Habt Ihr noch eine serienmäßige "Referenz-Gitarre"?

Wie baue ich mir eine elektrische Gitarre?

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Habt Ihr noch eine serienmäßige "Referenz-Gitarre"?

#1

Beitrag von MiLe » 18.06.2018, 08:52

Moin,

mir fällt die Tage auf, dass ich ausschließlich selbstgebastelte oder zumindest stark modifizierte Gitarren/Bässe um mich habe. Bei den Gitarren ist ausschließlich eine Hohner ST Lynx zugekauft (muss so 1994 gewesen sein), aber selbst da sind mittlerweile das Tremolo festgesetzt und die Schaltung geändert ohne noch zu wissen, wie die ursprünglich mal war.
Ich habe also genaugenommen keine Ahnung mehr, wie fertige Gitarren normalerweise klingen und drehe mich demzufolge bei den Eigenbauten (incl. selbst gewickelter PUs) eigentlich nur noch im eigenen Saft. Ob das 'ne gute Idee ist?
Ein Kurzbesuch im Musikshop bringt da auch nicht viel, da gänzlich anderes Setup drumherum.
Daher überlege ich gerade nochmal die Gitarre zu suchen, die ich früher (80er) gespielt hatte und deren Charakter und Reaktion ich bis heute noch gut kenne.: Eine Ibanez Artist AR300 aus 1982. Seltsamerweise funktioniert mein Gedächtnis für diese Zeit besser als für das, was letzte Woche passiert ist :D
Das Gleiche überlege ich für den Amp: Ein Acoustic G100T mit EV 12L war mein (höllenlautes) Arbeitstier (Angeblich ein Klon zwischen Mesa MKI und MKII), die bekommt man heute eher nachgeworfen (falls einer die 33 KG werfen kann :D)
Wäre aber 'ne nette Idee für ein Paulowina-Gehäuse und einen Celestion NXT Neo-12", würde glatt 12 KG sparen (think) :D
Da fällt mir auf: Offenbar bin ich modifizierungs-süchtig (think)

Aufgefallen ist mir das Ganze, als einige Patches für den Helix, die vom Hersteller per Demo einen bestimmten Charakter haben, mit meinen Gitten schon gänzlich anders klingen (bei gleicher Abhöre). Vielleicht sind meine Gitten aber mittlerweile ganz weit weg von dem, was so in den Läden verkauft wird? (think) Das meine ich ganz ohne Wertung besser/schlechter - schlicht im Sinne von "anders".

Daher die Frage: Habt Ihr noch ein unverändertes Serienprodukt, um das eigene Ohr gelegentlich zu "eichen"?
Liebe Grüße,
Michael

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Re: Habt Ihr noch eine serienmäßige "Referenz-Gitarre"?

#2

Beitrag von Goldschmied » 18.06.2018, 09:28

Vielleicht sind meine Gitten aber mittlerweile ganz weit weg von dem, was so in den Läden verkauft wird?
Was ja aber nicht schlimm sein muss solange dir dein Sound gefällt :) "Sound" ist ja sowieso relativ und Geschmackssache.

Gruß Goldschmied

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Re: Habt Ihr noch eine serienmäßige "Referenz-Gitarre"?

#3

Beitrag von bea » 18.06.2018, 09:32

Serienmäßig?

Ist die Akustikgitarre, die ich beim Hersteller erstanden habe.
Sogar meiner Gibson SG habe ich eine andere Brücke spendiert, bei der ich die Oktavreinheit einstellen kann. Und eine Sattelkompensation. Der Samick Royale immerhin andere Tonabnehmer.

Hach, die China-SG, die ich meinem Sohn geschenkt hatte, die er aber nicht mehr braucht, ist komplett unverändert. Und das darf sie auch bleiben.

Und die Bässe? Allesamt mehr oder weniger modifiziert. Warum soll ich etwas belassen, wenn ich weiß, wie ich es besser haben könnte?

(Änderungen an der Gibson-Gitarre mit Rücksicht auf einen eventuellen Liebhaberwert reversibel und unter Aufbewahrung der Originalteile...)
LG

Beate

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Re: Habt Ihr noch eine serienmäßige "Referenz-Gitarre"?

#4

Beitrag von MiLe » 18.06.2018, 10:21

Stimmt schon, man hat ja modifiziert und selbst gebaut, um etwas anders und im Idealfall besser zu machen.
Aber eben weil Klang, Sound... doch etwas sehr subjektives sind, was sich auch noch mit der Zeit sehr ändern kann, entfernt man sich halt eventuell weit vom Herkömmlichen.

Ich hatte früher z.B. den Super 59 meiner Artist an der Bridge gegen einen DiMarzio X2N getauscht, war damals das stärkste, was ich finden konnte. Grund war mein damaliger Amp, ein Röhren-Eigenbau irgendeines Tüftlers aus der Region (im hammerschlag-grünen Gehäuse - wegen seiner Form Toaster genannt). Der brauchte den hohen Input, Höhen/Brillanzen haben mich da nicht interessiert. Das sieht heute z.B. ganz anders aus. Men Geschmack hat sich geändert, die Technik auch. Viel Output brauche ich heute eigentlich gar nicht mehr, das macht die Elektronik einfacher, billiger und besser.

Das muss ja alles nicht schlecht sein, kann aber u.U. das Zusammenspiel mit herkömmlichen Verstärkern und Effekten (oder deren digitalen Nachbildungen) erschweren, wenn man bestimmte Sounds erreichen will. Ich habe halt keine Ahnung mehr, wo bzw. wie weit weg ich davon bin, wo handelsübliche Gitarren heute stehen. Ob sie wirklich besser sind? Oder ob ich nur in eigentlich abstruse Richtungen optimiert habe (think)
Liebe Grüße,
Michael

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Re: Habt Ihr noch eine serienmäßige "Referenz-Gitarre"?

#5

Beitrag von capricky » 18.06.2018, 10:48

Eine? ... ich habe mindestens 10 Stück!
Fender Strat, Les Paul Standard, Rickenbacker, Gretsch, Tokai usw.
Die Tokai ES335 hat andere Pickups bekommen (SD pearly gates), weil die originalen Pickups muffig, höhenarm waren ("Messingchassis"), das war es dann allerdings auch schon.
Die eine oder andere hat allerdings auch einen kompensierten Sattel 8)

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Re: Habt Ihr noch eine serienmäßige "Referenz-Gitarre"?

#6

Beitrag von AsturHero » 18.06.2018, 18:45

Original sind noch meine ersten beiden gekauften Bässe von Harley Benton, mein seltener Vintage Samick NT5 sowie der Tulip Short Scale Bass von Kay aus den 60gern (ausser 2 neue Potiknöppe, weils die originalen beim säubern zerbröselt hat)..der rest hat andere Bridges, Tonabnehmer, Mechaniken, andere FInishes, andere Elektronik etc. etc. etc......
lg Antonio

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Re: Habt Ihr noch eine serienmäßige "Referenz-Gitarre"?

#7

Beitrag von MiLe » 18.06.2018, 18:54

Ich sehe schon - Ihr seid im Vorteil :D
Meine ausgeguckte Artist 300 war leider schon weg - für einen Schleuderpreis (veto)
Aktuell liebäugle ich daher mit einer Les Paul Studio 2015 - auch wenn ich Paulas eigentlich weniger mag. Aber als Bezugspunkt sollte sie reichen?
Liebe Grüße,
Michael

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Re: Habt Ihr noch eine serienmäßige "Referenz-Gitarre"?

#8

Beitrag von Arsen » 18.06.2018, 20:00

Hi Michael,

hast du dir schon mal überlegt ob du nach Anschaffung einer solchen Referenzgitarre überhaupt beim nicht-modden bleiben kannst?
Wir kennen dich ja ein bisschen und mir fällt der Gedanke schwer, dass du eine Gitarre nicht mit mindestens selbstgewickelten PUs, einem neuen Schaltungskonzept und ein paar Lagen UD-Carbon ausstattest. :badgrin: :lol: :lol:
Was wenn die Paula ganz gut gefällt, aber da könnte man doch....?! (think) :D

Dann hättest du eine Gitarre mehr (WAF!) und immer noch keine Referenzgitarre.... (naughty)

[Dieser Beitrag ist natürlich nicht ganz ernst gemeint, aber....naja :D ]
Gruß, Arsen

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Re: Habt Ihr noch eine serienmäßige "Referenz-Gitarre"?

#9

Beitrag von MiLe » 18.06.2018, 20:24

Arsen hat geschrieben:
18.06.2018, 20:00
[Dieser Beitrag ist natürlich nicht ganz ernst gemeint, aber....naja :D ]
Aaaalso - Du hast natürlich Recht und ich habe auch schon drüber nachgedacht, ob ich die Finger von dem Teil lassen könnte :D
Ganz ehrlich: Eigentlich mag ich gar keine Paulas. Nicht wegen dem Klang, sondern wegen der Korpusform, der Kopfplatte - ist einfach nicht so meins. Deswegen würde ich ihr wohl auch weder Carbon noch Sidewinder gönnen.
Ich hab' natürlich schon darüber nachgedacht, wie man den extrabreiten Hals bis zum Korpus schlanker macht - ohne Binding gar nicht so schwer - aber das würde noch doofer aussehen. Ich könnte auch auch 'n fetten Aufkleber "Referenz - nicht modden" verpassen - nur um sicher zu gehen :lol:

Neenee - Baustellen hab' ich derzeit genug - die würde bleiben, wie sie ist (und gar nicht mal so hässlich und aus'm Nachbarort):
Immerhin besitzt sie für eine Paula ja schon moderne Features wie splitbare PUs und den verhassten automatischen Tuner würde ich mir gerne schon alleine aus technischem Interessa mal näher anschauen. Und eine Mahagoni-Gitte besitze ich überhaupt nicht. Ich glaub', ich riskier's. Bei dem Preis kann nicht viel schief gehen, wenn ich sie so gar nicht mögen sollte. Falls ich es schaffe, nix dran zu basteln, bekomme ich die für den Preis auch wieder los ;)
Liebe Grüße,
Michael

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Re: Habt Ihr noch eine serienmäßige "Referenz-Gitarre"?

#10

Beitrag von filzkopf » 18.06.2018, 22:35

Na dann, kauf sie :)

Ich hab noch eine unverbastelte 1978er Strat, ne 1980er Gibson SG, ne Epiphone Wild Cat und noch einiges anderes, dass mir aber gerade nicht einfällt, weil diese ungespielt im Proberaum an der Wand hängen..... vielleicht gibt mir der Thread ja den Ansporn mal wieder auszusortieren ;)
mfG Simon

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Re: Habt Ihr noch eine serienmäßige "Referenz-Gitarre"?

#11

Beitrag von MiLe » 18.06.2018, 22:52

bloss nicht - denk' an die Referenzen! :D
Mit der Sammlung hast Du ja schon die gröbsten Benchmarks abgedeckt und kannst immer schön gegenchecken, wie sich Deine eigenen dagegen schlagen ;)
Liebe Grüße,
Michael

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Re: Habt Ihr noch eine serienmäßige "Referenz-Gitarre"?

#12

Beitrag von bea » 19.06.2018, 00:56

Wenn Du eine Gitarre als "Benchmark" haben möchtest, solltest Du im Fall Gibson zuerst mal eine Entscheidung hinsichtlich der Tonabnehmer treffen - i.w. P90, Klassische Humbucker, Humbucker mit Keramikmagneten. Ohne das jetzt bewerten zu wollen - klingt unterschiedlich.

Und dann eine gute und vielleicht auch attraktive Gitarre darum herum aussuchen. Wenn Du keine Paulas magst, könntest Du bei SG, Explorer, RD Artist, vielleicht sogar Flying V fündig werden. Und dann solltest Du das Instrument nach Möglichkeit vorher antesten. Es kann sein, dass Du eine gute Gitarre aus der Worn-Serie erwischst (die Les Paul Studio mit Burstbuckern meines Sohnes ist wirklich gut...), es kann aber auch sein, dass eine teuere ES335 aus dem Custom Shop einfach nicht so recht klingen will oder im Gegenteil traumhaft schön klingt (ich kenne beides).


Für mich wäre übrigens eine "Referenz" im Sinne eines Maßstabs wohl am ehesten eine Gitarre mit klassisch ausgelegten Humbuckern. Individuell ausgesucht und klanglich für gut befunden.

Meine SG besitzt zwar P90 - aber die will ich ja spielen und nicht referenzieren. (Darüber hinaus würde mich die RD Artist reizen... aber sowas baue ich mir im Zweifel dann doch lieber selbst...)
LG

Beate

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Re: Habt Ihr noch eine serienmäßige "Referenz-Gitarre"?

#13

Beitrag von Poldi » 19.06.2018, 05:29

Ich hab da eine Gibson Les Paul Studio (ich mag Paulas) und eine akustische von Takamine als Originale.
Mein Sohn hat noch eine Les Paul Junior (die mit den autom. Tunern) und eine Jackson JDR 94 (ein feines Teil).

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Re: Habt Ihr noch eine serienmäßige "Referenz-Gitarre"?

#14

Beitrag von wasduwolle » 19.06.2018, 07:38

Ich hab ne Epiphone Les Paul von 1993, die von mir vor vielen Jahren den Hals abgerichtet bekommen hat, und die Saitenlage ist für mich Referenz
Hab damals noch nicht viel über die Materie gewusst, aber anscheinend alles richtig gemacht.
Grüsse
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Re: Habt Ihr noch eine serienmäßige "Referenz-Gitarre"?

#15

Beitrag von Titan-Jan » 19.06.2018, 10:49

Ich habe noch meine allererste Gitarre: Eine relativ wertige Strat-Kopie von der Firma "Blade". Die hat mein (sehr fähiger) Gitarrenlehrer damals für mich / mit mir im Laden mit großer Auswahl ausgesucht und ich habe mir geschworen an diese eben nie Hand anzulegen (weil Referenzgitarre und weil sie einfach so bleiben soll, wie sie ist). Man braucht ja bei aller Neugier auch gewisse Konstanten im Leben.... ;-)

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Re: Habt Ihr noch eine serienmäßige "Referenz-Gitarre"?

#16

Beitrag von capricky » 19.06.2018, 11:02

Titan-Jan hat geschrieben:
19.06.2018, 10:49
Ich habe noch meine allererste Gitarre: Eine relativ wertige Strat-Kopie von der Firma "Blade".
Ich hoffe, dass es eine RH4 noch mit Fender Kopfplatte und Sen-Esche Body ist. Das sind nach meiner Meinung die besten Strats, die je gebaut wurden!
Aber auch die Blades mit "schwächeren features" sind super... ;)

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Re: Habt Ihr noch eine serienmäßige "Referenz-Gitarre"?

#17

Beitrag von kehrdesign » 19.06.2018, 12:03

Da ich selber seit Jahrzehnten nicht mehr in 'ner Band gespielt habe und nur Eigenbau-Gitarren besitze, hat sich mir ebenfalls die Frage nach einer Referenz gestellt.

Mein Ansatz war ein kostengünstiger, älterer Modeling-Amp (Line6) mit diversen Voreinstellungen, die sich auf bekannte und typische Musiktitel/Stilrichtungen beziehen. Selbst mit meiner einzigen HB-bestückten Gitarre war mir der Klang durchweg zu hell und aggressiv, darum habe ich mir einige Basis-Modelle ausgesucht, deren Effekte auf Null heruntergeregelt, die Höhen auf ein erträgliches Maß zurückgenommen ohne die Brillanzen zu verlieren und das Ganze auf die Schnellabruf-Speicher gelegt. Damit klingt für mich ein spezieller PU, wie er nach meinen Vorstellungen und verglichen mit den Beispielen aus Rundfunk und CD klingen soll. Die typischen Besonderheiten von stratigen SCs, P90 oder HBs kann ich deutlich wahrnehmen. Ev. Effekte erzeuge ich mittels vorgeschalteten FX. Am Line6 nutze ich außer den von mir gespeicherten vier Amp-Modellen nur Vol. und Gain.

Ob das als Referenz für die Beurteilung des Klangs von x-beliebigen Gitarren hinreicht, weiß ich nicht wirklich, ich habe jedenfalls den Eindruck und fühle mich gut damit.
Um etwas zu verhindern finden sich immer Gründe, um etwas zu erreichen findet man Lösungen.
______________________
http://guitars.kehrdesign.de/

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Re: Habt Ihr noch eine serienmäßige "Referenz-Gitarre"?

#18

Beitrag von MiLe » 19.06.2018, 12:16

Das ist genau meine nächste "Baustelle": Ich habe als Verstärkung "nur" ein Line6 Helix. Da kommen tolle Klänge raus (wenn man die Werkspresets mal großzügig ignoriert) aber auch da kann ich nicht (mehr) einschätzen, wo das Ganze in Relation zu "normalen Amps mit normalen Gitarren liegt. Ich rede da von Live-Betrieb (den ich wohl im Leben nie mehr erleben werde - aber trotzdem ;))

Mal sehen - mit etwas Glück schieße ich gerade meinen alten Amp, einen Acoustic G100T (Mesa MK II-Klon). Das wäre dann meine Quasi-Referenz in Sachen echte Amp-Sounds bzw. zumindest einer Facette davon. Aber was mit dem Teil geht und was nicht weiss ich ja noch von früher (von Klassenraum über Aula bis Marktplatz open air :D, einmal sogar mit 20 Meter Gitarrenkabel voll aufgedreht, kürzer hätte ich die Saiten nicht mehr festhalten können (rocking) ). Bei dem überlege ich allerdings tatsächlich, ein leichteres Gehäuse aus Paulowina zu bauen und 'nen Neo-Speaker reinzusetzen um damit Richtung 20 kg zu kommen.
Liebe Grüße,
Michael

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