Pinie Hobel

von Hobeln, Sägen und Feilen bis zu Spezialhandwerkzeugen

Moderator: jhg

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Rallinger
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Pinie Hobel

#1

Beitrag von Rallinger » 08.06.2018, 11:09

Servus,

ich bin kürzlich im Sauter-Shop über die Hobel des tschechischen Herstellers Pinie gestolpert. Es sind Holz-Hobel, haben allerdings wie englische Hobel eine Feineinstellung des Hobeleisens. Der Preis ist mehr als interessant (60€ Putzhobel, 80€ Raubank).

Ich ringe ein wenig mit mir, ob ich mir diese beiden Hobel holen soll, oder für dasselbe Geld einen Dictum Nr.5. Haupteinsatzzweck ist das Abrichten von Streifen für laminierte Hälse, seltener das Fügen von Decken.

Frage: Kennt jemand diese Hobel und kann Erfahrungen mitteilen? Danke für eure Einschätzung.

Hier zur Ansicht:
https://www.sautershop.de/putzhobel-pre ... -p?c=15693
http://pinie.cz/de/unsere-produkte/putzhobel-premium
http://pinie.cz/de/unsere-produkte/rauh ... el-premium

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Re: Pinie Hobel

#2

Beitrag von glambfmbasdler » 08.06.2018, 14:41

Ich habe den Dictum Nr. 5 und bin zufrieden damit. Nehme ihn auch zum Hobeln von Decken und Böden, sowie zum Fügen derselben. Seit ich das japanische Hobeleisen nachgerüstet habe gefällt er mir noch besser.
Grüße
Eduard

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Re: Pinie Hobel

#3

Beitrag von Yaman » 08.06.2018, 14:54

Ich habe sowohl Eisen- als auch Holzhobel. Ich benutze aber nur noch die Metallhobel, weil das höhere Gewicht für mich das Hobeln einfacher macht. Beim Fügen von Decken finde ich den exakten 90 Grad Winkel des Hobelkörpers beim Metallhobel von Vorteil.

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Re: Pinie Hobel

#4

Beitrag von Rallinger » 08.06.2018, 16:03

Naja, Holzhobel fielen für mich bisher gedanklich aus, weil ich niemanden kenne der mir mal zeigen kann wie die Einstellung des Hobeleisens per Hammerschlag geht ... und weil ich es mir eher nicht zutraue, das autodidaktisch hinzukriegen. Bei diesen Holzhobeln ist das eine andere Sache, bzw könnte es sein. Ist halt eine Kostenfrage. Der Dictum kostet mit Versand 150 Euronen ... aber vermutlich werd ich mir den holen.

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Re: Pinie Hobel

#5

Beitrag von Docwaggon » 08.06.2018, 17:37

oder einen günstigeren kunz ...

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Re: Pinie Hobel

#6

Beitrag von 100WChris » 08.06.2018, 19:18

Hi Ralf,
ich bin auch einer, der völlig weg von Holzhobeln war, der aber inzwischen wieder vermehrt und gerne zum Beispiel zu meinem Ulima Putzhobel greife.
Ein planer und gewachster Holzhobel flutscht genauso leicht (oder sogar leichter) übers Holz als ein Metallhobel und außerdem macht er dieses schöne Hobel-Zisch-Geräusch dabei.
Das Einstellen mit dem Hammer ist Übungssache, das ist kein Hexenwerk. Klopft man hinten auf den Hobel rutscht das Eisen raus und dann klopft man mit leichten Schlägen auf das Eisen selbiges wieder ein. Das ist total einfach! Ich klopfe es meistens ganz raus und taste mich mit leichten Schlägen an den dünnen Span heran. Macht sogar ziemlich Spaß :)
Grüße
Chris

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Re: Pinie Hobel

#7

Beitrag von capricky » 08.06.2018, 19:28

Rallinger hat geschrieben:
08.06.2018, 16:03
Naja, Holzhobel fielen für mich bisher gedanklich aus, weil ich niemanden kenne der mir mal zeigen kann wie die Einstellung des Hobeleisens per Hammerschlag geht ... und weil ich es mir eher nicht zutraue, das autodidaktisch hinzukriegen.
Da wirst du wohl auch nie jemanden finden, denn mit dem Hammer stellt man auch nicht das Eisen ein. ;) Das macht man eher mit einer Methode aus Versuch und Irrtum mit dem Eisen und dem Keil. Den Hammer brauchst Du zum Klemmen des Keils und wieder zum Lösen von Eisen und Keil, indem du dem Hobelkörper hinten einen ordentlich mit dem Hammer drauf gibst. Der Impuls löst die Klemmung wieder.
Ich habe das noch in der Schule im Werkunterricht gelernt. Leider waren die Eisen absolut stumpf und keiner konnte sie schärfen, da verging einem der Spass beim "Hobeln" :cry:

capricky

Edit: Chris war schneller! 8)

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Re: Pinie Hobel

#8

Beitrag von bea » 09.06.2018, 01:19

Die Pinie-Hobel kenne ich nur von der Papierform her. Ich meine, mich erinnern zu können, dass die Hobeleisen ein bisserl weicher seien als bei z.B. ECE. Ob das bereits ein Problem ist, kann ich nicht beurteilen.

Vor dem Einstellen mit dem Hammer brauchst Du keine Angst zu haben. Wenn Du nicht gerade den 1000g-Hammer nimmst, geht das wie beschrieben feinfühliger als eine Einstellschraube, die (zu) viel Spiel hat. Auch wenn das Einstellen mit einem 300g-Hammer recht gut geht, kannst Du Dir ja ein 100g-Hämmerchen besorgen. Mit dem klappt es wirklich feinfühlig, sogar wenn Grobmotorikerinnen wie ich am Werk sind.
LG

Beate

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Re: Pinie Hobel

#9

Beitrag von gitarrenmacher » 09.06.2018, 10:27

Ein Holzhobel hat für gewöhnlich einen Schlagknopf, und die alten, oft gebrauchten haben oben auf dem Eisen oft Schlagspuren.

In diesem Video z.B. kann man sehen, warum das so ist.
https://www.youtube.com/watch?v=UblbzlYJN9A
Am ca. Minute 6.40.So habe ich das auch 1978 in der Grundausbildung gelernt.

Bei den Pinie Hobeln hat es ja eine Feinjustierungsschraube. Da kommste mit einem Hammer nicht weit.

Ich stehe aus Metallhobel, mein Tischlermeisterfreund eher auf Holzhobel.
Wichtig ist die Qualität des Eisens, und die erfährt man in dieser Preisklasse wohl erst beim Arbeiten mit dem Ding,
Also wenn die Piniehobel, dann die Option mit Profieisen wählen.
Munterbleiben
Chrischan
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