Hollow Scout

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Hollow Scout

#1

Beitrag von Gelöschter Benutzer » 30.11.2019, 15:37

Hallo zusammen,


Nun denn, da ich mich ja quasi selber hierzu überredet habe starte ich hier einen Bauthread, meinen ersten. Ich weiß nicht wie oft ich das hier aktualisieren kann, versuche aber natürlich mein Bestes!

Nachdem ich ja nun den Pornohobel mit dem dezenten Dracheninlay fertig bekommen habe als letzte von 3 Gitarren, die ich parallel angefangen habe zu bauen vor 3 Jahren - was eigentlich eine blöde Idee ist, aber eigentlich war es auch wieder gar nicht so verkehrt - habe ich neben den anderen 48 Ideen für Gitarren, die ich so habe, beschlossen, einen Hollow Scout zu bauen.

Was ist denn das? Naja, eigentlich eine Paula mit ausgehöhltem Korpus, aber ich nenne die dann eben Scout, weil ich den Namen schön finde :-)

Als ich bei Stratmann vor 3 Jahren einen Kurs gemacht habe, hatte ich eine PRS Singlecut und eine Huber Orca Form übereinander gelegt und heraus kam eben diese Form, die im Prinzip 99% Les Paul ist, aber eben im Cutaway und Hals/Korpusübergang mehr PRS ist. Und die Form mag ich einfach immer noch.
Von den 3 Gitarren, die ich seitdem gebaut habe, war eine Santana Variante dabei und eine vergrößerte Les Paul Form mit F-Loch und großzügig gechambert. Und letztere Gitarre ist klanglich wirklich grandios, obwohl es sicher die Gitarre bislang ist, mit den meisten "Fehlern" und optisch eher auf der etwas rustikalen Seite beheimatet ist.
Naja, aber ich mag diese Les Paul artige kleine Form irgendwie lieber, also warum dann nicht eine gechamberte Variante bauen?

Das ist halt jetzt der Plan. Les Paul Mensur, Sattelbreite 42mm, Halsprofil entscheide ich beim schnitzen, 2 Humbucker, Einteiler Brücke (k.A. welche, die Signum finde ich hübsch, aber die ABM macht auch einen guten Eindruck), 2x Vol (Push Push mit Coil Tap wie bei PRS, damit die Singlecoil Sounds noch Bumms haben), 2x Tone, also, recht klassich.

Der Body wird aus Riegelesche gemacht, da habe ich auf ebay mal ein paar ganz toll gemaserte Teile bekommen. Die Decke aus Riegelahorn, der Hals aus Ovangkol (riecht tatsächlich streng beim Sägen, ich fühlte mich an so manches Finale von WG Parties erinnert....), Griffbrett aus geriegeltem (!) Ebenholz.
Ich wusste gar nicht, dass es geriegeltes Ebenholz gibt. Ich hatte bei Maderas Barber mal eine Fuhre defekte Ebenholzgriffbretter gekauft (ich glaube für unter 1€ das Stück) und da waren etliche brauchbare Teile dabei, u.a. eben auch das geriegelte Teil. Daher werde ich da auch diesmal nur ganz dezente Inlays einsetzen, Gretsch Thumbnails in Perlmutt.
Binding um Hals und Kopfplatte gibt es auch, Riegelahorn würde mich reizen, aber das war beim letzten Mal ein ganz schöner Akt, daher vielleicht dann doch die einfache Kunststoffvariante.
Kopfplatten würde ich mal versuchen aus Ebenholz bookmatched zu machen, sofern ich das mittels Bandsäge und Kalibrierer dünn genug hinbekomme.
Mechaniken von Sperzel, die halboffenen Trimloks mit EZ Mount, weil ich die bildschön finde und die einfach zu montieren sind. Und da ich faul bin sind Locking Mechaniken eh immer gesetzt :-)

Bei der Oberfläche bn ich noch unscglüssig. Ich mag ja Hartöl, weil es einfach in der Handhabung ist und nicht so eine Chemiskeule ist. Aber es verzeiht auch wirklich gar keine Kratzer in der Oberfläche. Zudem weiß ich nicht, ob es auf lange Sicht wirlich genug Schutz gibt, auch wenn ich derzeit nicht mehr Live spiele.
Daher vielleicht doch mal wieder Wipe on Poly, das habe ich schon einmal benutzt und war recht einfach vom Schichtaufbau, aber der "Plastik"-Gedanke stört mich etwas.
Und bei der Farbe, das weiß ich auch noch nicht. Vielleicht diesmal sowas etwas Schwarz/graues, muss ich mal mit den Clou Grau und Schwarztönen Proben beizen, wenn es soweit ist. Das hätte imho einen schönen Kontrast zur Esche.

Ich versuche mal Fotos anzuhängen, hoffe, das klappt. Leider habe ich keine gute Kamera zur Hand und auch kein ruhges Händchen, ich bitte das zu verzeihen.


Also, dann mal ab ins Abenteuer Bauthread! :-)


Alles Gute!
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Re: Hollow Scout

#2

Beitrag von Gelöschter Benutzer » 29.05.2020, 11:38

Hallo zusammen,

Lange lang ist es her :-) Es ist tatsächlich auch ür mich etwas langwierig gewesen. Ich hole mal etwas aus:

Letztes Jahr wollte ich die Drachengitarre im Sommer fertig bekommen und dann endlich mit den nächsten Gitarren anzufangen. Dann wurde mein bester Freund schwer krank und ich habe sehr viel zeit im Krankenhaus verbracht und keine Lust und Zeit zum Bauen mehr gehabt. Die Zeit hat mich echt Nerven gekostet und es war auch wirklich mal haarscharf auf der Kippe, aber dann hat er sich tatsächlich gefühlt in Rekordzeit wieder erholt bis in den Oktober und ich kann es manchmal noch gar nicht glauben, wenn er jetzt quietschfidel wie eh und je neben mir sitzt heute. Wahsinn!
Naja, dann habe ich die Drachengitarre noch fertig bekommen im letzten Jahr, abgesehen von der falschen Stegplatzierung (es ist mir immer noch ein Rätsel, was da passiert ist), da hat mir das Forum ja weitergeholfen mit der Sattelkompensation, aber tatsächlich werde ich die Brücke zusätzlich noch etwas nach hinten versetzen. So viel, wie ein 2. Thumbwheel bei einer ABR eben noch abdeckt :-) Aber das ist ein anderes Thema.
Nun, im November hörte ich, dass ich aus meiner Werkstatt (naja, knappe 5-6 m²) raus musste und ich habe was Neues gesucht, nicht so einfach hier. Dann hatte aber ein Bekannter ein Zimmer frei und einen Keller. Wow, dachte ich, Fenster und Platz en masse, sogar mit Waschbecken und WC, ich bin im Himmel! Zu schön um wahr zu sein. War es dann auch. Als ich meine Geräte aus der Werkstatt holte mit ein paar Freunden (mein Gott, was sich so ansammelt...), da ist dem Vermieter wohl klar geworden, dass man eine Gitarre nicht Zen like mit dem Brotmesser schnitzt, sondern auch mal eine Fräse oder eine Bandsäge benutzt. Das hatte ich zwar vorher gesagt, aber irgendwie war das wohl nicht deutlich genug. Nunja, also, Lärm im Haus ging dann nicht, der Nachbar sei stressig (ohje.....) und der Staub und überhaupt. Puh.

Naja, macht man nichts, also weitergesucht und die Sachen zumindest dort untergestellt (zum vollen Mietpreis, versteht sich , hihihi). Und dann durch Zufall einen Raum im Industriegebiet gefunden und dahin bin ich dann zum 1.4. eingezogen. Keine Fenster, aber an jeder Wand Myriaden Steckdosen (leider kein Starkstrom), ich kann Lärm machen wann und so viel ich will, WC vorhanden, und das Beste: 25m² !!! Ein Königreich quasi. Das ist so geil (sorry!) endlich Platz zu haben, das Arbeiten ist mindestens doppelt effektiv ich muss manchmal sogar 4 Schritte durch den Raum gehen um von der Werkbank zur Tischfräse zu kommen :-)

Nun, ich war ja dann aber erstmal eine ganze Weile raus aus dem Bauen und ich tue mich dann schwer, wieder einen Anfang zu finden. Ist eine Kopfsache, Selbstvertrauen und so. Ich mache mir einen Horror was falsch zu machen, spiele dann den Vorgang ein paar mal im Kopf durch, bis ich alles verinnerlicht habe, dann bin ich sicher und führe es aus und dann läuft es wie geschmiert (als ob...:-)).

Letzte Woche habe ich mir dann Urlaub genommen, um dann endlich mal loszulegen und das lief so produktiv und so im Flow, ich habe fast gar keine Fotos gemacht und die paar die ich habe, sind schlecht, denn ich habe eine schlechte Kamera und all mein Geld für so Spielereien stecke ich in die Werkstatt, also, sorry für die miese Qualität der Bilder, ich weiß, das nervt, aber besser als nichts, denke ich mir?

Die Ausgangslage war ja im Prinzip eine Singlecut mit zum Teil ausgehöhltem Body, ansonsten nix Aufregendes. Ich habe mir vorgenommen, diesmal von meinem üblichen Gelb/Braun Farboberflächen abzuweichen und mal das PRS Northern Lights Finish zu versuchen. Ich habe da eine Anleitung hier gefunden: https://imgur.com/gallery/IlmD58b

Aber bis ich das ausprobiere, muss ja erst noch was gemacht werden. Also, Body wurde ausgehöhlt mittels Schablone und Wabeco Pinrouter (also, 8mm Hülse in eine Küchenplatte, Fräser ausrchten, Schablone auf den Body pappen und ab geht die Post, das machen hier ja bestimmt auch viele so), davon habe ich keine Fotos, auch nicht vom ausgehöhltem Body, erst mit Deckel drauf, ich war halt im Flow, sorry! Vorher natürlich ausgeforstnert mit meiner Aldi Workzone Bohrmaschine, die jetzt seit 4 Jahren auf wundersame Weise solche Quälereien fast klaglos hinnimmt. Die neuen Fisch Forstnerbohrer waren da aber auch ne Hilfe, also, supertolle Teile, sehr empfehlenswert!
Dann habe ich mal die G&W Sägelade benutzt und meine 0,60€ Ebenholzrohlinge gesichtet, ein paar davon durch den Dicktenhobel gejagt, Kanten abgerichtet und gesägt. Das geht wirklich super mit der Sägelade, Wahnsinn! Und weil ich dabei war, habe ich direkt 3 Griffbretter geschlitzt in 3 Mensurlängen, denn wenn man schon so schön im Fluß ist, dann lohnt sich das ja und man könnte ja eh noch eine, oder 2 Gitarren parallel bauen und die Arbeitsschritte alle an einem Stück durchführen.....tja und jetzt bauen ich wieder mal 3 Gitarren parallel....

Also 3 Griffbretter geschlitzt, noch einen Body gebaut und ausgehöhlt und ein weiterer lag ja eh noch rum, mit dem ich mal was P90 mässiges machen wollte. Es artet aus....

Ich habe natürlich auch da nicht überall Bilder von, da bin ich echt nicht motiviert genug dazu, aber da hilft ja vielleicht dieser Thread, mich etwas am Riemen zu reißen.

Also, Stand der Dinge aktuell: 2 Bodies ausgehöhlt und verleimt (Riegelesche + Riegelahorn), 1 Body war ja noch übrig (Kirsche ausgehöhlt mit Birnendecke), 3 Hälse vorbereitet (2x Ovangkol, 1x Roasted Maple), 3x Grifbretter geschlitzt und aufgeleimt (zum ersten Mal mit der Nagelmethode, das geht ja wirklich super!), Kopfplatten schonmal vorgefräst und zumindest bei einem Hals auch schon Furnier aufgeleimt. Das habe ich diesmal selber versucht aus einem Stück 0,60€ Ebenholzrohling, erst aufgesägt an der Bandsäge und dann durch den Trommelschleifer gejagt bis auf ca. 4mm, ging ganz gut, aber die Leimnaht wird nächstes Mal besser.

Ich habe hier auch mal versucht Riegelahorn mit der Abrichte zu bearbeiten, aber das gab schon fiese Ausrisse, also habe ich wieder Mal die Version mit Schleifpapier angewandt. Eine gerade Unterlage, dann ein Massives abgerichtetes Holzstück darufklemmen, Sandpapier dran und dann von Hand die Kante schleifen. Das hört sich archaisch an, geht aber wirklich gut und recht fix, das werde ich bei so geriegelten Decken wohl jetzt immer so machen.

Die Decken sind soweit auch schon gewölbt, bei den beiden Ahorndecken blieb nach dem Verleimen und Kalibrieren von den 22mm am Ende nur etwas um die 17mm stehen, dass muss nächstes Mal besser werden, aber dafür ist das Ausformen etwas einfacher:-) Der Saftrand ist auch schon gefräst und so gut wie beigeschliffen.

Soweit bis hierhin. Über Inlays grüble ich noch, ob ich da nicht doch wieder eine Orgie haben will (ich wollte diesmal gaaaanz schlicht bleiben), beim evtl. zu verwendendem Binding bin ich mir auch noch nicht schlüssig und auch noch nicht, ob ich Schlagbretter machen soll.

Naja, heute versuche ich mal die Halswinkel in die Bodies zu fräsen und die Griffbretter zu wölben.

Habe ich eigentlich erwähnt, dass eine große Werkstatt der absolute Wahnsinn ist? Nein? Also, es ist der Wahnsinn. Ich hatte jetzt sogar so viel Platz, dass ich in den Kleinanzeigen eine alte Mahagonitreppe für kleine Marie kaufen konnte, die jetzt hier lagert, das ist Holz bis zur Rente mit 2 Handläufen, die sind fast 2,60m und bestehen jeweils aus nur einem Stück (!).

Vielleicht etwas unstrukturiert bis hierhin, aber hey. Das nächste Update dann vllt. in etwas weniger als 4 Monaten :-)

Alles Gute!


Jonas
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Chefsessel
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Als ob man mit der Hand im Feuer spielt
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Und im hübschen Köfferchen
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Das ist eine LP meets PRS SC Form gemixt und dann mit Unterlegscheibe und Bleistift ca. 1cm vergrößert
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Damit fing es eigentlich an
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Ist schon krass, dass es sowas gibt
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Wiegt ungefähr 2 Tonnen, ist aber für das Verleimen von Top und Body ein Träumchen....nur nicht beim Umzug
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Bin ganz zufrieden, aber da ist Luft nach oben
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Nicht aufgeräumt
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Re: Hollow Scout

#3

Beitrag von Poldi » 29.05.2020, 13:02

Erst mal Glückwunsch zu der neuen Werkstatt, so was hätte ich auch gerne.
Die Gitarre sieht ja mal echt hammermäßig aus, (clap3) (clap3)

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Re: Hollow Scout

#4

Beitrag von Gelöschter Benutzer » 29.05.2020, 13:30

Hallo Micha,

Danke für die Glückwünsche, ich bin da auch echt happy mit und tatsächlich hat der vermeintliche Nachteil kein Fenster zu haben den Vorteil, dass ich nie abgelenkt bin und dadurch konzentrierter arbeite, tolle Sache! Nur das Vorhaben mal zu Lackieren statt mit dem Lappen aufzutragen ist dadurch nicht in greifbarere Nähe gerückt...irgendwas ist ja immer ;-)

Alles Gute!

Jonas

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Re: Hollow Scout

#5

Beitrag von Yaman » 29.05.2020, 14:41

Das ist ja mal eine Presse. Was wurde denn damit ursprünglich gepresst? Wie lange hast du denn an dem Inlay gesessen? Unglaublich!

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Re: Hollow Scout

#6

Beitrag von Janis » 29.05.2020, 14:46

Sehr schön! Coole Gitarre, Werkstatt, Ausrüstung!
Ist das geriegelte Ebenholz-Griffbrett zufällig von einem netten eBay-Händler aus dem Rhein-Main Gebiet? (think)
Viele Grüße,
Jan

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Re: Hollow Scout

#7

Beitrag von penfield » 29.05.2020, 15:51

Schöne Gitarre, das Top ist wirklich top ;)
Gratuliere auch zur Werkstatt.
SGmaster, Peacemaster 3P90, Double neck fretless/fretted,
Quickbird, Basslownia, FrameBird, Violin Bass Bausatz, Mystery Guitar . Hat die Semmelblonden JMs endlich fertig und arbeitet an Les Paulownia um die Werkstatt dann endlich ausmisten zu können...

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Re: Hollow Scout

#8

Beitrag von Gelöschter Benutzer » 29.05.2020, 19:33

Yaman hat geschrieben:
29.05.2020, 14:41
Das ist ja mal eine Presse. Was wurde denn damit ursprünglich gepresst? Wie lange hast du denn an dem Inlay gesessen? Unglaublich!
Hallo Yaman,

Das Inlay habe ich nicht selber gesägt, das ist von luthiersupply.com (und wie ich sehe mittlerweile teurer geworden). Ich will zwar auch mal Inlays selber aussägen, aber für so ein Riesenprojekt wäre ich defnitiv noch zu grün hinter den Ohren :-) Das einlegen war aber auch nicht ohne und ziemlich fummelig, da wüsste ich, was ich nächstes Mal besser mache (nämlich das Griffbrett wölben, dann einlegen, dann schlitzen und dann erst aufleimen. Ich habe erst geschlitzt, dann aufgeleimt, dann gewölbt und dann eingelegt).

Die Presse ist aus einer alten Druckerei und komplett aus Guss. Habe ich mal durch Zufall bei ebay gesehen, war um die Ecke und ich habe sofort zugeschlagen. Wie ich das Oberteil alleine in den Kofferraum meines Golf II damals bekommen habe, wird mir für immer ein Rätsel bleiben...

Alles Gute!

Jonas

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Re: Hollow Scout

#9

Beitrag von Gelöschter Benutzer » 29.05.2020, 19:35

Janis hat geschrieben:
29.05.2020, 14:46
Sehr schön! Coole Gitarre, Werkstatt, Ausrüstung!
Ist das geriegelte Ebenholz-Griffbrett zufällig von einem netten eBay-Händler aus dem Rhein-Main Gebiet? (think)
Hallo Jan,

Danke Dir! Das Griffbrett ist von Maderas Barber, die haben da als "defective" deklarierte Griffbretter für 0,60€, da habe ich mal 100 bestellt und da ist eine Menge brauchbares Material dabei, anderes müsste man flicken, aber ich meine, bei dem Preis, das ist ja ein Witz und bevor es Feuerholz wird mache ich da lieber Griffbretter, Schlagbretter, Saitenhalter, Rahmen oder was mir sonst noch einfällt draus :-)

Alles Gute!

Jonas

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Re: Hollow Scout

#10

Beitrag von Gelöschter Benutzer » 29.05.2020, 19:39

penfield hat geschrieben:
29.05.2020, 15:51
Schöne Gitarre, das Top ist wirklich top ;)
Gratuliere auch zur Werkstatt.
Hallo Penfield,

Danke Dir! Das Top finde ich auch schick :-) Ich glaube, ich habe bei Kaguit so viele Tops bereits gekauft und gebunkert, der hält mich sicher für bekloppt :-)

Alles Gute!

Jonas

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Re: Hollow Scout

#11

Beitrag von kaguit » 29.05.2020, 21:09

neneeee....alles gut, weiter so ;-)

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Re: Hollow Scout

#12

Beitrag von Gelöschter Benutzer » 29.05.2020, 23:43

kaguit hat geschrieben:
29.05.2020, 21:09
neneeee....alles gut, weiter so ;-)
LOL, ja dann :-)

Alles Gute!

Jonas

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Re: Hollow Scout

#13

Beitrag von thoto » 30.05.2020, 10:44

Gefällt mir sehr gut,die Gitarre.
Auch von mir Herzliche Glückwünsche zum neuen Reich! So viel Platz ist natürlich ein Traum.

Hau rein!

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Re: Hollow Scout

#14

Beitrag von Gelöschter Benutzer » 30.05.2020, 23:56

thoto hat geschrieben:
30.05.2020, 10:44
Gefällt mir sehr gut,die Gitarre.
Auch von mir Herzliche Glückwünsche zum neuen Reich! So viel Platz ist natürlich ein Traum.

Hau rein!
Hallo Thoto,

Danke Dir! Ich hoffe, ich bekomme noch was hin diese WE, irgendwie ist mir etwas die zeit weggelaufen, aber 2 Hälse haben jetzt zumindest einen 12" Radius.

Alles Gute!

Jonas

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Re: Hollow Scout

#15

Beitrag von Gelöschter Benutzer » 31.05.2020, 15:35

Hallo zusammen,

Und es ging wieder ein bischen weiter.

Das letzte Griffbrett ist gewölbt und ein sich dabei auftretender Riss notdürftig versorgt, das muss ich mal im Auge behalten, sollte aber halten.
Ein weiteres Kopfplattenfurnier ist auch aufgeleimt.

Dann habe ich bei der etwas größeren der 3 Gitarren den Halwinkel eingefräst und ein wenig an der Wölbung herumgespielt, denn ich konnte es nicht erwarten mal mit der selbstgebastelten F-Loch Schablone und improvisiertem Pinrouter das F-Loch einzufräsen. Es hat funktioniert, ganz prächtig sogar, wenngleich man ein klein wenig die 2 Ecken nachfeilen muss, damit das auch wirklich hübsch aussieht.
Dumm nur, dass ich beim Aushöhlen nicht daran gedacht habe, den Boden komplett zu putzen, also die Zentrierspitzenlöcher von den Fornsterbohrern komplett wegzufräsen. Das sieht man jetzt durchs F-Loch. Ich hätte jetzt mit meinem längsten Fräser einfach mal den direkt sichtbaren Bereich durch das F-Loch plangefräst. Dann läuft der Schaft aber am F-Loch, das sollte Brandspuren geben, oder?
Vielleicht pinsele ich da auch einfach großflächig schwarz, das sieht man ja eh nur im Nahbereich....aber ein bischen ärgen tut es mich doch.

Anbei ein paar Bilder mit den gewölbten Decken, sind aber natürlich noch nicht fertig geschliffen und ein Body wartet noch auf den Halswinkel (weil ich mich nicht zwischen ABR und Signum entscheiden kann...).
Die Wölbungen bei den Ahorndecken sind sehr dezent, da hatte ich ja leider zu viel Material beim Abrichten wegnehmen müssen für eine richtig dramatische Wölbung und da ich den Rand diesmal für das Fakebinding gerne etwas höher stehen lassen will, mache ich da jetzt auch nix mehr dran. Gefällt mir auch ganz gut, dass das mal etwas dezenter ausfällt, bei den PRS bin ich im Laden auch immer erstaunt, wie wenig Wölbung die eigentlich haben.
Das Birnentop ist nicht so dramatisch mit einem Recurve ausgestattet, denn ich glaube, da will ich ein Checkerboard Binding drumherum machen. Da brauche ich aber noch schneeweißes Kunststoffbinding in bestenfalls 1cm Höhe, meine, auf ebay sowas schonmal gesehen zu haben.

Alles Gute!

Jonas
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Re: Hollow Scout

#16

Beitrag von Barbarossa » 02.06.2020, 15:46

Sehr schicke Projekte (clap3)

Und für den Raum ist dir mein Neid sicher ;)

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Re: Hollow Scout

#17

Beitrag von Gelöschter Benutzer » 06.06.2020, 21:37

Hallo zusammen,

Die letzten Tage gibt nicht viel, eigentlich wollte ich noch die letzten Kopfplattenfurniere bündig fräsen und dann das Binding an den Hälse anbringen, aber meine Oberfräse warf leider beim letzten Fräsvorgang an der Spaß Tele für zwischendurch leider ein paar Kugeln, also muß da erst was neues her.
Aus Langeweile habe ich Mal Schablonen für so das Projekt nach den Projekten gebaut😉
Und dann habe ich Mal über Inlays nachgedacht. Ich wollte ja schonmal was mit Leoparden Inlays machen und weil man das nicht kaufen kann, habe ich mich Mal selber dran gewagt. Da muss ich noch was dran feilen, aber ich war überrascht, wie gut das geht, ich denke, das werde ich Mal weiterverfolgen, hat Spaß gemacht.

Alles Gute!
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Das Projekt nach dem Projekt, ich bin bekloppt...
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Eine dritte Position fehlt noch, mir ist das Perlmutt ausgegangen
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