Erste Gitarre, erste Les Paul

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Re: Erste Gitarre, erste Les Paul

#51

Beitrag von Rallinger » 18.04.2018, 08:58

Zupfdi hat geschrieben:
17.04.2018, 22:16
AsturHero hat geschrieben:
17.04.2018, 18:30
jetzte mal ganz blöde gefragt:
warum nicht einfach, nachdem das Top verleimt ist, einfach von Richtung E-Fach zum gebohrtem Loch des rechten Stoptail-Einschlagmutter ein dünnes Loch bohren?? das sind ja keine 2-3 cm Kanallänge bis zur EInschlagmutter?!?
Aber dann müsste ich ja entweder, die Bohrung der Klinke nutzen oder ich muss ein Loch durch meine Aussenseite bohren. Weil den Bohrer müsste ich ja sehr schräg halten, damit ich in der Tasche bohren kann, weil es hängt ja die Bohrmaschine noch hinten dran.
Ich müsste dann halt genau den richtigen Winkel treffen, nicht dass ich mit meiner Bohrung zu tief unter der Einschlaghülse bin oder aber vorher schon durchs Top bohre.
So wie Antonio es sagt wurde wahrscheinlich jede Gitarre hier im Forum gebaut bis auf die von Docwaggon. Wobei ich immer von der Bridge zum E-Fach gebohrt habe, aber das ist ja egal. Die Methode von Docwaggon ist halt fancy, aber da er eine Brücke verwendet, die mit mehreren Holzschrauben verankert ist, sind die Voraussetzungen andere. Bei einer Verbindung zwischen einem starren Kupferblech und einer Einschlaghülse wird es halt - eine entsprechend große Kontaktfläche vorausgesetzt - niemals Probleme mit der Erdung geben. Das ist auf eine Weise bombensicher, wie es ein dünnes, gequetschtes Käbelchen niemals sein kann (aber natürlich auch nicht muss).

Docwaggons Methode würde ich persönlich niemals wählen wenn ich die Gitarre mit der Hand fräse. Durchbohren und fertig macht viel weniger Aufwand. Aber diese Gitarre hier soll mit der CNC gefräst werden, da ist der zusätzliche Aufwand fast schon zu vernachlässigen (okay, man muss das Blech passend zuschneiden, aber ...). Also warum nicht andere Wege gehen?

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Re: Erste Gitarre, erste Les Paul

#52

Beitrag von Zupfdi » 22.07.2018, 21:57

Sodalla, jetzt gibts mal wieder ein Update.
Vor glaube 1,5 Monaten trafen sich zwei angehende Maschbauer in der Werkstatt und der Bodie sowie Deckplatte wurden ausm Holz geschnitzt... äh gefräst.
1. Werkzeugpfade kontrollieren
2. Halterung bohren
3. Vollgas
Dann kommt die Deckplatte unters Messer
Und der Kugelfräser wölbt die Wampe
Ich hatte noch ein Stück Fehlerhafte Erle über, dass als Versuchskarnickel für den Mahagonie Bodie gedient hat, und für die Deckplatte hatte ich als Test einfach vom Baumarkt eine Fichtenplatte genommen.
So schauen dann die beiden Versuchsproben aus, wenn sie aus der CNC landen:
Allerdings muss ich die Erle nochmal genau unter die Lupe nehmen, denn ich glaube das Astloch befindet sich im Ausschuss-Material. Wenns gut ausschaut ist der Bodie für die zweite LP schon im Lager.

Heute hats dann in München aus allen Kübeln gegossen und der Student hat seine Prüfungen rum, sprich Semesterferien, also gings ans Schleifen, denn der Kugelfräser hinterlässt seine Spuren
Dass hat dann erstmal den Nachmittag gekostet die Rillen grob raus zu bekommen, aber da muss ich die Woche nochmal ran. Da merkt man mal wie hart Ahorn ist..
lg Felix

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Re: Erste Gitarre, erste Les Paul

#53

Beitrag von Rallinger » 23.07.2018, 07:47

Schaut super aus! Ist zwar jetzt schon rum ums Eck, aber fürs nächste Mal: du kannst dir viel Arbeit sparen, wenn du die Frässtufen erstmal mit einer Ziehklinge bearbeitest und erst danach schleifst. So eine Ziehklinge hat einen ganz anderen Abtrag, auch bei Ahorn. Macht auch weniger Lärm und Staub.

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Re: Erste Gitarre, erste Les Paul

#54

Beitrag von Poldi » 23.07.2018, 09:08

Das sieht echt klasse aus.

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Re: Erste Gitarre, erste Les Paul

#55

Beitrag von Zupfdi » 23.07.2018, 11:23

Vielen Dank euch beiden.
Laut war es leider nicht. Ich durfte von Hand schmiergeln. Ändert sich aber die Woche noch, da kommt n Deltaschleifer her.
Ansonsten spart man sich die Muckibude
lg Felix

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Re: Erste Gitarre, erste Les Paul

#56

Beitrag von Yaman » 23.07.2018, 11:43

Rallinger hat geschrieben:
18.04.2018, 08:58
So wie Antonio es sagt wurde wahrscheinlich jede Gitarre hier im Forum gebaut bis auf die von Docwaggon.
Ich bin auch noch ein Bohrverweigerer und Metall-unter-der-Brücke-Installierer :). Das hatte bei meiner Bärbel allerdings den Grund, dass die Saitenreiter nicht leitend sind.

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Re: Erste Gitarre, erste Les Paul

#57

Beitrag von Jenser » 23.07.2018, 18:01

Jau sehr geil :D
Grüßle Jens


Dumm ist der, der dummes tut...

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Re: Erste Gitarre, erste Les Paul

#58

Beitrag von MattB90 » 23.07.2018, 22:21

Ein münchner Maschinenbauer mit vorheriger Ausbildung, hört sich nach Hochschule FK03 an? :D Oder doch TUM?

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Re: Erste Gitarre, erste Les Paul

#59

Beitrag von Zupfdi » 23.07.2018, 23:25

MattB90 hat geschrieben:
23.07.2018, 22:21
Ein münchner Maschinenbauer mit vorheriger Ausbildung, hört sich nach Hochschule FK03 an? :D Oder doch TUM?
Da haste doppelt ins Schwarze getroffen. War erst an der TUM, aber der Laden war für mich nach 7 Semestern doch zu sehr über der machbaren Leistungsgrenze. Deswegen der Wechsel an die Hochschule. War aber eine sehr gute Entscheidung.
lg Felix

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Re: Erste Gitarre, erste Les Paul

#60

Beitrag von MattB90 » 24.07.2018, 01:30

Dann kann man sich ja mal zu nem technischen Kaffee (in meinem Fall Kaba) treffen, da bin ich nämlich auch (aber nicht mehr als Student) :D

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Re: Erste Gitarre, erste Les Paul

#61

Beitrag von Zupfdi » 25.07.2018, 21:06

Sodalla, morgen gehts wieder ans Schleifen und schon spukt mir die nächste Möglichkeit durch den Kopf obwohl ich noch nichtmal den Hals gefertigt habe.
Es geht um meinen Probe-Bodie aus Erle
Man sieht genau den Kern der sich fast genau mittig durch den Bodie zieht. Und da spaltet sich auch schon das Holz. Aber find es irgendwie einfach zu schade um das Stück nicht zu nutzen.
Meine Idee. Ich ziehe die Mittelachse und säge symmetrisch den Kern raus. Dann kaufe ich ein anderes Holz, hab grade Black Limba im Auge, spax das auf die CNC und fräse die gleiche Kontur die durch den Sägeschnitt wegfällt. Dann klebe ich die drei Teile zusammen und konnte wenigstens ein bisschen die Erle nutzen.

Eure Meinung?
lg Felix

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Re: Erste Gitarre, erste Les Paul

#62

Beitrag von Rallinger » 28.07.2018, 08:08

Ich glaub nicht dass das eine gute Idee ist. Nachdem du die Außenkontur schon gefräst hast, wirst du Probleme bekommen, beim Verleimen genügend Druck aufzubauen. Die Zwingen ganz außen anzusetzen bringt dir ja nix, weil der Druck dann nicht gleichmäßig an der Leimnaht ankommt.

Aber warum nicht aus der Not eine Tugend machen? Misch einfach Epoxy mit kontrastfarbigen Pigmenten und kleistere die Risse damit zu. Das schaut sehr cool aus (wenn man es mag).

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Re: Erste Gitarre, erste Les Paul

#63

Beitrag von Zupfdi » 28.07.2018, 08:46

Rallinger hat geschrieben:
28.07.2018, 08:08
Nachdem du die Außenkontur schon gefräst hast, wirst du Probleme bekommen, beim Verleimen genügend Druck aufzubauen.
Ich hab ja noch die Kiste, in der die Gitarre steckt, also das Rohmaterial außen. Kann ich die Negativform nicht zum anpressen verwenden und es kommt genug Druck beim Leim an?

Zuspachteln könnte ich natürich auch, aber ich hab mir so nen Skunk-Bodie in den Kopf gesetzt ;)
lg Felix

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Re: Erste Gitarre, erste Les Paul

#64

Beitrag von Rallinger » 28.07.2018, 08:54

Probieren geht über studieren. Aber ich hab da meine Zweifel. Wenn du die Kontur mit der Bandsäge ausgeschnitten hättest würde das wohl problemlos so gehen. Aber du hast da einen Fräskanal mit mindestens 6mm Breite. D.h. die Außenform wird nur punktuell aufliegen.

Ich mein du hast einen fertig gefrästen Body mit einem Schönheitsfehler. Wenn es mit dem Verleimen nicht klappt kannst du ihn in die Tonne hauen und das neu gekaufte Holz gleich dazu. Ich würde es nicht machen.

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Re: Erste Gitarre, erste Les Paul

#65

Beitrag von Zupfdi » 28.07.2018, 09:02

Die Kontur mit der Bandsäge aussägen ist kein Problem.
Aber dass es evtl auf die Mülltonne hinaus läuft, wäre dann schade.
lg Felix

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Re: Erste Gitarre, erste Les Paul

#66

Beitrag von zappl » 28.07.2018, 21:46

Rein theoretisch sollte dein Plan funktionieren. Ich stelle es mir nur schwierig vor die Leimflächen der drei Teile sauber abzurichten mit den bereits gefrästen Fächern darin. Kann gut gehen, muss aber nicht. Ich würde für den Versuch auch nicht gerade das beste Stück Holz hernehmen.
Gruß, Sebastian
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Re: Erste Gitarre, erste Les Paul

#67

Beitrag von raumneun » 28.07.2018, 23:22

So einen ähnlichen Fall hatte ich auch schonmal, dass ich eine schon gefräste Body Kontur nochmal zwingen musste. Du kannst auf der cnc ja einfach aus irgendeinem Holz zwei Halbschalen mit der Negativkontur deines Bodies bauen und als Zulage verwenden. Geht tadellos. Ich würde jetzt das Mittelstück rausfräsen (mit einem Schlichtgang in voller Höhe mit einem möglichst Dicken Fräser und moderatem Vorschub, so etwa 700 mm/min) und das einzupassende Stück in einer Aufspannung an beiden Seiten ebenso in voller Zustellung und mit Schlichtgang fräsen. Die Oberfläche wird damit verleimfertig und eventuelle Ungenauigkeiten in den Winkeln der Spindelachse kompensieren sich.
Noch ein Tipp: das einzupassende Stück sollte beidseitig abgerichtet/überfräst sein, aber etwas dicker als der jetzige Body. Dann drehst du das beim verleimen auf den Kopf, spannst es zusätzlich auf eine ebene Fläche (mit Backpapier dazwischen) und fräst das Übermaß auf der Rückseite weg. Ich hoffe, ich habe mich verständlich ausgedrückt :)

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Re: Erste Gitarre, erste Les Paul

#68

Beitrag von Zupfdi » 29.07.2018, 17:10

Vielen Dank für die Idee.
Ich überleg mal noch wie ich den verwerten kann. Ansonsten werde ich den Bodie erstmal bei Seite legen und meine Skunk Idee bei einer Tele verwirklichen.
lg Felix

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Re: Erste Gitarre, erste Les Paul

#69

Beitrag von Zupfdi » 02.08.2018, 12:48

Sodalla, gestern wurde trotz extremer Hitze weiter an der Deckplatte geschliffen. Vielmehr mit der Ziehklinge gearbeitet. Das funktioniert ja wunderbar damit. Eigentlich wollte ich gestern damit fertig werden, aber lieber ordentlich arbeiten und dafür paar Stunden mehr schleifen als zu hudeln.
Ich bestell grade für die nächsten Arbeitsschritte. Da wollte ich euch mal fragen, nehmt ihr für das Binding, sowie Dots und Inlays auch den Tidebond her, oder benutzt ihr da einen anderen Leim?
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Re: Erste Gitarre, erste Les Paul

#70

Beitrag von filzkopf » 02.08.2018, 12:54

Was für Binding verwendest du denn?
Für Holzbinding verwende ich Titebond. ABS Binding klebe ich mit Aceton.
und Inlays entweder mit Epoxi & Schleifstaub (falls kleine Lücken gefüllt werden müssen) oder Sekundenkleber (für Dots) :)
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Re: Erste Gitarre, erste Les Paul

#71

Beitrag von Zupfdi » 02.08.2018, 13:28

Also Bindings und Dots sind aus ABS und die Inlays aus Riegel Ahorn. Nehme dafür eine Kopfplatte her und säge mir die Inlays aus. Das gibt glaube ich zu dem Palisander Griffbrett einen schönen Kontrast.
Und Aceton ist dann ein Kleber? Ich kenne das nur aus der Arbeit früher, aber damit hat sich fast alles aufgelöst. Also eher ne starke Säure. Grade bei Kleberesten
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Re: Erste Gitarre, erste Les Paul

#72

Beitrag von filzkopf » 02.08.2018, 14:05

Also das Lösungsmittel für ABS Bindings ist Aceton, darum kann man damit auch das Binding leicht anlösen und dadurch ans Holzkleben. Du streichst am besten das Binding und den gefrästen Kanal damit ein, und drückst es dann kurz an, vor du es mit Klebeband fixierst! Das angenehme ist, das sich kleine Unsauberkeiten beim Einkleben mit einem Gemisch aus Binding und Aceton fast unsichtbar füllen lassen.
Du kannst das Binding auch mit Sekundenkleber kleben, in meinen Augen aber eine größere Sauerei als Aceton. Oder ich konnte mit dem Sekundenkleber bisher nicht richtig umgehen ;)

Ja Riegelahorn Inlays im Palisandergriffbrett ist sicher sehr schick! Kannst du sowohl mit Titebond als auch mit Sekundenkleber einkleben.
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Re: Erste Gitarre, erste Les Paul

#73

Beitrag von zappl » 02.08.2018, 14:07

Das Aceton löst das ABS Binding an welches sich dann beim Andrücken am Bindingkanal "festkrallt". Nach kurzer Zeit ist das Aceton wieder verflüchtigt und das ABS härtet wieder.

...Simon war schneller.... und ausführlicher. :D
Gruß, Sebastian
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Re: Erste Gitarre, erste Les Paul

#74

Beitrag von Zupfdi » 02.08.2018, 14:35

Danke euch beiden :)
Ja dann muss so ne Pulle Aceton noch her. Langen da Einweghandschuhe oder hat jemand von euch schon bleiben Hautschäden von Aceton?
Ich weiß nur von früher dass die Haut ziemlich weiß wird und wenn der Chef einen ohne dicke Handschuhe gesehen hab gab's immer sehr großen Anschiss. Aber bestimmt zurecht
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Re: Erste Gitarre, erste Les Paul

#75

Beitrag von filzkopf » 02.08.2018, 14:55

Also ich habe als Biochemiker fast täglich mit Aceton zu tun, ich trage dabei keine Handschuhe..... Aceton entfettet die Haut aus, also danach eine Hautcreme und es sollte schon passen! Nitril oder Latex Handschuhe bringen hier nichts, du bräuchtest Handschuhe aus Neopren oder Butylkautschuk....
Achja, wenn du mit einer offenen Acetonflasche arbeitest rauche bitte nicht in der Nähe, und mache es am besten in einem gut gelüftetem Raum!

Du tauchst deine Finger ja nicht direkt hinein, und wenn es hin und wieder auf die Haut kommt ist es nicht weiter gefährlich!
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