Elektrische Ukulele mit zwei aktiven Singlecoils

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Elektrische Ukulele mit zwei aktiven Singlecoils

#1

Beitrag von Kellermann » 02.02.2017, 23:27

Hallo zusammen,

wie an andere Stelle versprochen, jetzt endlich der Bauthread. Die Ukulele ist zunächst vom Entwurf her angelehnt an einen großen amerikanischen Gitarrenhersteller. Sie bauen u.A. tolle Halbakustische mit durchgeleimten Hälsen, gespielt z.B. vom Leadsänger der amerikanischen "Herzensbrecher", der Frontmann mit lagen, dünnen blonden Haaren. Wer könnte das wohl sein? :D
Die "hohe Schule" der Gitarrenbaukunst schaut hier besser evtl. nicht hin. Ich bin handwerklich einigermaßen geschickt, ansonsten in der Thematik unbedarft. Ich habe mir viel angesehen und gelesen, es wird verwendet, was z.T. der Keller, Sperrmüll, Ein-Euro-Shop und Kaufhaus so hergibt. Ich will sehen, wie weit ich komme. Ansonsten wird mein Retter Elektrojohn, er weiß es noch nicht.... :D .
Ich baue schon eine ganze Weile, es ging erst mal los mit der Bridge und den Singlecoils.

Viele Grüße
Kellermann
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Re: Elektrische Ukulele mit zwei aktiven Singlecoils

#2

Beitrag von MiLe » 02.02.2017, 23:37

moin,

die Bridge sieht schon mal gut aus - hast Du die "Reiter" auch selbst gemacht? :shock:
Und auf die aktiven SCs bin ich extrem gespannt, an so was werkele ich auch gerade ;)
Liebe Grüße,
Michael

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Re: Elektrische Ukulele mit zwei aktiven Singlecoils

#3

Beitrag von Kellermann » 03.02.2017, 00:13

Hallo Michael,

mein Film läuft rückwärts, anscheinend muß ich in umgekehrter Reihenfolge laden. Die Reiter selbermachen ist mir zuviel Arbeit und wird mit meinem Werkzeug nicht genau genug. Wiegesagt habe ich eine Bridge geräubert, jetzt habe ich auch noch von einer alten Gitarre massive Reiter bekommen.

Viele Grüße
Kellermann

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Re: Elektrische Ukulele mit zwei aktiven Singlecoils

#4

Beitrag von Poldi » 03.02.2017, 05:30

Die Bridge ist wirklich schon mal i.O., wobei da ja vom Glanzgrad noch was geht...
Ansonsten ein echt schönes Projekt welches Du dir da vorgenommen hast, gutes Gelingen erst mal.

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Re: Elektrische Ukulele mit zwei aktiven Singlecoils

#5

Beitrag von Kellermann » 03.02.2017, 07:37

Hallo Micha,

so Dinge wie Glanzgrad sind bei mir mir noch untergeordnet :badgrin: , mein Ziel ist, anzukommen und ein spielbares Instrument hinzubekommen. Wenns ein wenig shabby wird, ist es nicht so schlimm, dann wird es halt zum Konzept erklärt :D .

Grüße
Kellermann

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Re: Elektrische Ukulele mit zwei aktiven Singlecoils

#6

Beitrag von elektrojohn » 03.02.2017, 08:35

Moin,
so gefällt mir Dein Entwurf! :D :D :D
Allerdings muss ich mich meinem Vorredner anschließen, bei dem Glanzgrad geht noch was... 8)

Aber das besprechen wir am Sonntag beim Kaffee!

Grüße aus Waschenbach
C.

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Re: Elektrische Ukulele mit zwei aktiven Singlecoils

#7

Beitrag von MiLe » 03.02.2017, 11:20

Was habe Ihr mit dem Glanzgrad - je nach späterem Finish des Restes kann das doch super passen. Muss ja nicht immer "blinki-blinbki" sein ;)
Andere geben gerade 'n Haufen Geld aus, damit ursprünglich hochglänzende Teile so aussehen 8)
Liebe Grüße,
Michael

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Re: Elektrische Ukulele mit zwei aktiven Singlecoils

#8

Beitrag von capricky » 03.02.2017, 18:04

Ich wollte auch immer mal eine "Rübenharker" bauen! :D Der Name gefällt mir... und der Steg auch (clap3)

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Re: Elektrische Ukulele mit zwei aktiven Singlecoils

#9

Beitrag von kehrdesign » 03.02.2017, 18:17

:lol:

Bild
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Re: Elektrische Ukulele mit zwei aktiven Singlecoils

#10

Beitrag von Kellermann » 03.02.2017, 19:07

Ihr seid nah dran - Rübenhacker-, der Arbeitstitel ist "Rübenhacker". Das Layout gibt da ein wenig Interpretationsspielraum. Ich hatte auch schon "Schrippenbäcker" gelayoutet, aber, Rübhacky, ick wohn ja nich in Balin!

Grüße
Kellermännchen

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Re: Elektrische Ukulele mit zwei aktiven Singlecoils

#11

Beitrag von Kellermann » 04.02.2017, 00:44

Hallo zusammen,

Es ging weiter mit den Tonabnehmern. Geplant waren zwei Humbucker. Die Arbeit hat sich für mich so aufwändig gestaltet, dass es nun zwei Einzelkeulen wurden. Es war eine Doktorarbeit :oops: . Sie bestehen aus Platinenresten, Holz, Acyrl und geschnittenen Teilen von Penblanks, da gibt es tolle Gußrohlinge. Gegen ALLE Vorwarnungen habe ich sie am Ende getränkt mit einem wasserbasierten Hartschichtlack (Clou). Ich habe sie einen halben Tag eingelegt in den Lack und dann in einem kleinen Selfmade-Vakuumtopf bearbeitet, bis keine Bläschen mehr aufstiegen. Sie sind bisher nur gemessen vom Widerstand, gewickelt mit 0.1, der eine mit der Maschine, der andere von Hand, 1,6 und 1,1 kO. Da ich noch keinerlei Elektronik besitze, sind sie noch nicht getestet. Ich werde also sehen, ob das gut war... :D .

Viele Grüße
Kellermann
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Es wurden vier Bobbins begonnen, Birke-Multiplex
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Bobbin-Kerne fertig
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Penblank-Teile schleifen
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gespiegelt aufgeklebt auf Acryl
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Unterteile mit eingeklebten Gewinden
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vor dem Tränken...
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...abdecken mit Flüssiggummi
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Re: Elektrische Ukulele mit zwei aktiven Singlecoils

#12

Beitrag von MiLe » 04.02.2017, 07:55

moin Kellermann,

Wenn ich die Spulendimensionen richtig einschätze (Wickelkern ca. 40 mm lang, 1 Wicklung im Schnitt ca. 10 cm?), dann wären mit 0,1er Draht auf der einen Spule rund 5500 Wicklungen und auf der anderen rund 8000. Kommt das hin? Mir kommt's merkwürdig vor, denn 8000 Wicklungen 0,1er Draht würde ich wesentlich dicker einschätzen als es für mich auf den Fotos aussieht.
Eine halbwegs feste Wicklung vorausgesetzt bedeuten 8000 Wicklungen mit 0,1er Draht einen Wicklungsquerschnitt von ca. 2x 81 mm², z.B. 9x9 mm oder 10x8 mm (pro Seite). Bei lockerer Wicklung wird der Querschnitt noch entsprechend größer. Sind die Spulen wirklich sooo fett?

Irgend was scheint da faul zu sein, leider ist Dein PU-Bauthread im Sommer irgendwie im Sande verlaufen :(

Was ich mir mittlerweile angewöhnt habe: Nach JEDEM Schritt Widerstand der Spule messen und auch durchmessen, ob es von einem der beiden Drahtenden eine Verbindung zu Polepieces oder sonstigen leitenden Teilen im PU gibt. Dann prüfen, ob die Werte plausibel sind und dann erst weiter. OK, bei dem dicken 0,1er Draht passiert nicht sooo schnell was, aber sicher ist sicher.

Und warum hast Du die beiden hübschen vor dem Vakuum einen halben Tag ersäuft? Wenn das Zeugs halbwegs dünnflüssig ist, rein in die Suppe - Vakuumieren und gut. Die Wirkung des Lackes auf die Isolierung kann ich nicht abschätzen, aber was mich alleine von dieser Variante abhalten würde ist die Schwierigkeit den Draht wieder sauber runter zu bekommen, falls sich ein Fehler eingeschlichen hat. Auch in dieser Hinsicht ist Wachs sympatischer, ich denke, Deine Sorge vor den notwendigen Temperaturen ist unbegründet.

Wäre echt schade wenn meine Befürchtung zutrifft, das sind so ziemlich die hübschesten PUs, die ich bisher gesehen habe (clap3)
Liebe Grüße,
Michael

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Re: Elektrische Ukulele mit zwei aktiven Singlecoils

#13

Beitrag von Kellermann » 04.02.2017, 11:25

Hallo Michael,

vielen Dank nochmals für Deine Mitüberlegungen, ich schiebe das jetzt einfach mal beiseite, entweder die Dinger funzen oder nicht. Den anderen Thread habe ich extra nicht weitergeführt, ich wollte das hier weiterführen. Ich habe vor und nach dem Tränken gemessen, es waren identische Werte. Ich habe keinen Git.-Singlecoil hier liegen zum Vergleich. Aber, ich glaube, meine Dinger sind ziemliche "Klopper", also recht groß und evtl. schwer. Netto gewickelte Spulen-Abmessung ist 16 x 58 mm. Wicklungszähler hatte wie schon beschrieben versagt. Ich wollte die für mich unangenehmsten Dinge zuerst erledigen ("Eisen- und Drahtarbeiten"), bin jetzt endlich beim Holz :D .

Viele Grüße
Kellermann

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Re: Elektrische Ukulele mit zwei aktiven Singlecoils

#14

Beitrag von MiLe » 04.02.2017, 11:45

16 mm hoch? Welche Maße haben denn die Bobbin-Kerne und die Wicklungen, dann können wir ausrechnen, ob's hinkommt.

Fehler in PUs sind ja manchmal tückisch, ich hab schon so einige seltsame Dinger gewickelt (und wieder zerlegen müssen). Teils rutsche die Resonanufrequenz in Bereiche, in die sie nicht soll, manchmal ist keine oder kaum eine Resonanzüberhöhung da - kurz, es kommt was raus aber eben nicht das, was man erwartet oder wollte.
Liebe Grüße,
Michael

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Re: Elektrische Ukulele mit zwei aktiven Singlecoils

#15

Beitrag von elektrojohn » 04.02.2017, 14:14

Bring die Dinger am Sonntag mal mit...!

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Re: Elektrische Ukulele mit zwei aktiven Singlecoils

#16

Beitrag von Kellermann » 04.02.2017, 22:41

Hallo zusammen,

die Holzarbeiten begannen mit dem Griffbrett, Elektrojohn hat mir dankenswerter Weise einen Birnen-Griffbrettrohling mit Bundschlitzen in Tenor-Mensur hergestellt. Für die konkrete Abmessungen und weitere Dimensionierungen ist meine Akustik-Uku erstmal Anhaltspunkt. Ich wollte auf jeden Fall eine dunkle Einfassung des Griffbrettes und Dots auf dem Griffbrett in besonderer Form. Dotmaterial ist wieder wie beim PU das milchige Material vom Penblank. Für die Form der Einlegungen wurde erst eine Alu-Schablone gemacht, verwendet für das "Ausheben" auf dem Griffbrett und als Schablone für das Zuschleifen der Einlagen.

Ich habe das Griffbrett komplett gerahmt, also auch am Sattel, eine komplette Einfassung gefällt mir irgendwie. Ich muß nur sehen, dass dann das Maß zum 1.Bundstäbchen auch stimmt am Ende :shock: .

Die Einfassung ist Ebenholz, schmalste Leisten schnurgerade von einem Tonholzhändler in Bad Vilbel-Dortelweil, tolle Qualität. Das Lager ist für "Holz-Abhängige" ein Traum, die Optik und der Geruch.... Mir ist aufgefallen, wie toll das Ebenholz riecht, wenn man es aufschneidet. Es gibt Holz, das nach Erbrochenem riecht (kein Witz), wenn man es bearbeitet (Bongossi). Das Ebenholz riecht für mich echt lecker nach Vanille oder Marzipan.

Viele Grüße
Kellermann
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Re: Elektrische Ukulele mit zwei aktiven Singlecoils

#17

Beitrag von Poldi » 05.02.2017, 10:13

Das sieht echt gut aus.

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#18

Beitrag von MiLe » 05.02.2017, 12:17

echt schick!
Liebe Grüße,
Michael

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Re: Elektrische Ukulele mit zwei aktiven Singlecoils

#19

Beitrag von Kellermann » 05.02.2017, 16:43

Hallo Michael,

Elektrojohn hat beim Kaffee nach Begutachtung mal gerechnet, nach meiner beliebigen Chaos-Wicklung (einer Maschine, anderer von Hand, beide fühlbar unterschiedlich im Gewicht, ohne genaue Bobbin-Abmessung, ohne Kenntnis der Wicklungszahl, gemessen mit 1,1 und 1,6), er kam als Dipl.- Ing.- Elektriker auf 2 kO, also mal abwarten, vielleicht ist alles ok.

Grüße
Kellermann

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#20

Beitrag von MiLe » 05.02.2017, 16:51

Ich drücke jedenfalls die Daumen :)
Und falls es doch Probleme geben sollte: Ich kann Dir die Teile im Notfall durchmessen, also mit Frequenzgang, Resonanzgüte, Output, RDC und Induktivität. Spätestens dabei zeigt sich, ob intern auch alles gut ist ;)
Liebe Grüße,
Michael

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Re: Elektrische Ukulele mit zwei aktiven Singlecoils

#21

Beitrag von Kellermann » 05.02.2017, 17:05

Ja danke schonmal für das Angebot, ich muß sowiese den Variablen Vorverstärker und C-Switch besorgen, dann werde ich das mal in meinem Test-Jig zusammenbauen, wenn es soweit ist. Hierfür habe ich eine Bontempi-Kindergitarre schlecht behandelt.... Ich hoffe, das sieht niemand vom Deutschen Gitarrenschutzbund, womöglich muß die Apparatur in eine Pflegewerkstatt und mir wird bis auf Weiteres das Bastelrecht entzogen :shock: :shock:?

Grüße
Kellermann
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#22

Beitrag von MiLe » 05.02.2017, 17:59

Keine Bange, wir sind eine verschwiegene Gemeinschaft und sagen's nicht weiter ;)
So ein Testrigg ist aber auch eine feine Sache, und besser eine Bontempi dazu umgewidmet als den ersten Eigenbau (so wie ich :? )
Immerhin darf Deine kleine nun schon bei den großen mitspielen, wer von uns hätte das damals nicht auch gewollt? :D
Liebe Grüße,
Michael

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Re: Elektrische Ukulele mit zwei aktiven Singlecoils

#23

Beitrag von Kellermann » 05.02.2017, 21:02

Hallo zusammen,

Nach dem Griffbrett wurde der Hals in Angriff genommen, seit einem Jahr lagerten bei mir sehr schöne Akazienholz-Schneidbretter aus dem 1-Euro-Shop (natürlich nicht für 1 Euro pro Stück). Ich habe vier schön gerade Leimholzbretter rausgesucht (sie haben sich nicht mehr gerührt) und wieder in Stabbreite aufgeschnitten. Die Stäbe sind so breit, dass man daraus dreischichtig mit Zwischenlaminaten einen Halsrohling machen kann. Der Hals entspricht nicht unbedingt den "Regeln der (Gitarrenbau)technik" (naughty), aber es machte mir Spass :D !

Die sehr kontrastreichen Hölzer beim Griffbrett mit Hell-/Dunkelbraun gefallen mir sehr gut. Für den Hals habe ich etwas ähnliches gefunden für die zwei Schichten zwischen den drei Holzstäben, es sind wiedrum Schneidbretter. Es ist glaube ich HPL, und das ist glaube ich wiederum geharztes Preßpapier, zwei dünne Deckschichten und der braune Kern haben mich begeistert. Ich habe einen Leimversuch gemacht und dafür die Leimflächen matt angeschliffen. Nach drei Tagen habe ich auf dem Probestück herumgedroschen. Es ging überall kaputt, nur nicht an der Leimfuge (Titebond II), funktioniert also.

Die Teile sind untereinader mit Paßzapfen versehen für stressfreies verleimen. Ich war aber so blöd, nicht zu kontrollieren beim Verleimen und siehe da, ein Teil ist verrutscht. Das ist mir natürlich erst richtig aufgefallen, nach dem ich meine starre T-Alu-Halsverstärkung eingeklebt hatte (clap3) . Ich hoffe, dieser Aufbau hält dem Stahlsaitenzug stand, ansonsten wird der Hals für eine Nylon-Klampfe verwendet und ein neuer Hals muss her, aber abwarten.

Viele Grüße
Kellermann
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Re: Elektrische Ukulele mit zwei aktiven Singlecoils

#24

Beitrag von MiLe » 05.02.2017, 21:18

schick ist der auch, genau wie die PUs und das Griffbrett. Ich denke, das wird 'ne ganz hübsche :)

Nur, warum ein Alu-T und keinen verstellbaren Trussrod? Holz ist schwer kalkulierbar und sooo biegesteif ist ein Alu-T auch nicht. Ein trussrod an sich zwar auch nicht, aber da macht's eben die einstellbare Verspannung.
Liebe Grüße,
Michael

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Re: Elektrische Ukulele mit zwei aktiven Singlecoils

#25

Beitrag von Kellermann » 05.02.2017, 23:07

Ich wollte nicht, ich wollte eine für mich einfache Lösung, vielleicht reichts ja, wiegesagt. Mittlerweile habe ich hier im Sonstige-Forum eine simple Variante für DIY-Trussrods gesehen für beliebige Längen. Mir war der Schichtenaufbau eines Halses ohne Fräserei als Anfänger irgendwie naheliegender.

Grüße
Kellermann

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