Kauftipp Zangen

von Hobeln, Sägen und Feilen bis zu Spezialhandwerkzeugen

Moderator: jhg

Antworten
Benutzeravatar
Svenson
Bodyshaper
Beiträge: 295
Registriert: 02.07.2018, 17:41
Hat sich bedankt: 102 Mal
Danksagung erhalten: 11 Mal

Kauftipp Zangen

#1

Beitrag von Svenson » 27.07.2019, 20:04

Hallo,
ich hab mir aus dem Baumarkt eine neue Zange geholt um Bunddraht ab zu schneiden.
Naja,...ich hab mich letztenendes ganz schön abgequält bis ich die Dinger durch hatte.
Nun interessiert mich welche Zangen ihr für diesen Zweck benutzt oder besser gesagt interessieren mich günstige Alternativen zu GitarrenbauZangen. Die Phase kann man sich ja rausschleifen.
Kurz: Suche Kauftipp für kräftige Zange
Ach... wo ich schon dabei bin: ich such auch noch eine die sich als Bundziehzange eignet.

Danke in vorraus

Benutzeravatar
cabriolet
Ober-Fräser
Beiträge: 761
Registriert: 12.09.2018, 09:50
Wohnort: Wetzlar
Hat sich bedankt: 77 Mal
Danksagung erhalten: 245 Mal

Re: Kauftipp Zangen

#2

Beitrag von cabriolet » 27.07.2019, 20:48

Zur Bundziehzange hast du dir den Tipp ja schon selber geliefert: Fase/Wate an einer einfachen Kneifzange wegschleifen.
Und zum Bunddraht schneiden benutze ich persönlich keine Zange, ich säge den mit einer Puk-Säge mit Metallsägeblatt.

Gruß
Markus
Folgende Benutzer bedankten sich beim Autor cabriolet für den Beitrag:
Svenson
Bauprojekte: Die "Couch-Gitarre"
und natürlich die aktuellen Wettbewerbsgitarren: Noch so´n hohles Ding: Die kleine Schwester
und Simplex

Die Wettbewerbsgitarre 2018/2019:
Das hohle Ding aus dem Baumarkt: Baubericht und Galerie

Benutzeravatar
jhg
Moderator
Beiträge: 1638
Registriert: 25.04.2010, 14:43
Wohnort: Hohenlimburg
Hat sich bedankt: 39 Mal
Danksagung erhalten: 275 Mal
Kontaktdaten:

Re: Kauftipp Zangen

#3

Beitrag von jhg » 27.07.2019, 21:37

Ich verwende eine solche Zange:
https://www.amazon.de/Monierzange-Rabit ... ay&sr=8-18
Am Bandschleifer oder Schleifbock wird die "Wate" (also die obere Fase an der Schneide) weggeschliffen - Vorsicht dabei: immer gut kühlen. Wird die blau ist Schneide hin ...

Vorteil: hat einen langen Hebel, man kann damit den Bunddraht schneiden und auch die Bünde herausziehen.
Folgende Benutzer bedankten sich beim Autor jhg für den Beitrag:
Svenson

DanielP
Planer
Beiträge: 82
Registriert: 08.12.2016, 11:58
Wohnort: Neunkirchen Saar
Hat sich bedankt: 1 Mal
Danksagung erhalten: 13 Mal
Kontaktdaten:

Re: Kauftipp Zangen

#4

Beitrag von DanielP » 28.07.2019, 22:45

Generell kann ich Knipex als Hersteller empfehlen. Ich habe den hier zum groben abschneiden von Bunddraht: https://www.knipex.de/index.php?id=1216 ... oupID=1469

Speziell zum ablängen von Bunddraht auf dem Instrument, habe ich diese hier:
https://www.sever.si/luthier-profession ... led-handle

Die ist eigentlich auch speziell für Edelstahl Bunddraht, aber nach ca. 5 Stainless Steel Bundierungen hat die schon ziemlich gelitten....
Für normalen Bunddraht aber echt klasse!
Folgende Benutzer bedankten sich beim Autor DanielP für den Beitrag:
Svenson

Benutzeravatar
hatta
Luthier
Beiträge: 3363
Registriert: 12.01.2015, 12:46
Hat sich bedankt: 499 Mal
Danksagung erhalten: 366 Mal

Re: Kauftipp Zangen

#5

Beitrag von hatta » 28.07.2019, 23:34

DanielP hat geschrieben:
28.07.2019, 22:45
Generell kann ich Knipex als Hersteller empfehlen. Ich habe den hier zum groben abschneiden von Bunddraht: https://www.knipex.de/index.php?id=1216 ... oupID=1469

Speziell zum ablängen von Bunddraht auf dem Instrument, habe ich diese hier:
https://www.sever.si/luthier-profession ... led-handle

Die ist eigentlich auch speziell für Edelstahl Bunddraht, aber nach ca. 5 Stainless Steel Bundierungen hat die schon ziemlich gelitten....
Für normalen Bunddraht aber echt klasse!
Jup, knippex ist gut.
Hab mir nach 2 fehlkäufen eine Knippex zurechtgeschliffen zum Bunddraht am Griffbrett abschneiden. Selbst die Knippex weist nach etwa 6 oder 7 Bundierungen leichten Verschleiß auf von den Edelstahl Bünden.
Geschliffen wurde die Zange im Nassschleifverfahren an der Tormek, die Härtung ht also nicht darunter gelitten.

Edelstahlbünde sind halt eine größere Belastung als normaler neusilberdraht :roll: da muss man wohl mit höherem Werkzeugverschleiß rechnen...
Gruß
Harald

Benutzeravatar
jhg
Moderator
Beiträge: 1638
Registriert: 25.04.2010, 14:43
Wohnort: Hohenlimburg
Hat sich bedankt: 39 Mal
Danksagung erhalten: 275 Mal
Kontaktdaten:

Re: Kauftipp Zangen

#6

Beitrag von jhg » 29.07.2019, 10:15

DanielP hat geschrieben:
28.07.2019, 22:45
Die ist eigentlich auch speziell für Edelstahl Bunddraht, aber nach ca. 5 Stainless Steel Bundierungen hat die schon ziemlich gelitten....
Für normalen Bunddraht aber echt klasse!
Man darf dabei nicht vergessen, dass man durch das Wegschleifen der Wate den Keilwinkel an diesem Werkzeug mal eben halbiert! Das das auf die Standzeit der Schneiden geht ist vollkommen klar!

Evtl. könnte es helfen auf der Oberseite der Zange dann eine kleine Mikrofase wieder anzuschleifen (mit einer Diamantfeile), damit die Schneide eben an der Kante nicht so dünn ist.

Benutzeravatar
capricky
Moderator
Beiträge: 10959
Registriert: 23.04.2010, 13:43
Wohnort: In Karl seinem Adlernest
Hat sich bedankt: 507 Mal
Danksagung erhalten: 817 Mal

Re: Kauftipp Zangen

#7

Beitrag von capricky » 29.07.2019, 11:04

Bunddraht, auch Edelstahlbunddraht ist nicht die sprichwörtliche Härte. Auch wenn sich die Schneiden beim Schleifen etwas verfärben (Anlauffarben), dann ist die Zange noch nicht Schrott.
Als Bundziehzangen eignen sich Vornschneider, die man reglmäßig im Elektronikwerkzeugset für wenig Geld im Kassenbereich der Baumärkte findet. Ich habe bestimmt vier Stück davon in unterschiedlichen Breiten. Knipexzangen sind in dem Fall auch nicht härter, nur 5x teurer. Deren Umschliff ist auch eine gute Übung für das dann größere Projekt "Bundzange"! 8)

capricky

DanielP
Planer
Beiträge: 82
Registriert: 08.12.2016, 11:58
Wohnort: Neunkirchen Saar
Hat sich bedankt: 1 Mal
Danksagung erhalten: 13 Mal
Kontaktdaten:

Re: Kauftipp Zangen

#8

Beitrag von DanielP » 31.07.2019, 14:34

jhg hat geschrieben:
29.07.2019, 10:15
DanielP hat geschrieben:
28.07.2019, 22:45
Die ist eigentlich auch speziell für Edelstahl Bunddraht, aber nach ca. 5 Stainless Steel Bundierungen hat die schon ziemlich gelitten....
Für normalen Bunddraht aber echt klasse!
Man darf dabei nicht vergessen, dass man durch das Wegschleifen der Wate den Keilwinkel an diesem Werkzeug mal eben halbiert! Das das auf die Standzeit der Schneiden geht ist vollkommen klar!
Die Summit Bundzange kommt aber von Haus aus schon so - auch wenn du natürlich recht hast - aber wenn die die Zange so verkaufen und als geeignet deklarieren, würde ich mehr erwarten...

Benutzeravatar
capricky
Moderator
Beiträge: 10959
Registriert: 23.04.2010, 13:43
Wohnort: In Karl seinem Adlernest
Hat sich bedankt: 507 Mal
Danksagung erhalten: 817 Mal

Re: Kauftipp Zangen

#9

Beitrag von capricky » 31.07.2019, 15:22

Summit finde ich inzwischen nicht mehr so prall, letztes Jahr hatte ich deren Tangnipperzange, die ausdrücklich für Edelstahlbünde geeignet sein soll hier verrissen. Aus den Informationen, die ich von Rockinger als Händler erhielt, las ich ein deutlich arrogantes Verhalten des Herstellers auf meine Reklamation hin.

capricky

Benutzeravatar
fonzarelli
Bodyshaper
Beiträge: 258
Registriert: 23.04.2010, 13:27
Wohnort: Augsburg
Hat sich bedankt: 3 Mal
Danksagung erhalten: 6 Mal

Re: Kauftipp Zangen

#10

Beitrag von fonzarelli » 31.07.2019, 21:19

Ich verwende gar keine Bundzange.
Die Bünde knipse ich mit einer normalen, nicht modifizierten Beißzange ab und die 1-2mm Überstand schleife ich mit 220er Schleifleinen auf einem 20cm MDF Block runter. Zeitaufwand: 5 Minuten, Kosten minimal.
Allerdings habe ich bisher keine Edelstahlbünde verwendet.
Den Tang nippe ich auch nicht mit einer Spezialzange sondern Schleife ihn an Opas altem Doppelschleifer weg.
Schönen Gruß
Jörg

Benutzeravatar
clonewood
Moderator
Beiträge: 5895
Registriert: 23.04.2010, 19:11
Wohnort: aufm Dorf
Hat sich bedankt: 13 Mal
Danksagung erhalten: 99 Mal

Re: Kauftipp Zangen

#11

Beitrag von clonewood » 01.08.2019, 00:27

Suche Kauftipp für kräftige Zange
Es gab mal irgendwo die Empfehlung zu Gleissschneidern ......

Benutzeravatar
Docwaggon
Zargenbieger
Beiträge: 1172
Registriert: 12.03.2017, 10:46
Wohnort: Dortmund
Hat sich bedankt: 109 Mal
Danksagung erhalten: 126 Mal

Re: Kauftipp Zangen

#12

Beitrag von Docwaggon » 01.08.2019, 10:58

fonzarelli hat geschrieben:
31.07.2019, 21:19
Ich verwende gar keine Bundzange.
Die Bünde knipse ich mit einer normalen, nicht modifizierten Beißzange ab und die 1-2mm Überstand schleife ich mit 220er Schleifleinen auf einem 20cm MDF Block runter. Zeitaufwand: 5 Minuten, Kosten minimal.
Allerdings habe ich bisher keine Edelstahlbünde verwendet.
mache ich aus so

Benutzeravatar
hatta
Luthier
Beiträge: 3363
Registriert: 12.01.2015, 12:46
Hat sich bedankt: 499 Mal
Danksagung erhalten: 366 Mal

Re: Kauftipp Zangen

#13

Beitrag von hatta » 01.08.2019, 13:32

clonewood hat geschrieben:
01.08.2019, 00:27
Suche Kauftipp für kräftige Zange
Es gab mal irgendwo die Empfehlung zu Gleissschneidern ......
Ja von Märklin... der hat bei mir keine ganze Bundierung durchgehalten :!: :|
Gruß
Harald

Benutzeravatar
clonewood
Moderator
Beiträge: 5895
Registriert: 23.04.2010, 19:11
Wohnort: aufm Dorf
Hat sich bedankt: 13 Mal
Danksagung erhalten: 99 Mal

Re: Kauftipp Zangen

#14

Beitrag von clonewood » 01.08.2019, 18:20

Ich dachte Xuron wäre die Marke gewesen.....ich finde sie aber gerade nirgends in der Ausführung für Neusilber

Benutzeravatar
Svenson
Bodyshaper
Beiträge: 295
Registriert: 02.07.2018, 17:41
Hat sich bedankt: 102 Mal
Danksagung erhalten: 11 Mal

Re: Kauftipp Zangen

#15

Beitrag von Svenson » 01.08.2019, 19:04


Benutzeravatar
hatta
Luthier
Beiträge: 3363
Registriert: 12.01.2015, 12:46
Hat sich bedankt: 499 Mal
Danksagung erhalten: 366 Mal

Re: Kauftipp Zangen

#16

Beitrag von hatta » 02.08.2019, 00:19

clonewood hat geschrieben:
01.08.2019, 18:20
Ich dachte Xuron wäre die Marke gewesen.....ich finde sie aber gerade nirgends in der Ausführung für Neusilber
Ja stimmt, da hatte ich wohl was anderes im Kopf. Aber bei Modelleisenbahn kommt mir immer Märklin in den Sinn... vl liegts daran, dass ich eine Märklin Bahn hatte :D
Gruß
Harald

Benutzeravatar
kehrdesign
Zargenbieger
Beiträge: 1779
Registriert: 05.06.2011, 02:06
Hat sich bedankt: 113 Mal
Danksagung erhalten: 317 Mal
Kontaktdaten:

Re: Kauftipp Zangen

#17

Beitrag von kehrdesign » 02.08.2019, 10:53

Ich nutze den XURON-Gleisschneider für Märklin-Edelstahlschinen seit Jahren und er hat durchgehalten. Dabei waren auch drei Edelstahlbundierungen. Allerdings ist Edelstahl nicht gleich Edelstahl; V4A ist deutlich fester als V2A, ganz zu schweigen von diversen Stählen aus der Zahntechnik, an denen aus eigener Erfahrung bisher alle erdenklichen Kneifzangen (einschließlich auf HRC 63 gehärteten) gescheitert sind.

Die o. gen. Gleisschneider hatte ich an dieser Stelle auch empfohlen, musste aber einen massiven Vorwurf von Harald einstecken (in Form von: Fall für die Tonne). Deshalb gebe ich zu derartigen Werkzeugen keine Empfehlung mehr ab.
Verhinderer haben Gründe, Macher suchen Lösungen.
______________________
http://guitars.kehrdesign.de/

Benutzeravatar
hatta
Luthier
Beiträge: 3363
Registriert: 12.01.2015, 12:46
Hat sich bedankt: 499 Mal
Danksagung erhalten: 366 Mal

Re: Kauftipp Zangen

#18

Beitrag von hatta » 02.08.2019, 23:32

Das sollte doch kein vorwurf sein :shock:
Gruß
Harald

Antworten

Zurück zu „Handwerkzeuge“

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 3 Gäste