{006} [elektrisch] Mensur50 nylon 8saiter piezoelektrisch

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{006} [elektrisch] Mensur50 nylon 8saiter piezoelektrisch

#1

Beitrag von Kellermann » 17.03.2020, 10:03

Hallo zusammen,

egal, was da jetzt kommen mag, gehen wir es an! Auch den Bau eines kleinen Instrumentes mit 50 cm Mensur, Massivkorpus, mit Unterstegtonabnehmer und 8 Saiten, Stimmung noch nicht klar. Warum es jetzt genau das werden muss, weiß ich auch nicht -aber zumindest- es tut ja nicht weh :D und ist ggf. eine absolut sinnvolle Ergänzung des Haushaltes :D .

Korpus
Mahagoni Balkonbrüstung, hingen 40-50 Jahre auf der wetterabgewandten Seite des Hauses eines Kollegen. Absolut strack, 1-2 mm weghobeln und es ist wie neu. Elektrojohn hat es schon verbaut in seinem letzten Traumprojekt. Der Korpus wird somit zusammengestückelt. Er bekommt eine Mittellage aus Sperrholz. Entweder eine alte Spiegelrückseite (im Bild) oder Birkensperrholz 1-2 mm, bekomme ich jetzt nicht, aber später bestimmt wieder. Der Korpus bekommt ein leicht versenktes Fake-Schalloch mit Binding.

Steg
Afrikulu, Abschnitt meines Terrassenunterbaues, verwendet ebenfalls von Elektrojohn bei seinem letzten Projekt. Stegeinlage Corian oder Knochen, habe ich noch nicht.

Binding GB und Korpus
Nussleisten aus dem Modellbauladen für kleines Geld

Griffbrett
Palisander, eingetauscht und gesägt von @100WChris, vielen Dank nochmals. Nullbund oder normaler Sattel, weiß ich noch nicht. Dots und Sidedots Bucherundstab.

Hals
Laminat HPL und Nussbaum, Kantel eingetauscht von @Goldschmied, vielen Dank nochmals. Carboneinlage hab ich schon, nicht im Bild.

Mechaniken
Fernost, offen

Pickup
Fernost, mit 9V Stromversorgung von @Yaman für kleines Geld, vielen Dank nochmals.

Begonnen wurden grob Schablonen für Body und Halslaminate. Der Entwurf kann sich unterwegs natürlich in der Ausführung noch ändern.

Vieler Grüße
Kellermann
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Re: {006}[elektrisch] Mensur50 nylon 8saiter piezoelektrisch

#2

Beitrag von Kellermann » 01.04.2020, 21:19

Es geht los.

Als erste Maßnahme bekam das rohe Griffbrett die Fretmarker aus Bucherundstab eingeklebt und verputzt.

Der Hals aus Nussbaum wird in Längsscheiben aufgebaut ohne geschäftete Kopfplatte. Da die Kantel natürlich nicht dick genug war, wird im 1. Drittel der Kopfplatte angestückt. Der Stoß wird verbunden mit einem rechteckigen Akaziendübel oder Lamelle, oder wie man es nennen will.

Zu meiner Werkstatt gehört jetzt noch eine Tischkreissäge (Holzmann TS 200) mit Absaugung und eine Bastler-3-Rollen-Kleinbandsäge, die Arbeiten gehen erheblich einfacher vonstatten.

Grüße
Kellermann
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Re: {006}[elektrisch] Mensur50 nylon 8saiter piezoelektrisch

#3

Beitrag von elektrojohn » 02.04.2020, 14:40

Warum schäftest Du das nicht lieber an?
Ich hätte Angst, dass die Kopfplatte wegbricht, sollte das Instrument mal umfallen oder mit der Kopfplatte irgendwo dagegen stoßen.
Die Saiten ziehen übrigens auch daran.
Hirnholz leimt sehr schlecht. Beim Schäften hast Du eine große Leimfläche längs der Holzfaser, die bei Deiner Lösung nicht unbedingt gegeben ist.
(Ja, deine Flachdübelchen habe ich gesehen)

Duck und weg...
C.
Mein aktuelles Projekt: keins! :( und fertige: 12-StringSemi-Akustik,
Steelstring, Dreadnought, 2 Ukulelen

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Re: {006}[elektrisch] Mensur50 nylon 8saiter piezoelektrisch

#4

Beitrag von Kellermann » 02.04.2020, 15:59

Hallo Christian,
ja was soll ich sagen... 8)

Die durchgehenden, schmalen Laminate finde ich sehr schön. So etwas in Schäftung zu machen, sieht man sofort beim kleinsten Leimfehler den Versatz. Die Chancen stehen immer "gut", einen leichten Versatz hinzubekommen. Ich habe bei meinem ersten Instrument Leim- und Scherversuche gemacht, das Zeug ist sehr stabil und gibt der ganzen Konstruktion Stabilität. Das Fräsen der Kontur mit Schablone geht schnell und ist gut zu verarbeiten, bei richtiger Vorbereitung der Verleimung der "Scheiben".

Zumal auf beiden Seiten noch Ohren angeklebt weden, sie überdecken den Stoßbereich mit Laminat und Holz. Dazu ist auch diese Kopfplatte verhältnismäßig dick. Das ist selbstverständlich nicht die übliche Art von Varianten, einen Hals zu bauen. Ich bin davon überzeugt, solange es sich nicht um einen Fensterkopf dreht und es sich nicht um "ausgewachsene" Instrumente handelt. Wenn ein Instrument umfällt, bricht es doch im Fensterbereich oder im Trussrodbohrungsbereich. Die Schäftungsleimfläche ist groß und stabil, es bricht doch meist weiter oben, egal, wie du deinen Hals hergestellt hast?

Es gibt aber noch einen Grund: Ich KANN gar nicht hobeln, weil ich es handwerklich nicht kann und keinen Hobel besitze...

Grüße
Florian

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Re: {006}[elektrisch] Mensur50 nylon 8saiter piezoelektrisch

#5

Beitrag von Kellermann » 02.04.2020, 22:09

Heute ging es kurz weiter mit dem Grobausschnitt der Laminate und deren Verleimung. Die Hochglanzschicht wird beidseitig angeschliffen. Auf die beiden äußeren "Nussscheiben" werden die Laminate einzeln aufgeleimt.

Die Werkstatt ist nicht zu klein, aber die Fensterbank im Arbeitszimmer ist immer noch der ideale Ort für absolut plane Verleimungen.

Grüße
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Re: {006}[elektrisch] Mensur50 nylon 8saiter piezoelektrisch

#6

Beitrag von Kellermann » 03.04.2020, 21:35

Der Hals wurde zusammengeleimt und liegt jetzt "gezwungenermaßen" auf der Fensterbank. An der Bandsäge die Laminate so randnah wie möglich an der Schablone ausgesägt, der Fräser hat praktisch nur geglättet. Kleine Eisenstiftchen hindern die Laminate am gegenseitigen Verrutschen.

Den Leim habe ich moderat aufgetragen, ohne dass er sonstwo hinläuft, hat gut geklappt, tratt überall aus und konnte sofort feucht entfernt werden. Man ist ja immer versucht, das gründlich zu machen, aber die austretende Leimmenge ist manchmal zu viel des Guten.

Grüße
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Re: {006}[elektrisch] Mensur50 nylon 8saiter piezoelektrisch

#7

Beitrag von Kellermann » 04.04.2020, 22:23

Es ging weiter heute mit dem Zuschnitt und Verleimung der Korpusteile. Der Hals ruht jetzt erstmal vor Zurichtung, Fräsung und Einleimung des Carbonstabes. Die Ohren werden angeleimt, wenn die endgültige Kopfplattengröße und Positionierung der Mechaniken feststeht, da gibt es noch Überlegungsbedarf.

Die Bohlenteile werden nur rechts vom Sägeblatt geschnitten. Für den jeweils links liegenden Stoß bei der Fügung werden die entsprechenden Teile mit der Rückseite nach oben gesägt. Dadurch werden nicht 100%ig 90°-Grad stehende Sägeblattfehler vermieden. Der Fehler addiert nicht, sondern wird ausgeglichen. Um später den Fräser in der Fräslade für die Planierung der Teile nicht unnötig zu beanspruchen, wurde soviel wie möglich mit der Säge weggeschnitten.

Die Teile mit den Löchern werden die Korpusrückseite, die Löcher der ehemaligen Schraubefestigung am Balkongeländer werden mit Nussdübeln verschlossen.

Grüße
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Re: {006} [elektrisch] Mensur50 nylon 8saiter piezoelektrisch

#8

Beitrag von Kellermann » 13.04.2020, 23:43

Weiter ging es die Tage mit einem Detail. Das Fake-Schalloch wird etwas versenkt ausgeführt, bekommt ein Nussbinding und eine kleine Einlegearbeit. Die Mini-Instrumente am Steg werden dafür entfallen. Ich wollte diesmal ein Instrument ohne Bling-Bling bauen, aber so ganz ohne Folklore geht es halt nicht :D .

Aus gegebenem Anlaß wird zur Erinnerung an diese doch bald? hoffentlich einmalige Zeit ein Ding verewigt, was uns alle mehr oder weniger real oder medial beschäftigt (hat). Später können meine Urenkel mich fragen, was das denn sollte...

Grüße
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Re: {006} [elektrisch] Mensur50 nylon 8saiter piezoelektrisch

#9

Beitrag von Kellermann » 15.04.2020, 22:16

Heute wurde die Einlegearbeit mit einem Gießrähmchen versehen und das Ganze mit Epox versetzt mit Thermoesche-Sägemehl geflutet. Mit einer Lötlampe wurde das Epoxi angefächelt, um damit die Bläschen nach oben zu holen. Wenn alles durchgehärtet ist, wird es auf 2 mm Stärke abgefräst, kreisrund geschliffen und mit Nitrolack versiegelt.

Grüße
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Re: {006} [elektrisch] Mensur50 nylon 8saiter piezoelektrisch

#10

Beitrag von Poldi » 16.04.2020, 05:46

Da bin ich ja mal echt gespannt.

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Re: {006} [elektrisch] Mensur50 nylon 8saiter piezoelektrisch

#11

Beitrag von Yaman » 16.04.2020, 08:01

Poldi hat geschrieben:
16.04.2020, 05:46
Da bin ich ja mal echt gespannt.
Ich ebenso! Wie bist du denn auf dieses Muster gekommen? In ein M.C. Escher Buch geschaut :)?

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Re: {006} [elektrisch] Mensur50 nylon 8saiter piezoelektrisch

#12

Beitrag von Kellermann » 16.04.2020, 12:26

Ja stimmt, ihr habt Recht, wo ihr es sagt, fällt auf, dass das flatternde Klopapier ein wenig so aussieht, wie auf einem Escherbild, da gibt es so Vogelmotive, die sich aus oder in irgendwas verwandeln, wenn ich mich nicht irre.

Grüße
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Re: {006} [elektrisch] Mensur50 nylon 8saiter piezoelektrisch

#13

Beitrag von Kellermann » 17.04.2020, 14:43

Das Hälschen wurde carbonisiert. Da ich keinen Frästisch habe, sondern Preßspanplatten nehme als Frästisch und einfach ein Loch reinbohre, damit der Fräser rausschaut, geht natürlich viel Höhe verloren. Aber in diese Platten kann man nach Herzenslust Jigs, Führungen und Halterungen einfach reinschrauben und sie irgendwann austauschen. Ausserdem kann ich die Platte nach draußen einfach auf zwei Böcke stellen, dann wirds in der Werkstatt nicht zu dreckig. Vor allem, wenn man ekliges Zeug fräst wie Epox oder andere Nichtholzmaterialien.

Für die Nut habe ich dann meinen Fräsladenschlitten mit dünner Siebdruckplatte genommen und einfach ein Aluprofil als Führung aufgeschraubt. Eingeklebt wurde ein 6/12 Carbonstab mit Titebond. Der Baumarktfräser gab bald Rauchzeichen, im ganzen Haus roch es lecker nach Holz, alle kamen mal kurz, um nachzufragen, was hier so duftet :D . Also ins Altmetall damit.

Es musste nach knapp 13 mm Fräßtiefe noch erheblich von Hand nachgearbeitet werden. Die Halterung der Bosch GKF 600 ist ja eigentlich ganz vertrauenserweckend, aber präzise ist was Anderes. Wenn man nicht die Rändelschraube für die Feinhöhenverstellung nutzt, sondern den Spanner öffnet für die Höhenverstellung und wieder fixiert, kann der Fräser sichtbar schief sitzen, es bedarf der Korrektur. Dementsprechend hatte die Nut Riefen und Absätze, dass der Stab erstmal nicht reinwollte.


Grüße
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Re: {006} [elektrisch] Mensur50 nylon 8saiter piezoelektrisch

#14

Beitrag von Kellermann » 21.04.2020, 20:59

Der Halsrohbau ist fertig, die Ohren wurden in Übergröße angeleimt, da die Bohrschablone für die Mechanikenlöcher mit vier Schrauben auf die Kopfplatte aufgeschraubt wird, das mit den Löchern wird dann weggesägt. Die Kopfplatte soll möglichst schlank werden mit geringer Schrägstellung der acht Mechaniken. Die Saiten laufen dichtestmöglich an der Nachbarmechanik vorbei. Das heißt, die Bohrungen sollten einfach stimmen...

Es gibt da jetzt ein Problem, Frage stelle ich im "Kurze-Frage-Kurze-Antwort"-Thread, bitte schaut mal rein, vielen Dank.

Grüße
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Re: {006} [elektrisch] Mensur50 nylon 8saiter piezoelektrisch

#15

Beitrag von Kellermann » 23.04.2020, 21:42

Es hat sich herausgestellt, dass alles kein Problem ist mit einer Hartholzführung in entsprechender Dicke und einem scharfen Bohrer. Daran mangelte es wohl bei meinem ersten Bauprojekt. Ich habe eine Bohrschablone aus Buche gemacht, weiteres "Bohrerengineering" brauchts nicht.

Da auch Säulenbohrmaschinen der Baumarktklasse manchmal eine kleine Abdrift haben bei dickeren Materialien, wird die Schablone zur Sicherheit mit der Seite auf der Kopfplatte befestigt, auf der eingebohrt wurde. Weiter gehts dann am WE mit der Kopfplattenformung.

Grüße
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Re: {006} [elektrisch] Mensur50 nylon 8saiter piezoelektrisch

#16

Beitrag von Kellermann » 25.04.2020, 22:07

Die Bohrungen sitzen ganz passabel, durch die Linien der Laminate sieht man aber sofort jede kleine Abweichung. Da die ersten beiden Bohrungen genau durch die Dübelstelle der Anstückungen gegangen wären, wanderte alles etwas weiter nach oben. Wenn schon lange Kopfplatte, dann richtig, oben kommt als Abschluß noch eine Ausformung als Pilz /Bürzel.

Ähnlich wie bei Oxxxxxn-Instrumenten - oder wie ein Vietnamese von hinten mit Regenmantel :D.

Grüße
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Re: {006} [elektrisch] Mensur50 nylon 8saiter piezoelektrisch

#17

Beitrag von Kellermann » 30.04.2020, 17:57

Die Kopfplatte wurde von der Kontur her geformt. Die Sperrholzschablone mit Doppeltape auf Malerband zwei mal aufgeklebt und gefräßt. Das Nussholz ist anscheinend sehr gutmütig und auch bei kleinen Radien mit und gegen die Faser ganz gut zu bearbeiten, wenn man nicht zu viel wegnimmt.

Ich mag es nicht, Schablonen mit Doppeltape aufzukleben als Fixierung, es ging aber nicht anders. Beim Abreißen der Schablone hat das Malerband natürlich Fasern ausgerissen :roll:, gar nicht mal so untief. Da aber noch Stärke weggenommen wird, wird das wohl verschwinden, und wenn nicht, ist ja die Rückseite der Kopfplatte und Epox gibts ja auch noch.

Grüße
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Re: {006} [elektrisch] Mensur50 nylon 8saiter piezoelektrisch

#18

Beitrag von Titan-Jan » 01.05.2020, 19:31

Haha, die Klopapier-Idee ist ja echt genial. Quasi ein "easter egg" im Instrument. Finde ich cool!
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Re: {006} [elektrisch] Mensur50 nylon 8saiter piezoelektrisch

#19

Beitrag von Kellermann » 01.05.2020, 22:27

Ja danke, schaun mer mal, wie es rauskommt beim Runterfräsen. Ich muss mich selber noch etwas gedulden, da noch zwei kleine Giesharz-Sachen in Vorbereitung sind, die will ich alle gemeinsam an einem "Sauerei-Tag" draußen bearbeiten. Ich bemühe mich immer, das alles aufzukehren, das in die Natur zu bringen ist eigentlich auch nicht das Wahre (naughty) . Eine Absaugung mit richtigem Tisch, der das Resin in die Tüte wegschafft müsste Mann eigentlich mal bauen (whistle). Aber das Zeug macht leider so Spaß...

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Re: {006} [elektrisch] Mensur50 nylon 8saiter piezoelektrisch

#20

Beitrag von Haddock » 06.05.2020, 18:39

Hallo Kellermann,

hier geht ja schon richtig was! Ich bin gespannt.

Gruss
Urs

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Re: {006} [elektrisch] Mensur50 nylon 8saiter piezoelektrisch

#21

Beitrag von Kellermann » 06.05.2020, 23:53

Haddock hat geschrieben:
06.05.2020, 18:39
Hallo Kellermann,

hier geht ja schon richtig was! Ich bin gespannt.

Gruss
Urs
Ja, aber der sich anbahnende "Lockup" und die "Regierung" -also meine- 8) haben schon signalisiert, dass jetzt andere Dinge im Fokus stehen werden...egal, Zeit sollte genug sein, ein Jahr für ein Instrumentchen, das muss sich ausgehen.

Viele Grüße
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Re: {006} [elektrisch] Mensur50 nylon 8saiter piezoelektrisch

#22

Beitrag von Poldi » 07.05.2020, 05:30

Kellermann hat geschrieben:
06.05.2020, 23:53
Haddock hat geschrieben:
06.05.2020, 18:39
Hallo Kellermann,

hier geht ja schon richtig was! Ich bin gespannt.

Gruss
Urs
Ja, aber der sich anbahnende "Lockup" und die "Regierung" -also meine- 8) haben schon signalisiert, dass jetzt andere Dinge im Fokus stehen werden...egal, Zeit sollte genug sein, ein Jahr für ein Instrumentchen, das muss sich ausgehen.

Viele Grüße
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Haben wir die selbe Regierung? :lol: :lol:

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Re: {006} [elektrisch] Mensur50 nylon 8saiter piezoelektrisch

#23

Beitrag von Kellermann » 07.05.2020, 09:51

Poldi hat geschrieben:
07.05.2020, 05:30
Kellermann hat geschrieben:
06.05.2020, 23:53


Ja, aber der sich anbahnende "Lockup" und die "Regierung" -also meine- 8) haben schon signalisiert, dass jetzt andere Dinge im Fokus stehen werden...egal, Zeit sollte genug sein, ein Jahr für ein Instrumentchen, das muss sich ausgehen.

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Re: {006} [elektrisch] Mensur50 nylon 8saiter piezoelektrisch

#24

Beitrag von DoppelM » 07.05.2020, 10:13

Ui, jetzt erst hier rein gestolpert, das ist ja mal spannend. Das Problem mit den Mechanik-Bohrungen hatte ich bisher bei jedem Bau, danke für den Tip.
Das Problem mit dem Doppeltape löse ich durch den Maler-Tape-und-Sekundenkleber-Trick. Wenn man mit dem Kleber vorsichtig umgeht und ordentliches Tape hat gibts da null Probleme, keine Ausrisse, keine Klebereste...

Was die Kopfplatte angeht: So wie du das gemacht hast würd ich mir da auch keine Sorgen machen, da gibt es ja genug Klebeflächen parallel zur Faser.
Stanford hat jahrelang etwas ähnliches gemacht, habe noch nie von Problemen damit gehört:
D3B6CD30-E2C1-487D-BA8F-08F6D6BBC507.jpeg
All you need for a good song is three chords and the truth.

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Re: {006} [elektrisch] Mensur50 nylon 8saiter piezoelektrisch

#25

Beitrag von Kellermann » 07.05.2020, 13:50

Die KP sieht schon sehr "industriell", wie ein aus einem Leimholzbalken gefertigt :) . DoppelM, ich hatte ja erst das Holz mit Malertape kaschiert und dann das Doppeltape der Schablone aufgeklebt. Die Verbindung war so gut, dass ich es wiegesagt abhebeln /runtereißen musste mit der Schablone. Anscheinend hat mein normales Malertape zuviel Haftkraft. Natürlich hatte ich noch Schwachhaftendes zur Auswahl, hatte mich dann dagegen entschieden, so läufts manchmal :oops: .

Grüße
Kellermann

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