LP Take 2

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Aranox
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LP Take 2

#1

Beitrag von Aranox » 04.05.2017, 16:53

Habe ja schonmal vor geraumer Zeit mit einer Les Paul anfangen wollen, jetzt ist es soweit. Da meine erste Gitarre jetzt soweit fertig ist will ich mich wieder meinem eigentlich ersten Projekt widmen.
Es wird eine Les Paul aus einem 3 teilligen Mahagoni Body, einem Mahagoni Hals , einem bookmatched Ahorn Top und einem Palisander Griffbrett.
Das Holz habe ich von Kaguit aus dem Forum (auch auf Ebay zu finden)
Ich werde (nochmal) einen Satz p90 selbst wickeln.
Der Plan sieht so aus dass sie ein Echtholzbinding bekommt ((Ich hasse ABS und co)Cremefarbenes Binding ist das allerschlimste (igitt) )
wenn möglich aus Ebenholz oder was anderem Dunklen (habe ich jedoch noch nie gemacht).
Hardware ist: (alles in Nickel) Kluson Mechaniken ein Duesenberg Stoptail und ne Gibson Bridge (ist es Standart, dass die keine Kerben für die Saiten hat??) -> alles aus dem Musicstore.
Mir fehlt noch: ein Radienschleifklotz 12" für das Griffbrett, Abalone oder ähnliches für das Inlay (Ja es wird nur eins) und Bindingmaterial aber bin mir da noch net so ganz sicher.

Erste Frage: Hals aussägen und dann nochmal abrichten?? wie lange liegen lassen zwischen dem Aussägen und Abrichten?? (der Halskantel hat jetzt 85mmx60mm.)
Das Griffbrett (6mm) hat sich nochmal etwas nach unten/oben gewölbt, es lässt sich aber mit leichtem Druck begradigen. kann ich das einfach aufleimen?? Die Dicktenhobel/Abrichte würde es ja sowiso nicht gerade bekommen oder??
Wie leime ich am Besten einen Top zusammen (Die Beiden Teile haben sich auch noch etwas gewölbt und ich habe keine gute Abrichte. Wäre eine Stoßlade da richtig?)
Das Holz wurde trocken und bei gleichbleibender Raumtemperatur gelagert, und liegt jetzt auch schon 1-2 Wochen in der Werkstatt.

Vielen Dank für eure Hilfe!!
Grüße Jonas

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Re: LP Take 2

#2

Beitrag von MiLe » 04.05.2017, 17:17

Hi,

ich würde auf jeden Fall erst sägen und dann abrichten.
Meine Wanluss hatte nach größeren Bearbeitungsschritten mindestens 24 Stunden heftig gezappelt bevor sie Ruhe gegeben hat. UNd die lag vorher auch einige Wochen im gleichmäßig warmen/feuchten Raum. Ich weiss aber nicht, ob sich das auf andere Hölzer/Dimensionen übertragen lässt (think)
Liebe Grüße,
Michael

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Re: LP Take 2

#3

Beitrag von hatta » 04.05.2017, 17:39

Schön... eine lp :)

Ja, die bridges sind von werk aus nicht vorgekerbt. Das hat mir schonmal das leben gerettet, da ich das string spacing an nen filtertron anpassen musste und zudem die bridge nicht 100% mittig platziert hatte.

Ich lasse das holz nach dem sägen ein bis 2 tage liegen.
Die aktuellen hälse haben nach dem sägen allerdings kein lebenszeichen gegeben... die liegen seit ca 10 wochen rum.
Gruß
Harald

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Re: LP Take 2

#4

Beitrag von Poldi » 05.05.2017, 05:52

Endlich mal wieder eine Paula.
Bei mir liegen die Hälse nach dem aussägen auch nicht lange rum.
Ich denke das das die Spannungen vom Holz sind die nach dem sägen einer so dicken Kantel da frei werden.
Also aussägen, etwas ruhen lassen und dann neu abrichten.
Beim GB hätte ich keine Bedenken das so aufzuleimen.
Auch beim Top, wenn es sich um wenige mm handelt, wäre ich da auch ziemlich schmerzfrei.

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Re: LP Take 2

#5

Beitrag von Aranox » 05.05.2017, 17:59

Danke für eure Hilfe!!
Bin mir noch nicht sicher ob ich einen traditionellen Neckjoint oder einen wie z.B im 24 Stunden Thread machen soll? Der traditionelle versteckt halt die Klebestellen...ist aber schwieriger... was denkt ihr?
Grüße Jonas

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Re: LP Take 2

#6

Beitrag von filzkopf » 07.05.2017, 19:08

Bei der Halstasche, welche wir bei der 24h Paula gefräst haben, musst du halt den Halswinkel am Halsfuß ausarbeiten, nicht in der Halstasche, da sonst der Abstand zwischen Halstasche und Boden der Gitarre variieren würde, was nicht gut aussieht... (hoffe ich hab mich halbwegs klar ausgedrückt); ich würde den Halsfuß jederzeit wieder so bauen, man sieht halt mehr vom Halsholz am unteren Cutaway, wenn einem hier die klassische Paula Variante besser gefällt kann ich das durchaus nachvollziehen :)
mfG Simon

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