Nochn Mustang...

die Plauderecke für Instrumente, Verstärker und Zubehör von der Stange
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Nochn Mustang...

#1

Beitrag von vrooom » 07.05.2020, 10:34

Nur zur Info: Fender hat schon wieder einen neuen Mustang im Stall: Mustang GTX 50 und 100.
Die Frage, ob die Dinger für wieviel Geld an die Mustang V2 heranreichen, interessiert mich nicht...

Ich mochte Fender immer gerne, doch dem zeitgenössischen Management traue ich nicht über den Weg. Dieses ganze Mustang-Gekrampfe wirkt auf mich mittlerweile so, als ob die verzweifelt versuchen, aus den Namen "Fender" und "Mustang" noch irgendwie einen flotten Dollar herauszupressen, selbst wenn sie dabei über Leichen gehen (Aufgabe der Fuse-Software und Preset-Services - ergo eines wichtigen Teils des Supports - der Mustang V2). - Mal sehen, wie die Reviews in der Tube so ausfallen...

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Re: Nochn Mustang...

#2

Beitrag von vrooom » 11.05.2020, 20:11

Die GTXe haben ein paar interessante Sachen an Bord: Alle Ausgänge und Effektausgänge in Stereo, Nutzung als Audio-Interface, integrierter Looper, Effektpedal inklusive (und das ist nicht so primitiv, wie die des Mustang III V2). Das Aussehen ist - mit Ausnahme der modernen Knöpfe - wieder schlichter geworden und geht mehr in Richtung Fender-Klassik, was mir besser gefällt als der "Wave-Zacken" vorne oben am Gehäuse und das Blitzemblem der V2er.
Soundmäßig ist das, was man im Youtube mitkriegt, nicht übel. Mir ist zumindest kein Modeler-Muff (diese eigenartige Stumpfheit und Zurückhaltung mancher Geräte) aufgefallen. - Vielleicht ist es also doch so, dass die Fenderinos eingesehen haben, dass die GT-Reihe ein Flop war und sie mit den GTX den Fehler wieder ausbügeln wollen.

@ capricky - Möchtest Du Dich zu den GTXen mal äußern? Ihr verkauft die doch sicherlich auch bei Euch, nicht?!

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Re: Nochn Mustang...

#3

Beitrag von Drifter » 11.05.2020, 20:52

Das musst Du so schreiben: @capricky Gleich nach dem @ ohne Leerzeichen weiter.

Sonst bekommt er keine Nachricht, dass er sich das mal anschauen soll und überliest es womöglich.

LG

Norbert

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Re: Nochn Mustang...

#4

Beitrag von capricky » 12.05.2020, 11:13

vrooom hat geschrieben:
11.05.2020, 20:11

@ capricky - Möchtest Du Dich zu den GTXen mal äußern? Ihr verkauft die doch sicherlich auch bei Euch, nicht?!
Sollte eigentlich so sein, als Fender Stützpunkt Händler... weiß ich aber nicht wirklich, weil ich Amps dort gar nicht anschaue, solange sie nicht defekt sind! 8)
Ich muss die Woche aber sowieso hin, also schaue ich mal nach ..und wenn welche da sind, teste ich die mal!

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Re: Nochn Mustang...

#5

Beitrag von vrooom » 17.05.2020, 21:55

Intheblues-Shane findet den GTX wohl ganz gut, aber so richtige Begeisterung, wie beim V2 etwa, will nicht aufkommen. Mir gefällt der Looper, die XLR-Sounds und der Footswitch (ist aber wohl nur im 100er drin). Die Nutzung als Audio-Interface hat sich mir nicht erschlossen.

https://www.youtube.com/watch?v=qCK_3ZRhmrs

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Re: Nochn Mustang...

#6

Beitrag von vrooom » 19.05.2020, 10:26

Hier kommt jetzt ein Fender-Official, der den Amp sehr clever präsentiert.

Mir gefallen die Clean-Sounds sehr gut, und als er die JC-120 Simulation vorführt (Minute 9), hat er mich ja fast schon gehabt ("Juhuu! Mein JC-120 is back!").
Von den Crunch- und Zerrsounds bin ich nicht so recht angetan, obwohl man da mit dem EQ und den Speakersimulationen noch dran drehen kann.

Schade, dass er nicht weiter auf die USB-Buchse eingegangen ist, denn das muß ja wohl der Zugang zum Audio-Interface sein (?) Ich bin noch gar nicht auf die Idee gekommen, die USB-Buchse meines alten Mustang III V2 genauer zu untersuchen, weil ich bisher davon ausging, dass sie nur zur Software-Steuerung des Amps dient. AUX-IN hat er ja auch... Wenn man so will, ist so ein Amp sowieso ein "Audio-Interface". Er braucht eigentlich nicht eine Extraplatine mit speziellen Fähigkeiten... Ich bin verwirrt... Was meinen die jetzt? "Der gtx HAT ein Audio-Interface" oder "Der gtx IST ein Audio-Interface"? Letzteres wäre trivial.

Hardwaremäßig kauft man natürlich auch nur wieder eine kleine chinesische Computerplatine (wie Kemper, Helix, usw.), aber es ist ein schönes Gehäuse, ein guter Footswitcher und ein 100W-Speaker dabei. 469 Tacken für den 100er. 3 Jahre Garantie. Scheint mir OK. Alle Platinos (Computer, Smartphones, Audios, Videos, etc.) die ich hier habe, arbeiten seit Jahren fehlerfrei. Sie werden allerdings auch nicht viel herumgetragen.

https://www.youtube.com/watch?v=friziKsxqDU

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Re: Nochn Mustang...

#7

Beitrag von Rallinger » 19.05.2020, 11:28

vrooom hat geschrieben:
19.05.2020, 10:26
Ich bin verwirrt... Was meinen die jetzt? "Der gtx HAT ein Audio-Interface" oder "Der gtx IST ein Audio-Interface"? Letzteres wäre trivial.
Wo wäre da jetzt genau der Unterschied? Wichtig ist ja nur dass man den Sound in digital auf eine DAW kriegt - idealerweise ohne die ganzen Sims und Effekte. Aber ich geh mal davon aus, dass man das im Menü auswählen kann.

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Re: Nochn Mustang...

#8

Beitrag von Yaman » 19.05.2020, 11:43

vrooom hat geschrieben:
19.05.2020, 10:26
Schade, dass er nicht weiter auf die USB-Buchse eingegangen ist, denn das muß ja wohl der Zugang zum Audio-Interface sein (?)
Um das Handbuch zu zitieren:

Der Mustang GTX verfügt auf der Rückseite über einen USB-Audio-Anschluss, der Aufnahmen ermöglicht. Schließen Sie
mithilfe eines Micro-USB-Kabels (nicht im Lieferumfang enthalten) einen Computer mit Aufnahmesoftware an diesen Anschluss an.

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Re: Nochn Mustang...

#9

Beitrag von vrooom » 19.05.2020, 14:17

@Rallinger - Der Unterschied ist vor allem ein eigener D/A-Wandler einigermaßen guter Qualität (mindestens 24 Bit, 96 kHz). Ohne eigenen D/A-Wandler würde ein Mustang nur analoge Signale liefern und die Umwandlung der Soundkarte, bzw. einem externen Audio-Interface überlassen. Immerhin könnte Fender sagen, "Der Mustang ist ein Gerät, das Audiosignale hörbar und weiterverarbeitbar macht. Er ist also ein "Audio-Interface"!".
Yaman hat das beantwortet. Offensichtlich hat der GTX einen eigenen D/A-Wandler an Bord und die USB-Buchse dient nicht allein der Steuerung des Amps per Software. - Auf die Idee, einfach mal das Handbuch downzuloaden, hätte ich ja nun auch mal kommen können :roll: :)
Edit - Offenbar haben alle Mustangs einen eigenen D/A-Wandler und können somit via USB-Buchse als Audio-Interface dienen. Spezifikationen dieses Interfaces habe ich leider nicht gefunden. Wahrscheinlich wird es nicht so pralle sein.

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Re: Nochn Mustang...

#10

Beitrag von Yaman » 19.05.2020, 14:49

Der USB-Anschluss scheint nur für die Audio-Ausgabe zum Computer zu sein. Die Steuerung des Verstärkers und Updates der Software geschieht über WLAN bzw. Bluetooth.
Über die Qualität der Audiowandler steht allerdings nichts im Handbuch.

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Re: Nochn Mustang...

#11

Beitrag von vrooom » 20.05.2020, 16:15

Ach so... Um als Audio-Interface interessant zu sein, wäre natürlich ein Stereo-Eingang von Vorteil. Die Gitarrenbuchse dürfte Mono sein, aber die AUX-Buchse könnte als Stereo-In geeignet sein (think)
Nun ist so ein Amp sicher nicht ursprünglich als Audio-Interface gedacht, weshalb das Monosignal der Gitarre vermutlich nur volume-regulierbar zum Stereosignal des AUX Eingangs hinzugemixt wird. Eine prozentuale Verteilung des Gitarrenmonos im Stereospektrum ist wohl schon zuviel erwartet (?)

Ich schätze, dass ein echtes Audio-Interface guter Qualität und mit mindestens vier Kanälen beim GTY vorgesehen ist, der dann 2026 erscheinen wird :)

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Re: Nochn Mustang...

#12

Beitrag von Rallinger » 20.05.2020, 16:28

Naja, für ein gutes Audio-Interface, das ein Monitoring ohne Latenzen erlaubt, darfst du alleine von 200 Euro aufwärts auf den Tisch legen. Das Monitoring ist nämlich der Punkt, an dem sich die Spreu vom Weizen trennt. Das ist hier nicht so sehr interessant, weil du ja über den Amp selber abhören kannst (das Playback kommt dann vom Rechner). Das Interface muss also nur in eine Richtung arbeiten, also Richtung Computer. Das kriegen auch nicht so unglaublich hochwertige Geräte hin.

Die A/D Wandlung des Gerätes scheint einigermaßen schnell und ohne große Latenzen zu sein. Die Klangformung geschieht intern ja digital - wenn dem nicht so wäre könnte man mit dem Dingens ja nicht gescheit spielen. Also sollte der Amp das digitale Signal auch relativ schnell weitergeben. Wichtig ist also letztlich die Bitrate, mit der das analoge Signal digitalisiert wird. 14-16bit wären schon wünschenswert.

Die Verteilung des Gitarren-Monos im Stereospektrum machst du sinnvollerweise am Rechner, und nicht schon am Ursprung der Aufnahme.

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Re: Nochn Mustang...

#13

Beitrag von Yaman » 20.05.2020, 16:29

vrooom hat geschrieben:
20.05.2020, 16:15
Nun ist so ein Amp sicher nicht ursprünglich als Audio-Interface gedacht
Erstens das, zweitens bei dem Preis und Einsatzzweck (Gitarre) würde ich keine große Erwartungen an die Audioqualität haben. Wenn du ein Audiointerface brauchst, würde ich ein separates kaufen.

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Re: Nochn Mustang...

#14

Beitrag von vrooom » 20.05.2020, 19:39

@Yaman - Ja. Ich habe auch eines (Steinberg UR 22; 24 Bit, 192 kHz). Aber aus der Sicht Fenders wäre es ein cleverer Schachzug das Audio-Interface gut zu machen, denn ich glaube, dass das nicht sehr teuer ist und als Feature und evtl. Alleinstellungsmerkmal beworben werden könnte (auf diese Idee sind sie ja jetzt auch gekommen). - Natürlich wäre Stereo oder gar vier Kanäle und etwas bessere Mixmöglichkeiten (wenn schon kein eigener Kanal, so wenigstens ein Stereospektrumregler) für die Gitarre nicht nachteilig.

@Rallinger - Na ja, einmal angenommen ein armer Schüler kann sich kein Audio-Interface leisten und möchte seine Stereo-Drumbox oder seinen Keyboard-Kumpel mit Gitarre über das Audio-Interface des Amps aufnehmen. Dann wäre es schon gut, wenn Gitarre und Drumbox / Keyboard jeweils zwei Kanäle bekämen, um sie zwar zusammen einspielen aber getrennt aufnehmen und mixen zu können... Klingt jetzt nach unnötigem Luxus... Aber falls es nicht viel kostet und hübsch macht... warum nicht?! Jeder piffige Soundchip eines Computers bekommt heutzutage 24 Bit und 96 kHz hin... Warts ab, der GTY wird das 2026 haben :)

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