Kurze Frage kurze Antwort Thread

Wie baue ich mir eine elektrische Gitarre?

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thonk
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Re: Kurze Frage kurze Antwort Thread

#4776

Beitrag von thonk » 25.01.2024, 10:31

Danke für die Tipps;
Ich schwankte zwischen Hartwachsöl und Holzsiegel; ich denke, ich werde Holzsiegel den Vorzug geben. Ich denke, es wird die widerstandfähigere Oberfläche, vor allem was Feuchtigkeit angeht.

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thoto
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Re: Kurze Frage kurze Antwort Thread

#4777

Beitrag von thoto » 31.03.2024, 15:24

Hallo liebe Gitarrenhalsbauer,
gibt es eine Faustformel/Erfahrungswerte, wie viel Material man zwischen Trussrodkanal und Halsunterseite stehen lassen sollte? Reichen 3 mm aus oder besteht die Gefahr, dass der Trussrod sich dann durchs Holz drückt, falls man ihn fester anziehen muss?

Frohe Ostern! ☀️

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Re: Kurze Frage kurze Antwort Thread

#4778

Beitrag von thonk » 31.03.2024, 20:00

Ob es eine Faustregel gibt, weiß ich nicht, kann dir aber versichern, dass 3mm absolut ausreichend sind.
Bei voll angezogenem trussrod wird dieser ja auch nur an den beiden Enden das Holz belasten. Das eine Ende kann im Halsfuss versenkt werden, da ist es von der Materialstärke her eh absolut unkritisch.
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Re: Kurze Frage kurze Antwort Thread

#4779

Beitrag von thoto » 31.03.2024, 20:44

Vielen Dank, ich kanns nicht abschätzen und habe den derzeitigen Kanal leider 11-12mm tief gemacht statt der nötigen 9,5mm. Deshalb habe ich Bedenken, das ich kein flaches Profil machen kann.

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Re: Kurze Frage kurze Antwort Thread

#4780

Beitrag von thonk » 31.03.2024, 21:03

11,5 sag ich jetzt mal + 3 + Griffbrett (geschätzt 6) sind ja auch nur 20,5 mm
Kein Ibanez wizard aber auch nicht elend fett. Was planst du denn für ein Profil?

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Re: Kurze Frage kurze Antwort Thread

#4781

Beitrag von MusikMaxx » 01.04.2024, 11:51

Nur so als Idee....
Evtl. ne dünne Leiste in den Kanal einleimen? Dann hättest du zumindest mehr Stabilität und ein paar mm mehr Material

Schönes Eiersuchen :lol:
Viele Grüsse

Martin

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#4782

Beitrag von kehrdesign » 01.04.2024, 12:34

thoto hat geschrieben:
31.03.2024, 20:44
... habe den derzeitigen Kanal leider 11-12mm tief gemacht statt der nötigen 9,5mm. Deshalb habe ich Bedenken, das ich kein flaches Profil machen kann.
Warum nicht vorm Profilieren des Halses auf der Griffbrettseite noch 1 ... 1,5 mm abtragen? Falls Halsfuß und Halstasche schon angepasst sein sollten, könnten das ein oder zwei Schichten Furnier richten. Die minimal veränderte Lage der Saiten im Headstock-Bereich sollte vernachlässigbar sein.

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Re: Kurze Frage kurze Antwort Thread

#4783

Beitrag von thoto » 01.04.2024, 17:28

Danke für die Anregungen, leider ist alles schon fertig verleimt und bundiert. Ich werde es einfach wagen und sehen, was passiert.
Eine Halsdicke mit 20mm am ersten Bund sollte kein Problem sein.

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Re: Kurze Frage kurze Antwort Thread

#4784

Beitrag von KNGuitars » 02.05.2024, 14:07

Hallo leute, ich kämpf gerade mit einem binding, und zwar ist mir das binding beim festkleben (aceton) gerissen ... hab erst mal munter weitergeklebt und mir gedacht um die stelle kümmere ich mich später.
hab dann die stellt ordentlich mit aceton getränkt, festgeklebt, geschliffen, und man sah den riss trotzdem noch leicht. also keinen direkten riss mehr, sonder die stelle war dann etwas dunkler wo der riss war.
hab dann den riss nochmal freigekratzt, binding material mit aceton vermischt, und die stelle nochmal das fehlende material ergänz ... wieder das selbe, nur diesmal noch breiter.
theoretisch müsste sich sowas ja unsichtbar beheben lassen, oder? (think)
lg klaus

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Re: Kurze Frage kurze Antwort Thread

#4785

Beitrag von clonewood » 03.05.2024, 19:50

hier eine Möglichkeit ... das habe ich selbst schon so angewendet, an einer Rückseite einer Gitarre, also weil hier das Binding keine Unterbrechung durch einen Hals hat


-zwei Bindingabschnitte werden an je einem Ende leicht konkav geschliffen , sehr spitz zulaufen lassen (papierdünn am Ende), ruhig so 15 mm lang spitz zulaufend bei 2mm Bindingstärke
-diese Abschnitte links und rechts unterhalb des Bindings kleben (doppelseitiges Klebeband), als Anlaufringfläche für einen Bündigfräser
-den Bereich ausfräsen (der Fräser sollte schon sauber schneiden und nicht zugespackt sein von sonstigen Holzarbeiten)
-die Abschnitte unterhalb wieder entfernen
-neues Binding kleben
-fest werden lassen und wieder beifräsen

zum Kleben empfehle ich Ruderer, besser kein Aceton

eine unschöne bildliche Darstellung (ein Bild von einem Ergbnis bringt nichts, da man es nicht sieht :lol: )

1.jpg
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Re: Kurze Frage kurze Antwort Thread

#4786

Beitrag von JulianBender » 21.05.2024, 15:06

hatta hat geschrieben:
21.06.2020, 11:08
Kann mir jemand einen guten Tipp geben welches Epoxy ich für das Herstellen eines Tisches (Ausgießen der Zwischenräume zwischen zwei Brettern wie üblich bei solchen Holz Epoxy Tischen) verwenden kann?

Hab mir günstig zwei Kirschholzbbretter geschossen und daraus soll ein Couchtisch für mein Wohnzimmer werden.

Danke und schönen Sonntag
Harald
Hallo Harald,

für dein Projekt, einen Couchtisch aus Kirschholz mit Epoxidharz zu gießen, kann ich dir ein paar Tipps und eine Produktempfehlung geben. Es ist wichtig, ein Epoxidharz zu wählen, das eine gute Klarheit und Härte bietet und für die gewünschte Gussstärke geeignet ist.

Ich habe bereits ähnliche Projekte durchgeführt und kann dir das Art Epoxidharz mit Härter von https://epoxid1.de empfehlen. Dieses Harz eignet sich hervorragend für Gussstärken bis 2 cm, was ideal für das Ausgießen der Zwischenräume zwischen den Holzbrettern deines Tisches ist​. Es ist leicht zu verarbeiten und ergibt eine klare, robuste Oberfläche.

Wenn du größere Gussstärken planst, etwa für einen Rivertable, dann wäre das Extreme Epoxidharz eine gute Wahl. Es eignet sich für Schichtdicken von 5 bis 10 cm und bietet eine lange Verarbeitungszeit sowie hohe Klarheit und Festigkeit​.

Viel Erfolg bei deinem Projekt!

Gruß Julian
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Re: Kurze Frage kurze Antwort Thread

#4787

Beitrag von Jujiaaaa » 04.06.2024, 15:30

Hey,

Ja, reicht normalerweise, die Erdung über die Kralle der Federn zu machen. Hab's bei meinem auch so und keine Probleme gehabt. Wenn du auf Nummer sicher gehen willst, kannst du zusätzlich die Gewindehülse erden, aber muss nicht unbedingt sein.

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Re: Kurze Frage kurze Antwort Thread

#4788

Beitrag von Janis » 06.06.2024, 15:25

Hallo zusammen,

ich habe eine Frage zu einer artverwandten Disziplin. Es geht um die Restaurierung eines Möbels.
Es ist ein Schränkchen mit schönem aber sehr verblasstem Rio-Palisander Furnier.
Normalerweise versuche ich bei solchen Aktionen den Alterungszustand bzw. Patina so zu lassen bzw. nur etwas anzugleichen.
Hier ist allerdings durch Sonneneinstrahlung das Holz außen fast Gelb, während innen alles noch in rot-braunem Originalton daher kommt.
Da es sich "nur" um ein 60er/70er Möbel handelt, ist das Furnier eben ziemlich dünn und nicht auf einige mm gesägt wie bei ganz alten antiquarischen Möbeln.

Grundsätzlich traue ich mir zu, auch diese furnierten Flächen zu schleifen. Das habe ich schon ein paar Mal gemacht. Bei ähnlichen vorherigen Projekten waren es Teak, Birke und Nussbaum und hier konnte ich durch das Finish einen schönen, satten und dem Ursprungszustand nahen Farbton erreichen.

Da ich mit verblasstem Palisander keine Erfahrung habe: Macht es überhaupt Sinn? Bekomme ich beim Ölen oder Polieren am Ende wieder einen dunkleren Farbton oder ist durch das Ausbleichen (bei 0,7mm Furnierstärke vllt. sogar durchgehend?) der ursprüngliche Farbton nicht mehr wiederherzustellen?

Vielen Dank schonmal für etwaige Antworten :)
Viele Grüße,
Jan

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#4789

Beitrag von KNGuitars » 17.06.2024, 09:31

Hallo Leute, etwas offtopic, es geht um eine 34-Saitige Gitarre (auch Harfe genannt :D )

Meine Tochter möchte mit dem Harfe-Spielen beginnen, wir waren auch schon in der Musikschule zum Probespielen. Dort hat mir der Klang recht gut gefallen (war aber auch eine Harfe jenseits der 10.000€ die sie dort probieren durfte).

Die Musiklehrerin hat uns auch ein paar Harfen empfohlen, hab mir jetzt ein paar davon angesehen (Preisklasse neu 2500 - 4000€), und bin vom Sound überhaupt nicht begeistert.
Die Klingen alle irgendwie "zugeschnürt", leblos, keine resonaz; satten, runden Bass scheints da sowieso nicht zu geben.
irgendwie hab ich die Vorstellung von einem "Konzertgitarrenklang" im kopf. die die wir jetzt ausserhalb der musikschule probiert haben klangen aber eher wie eine Hollowbody unverstärkt gespielt.
Könnte mir mal jemand den Klang einer Harfe beschreiben? lieg ich mit meinen Klangvorstellungen eventuell daneben?
liegt meine falsche klangvorstellung von dem instrument vielleicht daran dass die musiklehrerin in der musikschule an den basssaiten mitgespielt hat, währen meine Tochter an den höheren saiten "alle meine entchen" gespielt hat?
kommt der klang der Harfe erst raus, wenn man mehrere Saiten gleichzeitig spielt?
lg klaus

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#4790

Beitrag von Yaman » 17.06.2024, 11:04

Suche mal im Internet nach "Harp Sample Libraries" und höre dir die Audio-Beispiele an.

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#4791

Beitrag von Janis » 17.06.2024, 11:54

Viele Grüße,
Jan

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#4792

Beitrag von KNGuitars » 18.06.2024, 07:05

ok, da hatte ich wohl wirklich falsche klangvorstellungen , kann man wirklich nicht mit gitarren vergleichen :oops:

... hab zwar 0 Zeit, aber irgendwie reizts mich jetzt sowas zu bauen :lol: ... wobei die hohen Saiten mit Gitarrenklang haben sollten, und die Bass Saiten Kontrabass-Klang (think) :D
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Re: Kurze Frage kurze Antwort Thread

#4793

Beitrag von penfield » 18.06.2024, 09:06

KNGuitars hat geschrieben:
18.06.2024, 07:05
... hab zwar 0 Zeit, aber irgendwie reizts mich jetzt sowas zu bauen :lol:
Der Bauthread wäre abonniert. (dance a)
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