Gitarre 2: "Paulomaster"

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lullaby
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Gitarre 2: "Paulomaster"

#1

Beitrag von lullaby » 02.01.2019, 20:45

N'Abend,

nachdem der erste Eigenbau mit einer klassischen Strat echt gut geglückt ist, dürstet es mir nach mehr und nun soll es ein Design sein, was nicht Standard ist. Ich habe mich hier im Forum von "Dreizehnbass" inspirieren lassen, der bei der Planung seiner "13" mehrere Entwürfe präsentiert hat. Ich habe mit Inkscape etwas gespielt und was dabei raus gekommen ist, gefällt mir. Es erinnert ein bisschen an eine Jazzmaster und hat aber auch Einschläge einer Paula, daher "Paulomaster". :D

Hier die Daten:

Mensur: 24,75
Decke: Nussbaum
Body: Meranti (?)
Hals: (wahrscheinlich) Meranti und Nussbaum laminiert
Griffbrett: Pflaume
Elektronik: H-H mit Drehschalter wie bei PRS und 1T- und 1V-Poti
Hardware: Schwarz (Locking Mechaniken und stinknormale Hardtail-Bridge mit String-through-body
Die beiden 2 teiligen Blanks vor dem Zusägen. Das erste mal, dass ich was zweiteiliges verleimt habe, es hat aber gut funktioniert
Die Decke nach dem Zusägen.
Der Korpus nach dem Zusägen. Ich Esel habe ihn allerding falsch rum gesägt. Auf der Innenseite (dort wo die Decke aufgeleimt wird) ist der helle Streifen jetzt genau mittig, auf der Rückseite versetzt. Das ist mir natürlich erst nach dem Sägen aufgefallen. Naja, that's life. Gerade mal angefangen und schon den ersten Fehler reingehauen. Scheiße.
So sehen die beiden dann aus.
So und das ist meine Vorstellung bzw. meine Schablone.
Die weite dicke Linie soll anzeigen, wo die starke Wölbung hin soll, ich möchte quasi ab dieser Linie steil abfallen bis fast auf Höhe des Meranti-Korpus.

Worüber ich mir jetzt nicht im Klaren bin: Wie soll ich die Halsverbindung schaffen. Einen angescvhraubten Hals habe ich ja problemlos umgesetzt bekommen, von daher wäre mir was verleimtes lieber. Ich hatte überlegt, es wie bei PRS zu machen. Da ich keine TOM-Bridge habe, brauche ich auch keinen Winkel. Aber wie setzte ich das mit dem Halsfuß dann um Da ist ja der Hals an dieser Stelle auch dicker, oder?

Und wenn ich eine angewinkelte Kopfplatte umsetzen würde, muss ich "aus dem Vollen" arbeiten oder kann ich (wie man das oft sieht) einfach schräg ein Stück abschneiden und im richtigen Winkel anleimen? (ich hoffe ihr versteht was ich meine).

Ich bin über Rückmeldung gespannt!
Viele Grüße, Christian

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Re: Gitarre 2: "Paulomaster"

#2

Beitrag von Poldi » 03.01.2019, 05:46

Ich weiß leider nicht was du mit dem "Da ist ja der Hals an dieser Stelle auch dicker, oder?" meinst.
Das mit der Kopfplatte kannst du so machen, also im Winkel ein Stück absägen, gerade und parallel hobeln/schleifen und dann andersrum wieder anleimen.
Schau mal z.B.: hier: https://www.gitarrebassbau.de/viewtopic.php?f=64&t=7425
oder aber in fast jedem anderen Bericht hier.

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Re: Gitarre 2: "Paulomaster"

#3

Beitrag von lullaby » 03.01.2019, 09:54

Hallo Poldi,

danke für die Antwort und den Link.
Was ich im Prinzip meinte war der Halsfuß. Beim Schraubhals ansatz stößt dieser ja nicht auf den Body, sondern endet in der Halstasche. Bei Gibson bzw. Fender bzw. Akustikgitarren ist dieser ja viel breiter und sitzt am Body auf Stoß. Verstehst du was ich meine?
Ich bin mir nicht so sicher, wie ich dies umsetzen soll.

Ich muss doch im Prinzip ein recht dickes Werkstück haben, welches ich am Hals sehr stark ausdünnen muss, oder?

Oder bin ich da komplett auf dem Holzweg?

Grüße & Danke.

Christian

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Re: Gitarre 2: "Paulomaster"

#4

Beitrag von Bermann » 03.01.2019, 11:09

Nöö,
Du kannst am Anfang des Halses den Fuß aus einigen Klötzen des gleichen Materials zusammen leimen, das wird sehr oft bei akustischen Gitarren gemacht, weil man so weniger Verschnitt hat.

Gruß Hermann

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Re: Gitarre 2: "Paulomaster"

#5

Beitrag von lullaby » 11.01.2019, 20:24

Und weiter geht es... Die letzten Tage habe ich am Hals gearbeitet. Menarti und Nussbaum gesperrt, sieht ganz gut aus finde ich.
Den Winkel der Kopfplatte habe ich auch gleich beime rsten ANlauf hin bekommen. Es geht bestimmt besser, aber naja, es ist ja das erste Mal, dass ich das mache.

Was mich aber stört ist, dass man genau erkennt, wo der Übergang der beiden teile ist.
Kann ich da was gegen machen, dass es farblich dann passt?

Viele Grüße
Christian

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Re: Gitarre 2: "Paulomaster"

#6

Beitrag von thoto » 11.01.2019, 20:37

Ich finde die Kombination auch schön.
Zu deiner Frage, warum man die Übergänge sieht:
Zum einen liegt das wohl daran, dass durch die nach der Schäftung gedrehte Kopfplatte die Fasern gegenläufig sind und das Licht unterschiedlich gebrochen wird.
Zum anderen sieht die Leimfuge nicht 100%ig exakt aus, wodurch sie mehr auffällt.

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Re: Gitarre 2: "Paulomaster"

#7

Beitrag von lullaby » 11.01.2019, 21:18

Danke Thoto.

ja, die Leimfuge ist nicht 100% genau. Wenn ich die Kopfplatte aber aussäge, dann wird man diese stelle aber nicht mehr sehen... Gegen die egenläufige Faser und das anders gebrochene Licht kann ich aber nicht machen, oder?

Viele Grüße!

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Re: Gitarre 2: "Paulomaster"

#8

Beitrag von thoto » 11.01.2019, 21:36

lullaby hat geschrieben:
11.01.2019, 21:18
Danke Thoto.

ja, die Leimfuge ist nicht 100% genau. Wenn ich die Kopfplatte aber aussäge, dann wird man diese stelle aber nicht mehr sehen... Gegen die egenläufige Faser und das anders gebrochene Licht kann ich aber nicht machen, oder?

Viele Grüße!
Mir fällt jetzt nichts ein.
Ich würde es so lassen. Man wird es später ja sowieso nur auf der Halsrückseite sehen, oder bekommt deine Kopfplatte kein Furnier?

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Re: Gitarre 2: "Paulomaster"

#9

Beitrag von lullaby » 12.01.2019, 11:04

He,

eigentlich dachte ich, dass ich es ohne hin bekomme... Aber du hast recht, damit hat sich das dann eh erledigt!
Dankte für den Tipp!

Als nächstes werde ich mal sehen, wie ich den Hals einpasst bekomme.

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