Headless woodless Vollcarbon (Carbonita)

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MiLe
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Re: Headless woodless Vollcarbon (Carbonita)

#476

Beitrag von MiLe » 18.05.2017, 18:17

Danke - ich denke, es wird... ;)

Eine Frage zu den E-Fach-Deckeln:

Das Material ist ca. 1,5 -2 mm Carbon, darunter befindet sich Iso-Schaum. Wie würdet Ihr die Deckel ausschneiden, um auf ein möglichst geringes Spaltmaß zu kommen? Die Deckel sollen am Ende magnetisch gehalten werden.

Ein Laubsägeblatt, handgeführt zwischen den Fingern wäre recht schmal aber da misstraue ich mir, dass ich zwischendrin nicht leicht auswandere. Das könnte man zwar verschleifen, aber dann ist nix mehr mit schmalem Spalt.

Meine dünnsten Fräser für den Dremel haben 0,8 mm - auch nicht eben wenig.
Doch besser versuchen, in zig Durchgängen mit dem Cutter zu ritzen/schneiden? (think)
Liebe Grüße,
Michael

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Re: Headless woodless Vollcarbon (Carbonita)

#477

Beitrag von thoto » 18.05.2017, 19:50

Ich würde dir trotzdem zur Laubsäge raten. Nimm aber kein rundes Blatt. Und beim Sägen nicht zu doll nach vorne drücken oder zu hektisch sägen, dann sollte auch nichts auswandern. Du kannst ja vorher an einem Rest mal üben, einen Kreis auszusägen.
Tschacka, du schaffst das!
Thoto
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Re: Headless woodless Vollcarbon (Carbonita)

#478

Beitrag von Jackhammer » 18.05.2017, 20:44

Ich denke auch, mir einem #3 Blatt für Laubsäge sollte es machbar sein. Habe aber gehört, dass bei CFK man für jede 100mm Schnittlänge einen neuen Blatt braucht...
Viele Grüße
Yuriy

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Re: Headless woodless Vollcarbon (Carbonita)

#479

Beitrag von zappl » 18.05.2017, 21:04

Hey, die Ahorndecke kommt richtig gut!!

Zum Deckel: Ich zeichne mit der Falzschablone den Deckel auf dem Material an, säge grob aus und feile bis zur angezeichneten Linie. Den Rest schleife ich Stück für Stück bei bis der Deckel passt. Gefühlt halte ich den Deckel dabei etwa 100 mal an bis alles passt. ;) Zum Schleifen benutze ich einen mit Schleifpapier beklebtem Vierkant. Um einen rechten Winkel der Außenseiten zu erreichen geschieht die Schleiferei in der Hobellade (ersetze Hobel durch Schleifklotz). Mit etwas Geduld ist so sogar ein "saugendes Spaltmaß" zu erreichen, was natürlich keinen Sinn macht. ;) Falls noch lackiert wird (?) rechne dafür das Spaltmaß ein.
Gruß, Sebastian
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Re: Headless woodless Vollcarbon (Carbonita)

#480

Beitrag von MiLe » 18.05.2017, 21:16

Na, ich hab' ja noch genug Zeit, das zu üben und zu testen. :roll:

Nach dem Mittelschliff fiel dann auf, dass im UD-Carbon doch einige Poren sind, die bis auf's Gewebe runtergehen. :? Wenn ich versuche, das alles wegzuschleifen, kann ich quasi wieder von vorne anfangen. :oops:

Also hab' ich jetzt erst mal den gesamten Korpus mit Epox als Filler beschichtet. Danach kommt ein Feinschliff und danach das Ganze wahrscheinlich noch ein zweites Mal.
Stellenweise bin ich auch schon wieder bis auf's Gewebe durch. Aber eigentlich (hier spricht die Faulheit :D ) sieht dieser Mix aus überwiegend UD und an einigen Stellen durchscheinendes Gewebe sehr reizvoll aus, das werde ich also so lassen und nicht noch eine UD-Tapete drüberlegen.

Am Ende wird die ganze Gitarre ja auch noch mit einer hauchdünnen Schicht aus seidenmattem 2K-Lack überzogen. Da bei seidenmatt nichts mit schleifen und polieren von Staub etc. geht, werde ich dazu einen Lackierer meines Vertrauens beauftragen. Also das Einzige am Projekt, was ich nicht selbst mache - OK - Saiten, Potis und Megaswitch mal ausgenommen ;)
Liebe Grüße,
Michael

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Re: Headless woodless Vollcarbon (Carbonita)

#481

Beitrag von MiLe » 18.05.2017, 21:20

Hi Zappl, Danke :)

Deine Methode funktioniert aber nicht, wenn ich den Deckel aus dem bestehenden Korpus rausschneiden will? ;)
Innen ist ja nur Schaum, ich müsste also "nur" ie 2 mm Carbon mit ganz schmalem Spalt und sehr sauber herausschneiden.

Das will ich zuerst versuchen, aber da es keine durchgehende Maserung gibt, behalte ich Deine Vorgehensweise als Plan B im Kopf. Dann müsste ich zwar nochmal eine Platte laminieren, aber darauf kommt's jetzt auch nicht mehr an :?
Liebe Grüße,
Michael

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Re: Headless woodless Vollcarbon (Carbonita)

#482

Beitrag von zappl » 18.05.2017, 23:28

Ach sorry, das habe ich holzköpfig überlesen. Das erhöht den Schwierigkeitsgrad natürlich enorm. Der Urs macht das ja immer wieder auf beeindruckende, mir nicht nachvollziehbare, Art und Weise vor. ;)
Gruß, Sebastian
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Re: Headless woodless Vollcarbon (Carbonita)

#483

Beitrag von kehrdesign » 19.05.2017, 00:23

Mit 'nem Laubsägeblatt, fürchte ich, wird A) der Schnittspalt doch schon recht breit werden und B) musst Du ja erstmal 'n Loch hinein bekommen, durch welches das Sägeblatt passen muss: ev. 'ne 0,6er Bohrung und mit 'nem hauchdünnen (runden) Sägeblatt vorarbeiten und Platz schaffen für ein breiteres Sägeblatt mit besserer Richtungsführung.

Der Frank Hartung (http://hartung-guitars.com) macht sowas übrigens mit 'nem hauchdünnen Fräser auf der CNC.
Um etwas zu verhindern finden sich immer Gründe, um etwas zu erreichen finden sich Lösungen.
______________________
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Re: Headless woodless Vollcarbon (Carbonita)

#484

Beitrag von Poldi » 19.05.2017, 05:24

Klasse, genau so und nicht anders (dance a)

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Re: Headless woodless Vollcarbon (Carbonita)

#485

Beitrag von Haddock » 19.05.2017, 09:00

Hallo,

schaut super aus, die Kombi Karbon und Ahorn!

Gruss
Urs

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Re: Headless woodless Vollcarbon (Carbonita)

#486

Beitrag von MiLe » 19.05.2017, 22:27

Danke Micha und Urs :)

Nach dem Feinschliff der ganzen Epox-Beschichtung von gestern hat sich herausgestellt, dass nur noch eine überschaubare Anzahl von Luftblasen und Löchern zu verarzten ist. Das geht lokal/ambulant, da muss ich nicht noch mal alles einstreichen und vor Allem nicht alles wieder schleifen.

Weiter geht's mit den Pickups:

Die Sustainer Spule ist ja schon länger fertig. Die erste brauchbare Pickup-Spule wohl mittlerweile auch. Sie trägt 2x 250 Wicklungen 0,15er Draht, weil sich das als der beste Kompromiss aus Pegel, Güte und Baugröße herauskristallisiert hat. Mit dem Lemme Pre 10-60 kommt ein mehr als ausreichender Pegel raus, auch wenn dieser noch nicht voll aufgedreht ist.

Nun müssen die Spulen noch platzsparend vergossen werden. Das Form für die Pickups habe ich ja schon einige Zeit fertig. Da sie mehrmals benötigt wird, hat sie 2 M5-Schrauben von unten, mit denen der Gießling über die Klinge herausgedrückt werden kann.
Die Sustainer-Spule muss (hoffentlich) nur 1x vergossen werden, da reicht eine schnell gebastelte Einwegform aus Plexi ;)
Hier bleiben die Enden auch eckig, denn das Teil soll am Ende das Griffbrett "verlängern" ;)
Problematisch beim Vergießen mit durchgefärbtem Epox ist die gerade Ausrichtung der Spulen im Bad, die kippen gerne etwas oder schieben sich leicht diagonal. Hilfsweise hab' ich da zunächst einige Saiten-Stücke genommen (die hat man ja in verschiedenen Stärken im Haus ;) ) und damit seitlich abgestützt.
Nach erfolgreicher Positionierung wurden die dann vorsichtig gezogen, so dass da später nichts mehr zu sehen sein sollte.
Für Lötösen oder die eigentlichen Kabel ist in der Konstruktion beim besten Willen kein Platz mehr, also wird der Kupferdraht erst am späteren T-Sockel weiterkontaktiert.
Liebe Grüße,
Michael

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Re: Headless woodless Vollcarbon (Carbonita)

#487

Beitrag von MiLe » 20.05.2017, 21:07

Und noch 'ne Gießform: Ich brauche ja noch eine Art T-Profil, das unten an die PU's geklebt wird, diese in der Schiene führt und an den "Füßen" kontaktiert. Das sollte bei recht geringer Größe (Stegbreite 5,0 mm) recht stabil sein und darf elektrisch nicht leiten, also wird's ein Glasfaser-Verstärktes Epox-Gussteil.
Dafür erst mal die Form, stilgerecht aus Plexi und Carbon ;):
Liebe Grüße,
Michael

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Re: Headless woodless Vollcarbon (Carbonita)

#488

Beitrag von AsturHero » 21.05.2017, 13:43

also ich bin
a) für Holz
b) das Holz in knalligem Clou-Orange!!

High Tech gepaart mit Holz und nix mit Understatement :D

Die Art und Weise, bzw. Headless + die Form erinnert eh stark an die 80ger, also dann auch Mut zur starken Kontrastfarbe ;)
lg Antonio

Meine neue Webseite: Antalo-Bass

Wann eigentlich wurde aus Sex and Drugs and Rock and Roll

Veganismus und Lactoseintoleranz und Helene Fischer???

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Re: Headless woodless Vollcarbon (Carbonita)

#489

Beitrag von MiLe » 21.05.2017, 14:50

Hi Antonio,

zu spät, die Messe ist doch längst gelesen :)
Die Decke ist schon mehrfach ge-epoxt und geschliffen, da wird Herr Clou nicht mehr viel ausrichten ;)
Und was heisst hier 80er? :shock: 80er war vielleicht Steinberger (das Paddel), das hier ist vielleicht auch 80er, dann aber 2080 :lol:
Liebe Grüße,
Michael

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Re: Headless woodless Vollcarbon (Carbonita)

#490

Beitrag von MiLe » 26.05.2017, 23:24

Nicht, dass sich in den letztebn Tagen gar nichts getan hätte, aber eben nix, was einen Eintrag rechtfertigt. Die übliche Schleiferei halt, Feinarbeit Hals-Korpus-Übergang,versemmelte Pickups retten.......

Bald ist das Teil fertig zum lackieren, aber erst müssen noch die beiden Deckel ausgeschnitten werden. Also eine Plexi-Schablone angefertigt, mit Doppeltape aufgeklebt und erst mal mit dem Cuttermesser probiert: Fehlanzeige :( Ich komme kaum 1/10 mm in's Carbon, dauernd bricht auch noch die Spitze ab - so macht das keinen Spaß.

Nächster Versuch mit einem auf Zug schneidenden Laubsägeblatt: Das geht - immerhin grob 4 mm in 30 Minuten :shock: :roll: - so wird das also auch nix (think)
Wo ist der Wasserstrahl-Schneider, wenn man ihn braucht?
Bleibt also fast nur noch der 0,8 mm Fräser - Spaltmaß ade. Nun ist der Schaft aber konisch, exakt an der Schablone entlang geht also nicht. Da aber schon die Versuche mit dem Cutter direkt an der Kante sitzen, also auch blöd. Außerdem wird das Plexi wohl ruck--zuck schmelzen . 0,8 mm Fräser mit Anlaufring suche ich bisher vergeblich :lol:
Hat jemand noch eine Idee?
Liebe Grüße,
Michael

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Re: Headless woodless Vollcarbon (Carbonita)

#491

Beitrag von Jackhammer » 26.05.2017, 23:29

Fette Holzschablone und fräsen?
Viele Grüße
Yuriy

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Re: Headless woodless Vollcarbon (Carbonita)

#492

Beitrag von MiLe » 26.05.2017, 23:33

Naja - aufgrund des schon vorhandenen Schnittversuches müsste ich dann die Plexi-Schablone mit allseitigem 1,2 mm Untermaß kopieren.
Ich glaub', das bekomme ich nicht hin :(
Liebe Grüße,
Michael

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Re: Headless woodless Vollcarbon (Carbonita)

#493

Beitrag von bea » 27.05.2017, 00:47

Kleine diamantbesetzte Trennscheibe für Dremel, falls es sowas gibt?

Oder gibt es Leute, die sowas zu einem erträglichen Preis in Auftragsfertigung ausführen?
LG

Beate

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Re: Headless woodless Vollcarbon (Carbonita)

#494

Beitrag von fraenkenstein » 27.05.2017, 08:08

Guten Morgen,

spontan kam mir da der Gedanke „heißer Draht“, ( oder in diesem Fall heiße feine Nadelspitze, geführt an einem dünnen Blech???), nur weiß ich leider nicht wie sich das Carbon dabei verhält... (think)


Gruß, Frank

Jackhammer
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Re: Headless woodless Vollcarbon (Carbonita)

#495

Beitrag von Jackhammer » 27.05.2017, 08:09

MiLe hat geschrieben:
26.05.2017, 23:33
Naja - aufgrund des schon vorhandenen Schnittversuches müsste ich dann die Plexi-Schablone mit allseitigem 1,2 mm Untermaß kopieren.
Ich glaub', das bekomme ich nicht hin :(
Hallo Michael,

hast Du einen Bindingfräser?
Viele Grüße
Yuriy

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Re: Headless woodless Vollcarbon (Carbonita)

#496

Beitrag von MiLe » 27.05.2017, 11:31

Danke für all Eure Ideen!!!!! (clap3)
fraenkenstein hat geschrieben:
27.05.2017, 08:08
spontan kam mir da der Gedanke „heißer Draht“, ( oder in diesem Fall heiße feine Nadelspitze, geführt an einem dünnen Blech???), nur weiß ich leider nicht wie sich das Carbon dabei verhält... (think)
Also bis Carbon schmilzt bei ca. 3.500° :shock: Das Harz an sich deutlich früher, aber das hilft ja leider nix, weil ich ja auch durch die Fasern muss. :(
Jackhammer hat geschrieben:
27.05.2017, 08:09
hast Du einen Bindingfräser?
Leider nein - und ich könnte wahrscheinlich auch nicht damit umgehen ;)
bea hat geschrieben:
27.05.2017, 00:47
Kleine diamantbesetzte Trennscheibe für Dremel, falls es sowas gibt?
Oder gibt es Leute, die sowas zu einem erträglichen Preis in Auftragsfertigung ausführen?
Ich denke, die Sache mit der Trennscheibe ist der praktikabelste Weg - muss halt aus einem Bug wieder mal ein Feature machen. :D
Die Diamantscheibe vom Dremel hat eine Stärke von 0,65 mm, die Schnittfuge wird natürlich aufgrund Vibration und Rundung noch breiter, aber das wird sich auch bei anderen Methoden kaum vermeiden lassen.

Ich muss also entweder eine neue Carbonplatte laminieren und einpassen, oder aber, wenn ich den Schnitt halbwegs sauber hinbekomme, ich gieße an die Schnittkante des Bodies einen Streifen aus orange eingefärbtem Epox an und schleife dann den Deckel passend. Sollte ganz gut zur orangenen Beleuchtung vorne passen :)
Liebe Grüße,
Michael

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Re: Headless woodless Vollcarbon (Carbonita)

#497

Beitrag von Jackhammer » 27.05.2017, 11:55

MiLe hat geschrieben:
27.05.2017, 11:31

Ich muss also entweder eine neue Carbonplatte laminieren und einpassen, oder aber, wenn ich den Schnitt halbwegs sauber hinbekomme, ich gieße an die Schnittkante des Bodies einen Streifen aus orange eingefärbtem Epox an und schleife dann den Deckel passend. Sollte ganz gut zur orangenen Beleuchtung vorne passen :)
Oder einen Lichtwellenleiter in den Spalt einlegen und diesen von der Beleuchtung leuchten lassen ;)
Viele Grüße
Yuriy

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Re: Headless woodless Vollcarbon (Carbonita)

#498

Beitrag von MiLe » 27.05.2017, 12:00

Hab' ich auch schon überlegt und hätte sogar passenden LWL hier liegen, aber bei der langen Strecke bräuchte ich mehrere LEDs (hab ich auch noch) und das treibt den Stromverbrauch für eine Rückseitenbeleuchtung doch arg in die Höhe ;) So schön ist mein Bauchnabel nun auch nicht, dass er permanent angespottet werden müsste :lol:
Liebe Grüße,
Michael

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Re: Headless woodless Vollcarbon (Carbonita)

#499

Beitrag von MiLe » 01.06.2017, 13:38

Also - die Schneiderei mit der Diamantscheibe ist getan - mehr schlecht als recht. Vielleicht wäre es besser gewesen, ich hätte vorher nicht schon mit dem Cutter probiert, aber auch ohne zieht das kleinste Zucken mit der Hand eine unschöne Unregelmäßigkeit nach sich.
Und das schneiden von konvexen und konkaven Rundungen mit der Scheibe macht natürlich immer deutlich breitere Spuren als die Dicke der Scheibe an sich.
Meine Versuche, das Ganze mit Schleifen zu retten, waren jetzt auch nicht preisverdächtig.

2 Möglichkeiten:

1. Den Deckel oberflächenbündig einlegen, eine der Schnittkanten mit Trennlack behandeln und die Fuge komplett mit Harz/Carbonstaub füllen in der Hoffnung, dass sich das Ganze an der behandelten Seite später löst und an der unbehandelten kleben bleibt. Orange ist an diesem Punkt noch keine Option, das hebt ja jede Unregelmäßigkeit noch stärker hervor.

2. Eine neue Platte laminieren, mit etwas Übermaß unter den Ausschnitt schaffen, anreißen und dann beischleifen. Das dürfte am Ende optisch besser kommen - die entsprechende UD-Platte ist gerade am aushärten ;)

Es war auch übrigens gar nicht so einfach, den geschnittenen Deckel vom Schaum abzulösen, auf dem laminiert wurde. Der wilde Einsatz loser Cutterklingen hätte mich da beinahe einen Finger gekostet (whistle)

Immerhin ist die Sammlung meiner Becher/Rührstäbe/Pinsel , die ich zum Harz anrühren benötigt habe, auf über 50 Stück angewachsen :shock: . Dabei hatte ich anfangs noch einige weggeworfen, andere mehrfach verwendet ud von den angerührten Kleinmengen noch gar nicht gesprochen.
Liebe Grüße,
Michael

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Re: Headless woodless Vollcarbon (Carbonita)

#500

Beitrag von fonzarelli » 01.06.2017, 15:39

Ich persönlich finde auch nicht oberflächenbündige Deckel vollkommen in Ordnung.
Aber wenn Du die perfektionistische Variante wählen möchtest ist glaube ich die neu laminierte Platte + beischleifen zielführender.

Ansonsten muss ich sagen:
Als der Thread hier los ging dachte ich mir, dass er mich garantiert nicht interessieren würde.
Carbon, Headless, "komische" Form - alles nicht unbedingt meins.
Aber inzwischen finde ich das im Gegenteil alles ziemlich interessant was Du da veranstaltest und finde auch Form und Gestaltung der Gitarre toll.
Weiter so!

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