen über Fragen. Wahrscheinlich werde ich es am Ende nach dem Lustprinzip lösen ...
zappl hat geschrieben:
15.11.2017, 23:12
Aber ja, schneller und präziser als mit der Tischkreissägenmethode geht's wohl kaum.
Das allerdings ist Fakt. Template aufkleben, Sägeblatt wechseln, Schlitten ausrichten, Schnitthöhe einstellen, schneiden, Sägeblatt wieder zurück wechseln ... ich hab nicht auf die Uhr geschaut. 20 Minuten? Mit Gedankenpausen und "stimmt-auch-alles?" vielleicht eine halbe Stunde.

Benutzeravatar
Rallinger
Ober-Fräser
Beiträge: 588
Registriert: 27.02.2017, 12:05
Wohnort: Gröbenzell
Hat sich bedankt: 89 Mal
Danksagung erhalten: 101 Mal

Re: Bauthread: Goaß Bass 5-Saiter

#81

Beitrag von Rallinger » 16.11.2017, 08:35

Noch ne kurze Frage, bevor es ans Eingemachte geht:
Würdet ihr die Gewindeteile des Trussrods mit Silikon fixieren, wie man das manchmal auf Youtube-Tutorials sieht? Und wenn ja, wie verhindere ich dass mir das Zeugs ins Gewinde quillt (außer sparsam auftragen natürlich)? Alternativ: wäre eine Schicht Abdeckband um die Enden, damit es satter sitzt, eine mögliche Lösung? Oder mach ich mir da zu viel Kopf? (Bei meinem letzten Bass hab ich nichts gemacht und es scheint kein Problem zu sein...). Legt ihr den Trussrod einfach so rein und leimt zu oder was tut ihr? Danke!

Benutzeravatar
Haddock
Luthier
Beiträge: 4370
Registriert: 11.12.2012, 13:15
Wohnort: Schweiz
Hat sich bedankt: 162 Mal
Danksagung erhalten: 110 Mal
Kontaktdaten:

Re: Bauthread: Goaß Bass 5-Saiter

#82

Beitrag von Haddock » 16.11.2017, 09:04

Guten Morgen,

wo geleimt wird, gehöhrt kein Silikon hin. Hatte ich früher auch gemacht, bin aber davon weggekommen. Trussrod in den Kanal legen, danach ein dünnes Klebeband darüber und mit etwa 2mm Überstand den rest des Klebeband wegschneiden. Auf dem Bild kann man sehen was ich meine, das Tape ist da durchsichtig.



Gruss
Urs
Dateianhänge

Benutzeravatar
kehrdesign
Zargenbieger
Beiträge: 1361
Registriert: 05.06.2011, 02:06
Hat sich bedankt: 38 Mal
Danksagung erhalten: 144 Mal
Kontaktdaten:

Re: Bauthread: Goaß Bass 5-Saiter

#83

Beitrag von kehrdesign » 16.11.2017, 11:26

Ich tränke alle TRs in stark mit Testbenzin verdünntem Öl. Nach dem Abtropfen und und Verdunsten des Benzins sorgt eine gleichmäßige, hauchdünne Ölschicht dauerhaft für einwandfreie Gängigkeit. Und wenn tatsächlich mal etwas Leim auf das Gewinde kommen sollte, kann er (der Leim) nicht fest haften und die Mechanik blockieren.
Um etwas zu verhindern finden sich immer Gründe, um etwas zu erreichen findet man Lösungen.
______________________
http://guitars.kehrdesign.de/

Benutzeravatar
Rallinger
Ober-Fräser
Beiträge: 588
Registriert: 27.02.2017, 12:05
Wohnort: Gröbenzell
Hat sich bedankt: 89 Mal
Danksagung erhalten: 101 Mal

Pfusch am Bau ...

#84

Beitrag von Rallinger » 16.11.2017, 11:53

(wall) (wall) (wall) (wall) Unterschätze nie die Kraft einer Oberfräse ... Heute hab ich mich an den Trussrod gemacht. Gestern hatte ich schon das Eschefurnier unten ans Griffbrett geleimt. Sicher ist sicher. Aber dann ...
Meine Jig penibelst ausgerichtet und 100 Testläufe gemacht ...
Meine Jig penibelst ausgerichtet und 100 Testläufe gemacht ...
Dann den Schlitten mit Zwingen fixiert und nochmal gefühlt 100 Testläufe. Passt.
Dann den Schlitten mit Zwingen fixiert und nochmal gefühlt 100 Testläufe. Passt.
Noch einen Anschlag für den Schlitten damit ich nicht zu weit fräse. Nochmal 100 Testläufe. Passt. Passt? Denkste!
Noch einen Anschlag für den Schlitten damit ich nicht zu weit fräse. Nochmal 100 Testläufe. Passt. Passt? Denkste!
Die seitliche Fixierung des Schlittens war wohl nicht stark genug. Deswegen ist mir das Ganze zur Kopfplatte hin "etwas" aus dem Ruder gelaufen.
Die seitliche Fixierung des Schlittens war wohl nicht stark genug. Deswegen ist mir das Ganze zur Kopfplatte hin "etwas" aus dem Ruder gelaufen.
Wenigstens schaut's am Halsfuß halbwegs aus. Der Knubbel sitzt satt und die Stellschraube ist zentriert.
Wenigstens schaut's am Halsfuß halbwegs aus. Der Knubbel sitzt satt und die Stellschraube ist zentriert.
Dann kam noch so eine kleine Überraschung aus der Ecke "daran hab ich ja gar nicht gedacht". Der Schaft von der Stellschraube hat einen größeren Durchmesser als das Gewinde. Wenn der Trussrod bündig sitzt, ragt das Dingens 2,5mm nach oben über den Halskantel hinaus. Wenigstens das war kein großes Problem. Flugs das Griffbrett angezeichnet und von unten die 2,5mm weggefräst.
Zum Glück reden wir "nur" insgesamt von 1mm Fehlfräsung zum oberen Ende des Trussrods hin. Auf den Bildern schaut es krasser aus als es (gemessen) ist. Ich hab jetzt die obere Hülse des Trussrods mit zwei Furnierschichten fixiert. Das sitzt satt. Wenn das Griffbrett drauf ist, geht das nirgendwo mehr hin.
Bissi schief sitzt der Trussrod natürlich immer noch drin, aber damit werde ich wohl leben müssen (wenn ich mich nicht dazu entschließe, den Hals wegzuschmeißen. Aber wenn er am Ende nicht gerade völlig windschief ist, werd ich das wohl nicht tun).

Würdet ihr neben den blauen Stab des Trussrods auch noch ein Furnier einkleben, damit der Rundstab nicht spazieren geht? Oder ist das egal (bzw nicht so mega dramatisch)? Egal ist es natürlich auf keinen Fall. Ich beiß mir gerade in den Arsch ...

Benutzeravatar
hatta
Luthier
Beiträge: 2581
Registriert: 12.01.2015, 12:46
Hat sich bedankt: 230 Mal
Danksagung erhalten: 137 Mal

Re: Bauthread: Goaß Bass 5-Saiter

#85

Beitrag von hatta » 16.11.2017, 16:45

Hmpf... ärgerlich, aber doch nicht so dramatisch!
Solange der Trussrod nicht wackeln kann und dadurch anfangen kann zu schwingen, hätte ich da keine Bedenken bei der geringen Abweichung.
Ich persönlich würde schon seitlich das Furnier einkleben, nur so zur Sicherheit.

Die Profis werden aber sicher nich Ihre Meinung kundtun :)
Gruß
Harald

Benutzeravatar
kehrdesign
Zargenbieger
Beiträge: 1361
Registriert: 05.06.2011, 02:06
Hat sich bedankt: 38 Mal
Danksagung erhalten: 144 Mal
Kontaktdaten:

Re: Bauthread: Goaß Bass 5-Saiter

#86

Beitrag von kehrdesign » 16.11.2017, 18:01

Klappern darf er nicht. Da genügt aber auch eine seitliche Einengung der Nut kurz vorm Ende.
... aber symmetrisch bitte ;)
Um etwas zu verhindern finden sich immer Gründe, um etwas zu erreichen findet man Lösungen.
______________________
http://guitars.kehrdesign.de/

Benutzeravatar
Rallinger
Ober-Fräser
Beiträge: 588
Registriert: 27.02.2017, 12:05
Wohnort: Gröbenzell
Hat sich bedankt: 89 Mal
Danksagung erhalten: 101 Mal

Re: Bauthread: Goaß Bass 5-Saiter

#87

Beitrag von Rallinger » 16.11.2017, 20:00

Neeeeee! Nein, nein, nein! So kann das nicht bleiben, so nervt's mich. Und wenn man es hinterher 100 Mal nicht sieht. Ich hab noch Skunkstripes aus Ahorn hier. Ich fräse das breiter raus und mache den Trussrod-Kanal nochmal. Ist ja eh ein Multilaminat-Hals. Da kann man ja noch ein paar Streifen dazu leimen ;-) Mal schauen was da dann schiefgeht ...

Benutzeravatar
Rallinger
Ober-Fräser
Beiträge: 588
Registriert: 27.02.2017, 12:05
Wohnort: Gröbenzell
Hat sich bedankt: 89 Mal
Danksagung erhalten: 101 Mal

Re: Bauthread: Goaß Bass 5-Saiter

#88

Beitrag von Rallinger » 16.11.2017, 20:31

Frage: Wenn ich den Trussrod-Kanal it dem Bündigfräser auf 12,7mm auffräse ... und dann rechts und links je einen 10x3mm Carbonstab einleime ... macht das Sinn? Oder wird das dann zu steif?

Benutzeravatar
KNGuitars
Bodyshaper
Beiträge: 204
Registriert: 28.02.2017, 10:30
Wohnort: Österreich/Steiermark
Hat sich bedankt: 27 Mal
Danksagung erhalten: 31 Mal

Re: Bauthread: Goaß Bass 5-Saiter

#89

Beitrag von KNGuitars » 17.11.2017, 09:09

meinst du die carbonstreifen gleich neben dem trussrod?
grundsätzlich sollte das funktionieren, aber damit die carbonleisten auch gegen verdrehen des halses helfen sollten sie jeweils so weit als möglich an den griffbrettrand.

... ich würds auch so lassen, der eine mm stört bei der benützung des trussrods nicht, dh der hals wird sich nacher gleich einstellen lassen als bei mittigem trussrod ... wenns dich stört kannst ja nochmal gerade nachfräsen, und dann seitlich am ende furniere einkleben, dass der trussrod in der mittigen position bleibt.

hast du die gesamte tiefe auf einmal gefräst?
lg klaus

Benutzeravatar
Rallinger
Ober-Fräser
Beiträge: 588
Registriert: 27.02.2017, 12:05
Wohnort: Gröbenzell
Hat sich bedankt: 89 Mal
Danksagung erhalten: 101 Mal

Re: Bauthread: Goaß Bass 5-Saiter

#90

Beitrag von Rallinger » 17.11.2017, 12:49

So, das Ganze hat mir keine Ruhe gelassen. Gestern Abend ist mir zum Glück noch eingefallen, wie ich das lösen kann. Das Wort "elegant" spar ich mir in diesem Zusammenhang.

Als Erstes hab ich ein Aluprofil neben dem verhunackelten Trussrod-Kanal fixiert. Mit dieser Führung und einem 12,7mm Bündigfräser hab ich dann das komplette Elend entfernt.
Dann habe ich rechts und links je eine 3,6mm Ahornleiste eingeleimt ...
... und mit der Ziehklinge bündig geziehklingt.
Das Ganze ergab einen 5,5mm breiten Kanal, der natürlich zu schmal für den Trussrod war. Also bin ich mit dem frisch geschärften Stechbeitel und Schleifpapier ran und habe mich langsam an 5,8mm Breite rangetastet. Das war der Punkt, an dem der Trussrod straff reinging.
Eigentlich wollte ich noch das zerhackstückelte Ende des Kanals sauber aus-chisseln und nochmal bündig ein Stückchen Ahorn einlassen.
Allerdings hat mich da gerade sowas von die Lust dazu verlassen ... Mach ich aber wahrscheinlich auch noch. Und dann kann endlich das Griffbrett drauf.

Uff!

Benutzeravatar
Rallinger
Ober-Fräser
Beiträge: 588
Registriert: 27.02.2017, 12:05
Wohnort: Gröbenzell
Hat sich bedankt: 89 Mal
Danksagung erhalten: 101 Mal

Re: Bauthread: Goaß Bass 5-Saiter

#91

Beitrag von Rallinger » 17.11.2017, 19:26

Es ging ein wenig weiter. Das Ende des Trussrod-Kanals sauber ausgestochen und ein Ahornstück rein. Schaut doch schon viel besser aus.
Dann hab ich das Griffbrett provisorisch aufgesetzt und rundum bündig gefräst. Das musste ich vor dem Verleimen tun, da ja das Stellrad des Trussrods rausschaut.
Dann den Trussrod eingesetzt und Urs' Rat folgend mit Tesa abgeklebt. Ein Glück, das wär sonst eine ganz schöne Sauerei geworden... Damit das Griffbrett beim Verleimen nicht verrutscht, hab ich vorne und hinten einen Index-Pin eingesetzt.
Und drauf das Griffbrett ...
So und jetzt ab in den Proberaum, Sound machen!

Benutzeravatar
Docwaggon
Ober-Fräser
Beiträge: 715
Registriert: 12.03.2017, 10:46
Hat sich bedankt: 41 Mal
Danksagung erhalten: 56 Mal

Re: Bauthread: Goaß Bass 5-Saiter

#92

Beitrag von Docwaggon » 17.11.2017, 19:46

wie hast du das griffbrett zum bündigfräsen auf dem hals befestigt ?

Benutzeravatar
Rallinger
Ober-Fräser
Beiträge: 588
Registriert: 27.02.2017, 12:05
Wohnort: Gröbenzell
Hat sich bedankt: 89 Mal
Danksagung erhalten: 101 Mal

Re: Bauthread: Goaß Bass 5-Saiter

#93

Beitrag von Rallinger » 18.11.2017, 08:24

Docwaggon hat geschrieben:
17.11.2017, 19:46
wie hast du das griffbrett zum bündigfräsen auf dem hals befestigt ?
Ich hab oben rechts und unten links je einen Metallstift im Halskantel versenkt, um das Griffbrett gegen Verrutschen zu sichern. Zusätzlich zwei Streifen doppelseitiges Klebeband. Gefräst hab ich auf dem Frästisch mit einem Bündigfräser mit oben liegendem Kugellager. Das Griffbrett lag also unten und war so zum Bündigfräsen sauber fixiert.

Benutzeravatar
Rallinger
Ober-Fräser
Beiträge: 588
Registriert: 27.02.2017, 12:05
Wohnort: Gröbenzell
Hat sich bedankt: 89 Mal
Danksagung erhalten: 101 Mal

Re: Bauthread: Goaß Bass 5-Saiter

#94

Beitrag von Rallinger » 20.11.2017, 14:46

Wenn alles glatt liefe wär's ja langweilig. Heute gab's eine Planänderung. Das Griffbrett bekommt ein Binding. Wollte ich zwar eigentlich nicht, aber nu isses so. Aber von vorne ...
Schwarzer Leim?! So viele Bleistiftstriche waren es doch auch wieder nicht, oder? Strange ... vor allem war der Leim anfangs klar (Titebond classic)
Schwarzer Leim?! So viele Bleistiftstriche waren es doch auch wieder nicht, oder? Strange ... vor allem war der Leim anfangs klar (Titebond classic)
Die Leimreste mit der Ziehklinge abgekratzt und die Dots markiert und gebohrt.
Die Leimreste mit der Ziehklinge abgekratzt und die Dots markiert und gebohrt.
Eine Radiuswippe für die Fräslade gebaut, um den Griffbrettradius einzufräsen.
Eine Radiuswippe für die Fräslade gebaut, um den Griffbrettradius einzufräsen.
Mit einem Papierstreifen den Halsrohling sauber unter der Jig zentriert. Und gefräst.
Mit einem Papierstreifen den Halsrohling sauber unter der Jig zentriert. Und gefräst.
Ich weiß nicht, lag es an einer zu schnellen Vorschubgeschwindigkeit, splittert die Kirsche im Splint schneller als im Kernholz? Oder ist die ganze Methode unbrauchbar? Jedenfalls gab es an der rechten Griffbrettkante saubere Ausrisse. Die linke schaut okay aus.

Tja. Ich vermute mal ich hätte rechts vom Kopf in Richtung Halsfuß fräsen sollen. Stattdessen hab ich alle Bahnen Richtung Kopfplatte gefräst. Ergo ging der Fräser rechts aus dem Material raus, links jedoch rein ... eine bessere Erklärung hab ich nicht.

Jedenfalls erst mal ruhig Blut bewahren ... mit dem Radiusschleifklotz und 220er Körnung das Ganze ein wenig geglättet ... am Ende sieht es jetzt so aus:
Griffbrett rechts - Ausrisse im Splintanteil der Kirsche. Ca. 1,5mm in das Griffbrett rein und bis 2,5 mm tief. Sehr unschön.
Griffbrett rechts - Ausrisse im Splintanteil der Kirsche. Ca. 1,5mm in das Griffbrett rein und bis 2,5 mm tief. Sehr unschön.
Griffbrett links - saubere Fräskante (bis auf eine kleine Delle).
Griffbrett links - saubere Fräskante (bis auf eine kleine Delle).
Tja, das läuft dann wohl auf ein Binding raus ... oder hat jemand eine bessere Idee?

Benutzeravatar
Docwaggon
Ober-Fräser
Beiträge: 715
Registriert: 12.03.2017, 10:46
Hat sich bedankt: 41 Mal
Danksagung erhalten: 56 Mal

Re: Bauthread: Goaß Bass 5-Saiter

#95

Beitrag von Docwaggon » 20.11.2017, 15:12

hast du längsbahnen gefräst oder bist du jeweils im bogen über das griffbrett ?

mir fällt nur ein :
- das griffbrett generell etwas dünner machen und damit die ausrisse reduzieren ?
- binding fräsen (sollte mit deinem jig gut gehen)

aussen zu stark verrungen hat bei mir ja gar nicht geklappt :-( und kann ich nicht empfehlen

Benutzeravatar
Rallinger
Ober-Fräser
Beiträge: 588
Registriert: 27.02.2017, 12:05
Wohnort: Gröbenzell
Hat sich bedankt: 89 Mal
Danksagung erhalten: 101 Mal

Re: Bauthread: Goaß Bass 5-Saiter

#96

Beitrag von Rallinger » 20.11.2017, 15:29

Docwaggon hat geschrieben:
20.11.2017, 15:12
hast du längsbahnen gefräst oder bist du jeweils im bogen über das griffbrett ?

mir fällt nur ein :
- das griffbrett generell etwas dünner machen und damit die ausrisse reduzieren ?
- binding fräsen (sollte mit deinem jig gut gehen)

aussen zu stark verrungen hat bei mir ja gar nicht geklappt :-( und kann ich nicht empfehlen
Ich hab Längsbahnen gefräst. Ich dachte mir das wäre just die Methode, um Ausrisse zu vermeiden. Griff ins Klo.

Letztlich ist die Entscheidung für ein Binding schon gefallen. Weil die einzige andere Methode die mir einfiele wäre, einen auf Billy Sheehan zu machen und das Griffbrett zu scalopen ... aber das ist mir eins zu heftig.

Vorher würde ich aber gerne noch besser verstehen, was genau ich falsch gemacht habe. Nicht, dass ich den Bindingkanal fräse und das Griffbrett nur noch mehr zerhacke. Viel fehlt jedenfalls nicht mehr, dann ist der Hals Brennholz ...

Wäre denn rechtsseitig "vom Kopf Richtung Fuß" fräsen (damit der Fräser ins Holz rein- statt rausfräst) die Lösung? Auf der linken Seite war das ja so (da hab ich vom Fuß zum Kopf gefräst, also rechts rum rein ins Holz), und es hat hingehauen.

Oder sollte ich ggf einen Fräser mit größerem Durchmesser verwenden (ich hab mit einem 6mm Nutfräser gearbeitet)?

Benutzeravatar
Docwaggon
Ober-Fräser
Beiträge: 715
Registriert: 12.03.2017, 10:46
Hat sich bedankt: 41 Mal
Danksagung erhalten: 56 Mal

Re: Bauthread: Goaß Bass 5-Saiter

#97

Beitrag von Docwaggon » 20.11.2017, 15:32

ich habe palisander auch so gefräst, allerdings habe ich dazu einen 25mm planfräser genommen.
auf der fläche gab es leichte ausrisse aber die sind beim schleifen wieder verschwunden.
die kanten waren sauber.

von der richtung würde ich sagen :
- auf der linken seite vom fuss zum hals jeweils parallel zur mittelachse
damit du mit jedem zug aus dem vollen material kommst und nicht gegen die fasern arbeitest
- auf der rechten seite .. bin gerade unschlüssig .. (think)

Benutzeravatar
Docwaggon
Ober-Fräser
Beiträge: 715
Registriert: 12.03.2017, 10:46
Hat sich bedankt: 41 Mal
Danksagung erhalten: 56 Mal

Re: Bauthread: Goaß Bass 5-Saiter

#98

Beitrag von Docwaggon » 20.11.2017, 15:48

habe echt einen knoten im hirn .. :?

die aussenform des griffbretts würde ich
- rechts vom fuss zum kopf fräsen
der fräser drückt die fasern an und tritt dort aus wo kein material mehr ist
- links mit sehr kleinem abtrag vom fuss zum kopf fräsen

da sich das griffbrett auf der radiusfläche aber nicht verjüngt müsste es bei moderaten abtrag eigentlich egal sein wie du fräst es sei denn die wuchsrichtung des holzes stört

Benutzeravatar
kehrdesign
Zargenbieger
Beiträge: 1361
Registriert: 05.06.2011, 02:06
Hat sich bedankt: 38 Mal
Danksagung erhalten: 144 Mal
Kontaktdaten:

Re: Bauthread: Goaß Bass 5-Saiter

#99

Beitrag von kehrdesign » 20.11.2017, 15:56

Rallinger hat geschrieben:
20.11.2017, 15:29
...
Ich hab Längsbahnen gefräst. Ich dachte mir das wäre just die Methode, um Ausrisse zu vermeiden. ...
Ist ja auch richtig.
Allerdings ist hier im Gegensatz zur üblichen Fräsweise ratsam, die Randbereiche im Gleichlauf zu fräsen. Das heist, dass bei üblichem Rechtslauf des Fräsers dieser relativ zum Werkstück im Uhrzeigersinn vorgeschoben wird. Dabei erfolgt die Spanabnahme von der Material-Außenkante beginnend ins Material hinein.
Beim (besonders beim Kopieren üblichen) Gegenlauffräsen erfolgt hingegen die Spanabnahme von innen nach außen, wodurch der Fräser gewissermaßen ins Werkstück "hineingezogen" und sicherer gegen den Anlaufring gedrückt wird, aber in kritschen Bereichen aus zu Ausrissen neigt.
Um etwas zu verhindern finden sich immer Gründe, um etwas zu erreichen findet man Lösungen.
______________________
http://guitars.kehrdesign.de/

Benutzeravatar
Rallinger
Ober-Fräser
Beiträge: 588
Registriert: 27.02.2017, 12:05
Wohnort: Gröbenzell
Hat sich bedankt: 89 Mal
Danksagung erhalten: 101 Mal

Re: Bauthread: Goaß Bass 5-Saiter

#100

Beitrag von Rallinger » 20.11.2017, 15:58

Docwaggon hat geschrieben:
20.11.2017, 15:48
habe echt einen knoten im hirn .. :?

die aussenform des griffbretts würde ich
- rechts vom fuss zum kopf fräsen
der fräser drückt die fasern an und tritt dort aus wo kein material mehr ist
- links mit sehr kleinem abtrag vom fuss zum kopf fräsen

da sich das griffbrett auf der radiusfläche aber nicht verjüngt müsste es bei moderaten abtrag eigentlich egal sein wie du fräst es sei denn die wuchsrichtung des holzes stört
Wenigstens geht's nicht nur mir so ;-) Auf jeden Fall ist das besser als wenn man Mist baut und jeder andere sagt "so kann das ja nicht funktionieren". :D

Also du meinst ich soll auf jeden Fall vom Fuß Richtung Kopf fräsen? Auf beiden Seiten? Oder hast du bei deiner Antwort einen Dreher drin?

Was mir noch eingefallen ist: Ich hab die Bahnen von innen nach außen gemacht. Dadurch ist am Rand nur noch wenig Holz gestanden. Wahrscheinlich wäre es andersrum besser gewesen, weil sich die äußeren Fasern hätten abstützen können.

Gar nicht so einfach ...

Antworten

Zurück zu „E-Bässe“

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 0 Gäste