Zwei 0-Size Parlor Gitarren als Einstigsprojekt.

Das Board für eure Bauberichte!

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marcelgladbach
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Zwei 0-Size Parlor Gitarren als Einstigsprojekt.

#1

Beitrag von marcelgladbach » 22.05.2018, 18:59

Guten Tag an alle,

Ich möchte mich kurz vorstellen:
Mein Name ist Marcel, und ich bin spiele schon ein paar Jährchen Gitarren. Ich habe etwa um Weihnachten mit der Planung und dem Bau meiner ersten E-Gitarre begonnen (Tele Nachbau aus mehrere hundert Jahre alter Fichte aus unserem Dachboden).

Da die Gitarre nun fast fertig ist, und ich sozusagen Blut geleckt habe, stecke ich gerade mitten in der Planung zu zwei (fast) baugleichen
Akustikgitarren. Der Plan ist mit einer Gitarre zu beginnen, und jedes mal wenn ich anstehe ( Trocknen von Leim, warten auf Teile,...) bau ich an der zweiten weiter, bei der ich die Fehler vom ersten Bau hoffentlich umschiffen kann. Stil Martin 12-fret 0-Size mit Slotted Headstock.

Ich möchte ausschließlich aus nicht-exotischen Hölzern bauen.

Zur Holzauswahl:
Nr 1. : Decke Schweizer Fichte, Boden & Zargen Nuss, Hals Nuss, Griffbrett Nuss oder Pflaume, Binding Bergahorn, Steg Nuss, Rosette - mal schauen, auf jeden Fall sehr minimalistisch. Klotzholz Fichte

Nr. 2 Decke, ebenfalls Schweizer Fichte von Florinett, Böden & Zargen Elsbeere / Birne gedämpft, Hals Ahorn, Griffbrett Birne geflammt, Binding, Bergarhorn hell, Steg, Elsbeere oder Pflaume, Rosette wie oben. Klotzholz Fichte

Ich werde in den kommenden Tagen das Holz bestellen und Jigs basteln, un diese ebenfalls mit Bildern dokumentieren.

Da ich in einem Architekturbüro arbeite, habe ich Bereich CAD/CAM gewisse Vorteile (Auch habe ich eine sehr rudimentäre Tischlerausbildung aus meiner HTL- Zeit) , mal sehen wie weit mir das hilft die letzten Werkstücke an die ich mich erinnern kann waren nicht gerade perfekt ;).

Werkzeug habe ich auch schon bestellt. (Hobel, Säge, Stemmeisen,... ). Da war die Devise weniger ist mehr... Ich bin kein großer Freund von "Powertools", dafür steht mir eine Hobby CNC- Fräse zur Verfügung, die ich vor allem für die Herstellung von Schablonen verwenden werde.


Wie sind eure Erfahrungen mit dem Parallelbau, bzw. generell mit dem Verzicht auf Tropenhölzer?
Für weitere Tipps und Anregungen bin ich jederzeit dankbar (Und zur Hals- Korpus Verbindung werde ich sicher noch einige Fragen haben.)

Zu guter Letzt gleich noch eine Frage: Das Holz für die Balken: Sollte man selber spalten, oder für ein Erstlingsprojekt lieber auf Geschnittene Ware zugreifen?

Ich bin schon gespannt, wie das Projekt laufen wird,
schöne Grüße,
Marcel

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jhg
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Re: Zwei 0-Size Parlor Gitarren als Einstigsprojekt.

#2

Beitrag von jhg » 22.05.2018, 20:21

Erst mal ein ganz herzliches Willkommen hier im Forum! Wir sind sehr gespannt auf deinen Baubericht - hört sich jetzt schon mal sehr gut an, was du das vorhast.

Bei den Balken: das kommt ein bisschen auf deine Möglichkeiten an. Der Vorteil von Fertigen ist, dass du die gleich passend hast und nur noch den Radius dranmachen musst.

Holzauswahl hört sich gut an - Tropenhölzer sind nett, aber nicht unbedingt notwendig. Das zeigen auch mittlerweile etliche professionelle Gitarrenbauer. Vom Sound her müssen die sich sowieso nicht verstecken. Nur in der Optik weichen sie eben von den "gewohnten" Bildern ab. Ich habe jetzt etliche Pflaumengriffbretter bei mir herumliegen und da werden sicherlich schöne Gitarren draus. Bei meinem jetzigen Projekt habe ich das Griffbrett noch zusätzlich mit Sekundenkleber "gehärtet".

Zwei Gitarren parallel zu bauen hat Vorteile, weil man sowieso bei manchen Teilen einmal dran ist - dann kann mal auch gleich zwei oder mehrere Teile machen.

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Re: Zwei 0-Size Parlor Gitarren als Einstigsprojekt.

#3

Beitrag von glambfmbasdler » 22.05.2018, 21:17

Servus Marcel!

Die Holzauswahl betreffend schließe ich mich "jhg" an. Ich würde sogar noch weiter gehen und sagen Tropenhölzer sind überhaupt nicht nötig, sofern man nicht als Gewerbetreibender Kundenwünsche erfüllen "muss", um zu verkaufen.

Der Parallelbau rentiert sich meiner Meinung nach insbesondere dann, wenn du richtig Zeit hast und Zwangspausen bei der einen Glampfe für den Weiterbau der zweiten nutzen kannst.
Grüße
Eduard

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Re: Zwei 0-Size Parlor Gitarren als Einstigsprojekt.

#4

Beitrag von Poldi » 22.05.2018, 21:40

Hallo und herzlich willkommen.

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Re: Zwei 0-Size Parlor Gitarren als Einstigsprojekt.

#5

Beitrag von Sven2 » 22.05.2018, 23:28

Hallo und Willkommen!
marcelgladbach hat geschrieben:
22.05.2018, 18:59
[...]
Zur Holzauswahl:
Nr 1. : Decke Schweizer Fichte, Boden & Zargen Nuss, Hals Nuss, Griffbrett Nuss oder Pflaume, Binding Bergahorn, Steg Nuss, Rosette - mal schauen, auf jeden Fall sehr minimalistisch. Klotzholz Fichte

Nr. 2 Decke, ebenfalls Schweizer Fichte von Florinett, Böden & Zargen Elsbeere / Birne gedämpft, Hals Ahorn, Griffbrett Birne geflammt, Binding, Bergarhorn hell, Steg, Elsbeere oder Pflaume, Rosette wie oben. Klotzholz Fichte
[...]
Oh, fein! Birne! Ein gute Wahl! Obwohl es recht hart ist, lässt es sich gut bearbeiten, und durch die kleinen Poren hat man später leichtes Spiel beim Lackieren.
Statt einem Hals aus Nuss könntest du vielleicht auch Cedro in Erwägung ziehen? Leicht und stabil und duftet so herrlich!
[...]
Wie sind eure Erfahrungen mit dem Parallelbau?
[...]
Ich baue gerade vier Konzertgitarren parallel und sehe den Vorteil vom Parallelbau hauptsächlich im Erlangen größerer handwerklicher Sicherheit. Ich habe aber auch schon Fehler viermal hintereinander gemacht ;-)
[...]
Zu guter Letzt gleich noch eine Frage: Das Holz für die Balken: Sollte man selber spalten, oder für ein Erstlingsprojekt lieber auf Geschnittene Ware zugreifen?
Ich würde dir empfehlen gleich zu selbst zu spalten, denn das ist kein Hexenwerk. Erstens hast du es dann gleich gelernt und zweitens hast du direkt Balkenholz, das du bei gleicher Stabilität viel dünner/leichter machen kannst.

Sven

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Re: Zwei 0-Size Parlor Gitarren als Einstigsprojekt.

#6

Beitrag von DoppelM » 22.05.2018, 23:38

Ich baue als ziemlicher Anfänger gerade einen Bass und eine Gitarre parallel. Bzw ich habe parallel angefangen, und mach jetzt erstmal den Bass fertig. Grund ist das man oft die Fehler eh doch parallel macht und dann auch doppelt so viel Zeit braucht sie zu korrigieren. Allerdings is das zeitverzögerte parallel Bauen wie du es planst genau aus dem Grund wesentlich besser - ich habe immer alle Arbeitschritte doppelt gemacht, bis mir der Basshals zu schmal geraten ist und ich den quasi komplett nochmal gemacht habe.
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Jigs usw.

#7

Beitrag von marcelgladbach » 24.05.2018, 21:47

Die Schablone für die Decke ist fertig, ich hab mir bequemerweise schonmal die Position des Bracings, sowie eine Centerline eingefräst.

Weiters hab ich mal mein Werkzeug sortiert und mir einen etwas improvisierten Arbeitsplatz eingerichtet.
Das 28ft Radius Dish liegt gerade auf der Fräse, morgen folgt noch das 15ft Dish.
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Das fertiggefräste 28ft Dish
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Re: Zwei 0-Size Parlor Gitarren als Einstigsprojekt.

#8

Beitrag von marcelgladbach » 12.06.2018, 16:35

Gestern kam nach Verzögerung (wegen einer Fehlberechnung der Versandkosten...) die Lieferung von Espen.
Nach meinem ungeschulten Auge sieht alles ziemlich gut aus. Ich habe mir zwischenzeitlich das Buch von Cumpiano zugelegt, und auch gleich mit dem ersten Hals angefangen (Zeder für die Elsbeer- Gitarre).
Dabei stieß ich auch schon auf die ersten Schwierigkeiten: Ich wollte den Rohling gleich noch ein wenig abrichten, hab mir leichtsinnigerweise einen Bug hineingehobelt, den ich dann wieder ausbügeln musste. Ich hoffe der Rohling ist nun noch dick genug (ca. 22-23 mm).

An dieser Stelle gleich eine Frage: Richtet ihr eure Halsrohlinge komplett, oder erst die Fertigen Teile (Kopfplatte, Hals, Halsblockteile.) Z.B Leimfläche für das Griffbrett erst vor dem Aufleimen abrichten...?

Weiters hoffe ich, dass ich aus dem Rohling den ganzen Hals bekomme, und ich nicht noch einen zweiten für die Halsblockstücke kaufen muss.

Naja. jedenfalls habe ich mit einer 3D gedruckten Sägelehre begonnen den 15° Schnitt zu sägen, was ganz gut funktioniert hat.
Die Sägeflächen habe ich dann mit dem Einhandhobel plan gehobelt und anschließend die Kopfplatte mit einer kleinen Ryoba auf 17,3 mm (lt. meinem Plan) gesägt.

Auch die Decke habe ich am "Shooting Board" schonmal ein bisschen probe-gehobelt.
Als nächstes möchte ich den Kanal für den Trussrod mithilfe meiner CNC-Fräse fräsen. Dazu später noch mehr...
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Re: Zwei 0-Size Parlor Gitarren als Einstigsprojekt.

#9

Beitrag von filzkopf » 12.06.2018, 18:29

Tolle Sägelehre!! :)
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Re: Zwei 0-Size Parlor Gitarren als Einstigsprojekt.

#10

Beitrag von marcelgladbach » 13.06.2018, 17:49

edit: Vielen Dank :)

Heute vor der Arbeit gings weiter mit dem Trussrod Kanal. Ich habe zuerst an einem Reststück Paulownia getestet, danach die Einstellungen minimal angepasst. Dann hab ich vom Halsrohling die Stücke für den Halsfuß geschnitten. (Müsste sich längenmäßig sehr knapp ausgehen). Den abgelängten Rohling habe ich dann auf dem Frästisch befestigt und den Kanal gefräßt. (Hat etwa 10min. gedauert.) Auf den letzen Bildern sieht man den Rohling mit Kopfplatte und Halsfuß, allerdings noch nicht verleimt. Das leimen erfolgt dann morgen. Die Schablone für die Kopfplatte kommt auch aus dem 3D Drucker.

Edit:
Mir ist gerade noch was eingefallen: Der Zederrohling ist weicher als ich gedacht hatte. Hat jemand von euch schon Erfahrung mit diesem Holz für Hälse gesammelt? Ich bin mir im Moment nicht ganz sicher ob ich nicht ein härteres Holz verwenden sollte? ...
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Re: Zwei 0-Size Parlor Gitarren als Einstigsprojekt.

#11

Beitrag von marcelgladbach » 22.06.2018, 14:22

Nachdem beim Halsbau doch einige Fragen aufgetaucht sind, die ich noch klären muss, habe ich mit dem Korpus begonnen. Decke und Boden sind schonmal ausgeschnitten und auf eine Dicke von ca. 3,5mm gehobelt. (mit dem Einhandhobel). Liege ich richtig in der Annahme, dass ein normaler Einhandhobel für diese Aufgabe besser geeignet gewesen wäre als mein Flachwinkel Einhandhobel?
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Re: Zwei 0-Size Parlor Gitarren als Einstigsprojekt.

#12

Beitrag von Sven2 » 22.06.2018, 15:24

marcelgladbach hat geschrieben:
22.06.2018, 14:22
[...]
Liege ich richtig in der Annahme, dass ein normaler Einhandhobel für diese Aufgabe besser geeignet gewesen wäre als mein Flachwinkel Einhandhobel?
Ich verwende für diesen Arbeitsschritt immer einen (zweihändigen!) Nr 4 Putzhobel, bei härteren Hölzern als Flachwinkel.
Da ich aus eigener Erfahrung weiß, dass die Birne es einem nicht leicht macht, vermute ich, dass du dich mit dem Einhandhobel ja echt gequält haben musst...

Sven

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Re: Zwei 0-Size Parlor Gitarren als Einstigsprojekt.

#13

Beitrag von marcelgladbach » 22.06.2018, 21:49

Sagen wir mal so: Das Fitnessstudio kann man sich nach getrost sparen :D. Ich werde für die Seiten auf jeden Fall einen Zweihandhobel verwenden:

Wie dick macht ihr denn eure Seiten, Böden und Decken? Mein Plan war alle drei auf 2,5mm zu schleifen, bin für Ratschläge immer dankbar. :)

Ich habe heute Abend mal eine Testrosette gefräst.
Paulownia mit MDF Einlage ;). Für die richtige Rosette habe ich zwei Reststücke des Bodens zusammengeleimt. Ich habe vor die Rosette als vollen Ring auszuführen (keine Fuge unter dem Griffbrett. Kann man das so machen, oder hat die Fuge eine Funktion (Dehnfuge? ) .. Fragen über Fragen
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Re: Zwei 0-Size Parlor Gitarren als Einstigsprojekt.

#14

Beitrag von marcelgladbach » 02.07.2018, 14:15

Mühsam nährt sich das Eichhörnchen.... ;) .
Heute wurde die Rosette in die Decke geleimt.
WIe bereits angekündigt habe ich mich für eine sehr minimalistische Variante, mit einem Ring aus Resten des Bodens entschieden.
Ich habe den Ring aus einem Stück gefräst, da ich vorhabe das Griffbrett schon vor der Rosette enden zu lassen. Bin gespannt wie das aussieht.
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Nahaufnahme der fertigen Rosette
Nahaufnahme der fertigen Rosette
Die Birne benetzt, um das beste Stück für die Rosette auszusuchen
Die Birne benetzt, um das beste Stück für die Rosette auszusuchen
Noch einige Testfräsungen...
Noch einige Testfräsungen...
Ring aus zusammengeleimten Resten des Bodens
Ring aus zusammengeleimten Resten des Bodens
Die fertige Rosette...
Die fertige Rosette...

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Re: Zwei 0-Size Parlor Gitarren als Einstigsprojekt.

#15

Beitrag von marcelgladbach » 02.07.2018, 22:44

und noch zwei Bilder mit ausgeschnittenem Schallloch.
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Re: Zwei 0-Size Parlor Gitarren als Einstigsprojekt.

#16

Beitrag von marcelgladbach » 18.07.2018, 18:17

Zur Zeit ists recht stressig bei mir, aber dennoch kämpfe ich mit meinem Fichtenblock aus dem die Beleistung entstehen soll. Nach einigen Startproblemen lässt sich das Holz aber ganz gut spalten und zurechthobeln. Erstaunlich dabei ist der Unterschied zwischen den von mir gehobelten, und den gekauften Leisten von Espen... (siehe Foto)

Sommerliche Grüße an alle :)
Marcel
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#17

Beitrag von liz » 18.07.2018, 18:33

Hallo Marcel,
tja.. die obere Leiste würde ich nicht verwenden. Ist immer doof, wenn man soetwas blind kauft und dann soetwas bekommt - darum ists besser, wie du eh schon gemacht hast, die Leisten selbst zu spalten.
lg Gerhard

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#18

Beitrag von gitarrenmacher » 18.07.2018, 20:34

liz hat geschrieben:
18.07.2018, 18:33
Hallo Marcel,
tja.. die obere Leiste würde ich nicht verwenden. Ist immer doof, wenn man soetwas blind kauft und dann soetwas bekommt - darum ists besser, wie du eh schon gemacht hast, die Leisten selbst zu spalten.
lg Gerhard
Da hatter vollkommen recht, der Meister Gerhard.
Vielleicht für die Tailleleiste am Boden, erfüllt wohl den Zweck, aber sieht doof aus.
Solche Details sid das erste, wonach ich schaue, und mir haben sich schon bei sehr teuren Gitarren die Nackenhaare gesträubt.
Eigentlich bei jeder Gibson neueren Datums..
Munterbleiben
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Re: Zwei 0-Size Parlor Gitarren als Einstigsprojekt.

#19

Beitrag von marcelgladbach » 18.07.2018, 22:11

Vielen Dank für eure Hilfe. :)
Die gekauften Leisten waren zum Glück eher als Backup gedacht, falls ich das selber spalten überhaupt nicht auf die Reihe gebracht hätte.
Ich verstehe jetzt jedenfalls warum man sich die Arbeit antut... Bei industriell gefertigten Gitarren stelle ich mir das eher schwierig vor. Wie macht das denn zb. Martin oder Taylor? Auch auf gut Glück wie bei Gibson?
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#20

Beitrag von gitarrenmacher » 19.07.2018, 09:43

marcelgladbach hat geschrieben:
18.07.2018, 22:11
Bei industriell gefertigten Gitarren stelle ich mir das eher schwierig vor. Wie macht das denn zb. Martin oder Taylor? Auch auf gut Glück wie bei Gibson?
Ich weiß nur von einer deutschen Firma, und Martin&Co. wie die es gemacht haben.
Man nimmt sich Brettchen mit gut stehenden Ringen und einigermaßen gut durchlaufender Faser. Davon schneiden die dann Leisten herunter, die CNC vorgefräst sind.
Die Infos stammen aus ca. 2005.
Ich mache da so ein Mittelding aus spalten uns sägen. Beim reinen spalten war mir der Verlust zu hoch, und leichtes, steifes Leistenholz ist nicht einfach zu bekommen.
Das wird meist so als Abfallprodukt, zu schade für den Ofen abgetan. Für mich ist es essenziell.
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Re: Zwei 0-Size Parlor Gitarren als Einstigsprojekt.

#21

Beitrag von marcelgladbach » 30.07.2018, 17:44

Ich habe mal angefangen die Balken auf die Decken zu leimen...
Ich habe ein altes Metallregal zu einem Go-Bar Deck umfunktioniert. Als Streben dienen mir die ehemaligen Bestandteile eines vor kurzem zu Bruch gegangenen Lattenrosts.

Eine Frage ist aufgetaucht: Leime ich die beiden X-Balken zusammen, oder werden sie nur gesteckt?
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Re: Zwei 0-Size Parlor Gitarren als Einstigsprojekt.

#22

Beitrag von Poldi » 31.07.2018, 05:44

Ich hab sie zusammengeleimt.

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#23

Beitrag von gitarrenmacher » 31.07.2018, 18:02

Mindestens die beiden Tonleisten und der Rissschutz unterm Griffbrett sehen mir faulig aus.
(naughty)
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