Kurze Frage kurze Antwort Thread

Wie baue ich mir eine elektrische Gitarre?

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Re: Kurze Frage kurze Antwort Thread

#2551

Beitrag von frizzle » 20.09.2018, 14:10

Vorsichtig mit nem Kuchenmesser arbeiten. An einer Ecke sanft ansetzen um zwischen Furnier und Kopfplatte zu kommen. Dann merkst du das sehr schnell.
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Re: Kurze Frage kurze Antwort Thread

#2552

Beitrag von filzkopf » 20.09.2018, 14:10

Brauchst du das Furnier danach noch? Ich würde 2mm einfach abhobeln,.....
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Re: Kurze Frage kurze Antwort Thread

#2553

Beitrag von zappl » 20.09.2018, 15:37

Ne, das Furnier kann in die Tonne. Möchte es nur möglichst schnell und einfach runter bekommen ohne die restliche Gitarre dabei zu zerstören. ;) :D

Versuche es mal mit dem Bügeleisen, ist mal was neues für mich. Ansonsten kommt der Hobel zum Einsatz.
Gruß, Sebastian
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Re: Kurze Frage kurze Antwort Thread

#2554

Beitrag von capricky » 20.09.2018, 15:50

zappl hat geschrieben:
20.09.2018, 14:04
Danke! Um die Leimnahten vom Halslaminat muss ich mir keinen Kopf machen? Wie lange dauerts in etwa bis der Leim weich wird?
Holz ist ein schlechter Wärmeleiter, das ist gut für die Leimnähte.
2mm Furnier dürfte zwischen 30 Sekunden und 2 Minuten durchgewärmt sein.

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Re: Kurze Frage kurze Antwort Thread

#2555

Beitrag von thoto » 24.09.2018, 12:44

Mir kommt es seit ein paar proben so vor, als wenn mein Amp nach ca. einer Stunde an Brillianz verliert und dumpf und ausdruckslos wird.
Ich glaube mich zu erinnern, dass das an müden/verbrauchten Röhren liegt.

Kennt ihr das Problem auch? Was würdet ihr tun?
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Re: Kurze Frage kurze Antwort Thread

#2556

Beitrag von hatta » 24.09.2018, 15:46

An müden Ohren kann es nicht liegen?
Gruß
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Re: Kurze Frage kurze Antwort Thread

#2557

Beitrag von capricky » 24.09.2018, 16:41

thoto hat geschrieben:
24.09.2018, 12:44
Mir kommt es seit ein paar proben so vor, als wenn mein Amp nach ca. einer Stunde an Brillianz verliert und dumpf und ausdruckslos wird.
Ich glaube mich zu erinnern, dass das an müden/verbrauchten Röhren liegt.

Kennt ihr das Problem auch? Was würdet ihr tun?
Kann auch ein Kondensator sein, der dann so gut durchgewärmt ist, dass er seine Kapazität deutlich verändert hat oder eine kalte Lötstelle, die ihren Widerstand temperaturabhängig variiert.
Du müsstest mal schauen, ob du das Phänomen lokalisieren kannst, ob Vorstufe, Kanal 1 oder 2, ob Endstufe. Hilfreich wäre es, wenn der Amp einen Einschleifweg besäße, da kann man Signale ein oder auskoppeln...

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Re: Kurze Frage kurze Antwort Thread

#2558

Beitrag von thoto » 24.09.2018, 19:29

hatta hat geschrieben:
24.09.2018, 15:46
An müden Ohren kann es nicht liegen?
Würde ich als erstes denken, aber mir kommt es so vor, als wenn sich innerhalb von ein paar Minuten der Sound ändert. Also nicht schleichend, sonder so, dass man denkt: Hoppla, gerade waren da doch noch diese schönen schmatzigen Höhen und jetzt isses weg.
Müde Ohren fühlen sich anders an.
capricky hat geschrieben:
24.09.2018, 16:41
Kann auch ein Kondensator sein, der dann so gut durchgewärmt ist, dass er seine Kapazität deutlich verändert hat oder eine kalte Lötstelle, die ihren Widerstand temperaturabhängig variiert.
Du müsstest mal schauen, ob du das Phänomen lokalisieren kannst, ob Vorstufe, Kanal 1 oder 2, ob Endstufe. Hilfreich wäre es, wenn der Amp einen Einschleifweg besäße, da kann man Signale ein oder auskoppeln...

capricky
Oha, das wird ein schönes Stück Arbeit. Es handelt sich um ein wahres Monster an Innenleben: Marshall JCM 2000 (TSL 100). Also 3 Kanäle und als ich mir die Schaltpläne angeschaut habe, war ich schier erschlagen. Endstufe ja, Klangregelung ist auch gekennzeichnet, aber sonst nur Bahnhof.
Ich glaube, du hast diesen Amp mal als Worst-Case bezeichnet, wenn du so einen auf dem Tisch hast.

Gibt es äußere Anzeichen nach denen man erstmal schauen kann? Auffälligkeiten oder besonders häufige Fehler an bestimmten Stellen?
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Re: Kurze Frage kurze Antwort Thread

#2559

Beitrag von thoto » 24.09.2018, 19:39

Achso, ich spiele seit einiger Zeit ausschließlich über den Clean-Channel mit einem Multieffektboard davor. Das könnte die Suche eingrenzen.

Die Schaltpläne habe hierher: https://drtube.com/library/schematics/6 ... CM2000-TSL
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Re: Kurze Frage kurze Antwort Thread

#2560

Beitrag von Svenson » 25.09.2018, 00:23

kann ich getrocknetes Tonholz im Karton lassen oder sollte das luftig gelagert werden?

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Re: Kurze Frage kurze Antwort Thread

#2561

Beitrag von Yaman » 25.09.2018, 10:46

Gibt es für Fanded-Fret-Griffbretter eine Sägelade?

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Re: Kurze Frage kurze Antwort Thread

#2562

Beitrag von thoto » 25.09.2018, 12:17

Yaman hat geschrieben:
25.09.2018, 10:46
Gibt es für Fanded-Fret-Griffbretter eine Sägelade?
Da es die Parameter
  • Mensur E-Saite
  • Mensur e-Saite
  • Bund im Lot
gibt, die jeder für sich je nach Geschmack variieren, halte ich das für unwahrscheinlich. Also selberbauen.
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Re: Kurze Frage kurze Antwort Thread

#2563

Beitrag von filzkopf » 25.09.2018, 13:22

Svenson hat geschrieben:
25.09.2018, 00:23
kann ich getrocknetes Tonholz im Karton lassen oder sollte das luftig gelagert werden?
ich würde jedes Holz, auch trockenes, mit Leisten zwischen den Bohlen lagern :)
Yaman hat geschrieben:
25.09.2018, 10:46
Gibt es für Fanded-Fret-Griffbretter eine Sägelade?
leider noch nirgendwo eine gefunden, aber solltest du fündig werden melde dich, sowas könnte ich auch noch gebrauchen ;)

Aber ich denke thotos Punkt ist mehr als berechtigt! ;)
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Re: Kurze Frage kurze Antwort Thread

#2564

Beitrag von KNGuitars » 25.09.2018, 14:34

Yaman hat geschrieben:
25.09.2018, 10:46
Gibt es für Fanded-Fret-Griffbretter eine Sägelade?
ich hab für @Goldschmied mal etwas gebaut, obs funtioniert würd mich auch interessieren (think) ?

wie schon gesagt gibts bei fanned fret zu viele unterschiedliche faktoren, dass es mit einer standard-sägelade schwierig wird.
falls man sich auf eine standard griffbrettlayout einigen kann könnt ich eine sägelade dazu konstruieren.

problem ist außerdem noch dass das griffbrett genau am richtigen platz im jig liegen muss, ein paar mm seitliche verschiebung ändert die mensuren wieder komplett
lg klaus

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Re: Kurze Frage kurze Antwort Thread

#2565

Beitrag von Goldschmied » 25.09.2018, 14:40

Hey, ich bin leider noch nicht dazu gekommen sie zu bauen aber ich kann gern mal das Prinzip vorstellen. Bin aber gerade im Urlaub weshalb ihr euch noch etwas Gedulden müsst.

Edit: in meinem GBB wettbewerbsthread werde ich darauf auch nochmal genau (quasi der Bau) eingehen.

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Re: Kurze Frage kurze Antwort Thread

#2566

Beitrag von filzkopf » 25.09.2018, 16:18

KNGuitars hat geschrieben:
25.09.2018, 14:34
problem ist außerdem noch dass das griffbrett genau am richtigen platz im jig liegen muss, ein paar mm seitliche verschiebung ändert die mensuren wieder komplett
das sollte kein Problem sein, das Griffbrett muss eben in Form gehobelt sein, und kann dann an einer Mittellinie ausgerichtet werden. Ich bin aber auf die Konstruktion gespannt, gerade weil ich wohl in Zukunft einige Fanned Fret Instrumente bauen werde.... :)
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Re: Kurze Frage kurze Antwort Thread

#2567

Beitrag von Goldschmied » 25.09.2018, 16:25

Ihr solltet aber kein wundergerät erwarten :D ist eher simpel aber dennoch funktional.

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Re: Kurze Frage kurze Antwort Thread

#2568

Beitrag von capricky » 25.09.2018, 21:42

thoto hat geschrieben:
24.09.2018, 19:29


Gibt es äußere Anzeichen nach denen man erstmal schauen kann? Auffälligkeiten oder besonders häufige Fehler an bestimmten Stellen?
Nee, optisch auffällig ist da eher nichts zu finden. Bei dem Fehlerbild gehört das Teil in kundige Hände, "fernschriftlich" ist da wohl nichts zu machen. :?

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Re: Kurze Frage kurze Antwort Thread

#2569

Beitrag von Docwaggon » 26.09.2018, 22:25

ich suche eine quelle für einen body blank aus black limba mit schöner maserung hell/dunkel.

schröter, kaguit, nebelheim, .. habe ich schon angefragt aber nichts gefunden.

habt ihr noch eine idee ?

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Re: Kurze Frage kurze Antwort Thread

#2570

Beitrag von wasduwolle » 26.09.2018, 22:52

Ja, Logemann und Waibel kannst du mal fragen, als auch tmg, Thorsten hat es unter Black Korina, bei ihm hab ich schon einen gekauft
https://www.ebay.de/itm/TMG-Blank-Korpu ... SwDYBbolig
Grüsse
Wolle

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Re: Kurze Frage kurze Antwort Thread

#2571

Beitrag von zappl » 27.09.2018, 00:36

Falls man unter Black Limba und Black Korina das gleiche versteht (?), dann gibt's da auch was bei Espen.
Gruß, Sebastian
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Re: Kurze Frage kurze Antwort Thread

#2572

Beitrag von zappl » 27.09.2018, 01:12

Ich hab da mal ne blöde (?) Frage, so grundlegend, dass hier eigentlich jeder schonmal über die Frage oder das Problem gestolpert sein sollte. Jedoch habe ich hier noch nie davon gelesen, also gut möglich, dass ich gerade einfach irgendwo 'n Knoten im Hirn hab. (think)

Bohrungen für Einschlaghülsen Tuner Bushings, TOM Studs, String-Through Ferrules sollten ja mindestens 0.1mm bis maximal 0.3mm kleiner im Durchmesser sein als der Außendurchmesser der Zahnung.

Nun hab ich da folgende Außendurchmesser ermittelt:

String-Through Ferrules: 8.4mm
Tuner Bushings: 8.8mm
TOM: 8.1mm (8mm Bohrer, abgehakt)

Holzbohrer habe ich in 1mm Abstufungen. Metallbohrer zwar in 0.5mm Abstufung, aber die richten ja bei Holz bekanntlich grässliches an.

Also, wie bekommt ihr die Bohrungen passend hin? Irgendwie aufweiten? Brauche ich vielleicht zöllische Holzbohrer oder wo liegt denn jetzt mein Knoten? :roll:
Gruß, Sebastian
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Re: Kurze Frage kurze Antwort Thread

#2573

Beitrag von Poldi » 27.09.2018, 05:44

Also ich kam bis jetzt immer mit meinen Metallbohrern klar. Wenn man immer in kleinen Abstufungen bohrt geht das ohne Ausrisse.
Bei der TOM würde das z.B. so aussehen: Ø 5-6mm bohren dann großzügig senken (Aussenrand der Senkung auf Ø 8,5mm) dann immer 1mm größer bohren.
Man kann aber auch mit Holzbohrer und einer selbstgebauten "Holzreibahle" genaue Bohrungen hinbekommen. Auf ein gerades Maß vorbohren und dann einen ca. Ø5mm Rundstahl, der vorne längs runter für 15mm eingesägt wird und in die Einsägung ein Stück Schleifpapier geklemmt bekommt. Diesen dann in die Bohrmaschine einspannen und damit die Bohrungen aufweiten.

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Re: Kurze Frage kurze Antwort Thread

#2574

Beitrag von penfield » 27.09.2018, 07:18

Eine gute Frage, die mich auch immer wieder beschäftigt.

Ich verwende inzwischen Metallbohrer (HSS-Spiralbohrer) möglichst passenden Durchmessers, entweder ohne vorzubohren (zb wenn ich darauf vergesse ;)) oder mit Vorbohren (Bohrung mit kleinen Durchmessern zB 2-3mm). Ich hatte damit bisher keine Probleme.

Der "metrische Bohrer-Zöllige Bolzen" Herausforderung begegne ich, indem so knapp als möglich gebohrt wird und dann noch entsprechend aufgeweitet. Bisher machte ich das mit Feile oder Schleifpapier und eher nur die oberen paar Millimeter, aber vielleicht bastele ich mir fürs nächste Mal Poldis Schleifrundstahl.

Weil ich das Aufweiten aber auch gerne vergesse, habe ich letztens einen 11,8mm Bolzen in ein 11,5 mm Löcher geklopft, was zäh war, aber letztlich ging. Allerdings sitzt der Bolzen so stramm, dass man ihn wohl nicht mehr so leicht (zerstörungsfrei) wieder rausbringt. Kommt wohl aufs Holz an, wie sich das entwickelt, im vorliegenden Fall war es Mahagoni und das hat es ausgehalten.
SGmaster, Peacemaster 3P90, Double neck fretless/fretted,
Quickbird, Basslownia, FrameBird, Violin Bass Bausatz.
Sollte an Les Paulownia arbeiten, hat aber den Umbau der Mystery Guitar eingeschoben...

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Re: Kurze Frage kurze Antwort Thread

#2575

Beitrag von capricky » 27.09.2018, 10:17

zappl hat geschrieben:
27.09.2018, 01:12


Also, wie bekommt ihr die Bohrungen passend hin? Irgendwie aufweiten? Brauche ich vielleicht zöllische Holzbohrer oder wo liegt denn jetzt mein Knoten? :roll:
Ich mache mir meine "Spezial-"Holzbohrer aus Metallbohrern alleine. Das ist einfacher, als man glaubt. Eigentlich braucht man dazu nur einen Schleifbock mit einer neuen oder frisch abgerichteten Schleifscheibe und einen Topf mit Wasser um die Bohrerspitzen regelmäßig abzukühlen. Geht sicher auch mit einer Schleifscheibe in der Bohrmaschine oder einem Trennschleifer (den kleinen 3mm Bohrer im Bild habe ich mit dem Dremel getuned).
Um den gewünschten Bohrerdurchmesser zu erhalten, schleift man übermaßige Bohrer ab, dazu benutze ich Diamant Flachfeilen. Der Bohrer kommt in die Bohrmaschine, einschalten und Bohrer auf Durchmesser (3- 4 Zehntel sind kein Problem) und gewünschte Bohrtiefe abschleifen. So kann man auch Stufenbohrer herstellen. Natürlich geht das auch mit (preiswerten) Holzbohrern, man erspart sich die Zentrierspitzenschleiferei.

Eine Auswahl meiner "Spezialholzbohrer" aus ehemaligen Metallbohrern:
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