Die Revolution: Ahorn und Esche

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gurke72
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Die Revolution: Ahorn und Esche

#1

Beitrag von gurke72 » 07.11.2019, 08:27

Da ich nun ja auch offiziell angemeldet bin, mach ich auch gleich mal nen Baufred auf.
Wie das Thema schon vermuten lässt hab hab ich mich für eine klassische Holzauswahl entschieden.
Nachdem ich ja schon einige Instrument fabriziert habe, wollte ich dieses Mal zwei gleichzeitig bauen um Abläufe zu optimieren. Die erste, meine Opferanode, besteht aus einem dreiteiligem Korpus einem normalen Bergahornhals, Gotohs, Vintagebrücke, Kluson-HB. Die zweite ist dann quasi die Kür. Zweiteiliger Korpus aus sehr leichter Esche, kein Sumpf, Vogelaugenahornhals, Sperzels, abm-Brücke, und Häussel SSH-Bestückung.
Da ich nicht kopieren möchte, hab ich mir ein eigenständiges Design überlegt.
Das war der Ausgangspunkt.
Nach dem ersten Schablonenbau sah die Form dann doch anders aus :D
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Re: Die Revolution: Ahorn und Esche

#2

Beitrag von lemmy » 07.11.2019, 08:41

Da hast du jetzt aber ein paar Bauschritte übersprungen...(think)

Wie kam's zu der Formänderung? Die neue Form gefällt mir aber besser. Die erste Version wirkt auf mich etwas unstimmig.

Gutes Gelingen!
Gruß, Daniel

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Re: Die Revolution: Ahorn und Esche

#3

Beitrag von Drifter » 07.11.2019, 08:46

Gott sei Dank hast Du einen Formenwechsel gemacht, das spricht mich sehr an. Erinnert mich entfernt an die Red Special.

Scheinen spannende Projekte zu sein.

Hau rein.



lG

Norbert

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Re: Die Revolution: Ahorn und Esche

#4

Beitrag von gurke72 » 07.11.2019, 09:14

Die Arbeitsschritte die ich übersprungen habe , habe ich leider auch nicht im Foto festgehalten. Das mit dem Design am Rechner ist für mich schwierig, irgendwie bin ich mehr der Haptische Mensch.
Nachdem die Grundform feststand, gehts dann nur an die Bandsäge und ans fräsen, das ist ja nicht so spannend.
Dafür hab ích mir ne Triton Oberfräse in einen Tisch eingebaut. Das funktioniert super.
Der Hals orientiert sich man Telemaßen, da hab ich mir einfach eine Schablone vom gitabou, bestellt und dann die Kopfplatte umgestaltet. 3x3 finde ich persönlich schöner. Um einen geraden Saitenverlauf hinzubekommen musste ich die Mechaniken versetzt anordnen:
Die Hälse sollten echte Einteiler werden mit Skunkstripe und Musicman-Trussrod.
Als Gitarrentechniker fand ich das damals immer am komfortabelsten.

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Re: Die Revolution: Ahorn und Esche

#5

Beitrag von Poldi » 07.11.2019, 13:29

Drifter hat geschrieben:
07.11.2019, 08:46
Gott sei Dank hast Du einen Formenwechsel gemacht, das spricht mich sehr an. Erinnert mich entfernt an die Red Special.

Scheinen spannende Projekte zu sein.

Hau rein.



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dito. (dance a)

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Re: Die Revolution: Ahorn und Esche

#6

Beitrag von gurke72 » 08.11.2019, 09:07

Danke für die ganzen Rückmeldungen. Wie ihr mitbekommen habt baue ich die Gitarren nicht „live“ sondern berichte quasi nachträglich.
Das mit dem Trussrud war auch etwas knifflig. Nachdem ich versucht habe die Öffnung im Griffbrett per Japansäge und Stechbeitel zu fertigen, bin ich doch schnell wieder zum Schablonenbauen gekommen :D
Den Skunkstripe wollte ich auch etwas anders machen und habe ihn quasi eingefasst.
Mittlerweile sind die Hälse geshaped, mit dem Schweifhobel, und geölt mit Tungöl.
Und ab jetzt gehts auch live weiter. (dance a)

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Re: Die Revolution: Ahorn und Esche

#7

Beitrag von Simon » 08.11.2019, 10:00

Tolle Idee einen Ahorn Skunkstripe zu verwenden!

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Re: Die Revolution: Ahorn und Esche

#8

Beitrag von Haddock » 09.11.2019, 20:55

Guten Abend,
Simon hat geschrieben:
08.11.2019, 10:00
Tolle Idee einen Ahorn Skunkstripe zu verwenden!
stimmt!

Gruss
Urs

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Re: Die Revolution: Ahorn und Esche

#9

Beitrag von gurke72 » 12.11.2019, 10:32

Danke für die Blumen. Die Idee hab ich mir von meinem Vorgänger bei Art of Sound angeschaut. Jochen Imhoff( Sign-Guitars) hat er wohl auch nur einmal gemacht :D Ich finde es recht schick.
Gerade bearbeite ich die Korpusse. Ich hab lange überlegt wie ich die Löcher für die Saiten, möglichst gerade und versenkt hinbekomme. Bei Durohr hab’s dann ein Problemlösungsvideo.
Ich hab einfach von oben durch die Bridge 4mm Löcher halb durch den Korpus gebohr:
Dann habe ich auf einer Platte einen Indexpin installiert:
Korpu umgedreht und dann hatte ich genaue Abstände und konnte erst die Versenkung machen, dann die Hülsenbohrung und anschließend durchbohren. Hat perfekt funktioniert:

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Re: Die Revolution: Ahorn und Esche

#10

Beitrag von kehrdesign » 12.11.2019, 11:22

gurke72 hat geschrieben:
07.11.2019, 09:14
...Das mit dem Design am Rechner ist für mich schwierig, irgendwie bin ich mehr der Haptische Mensch. ...
Obwohl ich tagtäglich mit der gängigen Grafiksoftware (Adobe, Corel, Autodesk) arbeite, mache ich die Entwürfe von Body-Konturen u. ä. immer auf die 'haptische Weise' mit dem Bleistift auf 'ner Hartfaserplatte (Schrankrückwand) in Originalgröße. Das lässt sich dann sehr schnell u. a. auch für ergonomische Tests ausschneiden. Erst die fertige Form dokumentiere ich in einem Vektorgrafik-Programm.

Die Form des Body finde ich prinzipiell gut aber nicht hundertprozentig gelungen; Tips bzgl. geringfügiger Formretuschen/Harmonisierung sind ja jetzt ohnehin nicht mehr umsetzbar. Die Kopfplatten würde ich allerdings von diesen Zacken befreien:
Als Alleinstellungsmerkmal zählt m. E. schon die V-mäßig, spitz zulaufende Haedstock-Grundform. Ich will Dir aber nicht reinreden; ist ja Deine Kreation.

Ansonsten gute, ordentliche Arbeit.
Verhinderer finden Gründe, Macher suchen Lösungen.
______________________
http://guitars.kehrdesign.de/

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Re: Die Revolution: Ahorn und Esche

#11

Beitrag von penfield » 12.11.2019, 12:33

Saubere Arbeit! (clap3)

Die Zacken am Headstock, pflichte ich Kehrdesign bei, sind allerdings ein wenig gewöhnungsbedürftig.

Wie genau hast du die Einfassung der Skunkstripes gemacht?
SGmaster, Peacemaster 3P90, Double neck fretless/fretted,
Quickbird, Basslownia, FrameBird, Violin Bass Bausatz, Mystery Guitar . Arbeitet an Les Paulownia und den Semmelblonden JMs um die Werkstatt dann endlich ausmisten zu können...

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Re: Die Revolution: Ahorn und Esche

#12

Beitrag von gurke72 » 13.11.2019, 08:13

Danke fürs Feedback. Ich mag meine Ecken und Kanten. Gewöhnungsbedürftig sind sie bestimmt und für die Ideen von kehr-de bedanke ich mich. Ich hatte garnicht so sehr die Eigenständigkeit im Sinn, sondern eher das Spiel mit Anschnitten. Aber Geschmäcker sind ja verschieden, wär ja auch langweilig 😜
Den Skunkstripe aus Ahorn hab ich erst auf 4mm gesägt, abgerundet und dann Mooreiche auch bis 4mm verleimt. Daraus hab ich dann die Enden gemacht in die ich die Negativ-Rundung gefeilt habe. Das ganze dann verleimt und rechts und links mit Mooreiche belegt. Ist das so verständlich?
Gestern hab ich mal rumgefräst:
Mehr folgt (dance a)

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Re: Die Revolution: Ahorn und Esche

#13

Beitrag von penfield » 14.11.2019, 12:49

Alles klar, Danke.
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