Flying V nach '58er Vorbild

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Re: Flying V nach '58er Vorbild

#26

Beitrag von zappl » 14.07.2018, 01:59

Ich habe gerade mal die spezifische Masse vom Sipo ermittelt und komme auf 0.68 g/cm³. Ja, das ist nicht gerade wenig.

Anhand der Entwurfszeichnung (Inkscape) habe ich dann folgende Massen für die Hölzer (abzgl. E-Fach, PU-Fächer, usw.) ermittelt:

Body 2001 g
Hals 500 g

Die übrigen Teile abgewogen:

2x Humbucker 300 g
Mechaniken 148 g
Griffbrett 140 g
Trussrod 134 g
TOM 96 g
Tailpiece 87 g
Pickguard 56 g

+ ein Haufen Hühnerkacke (183 g) den ich hier mal nicht aufliste.

In Summe ergibt das nach aktuellem Planungsstand ein Endgewicht von ca. 3.6 kg.

:arrow: Solide, aber kein Grund zur Sorge. 8)
Gruß, Sebastian
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Re: Flying V nach '58er Vorbild

#27

Beitrag von zappl » 14.07.2018, 03:35

Parallel ging es auch an's Griffbrett. Dank der Standardmensur (24.75") durfte die Miter Box mal zum Einsatz kommen.
Dann das Griffbrett mit wenigen Zehnteln Überstand auf Maß gehobelt:
Setzen der Seitenmarkierungen. Damit alle Dots den gleichen Abstand zur Außenkante haben wurde ein Parallelanschlag improvisiert:
Nach dem Einkleben der Dots wurde beigeputzt und das Griffbrett dabei auf exaktes Maß gebracht. Palisanderspäne mit Dot-Inlay: :D
Anschließend wurden die Abalone-Dots in's Griffbrett eingesetzt. Beim Bündigschleifen haben sie etwas von ihrem ursprünglichen bläulichen Schimmer verloren. :? Weiß jemand woran das liegen könnte?
12" Griffbrettradius geschliffen:
Nach dem anschließenden Feinschliff konnte ich nicht widerstehen das Micro Mesh auszupacken und das Griffbrett bis zum 12000er Korn zu polieren. ;)
Gleich darauf gab's auch schon den ersten begeisterten Zuschauer:
Aber man muss sich nix vormachen, der Glanz hält nicht allzu lange an...

Zuletzt wurden noch die Bünde eingepresst. Diese wurden zuvor "getangnippt", sodass die Bundschlitze seitlich mit Schleifstaub und Sekundenkleber semi-unsichtbar verschlossen werden konnten:
Bund 2 und 12 wurden noch nicht eingepresst. In die Schlitze setze ich 2mm Bohrungen für eine Zahnstocher-Stiftelung, damit das Griffbrett später beim Aufleimen nicht verrutschen kann.

Mit dem Griffbrett wären nun alle Variablen zum Ausloten des Halswinkels bekannt. :)
Gruß, Sebastian
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Re: Flying V nach '58er Vorbild

#28

Beitrag von Yaman » 14.07.2018, 05:50

zappl hat geschrieben:
14.07.2018, 03:35
Anschließend wurden die Abalone-Dots in's Griffbrett eingesetzt. Beim Bündigschleifen haben sie etwas von ihrem ursprünglichen bläulichen Schimmer verloren. :? Weiß jemand woran das liegen könnte?
Vielleicht beim Schleifen zu warm geworden. Die Farben kommen durch eingelagertes Wasser zustande, ähnlich wie bei Opalen.

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Re: Flying V nach '58er Vorbild

#29

Beitrag von DoppelM » 14.07.2018, 08:18

Abalone wird auch zur Rückseite hin immer langweiliger, nur die obersten ein bis zwei zehntel mm sind wirklich bunt nach meinen Bastelerfahrungen mit den Rauten für die RBs. Man sollte also in der Tiefe so exakt wie möglich arbeiten
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Re: Flying V nach '58er Vorbild

#30

Beitrag von Yaman » 14.07.2018, 10:27

Wie dick ist das Griffbrett? Auf den Fotos sieht es sehr dick aus.

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Re: Flying V nach '58er Vorbild

#31

Beitrag von zappl » 14.07.2018, 21:48

Zu warm kann ich mir nicht wirklich vorstellen, so eilig hab ich's beim Schleifen normalerweise nicht. :D

Gefühlt habe ich den Eindruck, dass der bläuliche Schimmer gerade wieder etwas zurückkommt. Keine Ahnung ob das möglich ist. Gut möglich, dass ich mir das nur einbilde. ;) Hängt scheinbar auch stark vom Umgebungslicht ab.

Wie auch immer... schick und blingbling sind sie allemal. :)
Yaman hat geschrieben:
14.07.2018, 10:27
Wie dick ist das Griffbrett? Auf den Fotos sieht es sehr dick aus.
12" Radius und 6.2mm dick um genau zu sein. ;)
Gruß, Sebastian
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Re: Flying V nach '58er Vorbild

#32

Beitrag von zappl » 16.07.2018, 00:31

Heute um 17.00 Uhr ergab sich ein Zeitfenster in welchem ich mich in aller Ruhe dem Halswinkel zuwenden konnte. :lol:

Um die genaue Gradzahl habe ich mir dabei zunächst garkeine Gedanken gemacht. Der Neckblank selber bot ausreichend Platz um den Winkel gleich auf diesem zeichnerisch herzuleiten. Grober Materialabtrag dann zunächst mit der Bandsäge. Der Winkel wurde mit dem Hobel anschließend soweit vergrößert bis die Oberkante der Bundkronen mit der Oberkante der TOM Bridge (samt Unterlage zur "Höhensimulation") fluchteten. Wenn ich meinem Smartphone glauben darf führte das zu einem Halswinkel von 2.9°.
Eigenlob stinkt bekanntlich, aber es gab mir schon ein gutes Gefühl den Halsfuß rundherum plan, rechtwinklig bzw. im exakten Knickwinkel alleine mit dem Handhobel hergerichtet zu haben. Für die folgenden Schritte ist das eine gute Ausgangsbasis. 8)

Nach 90 Minuten und einer kurzen Verschnaufpause wurde die Aktion dann für beendet erklärt und abgepfiffen. :D
Gruß, Sebastian
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Re: Flying V nach '58er Vorbild

#33

Beitrag von DoppelM » 16.07.2018, 00:51

Whoa. Jetzt verstehe ich warum du die Bünde so früh eingesetzt hast.
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Re: Flying V nach '58er Vorbild

#34

Beitrag von zappl » 17.07.2018, 01:06

DoppelM hat geschrieben:
16.07.2018, 00:51
Whoa. Jetzt verstehe ich warum du die Bünde so früh eingesetzt hast.
Genau das war der Grund. :)

Zum Montagabend noch ein Paar Flügel, grob geformt und sauber gefügt. Fliegendes V, flieg!
Achja dieses ewige Kabelgewurschtel im Hintergrund und diese hässliche Matte nerven mich allmählich in unerträglichem Maße. Kann jemand für letzteres eine dezentere Alternative empfehlen?
Gruß, Sebastian
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Re: Flying V nach '58er Vorbild

#35

Beitrag von Yaman » 17.07.2018, 08:40

zappl hat geschrieben:
17.07.2018, 01:06
diese hässliche Matte nerven mich allmählich in unerträglichem Maße. Kann jemand für letzteres eine dezentere Alternative empfehlen?
Ich habe mich an meiner auch sowas von satt gesehen, dass ebenfalls ein Ersatz her musste. Ich habe eine in dezentem Hellgrau bei Woolworth für 6,99 Euro gefunden.

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Re: Flying V nach '58er Vorbild

#36

Beitrag von AsturHero » 17.07.2018, 10:30

..dabei sollen doch "ZEn"-Steine soooo beruhigend sein :D
lg Antonio

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Re: Flying V nach '58er Vorbild

#37

Beitrag von Docwaggon » 19.07.2018, 15:25

Yaman hat geschrieben:
17.07.2018, 08:40
Ich habe mich an meiner auch sowas von satt gesehen, dass ebenfalls ein Ersatz her musste.
ich kenne jemanden, der das sehr wohlwollend zur kenntnis nehmen wird ;)

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Re: Flying V nach '58er Vorbild

#38

Beitrag von zappl » 24.07.2018, 00:55

Dürfte mich wieder ein paar Haare gekostet haben. :lol:
Zwecks Handhabbarkeit möchte ich das Verleimen der Einzelteile noch möglichst lange hinauszögern. E-Fach, KP-Inlay, Halsprofil grob vorformen geht alles noch so.
Gruß, Sebastian
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Re: Flying V nach '58er Vorbild

#39

Beitrag von penfield » 24.07.2018, 12:40

(clap3) Sehr gute Arbeit.
Man sieht schon deutlich, das aus dem Vogerl etwas G´scheites wird...nämlich eine schöne Gitarre (dance a)
SGmaster, Peacemaster 3P90, Double neck fretless/fretted,
Quickbird, Basslownia, FrameBird, Violin Bass Bausatz.
Sollte an Les Paulownia arbeiten ...

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Re: Flying V nach '58er Vorbild

#40

Beitrag von Haddock » 24.07.2018, 13:05

Hallo Sebastian,

saubere Arbeit, wie immer bei Dir! Weiter so :D

Gruss
Urs

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Re: Flying V nach '58er Vorbild

#41

Beitrag von zappl » 31.07.2018, 01:45

Freue mich auf's Treffen zur weiteren Abstimmung der Gestaltung. Kurze Unterbrechung bis dahin. ;)

In der Zwischenzeit habe ich einfach mal mit der nächsten V begonnen. Es gibt schon ein paar Ideen dazu, ... aber alles zu seiner Zeit. (whistle)
Gruß, Sebastian
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Re: Flying V nach '58er Vorbild

#42

Beitrag von Poldi » 31.07.2018, 05:21

Eine Kleinserie, klasse.

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Re: Flying V nach '58er Vorbild

#43

Beitrag von Drifter » 31.07.2018, 06:50

Poldi hat geschrieben:
31.07.2018, 05:21
Eine Kleinserie, klasse.
Flying V, Mass-Production! Zumindest bei Gibson in den 50-ern! :D

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Re: Flying V nach '58er Vorbild

#44

Beitrag von bea » 31.07.2018, 11:21

Bei den alten Vs habe ich immer ein wenig Problem mit der Kopfplatte. Die passt von den Proportionen, die Gibson meistens gewählt hatte, eigentlich nicht so recht zum Korpus. Ausgenommen die Vs ab Mitte der 70er bis in die 80er hinein. Auch die weniger kantigen Halsübergänge finde ich ansprechender - spieltechnisch sind die übrigens eigentlich nicht notwendig.
LG

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Re: Flying V nach '58er Vorbild

#45

Beitrag von zappl » 31.07.2018, 16:12

Empfinde ich jetzt nicht so mit der Proportion der Kopfplatte, im Gegenteil kommen mir die "neueren" etwas zu klobig vor. Kann aber auch reine Gewohnheit sein. Der Spielraum für eine eigene KP-Form ist ja wegen der bestimmenden Bodyform leider auch eher eingeschränkt.

Überraschend finde ich wie ausgewogen die V in der klassischen Spielhaltung anliegt (Oberschenkel zwischen den beiden V'Schenkeln). Weder kopf- noch korpuslastig, alle Lagen lassen sich problemlos erreichen, der obere V-Schenkel stört im Prinzip überhaupt nicht. Hingegen ist die normale Spielposition (unterer V-Schenkel auf Oberschenkel) ein No-Go, kaum zu halten. Dafür war dann auch der Anti-Rutsch-Gummi an der unteren Zarge gedacht.
Gruß, Sebastian
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Re: Flying V nach '58er Vorbild

#46

Beitrag von bea » 31.07.2018, 19:24

zappl hat geschrieben:
31.07.2018, 16:12
Überraschend finde ich wie ausgewogen die V in der klassischen Spielhaltung anliegt (Oberschenkel zwischen den beiden V'Schenkeln).
Und mit Fußschemel. Ist bei der V wichtiger als bei einer Konzertgitarre.
LG

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Re: Flying V nach '58er Vorbild

#47

Beitrag von zappl » 12.08.2018, 00:36

Nach etwas Bedenkzeit wurde sich für das klassische Design MIT Pickguard und PU-Rahmen entschieden. Nun gut, das macht's bautechnisch etwas weniger aufwändig. ;)

Heute ging es also weiter. Beide Korpushälften und der Hals haben in der sonderangefertigten Flying-V-Verleimfalle ein lebenslanges Bündnis geschlossen. :D Ohne dieses "Jig" wären die beiden bereits geformten Korpusteile nicht ohne ein Verrutschen zusammenzubringen gewesen.
Nummer 2 wurde noch auf Dicke gefräst (-5mm).
Anschließend wurden die E-Fächer und PU-Taschen gefräst.

Danach war erstmal ausgiebiges "Staubwischen", besser gesagt "Werkbank freilegen", angesagt. :roll: ;)
Die Humbuckerschablone, funktioniert definitiv besser als sie aussieht:
Mit eingesetztem Insert werden zunächst die Vertiefungen für die Höheneinstellschrauben gefräst. Anschließend wird das Insert herausgenommen und der mittlere Bereich für den eigentlichen Humbucker gefräst. Der Bereich kommt natürlich mit geringerer Frästiefe aus. Dank der zweiteiligen Schablone muss hier nicht unnötig viel Material entfernt werden. Siehe http://www.projectguitar.com/tutorials/ ... -ring-r73/
Gruß, Sebastian
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Re: Flying V nach '58er Vorbild

#48

Beitrag von Drifter » 12.08.2018, 07:02

Die wird geil...

Löst jetzt schon den Habenwolleneffekt aus!

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Re: Flying V nach '58er Vorbild

#49

Beitrag von zappl » 15.08.2018, 01:16

Es fehlten noch die Fächer für die Klinkenbuchsen, sprich jeweils eine Bohrung im Durchmesser 22-26mm von etwa 25mm Tiefe. Der passende Forstnerbohrer war ärgerlicherweise nicht greifbar. Not macht erfinderisch: Dann werden die Bohrungen eben gefräst! :roll: :D

Die Frässchablone: Stufenbohrer in MDF (beidseitig)
- Voilà:
Was ich sagen will: Unser Freund der Stufenbohrer kann ein nützlicher Helfer sein (und kostet nicht die Welt)! :idea:

Griffbrett aufleimen. Zunächst die Bereiche auf denen kein Leim laden soll sauber abgeklebt:
Das Griffbrett wurde durch zwei Holzpiekser in Position gehalten, siehe Mitte links oben: :D
Als Pressbeilage diente eine mit Kork beklebte Leiste. Die Leimfläche des Griffbretts wurde mit einer leichten Hohlekehle versehen. Die Presskraft wirkt dabei zunächst mittig auf's Griffbrett, wodurch die Hohlkehle plan zum Hals gepresst wird. Ich bilde mir ein, dass das eine saubere(re) Leimnaht gibt.

Anschließend wurde der Halsüberstand bündig zum Griffbrett geformt und die noch fehlenden zwei Bünde eingepresst und angepasst.
Gruß, Sebastian
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Re: Flying V nach '58er Vorbild

#50

Beitrag von zappl » 15.08.2018, 01:42

Nochmal zum Holzgewicht... Die ursprüngliche Abschätzung:
zappl hat geschrieben:
14.07.2018, 01:59
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Anhand der Entwurfszeichnung (Inkscape) habe ich dann folgende Massen für die Hölzer (abzgl. E-Fach, PU-Fächer, usw.) ermittelt:

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Griffbrett 140 g
Trussrod 134 g
In Summe 2.775 Gramm.

Nun die Gitarre auf der Waage:
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