2 Archtops

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Re: 2 Archtops

#376

Beitrag von liz » 04.06.2017, 13:48

Hallo Bea, ja genau so ist es! Der Klang ist eigentlich wie erwartet - die Längsbebalkte klingt hölzern, trocken, direkt, kurzes Sustain, viel Druck. Die X-Bebalkte klingt runder, wärmer, hat eindeutig mehr Bassanteile. Mein Favorit ist ganz klar das X!
Bei Gelegenheit mache ich auch Soundfiles..

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bea
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Re: 2 Archtops

#377

Beitrag von bea » 04.06.2017, 18:20

Um den Gedanken mal weiterzuspinnen: wie ist das eigentlich bei den Konzertgitarren? Da gibt es doch (i.W.) Fächer, Kreuz und Leiter. Kann man da ebenfalls systematische Unterschiede ausmachen?

Übrigens: meine Sorgenkind 2 mit jetzt ja Fächerbalken hat ein ziemlich langes Sustain, klingt warm, ein bisserl mittig, scheint aber dennoch mehr Druck zu haben wie meine längsbebalkte Archtop.
LG

Beate

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Re: 2 Archtops

#378

Beitrag von liz » 20.06.2017, 21:09

Hier passiert nichts mehr. Ab in die Galerie! viewtopic.php?f=9&t=6767#p117629

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Re: 2 Archtops

#379

Beitrag von liz » 16.08.2018, 17:43

liz hat geschrieben:
20.06.2017, 21:09
Hier passiert nichts mehr.
Tja, ein bisschen passiert doch noch: Ich hab nun, da eine Ausstellung am Jazzfestival Saalfelden ansteht, eine der zwei Gitarren elektrifiziert! Als Pickup hab ich einen AER Minihumbucker günstig aus einem Restbestand bekommen. Verschaltet ist das ganze mittels Minipotis unter dem Schlagbrett (danke ugrosche für die Idee!), einmal Volume einmal Tone.
Pickguard aus Palisander
Pickguard aus Palisander
"E-Fach" für die Potis
"E-Fach" für die Potis
hier hat die Buchse ihren Platz gefunden.
hier hat die Buchse ihren Platz gefunden.
Eine Frage habe ich an die Elektro-experten: Beim Tonepoti habe ich eine 47nf Kondensator verbaut (lt. Seymour Duncan Lötdiagramm). Beim Drehen des Potis merkt man aber fast keine Klangveränderung. Ist der Wert falsch? Könnte ich sonst etwas vertauscht haben? Volumepoti funktioniert gut und die Gitarre klingt verstärkt super. Dankbar für Ratschläge,
lg Gerhard

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Re: 2 Archtops

#380

Beitrag von ugrosche » 16.08.2018, 20:02

Sieht optisch schon mal gut aus. :D
Welche Potis hast Du verbaut? Linear oder Logarithmisch? Zum Wert kann ich nicht viel sagen, der muss zum Geschmack und zum Pickup passen. 47nF ist aber schon recht groß, das sollte man hören.
Das Hörempfinden ist auch bei Tone logarithmisch. Falls Du einen Lin-Poti hast, passiert 3/4 des Regelweges fast nichts. Falls Du die logarithmischen genutzt hast, die auch der Rall verkauft, ist er wahrscheinlich falsch herum eingebaut. Ich hatte den gemessen, das Rändelrad muss in dem Fall unten sein (also zum Korpus zeigend, letztes Bild in diesem Post) Müsste man dann aber auch beim Volume Poti merken: Eine kleine Drehung und die Lautstärke ist weg, danach passiert nichts mehr.

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Re: 2 Archtops

#381

Beitrag von thoto » 16.08.2018, 20:06

Bei E-Gitarren ist normal 33nF, mir persönlich ist das oft zu viel, ich nehme 22nF.
Aber, wie bereits gesagt, das hängt vom Rest der Signalkette inkl. der Ohren des Spielers ab.
Thoto
Aktuelles Projekt: viewtopic.php?p=116032

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Re: 2 Archtops

#382

Beitrag von bea » 16.08.2018, 20:10

Das hängt davon ab, ob Du es auch wirklich richtig verschaltet hast, vor allem aber auch von den Impedanzen der Potis und des Tonabnehmers.

Ich finde übrigens, dass auch die Buchse unters Schlagbrett gehört, damit man das ganze Geraffel mit zwei oder drei Schrauben einfach abnehmen kann. Und dass ein Schlagbrett, das vorne schmal und hinten breit ist, den akustischen Klang weniger deutlich beeinträchtigt... auch wenn ich es nicht ausprobiert habe, könnte ich mir vorstellen, dass man dann auch leichter ein Plätzchen für eine 6.3 mm-Klinkenbuchse findet und nicht nur eines für eine 3.5 mm-Buchse.
LG

Beate

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Re: 2 Archtops

#383

Beitrag von liz » 16.08.2018, 20:19

Danke euch, es sind tatsächlich logarithmische Potis von Rall. Uwe, ich habe die Rändelräder nicht zum Korpus, sondern zum Schlagbrett hin. Ich versuche morgen mal die Anschlüsse zu tauschen - ich hab mich da sklavisch an das Diagramm von Seymour Duncan gehalten (https://docs.google.com/gview?embedded= ... _1V_1T.pdf). Da sind die Anschlüsse des Tonepotis verkehrt herum aufgemalt - was bei logarithmischen Potis natürlich keinen Sinn macht. Verschiedene Kondensatoren probiere ich dann auch aus!

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Re: 2 Archtops

#384

Beitrag von liz » 16.08.2018, 20:23

bea hat geschrieben:
16.08.2018, 20:10
Und dass ein Schlagbrett, das vorne schmal und hinten breit ist, den akustischen Klang weniger deutlich beeinträchtigt...
DAS kann ich nicht bestätigen. Der akustische Klang ist genau gleich wie vorher - zumindest aus der Position des Spielers.

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Re: 2 Archtops

#385

Beitrag von capricky » 16.08.2018, 20:36

Welchen Wert hat das Tonepoti?

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Re: 2 Archtops

#386

Beitrag von liz » 16.08.2018, 20:51

capricky hat geschrieben:
16.08.2018, 20:36
Welchen Wert hat das Tonepoti?
sind beides 500k

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Re: 2 Archtops

#387

Beitrag von ugrosche » 16.08.2018, 20:54

Ja Gerhard, genau das Problem hatte ich auch. Ich wollte die auch so rum wie bei Dir verbauen. Die logarithmischen haben aber eine Drehrichtung (Hier recht verständlich erklärt). Deshalb hatte ich umgeplant und sie anders herum verbaut.
Du kannst umlöten indem Du die äußeren Anschlüsse an den Potis tauscht, quasi Anfang ans Ende löten. Dann ist die Wirkung wahrscheinlich wie erwartet, nur eben die Drehrichtung rückwärts.
Ohne Wenden der Potis habe ich keine Lösung parat :(

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Re: 2 Archtops

#388

Beitrag von capricky » 16.08.2018, 21:34

Also egal, wie rum die Potis eingelötet sind, der Effekt muss der gleiche sein. Nur einmal "gleitend", oder eben "urplötzlich". Wenn das nicht so ist, dann stimmt was anderes nicht.

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Re: 2 Archtops

#389

Beitrag von bea » 16.08.2018, 21:40

Funktioniert denn das Lautstärkepoti normal? Es passiert gerne mal, dass man die beiden Potis verwechselt. Die haben ja entgegengesetzte Kennlinien...

An Deiner Stelle würde ich das Tonpoti wie vorgeschlagen umpolen. Wenn die Klangregelung dann tut, wie sie soll, würde ich das Poti durch eines mit entgegengesetzter Kennlinie ersetzen, also "A" durch "B" oder umgekehrt. Notfalls durch ein lineares.
LG

Beate

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Re: 2 Archtops

#390

Beitrag von capricky » 16.08.2018, 21:43

... also Volume- und Tonepotis haben um regelrecht zu funktionieren seit eh und je die gleiche pos. log. Kennlinie...

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Re: 2 Archtops

#391

Beitrag von bea » 16.08.2018, 21:59

In China-Instrumenten habe ich schon mehrfach entgegengesetzte Kennlinien gefunden...
LG

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Re: 2 Archtops

#392

Beitrag von ugrosche » 16.08.2018, 22:07

bea hat geschrieben:
16.08.2018, 21:40
An Deiner Stelle würde ich das Tonpoti wie vorgeschlagen umpolen. Wenn die Klangregelung dann tut, wie sie soll, würde ich das Poti durch eines mit entgegengesetzter Kennlinie ersetzen, also "A" durch "B" oder umgekehrt. Notfalls durch ein lineares.
Ein Poti mit umgekehrter Kennlinie wäre theoretisch die Lösung. Die "normalen" Potis bekommt man auch als "Linkshänder-Potis" mit umgekehrter Kennlinie. Bei den Rändelpotis sieht es mau aus. Da gibt's nix, ich hatte mir mehrere Tage 'nen Wolf gesucht :(
Bleibt nur der lineare Poti als Kompromiss.
Allerdings müsste der von Capricky so schön als "urplötzlich" beschriebene Effekt auch beim Volume Poti auftreten.

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Re: 2 Archtops

#393

Beitrag von bea » 17.08.2018, 02:22

Man kann die Kennlinie linearer Potis durch Reihen- und Parallelschaltung von Widerständen verändern.
Lineare Potis als Vol-Potis bei Gitarren mag ich übrigens ganz gerne: man hat im weit offenen Bereich eine schön gefühlvolle Einstellbarkeit und kann dann im weniger wichtigeren "unteren" Bereich rasch zudrehen.
LG

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Re: 2 Archtops

#394

Beitrag von liz » 17.08.2018, 07:15

Danke, dass ihr euch so viele Gedanken macht. (you rock) Die Lösung ist ganz einfach: ich hatte schlicht vergessen, den Ausgang des Kondensators anzulöten. (wall)

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Re: 2 Archtops

#395

Beitrag von ugrosche » 17.08.2018, 08:04

Wie sieht es denn jetzt mit dem Regelweg aus? Gibt es diesnen "urplotzlich" Effekt? oder schön "gleitend" über den Regelweg.
(Rein interessehalber, hatte bei meinem Projekt mehrere Tage darüber gegrübelt, wie es denn nun sein muss ...)

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#396

Beitrag von liz » 17.08.2018, 08:30

ugrosche hat geschrieben:
17.08.2018, 08:04
Wie sieht es denn jetzt mit dem Regelweg aus? Gibt es diesnen "urplotzlich" Effekt? oder schön "gleitend" über den Regelweg.
Ja, ich habe es extra nochmal umgelötet um das zu sehen. Falsch rum merkt man sofort, dass eigentlich fast nix passiert und dann plötzlich ist der Klang anders. Richtig rum gelötet ist es schön gleitend.

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#397

Beitrag von thoto » 17.08.2018, 09:15

Na, dann kann's ja losgehen! Ich wünsche dir viel Erfolg! An den Gitarren wird's nicht scheitern. (dance a)
Thoto
Aktuelles Projekt: viewtopic.php?p=116032

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#398

Beitrag von liz » 17.08.2018, 10:39

thoto hat geschrieben:
17.08.2018, 09:15
Na, dann kann's ja losgehen!
Genau!

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#399

Beitrag von ugrosche » 17.08.2018, 10:48

Ein Träumchen.
Der Lack ist aber ganz schön nachgesackt.
Steht ihr sehr gut, diese Optik. (clap3)

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#400

Beitrag von liz » 17.08.2018, 11:31

ugrosche hat geschrieben:
17.08.2018, 10:48
Der Lack ist aber ganz schön nachgesackt.
Da täuschst du dich aber, die Decke wurde ja bewusst wie ein Streichinstrument behandelt. Das heißt, die wurde ziehgeklingt, damit die Struktur zwischen Früh- und Spätholz herauskommt. Der Effekt ist erwünscht.
ugrosche hat geschrieben:
17.08.2018, 10:48
Steht ihr sehr gut, diese Optik. (clap3)
Das wiederum sehe ich genau so wie du! :)

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