Jig für Sattelkerben

Schablonen und Hilfskonstruktionen

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Re: Jig für Sattelkerben

#26

Beitrag von Reverend Sykes » 02.03.2018, 14:41

jhg hat geschrieben:
01.03.2018, 23:15
Besteht Interesse hier im Forum an diesen Streifen mit Schlitzen?
Ja. (dance a)
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Re: Jig für Sattelkerben

#27

Beitrag von hatta » 02.03.2018, 14:50

Weil gerade hie die Video Serie einer Archtop vorgeschlagen wurde, da hat er auch so etwas ähnliches gebaut für den Sattel:

https://youtu.be/QgXQHYMvMBc?t=3m43s

Ab Minute 3:40 Sieht man es :)
Gruß
Harald

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Re: Jig für Sattelkerben

#28

Beitrag von Docwaggon » 02.03.2018, 16:30

dann bekommen die hohen saiten auch 0.5er schlitze ?

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Re: Jig für Sattelkerben

#29

Beitrag von jhg » 02.03.2018, 18:03

Docwaggon hat geschrieben:
02.03.2018, 16:30
dann bekommen die hohen saiten auch 0.5er schlitze ?
Nein, wie ich schon anfangs schrieb....

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Re: Jig für Sattelkerben

#30

Beitrag von Docwaggon » 02.03.2018, 18:50

jhg hat geschrieben:
02.03.2018, 18:03
Nein, wie ich schon anfangs schrieb....
du hast geschrieben, dass du die nuten mit der säge anritzt und dann tiefer feilst.
dann sind sie aber zumindest oben 0,5 breit ?
jhg hat geschrieben:
01.03.2018, 11:33
Mit einer dünnen Säge ritze ich die Kerben vor, die im Anschluss dann mit den entsprechenden Feilen tiefer gefeilt werden.
sorry, bin grad vielleicht verkopft denn mir fehlt beim bearbeiten des sattels einfach die erfahrung wie genau es sein muss :oops:

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Re: Jig für Sattelkerben

#31

Beitrag von ahgit » 02.03.2018, 21:17

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Re: Jig für Sattelkerben

#32

Beitrag von Reverend Sykes » 02.03.2018, 22:17

ahgit hat geschrieben:
02.03.2018, 21:17
Meiner Meinung nach treibt Stewmc hier mal wieder eine neue Sau durchs Dorf ,um seinen Werkzeugumsatz weiterhin zu gewährleisten.
Das war auch mein erster Gedanke. Ich mag Gitarren mit unterschiedlichen Saitenabständen überhaupt nicht. Meine Hopf Telstar hat einen schlecht gefertigten Sattel und das macht mich beim Spielen völlig verrückt.
ABER: Wenn genau das der Wunsch der Kundschaft ist, will ich diesen auch erfüllen können (nachdem ich meinem Mißfallen in angemessener Weise Ausdruck verliehen habe). Und dann ist so ein Jig schon nützlich, hoffe ich. :)

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Re: Jig für Sattelkerben

#33

Beitrag von capricky » 02.03.2018, 22:21

Also wir sprechen hier um eine Zugabe von 0,1mm pro Saite, das sind von E zu e insgesamt 0,5mm.... ich glaube da fühlt und sieht man nichts.

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Re: Jig für Sattelkerben

#34

Beitrag von ugrosche » 02.03.2018, 22:46

capricky hat geschrieben:
02.03.2018, 22:21
... ich glaube da fühlt und sieht man nichts.
klar, muss man nicht machen. Sieht aber ordentlicher aus. Hier mal ein gefundenes Vergleichsbild:
equalproportionalstringspacing.jpg
Wenn man's genau macht, müsste man das auch an der Brücke so machen und die Dots sind dann nicht mehr genau in Griffbrettmitte. Und die Polepieces der Pickups passen auch nicht mehr genau ...
Deshalb sieht man das fast nur am Sattel, da hier der unregelmäßige Abstand am ehesten auffällt.
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Re: Jig für Sattelkerben

#35

Beitrag von ugrosche » 02.03.2018, 22:52

So richtig merkt man's erst bei dickeren Saiten:
Bass_spacing.jpg
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Re: Jig für Sattelkerben

#36

Beitrag von ahgit » 02.03.2018, 22:59

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Re: Jig für Sattelkerben

#37

Beitrag von jhg » 02.03.2018, 23:21

Ob man das jetzt wirklich so doll merkt oder nicht sei dahingestellt. Wahrscheinlich ist der Unterschied zu gering um einen deutlich spürbaren Effekt zu haben. Aber was wirklich praktisch ist, ist die Möglichkeit verschieden breite Sattel zu schlitzen. Ich muss also nich immer wieder neu rechnen und dann noch mi dem Lineal oder sonst wie die Maße auf den Sattel übertragen. Wenn ich die äußeren Abstände festgelegt habe, suche ich mir die passende Teilung auf der Skala einfach aus....
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Re: Jig für Sattelkerben

#38

Beitrag von jhg » 02.03.2018, 23:28

Docwaggon hat geschrieben:
02.03.2018, 18:50

du hast geschrieben, dass du die nuten mit der säge anritzt und dann tiefer feilst.
dann sind sie aber zumindest oben 0,5 breit ?

sorry, bin grad vielleicht verkopft denn mir fehlt beim bearbeiten des sattels einfach die erfahrung wie genau es sein muss :oops:
Ich brauche für die eigentliche Kerbe nur einen Anriss auf der richtigen Position. Da ich den Sattel nach dem Kerben auf die richtige Tiefe so weit herunterschleife, dass die Kerben nur noch wenig tief sind macht der etwas breitere Anriss auch nichts aus.

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Re: Jig für Sattelkerben

#39

Beitrag von capricky » 03.03.2018, 09:11

ahgit hat geschrieben:
02.03.2018, 22:59
Also wir sprechen hier um eine Zugabe von 0,1mm pro Saite, das sind von E zu e insgesamt 0,5mm.... ich glaube da fühlt und sieht man nichts.
Wenn man keinen Unterschied spürt kann man den ganzen Zirkus ja gleich lassen.
Bei Nylonsaiten sind die Querschnitte wesentlich stärker .Um wirklich gleiche Abstände zu erreichen sind die Abweichungen größer,Jemand der etliche Stunden am Tag mit dem Instrument verbringt, spürt den Unterschied sehr wohl....
Der ganze "Zirkus" hat aber mal gar nichts mit den Saitendurchmessern zu tun, sondern nur mit den Abständen der mittleren Saitenauflagen. Ich glaube, das ist der Punkt, den du hier noch nicht wirklich realisiert hast. Die differieren dann nach der StewMac Lineal- und der jhg Jigmethode um 0,1mm. Den Unterschied merkt kein noch so sensibler Gitarrist, wenn man ihm das nicht sagt. Einen Unterschied in der Sattelkerbentiefe von 0,1mm merken die aber schon.

Bei den Dots in der Mitte des Griffbretts beträgt der Versatz 0.25mm, das ist die Stärke einer 0.09er Saite, kein Grund zur Beunruhigung, denn es gab den Versatz auch bisher durch die unterschiedlichen Saitendurchmesser. Es kann gut sein, dass das jetzt sogar kompensiert wird. Das werde ich mir noch mal anschauen.

capricky

edit: ich bin bisher davon ausgegangen, dass der Versatz rein additiv erfolgt, also 0,1mm pro Saite ergibt am Ende 0,5mm von E zu E-Saite, oder 0,25mm zur virtuellen Mittellinie des Griffbretts.
Viel wahrscheinlicher ist aber, dass man sich an der "klassischen" Abstandslage der E-Saiten zum Griffbrettrand orientiert und der "Zehntelversatz" also auf A bis H verteilt wird. Ich denke dieser "Betrug" wird nie aufgedeckt werden, weil diese Differenzen schon in der unvermeidlichen Toleranz beim bisherigen Sattelfeilen lagen.

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Re: Jig für Sattelkerben

#40

Beitrag von jhg » 03.03.2018, 10:10

Also wenn jemand eine praktischere Art und Weise kennt einen Sattel gleichmäßig zu schlitzen, dann könnt ihr das gerne mal vorstellen. Bei mir ist es so, dass nicht alle Griffbretter gleich breit sind bzw. bei Reparaturen sowieso nicht. Da finde ich diese Vorrichtung sehr hilfreich und die wird wohl so schnell nicht in der Versenkung verschwinden.

Ich nehme gerne noch ein paar Bestellungen auf - einfach per PN melden.
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Re: Jig für Sattelkerben

#41

Beitrag von capricky » 03.03.2018, 10:38

Es geht nicht um eine "Verbesserung" des Spielgefühls noch um irgendeine "Kompensation", es geht um ein einfaches, praktisches tool, dass den Vorgang des Sattelkerbens etwas entspannter macht. Das kann dieses Teil ohne Zweifel.

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Re: Jig für Sattelkerben

#42

Beitrag von clonewood » 03.03.2018, 10:43

wenn man es genau sieht und man von Stahlsaiten spricht, ergeben sich in verschiedenen Saitensätzen

zwischen den blanken Saiten Durchmesserdifferenzen 0,1 - 0,15 mm ....
zwischen blanken und umwundenen Saiten 0,15 .0,2 mm...
zwischen den umwundenen Saiten um 0,25 mm....

also ganz genau genommen ist die Verteilung bei E-Gitarrensaitensätzen eine andere als bei Westerngitarrensaiten u.s.w.

man sieht also: die ganze Rechnerei bringt nichts...... kein Jig oder keine Schablone wird diese Bezüge von Saitenstärken, Saitenart und Saitenzusammenstellung universell abbilden können.......aber man kann es sich mit einem Jig etwas leichter machen

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Re: Jig für Sattelkerben

#43

Beitrag von clonewood » 03.03.2018, 11:57

hier eine, wie ich finde, interessante Sattelbearbeitungsvorrichtung...

https://www.guitarbuilding.solutions/pr ... ng-spacing

ok, das ist wirklich overkill

aber ich erinnerte mich plötlich an solche Teile für Streichinstrumente
1.JPG
1.JPG (3.7 KiB) 7893 mal betrachtet
für mich ergibt sich folgende Erkenntnis:

mit einem modifizierten StewMac Stringspacingruler hätte man ein perfektes Tool

man müsste entlang einer Seite abschneiden, bis die Schlitze freiliegen....danach entlang der Schlitztiefe abkanten

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Re: Jig für Sattelkerben

#44

Beitrag von zappl » 04.03.2018, 23:39

Na, wenn wir schonmal alle Herren am Tisch versammelt haben... Wie dimensioniert ihr denn die Abstände der äußeren Saiten zu den Griffbrettaußenkanten? Gleiche Abstände unter Berücksichtigung des Saitendurchmessers?

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Re: Jig für Sattelkerben

#45

Beitrag von jhg » 07.09.2021, 22:16

So Freunde, da ich angefragt wurde, hab ich noch mal ein paar von den Sattelkerbenjigs gefräst. Wer Interesse an so einem Ding hat, kann sich gerne bei mir per PN melden!
20210907_214241.jpg
20210907_214255.jpg
20210907_214319.jpg
20210907_214413.jpg
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Re: Jig für Sattelkerben

#46

Beitrag von BaldMansMojo » 23.09.2021, 23:56

Ich benutze für das Teilen das String Spacing Rule von Stewmac und für die Tiefe das Safe Slot Nut Guard. Die passenden Fühlerlehren heissen bei uns Kolbenspiellehre und sind billiger als aus USA. Das Teil von GMC Luthier Tools (guitarbuilding.solutions) fand ich richtig geil, aber ziemlich teuer. Es schützt einen auch nicht davor schräg zu sägen/feilen. Mein Problem ist 'ne Hornhautverkrümmung. Da sieht man öfter nicht "gerade". Ist mir schon öfter passiert, dass ich den Rohling richtig markiert hatte und dann schief nach unten gekommen bin.

Mittlerweile mache ich es anders und das funzt. Wenn der Rohling passt (ich mach die selber. Knochen vom Metzger (Oberschenkel hinten ist am härtesten - dem Metzger sag ich, wie lang er die sägen soll), meine Frau kocht Brühe ein und fertig ist das Rohmaterial. Grob über die Bandsäge und in die Vorratskiste) kommt der Safe Nut slot Guard zum Einsatz.
- Bundhöhe + Saitenspiel + Saitendicke = Rohhöhe
- Lehre rein und für die Saite anzeichnen
- Das ganze 6 Mal
- Die Punkte mittels Kurvenlineal verbinden
Dann kommt der Tellerschleifer und der Nut and Saddlevise von Stewmac. Alle Seiten sind bei dem Teil genau rechtwinklig. Als Schleifer benutze ich den kleinen Band und Tellerschleifer von Scheppach. Wenn man jetzt den Sattel einspannt kann man mit dem Tellerschleifer wunderbar die Rundung rausarbeiten (gibts auch ein video von Stewmac)

Jetzt habe ich nur noch minimal Material zu kerben. Seitenabstand markieren und das Spacing rule. Das anritzen mache in einem Feinmechanikschraubstock in den ich zusammen mit dem Sattel ein Aluprofil als Anschlag einspanne. Ganz kleinen Winkel an den Anschlag und anritzen. Ankerben mit der Laubsäge. Die finden den Kratzer vom Messer besser als z.B. die Sattelsägen von Stewmac.

Und dann die Tiefe feilen mit den Safe Nut Guard. Da hau ich immer schwarzen Edding auf die Lehre. Dann seh ich genau wann ich de tiefe habe, bevor ich eine macke in der Feile oder der Lehre habe.

Seitdem ich das so mache, habe ich trotz Hornhautverkrümmung keinen Sattel mehr versaut

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Re: Jig für Sattelkerben

#47

Beitrag von jhg » 24.09.2021, 09:23

BaldMansMojo hat geschrieben:
23.09.2021, 23:56

Jetzt habe ich nur noch minimal Material zu kerben. Seitenabstand markieren und das Spacing rule. Das anritzen mache in einem Feinmechanikschraubstock in den ich zusammen mit dem Sattel ein Aluprofil als Anschlag einspanne. Ganz kleinen Winkel an den Anschlag und anritzen. Ankerben mit der Laubsäge. Die finden den Kratzer vom Messer besser als z.B. die Sattelsägen von Stewmac.
Genau für diesen Schritt ist die Vorrichtung. Man spart sich das Übertragen vom Lineal, anritzen und dann ankerben mit der Laubsäge, da das in einem Schritt passiert.

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Re: Jig für Sattelkerben

#48

Beitrag von dieratec » 29.09.2021, 16:58

Da ich auch öfters Sättel kerben muss, habe ich mir dafür eine kleine Hilfe gebaut.

Bei mir sind es überwiegend Sättel für Hälse nach Fender Art. Für die unterschiedlichen Breiten am Sattel, bei mir 42, 43 und 44mm habe ich mir eine Tabelle mit den Maßen angelegt, die ich dann mit dem Dig.- Messschieber einstelle.

Im Vorfeld schleife ich den Sattel genau auf Maß. Auch bekommt der Sattel schon den Halsradius angeschliffen, so dass ich nach dem Kerben nur noch die benötigte Höhe der Saiten von der Rückseite des Sattels abschleifen muss. Damit die Saiten nicht auf der vollen Breite des Sattels aufliegen, hinterschleife ich den Sattel.

Mit dem Messschieber stelle ich dann den Abstand von der Feilkannte bis zu Ende Sattel ein.
Anschließend kerbe ich den Sattel erst unter einem bestimmten Winkel und dann erst gerade die Tiefe für die Saiten.
Um die Tiefe der Kerben zu prüfen, verwende ich Reststücke von den Saitenstärken die zu Einsatz kommen.
IMG_2625.JPG
IMG_2626.JPG
Für meine Zwecke reicht mir die kleine Vorrichtung, bin jedes mal zufrieden mit dem Ergebnis.
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Titan-JanPoldi
Gruß Rainer

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