Petiton bzgl. Freigabe Cannabis bei Schmerz/Patienten

Dies und das
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Re: Petiton bzgl. Freigabe Cannabis bei Schmerz/Patienten

#76

Beitrag von bea » 11.04.2016, 23:16

ein neues Urteil des Bundesverwaltungsgerichts erlaubt das Züchten von Hanf zur Selbstmedikation in begründeten Einzelfällen:

http://www.bverwg.de/presse/pressemitte ... 2016&nr=26
LG

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Re: Petiton bzgl. Freigabe Cannabis bei Schmerz/Patienten

#77

Beitrag von hatta » 11.04.2016, 23:40

Und wer begründet diese Einzelfälle?

Ich würde das zeug ja mal bei nem migräne anfall ausprobieren (leide seit ich 8 bin unter teils tage andauernden migräneartigen kopfschmerzen die bisher nur mit monatlichen spritzen halbwegs in den griff zu bekommen sind und diese therapie endet in nem halben jahr, dann sind die schmerzen wieder da)....nur ich rauche nicht und werds nie und nimmer anfangen. Nichtmal das zeug...es graust mir vor dem rauch in der Lunge.

Hab sicher tonnenwise andere schmerzmittel eingeworfen in der hoffnung dass es besser wird, aber das ganze zeug wirkt einfach nicht bei mir. Andere pennen von ner mexalen tablette nen ganzen tag durch... Ich kann 3 stück einwerfen und spüre nix... Ebenso mit diversen anderen mittelchen wie proxen, naproxen und was es alles gibt.

Bei dem ganzen gift wärs lir egal auch mal was andres zu probieren.

Und ja...ich hatte schon etliche untersuchungen die nix gefunden haben.
Gruß
Harald

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Re: Petiton bzgl. Freigabe Cannabis bei Schmerz/Patienten

#78

Beitrag von DoubleC » 13.04.2016, 19:24

hatta hat geschrieben:Und wer begründet diese Einzelfälle?

Ich würde das zeug ja mal bei nem migräne anfall ausprobieren (leide seit ich 8 bin unter teils tage andauernden migräneartigen kopfschmerzen die bisher nur mit monatlichen spritzen halbwegs in den griff zu bekommen sind und diese therapie endet in nem halben jahr, dann sind die schmerzen wieder da)....nur ich rauche nicht und werds nie und nimmer anfangen. Nichtmal das zeug...es graust mir vor dem rauch in der Lunge.

Hab sicher tonnenwise andere schmerzmittel eingeworfen in der hoffnung dass es besser wird, aber das ganze zeug wirkt einfach nicht bei mir. Andere pennen von ner mexalen tablette nen ganzen tag durch... Ich kann 3 stück einwerfen und spüre nix... Ebenso mit diversen anderen mittelchen wie proxen, naproxen und was es alles gibt.

Bei dem ganzen gift wärs lir egal auch mal was andres zu probieren.

Und ja...ich hatte schon etliche untersuchungen die nix gefunden haben.

Lass Die Kekse, Cupcakes, Hashtags, Peanut-Buttercups backen............niedrig dosieren und DU bist entspannt! Ansonsten in etwas Butter/fetter Milch & Kakao..............

Nix roochen!

Das Netz ist voll mit den schoensten Tips & Rezepten!


Peace!

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Re: Petiton bzgl. Freigabe Cannabis bei Schmerz/Patienten

#79

Beitrag von Bine » 13.04.2016, 20:34

HuHu, ich lebe noch :badgrin:

bin nur in Sachen Cannabis total eingespannt (whistle)

Jetzt gehen ja die GMM's wieder los, München macht sogar 2 ! Ja,ja die Bayern, immer a bisserl extrig ....

Hi hatta !

Es gibt eine Möglichkeit, es zu rauchen, aber ohne viel Rauch und vor allem ohne Tabak ! Die Möglichkeit heißt vaporisieren bzw. Vaporizer. Hier mal eine kleine Auswahl von den Teilen https://www.vaposhop.de/

Wenn Du irgendjemanden kennst, der so ein Teil besitzt, klopf doch da mal an. Die Anschaffungskosten für einen Testlauf sind dann doch zu hoch. Da ich niemanden zu Rechtsbrüchen auffordern darf, ist das nur so mal ne Idee...
Der Rat von Double C ist nicht schlecht, aber wenn Du Dich in der Materie bzw. mit der Dosis nicht auskennst, kann das extrem nach hinten losgehen !

Hier ein Bericht von Micha Knodt, der beim Hanfjournal arbeitet, über seine Migräneleidensgeschichte

http://www.vice.com/alps/read/ich-bekom ... otheke-420

https://www.youtube.com/watch?v=lye3XVxPs5M

Und hier findest du viel Medizinisches zum Thema

http://www.cannabis-med.org/index.php?v ... chen=Suche

Bei weiteren Fragen kannst Du dich gerne wieder an mich wenden bzw. hier im Forum anklopfen

http://hanfverband-forum.de/

Good Luck !


BTW : Hias und ich weilen Ende Mai wieder in Berlin. Wäre schön, wenn dann ja mal jemand da und nicht auf der Autobahn in Gegenrichtung unterwegs ist (whistle) ;)

Einen Tag, weiss aber noch nicht welcher, werden wir hier verbringen http://maryjane-berlin.com/

Noch einen geruhsamen Abend wünscht 8)

die Bine

Edith : es gibt einen neuen Kochsender, der zur Zeit mit den Basics aufwartet und gut erklärt

https://www.youtube.com/channel/UC_zwaG ... r7-oMoBrlg

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Re: Petiton bzgl. Freigabe Cannabis bei Schmerz/Patienten

#80

Beitrag von jhg » 13.04.2016, 22:47

hatta hat geschrieben:Und wer begründet diese Einzelfälle?

Ich würde das zeug ja mal bei nem migräne anfall ausprobieren (leide seit ich 8 bin unter teils tage andauernden migräneartigen kopfschmerzen die bisher nur mit monatlichen spritzen halbwegs in den griff zu bekommen sind und diese therapie endet in nem halben jahr, dann sind die schmerzen wieder da)....nur ich rauche nicht und werds nie und nimmer anfangen. Nichtmal das zeug...es graust mir vor dem rauch in der Lunge.

Hab sicher tonnenwise andere schmerzmittel eingeworfen in der hoffnung dass es besser wird, aber das ganze zeug wirkt einfach nicht bei mir. Andere pennen von ner mexalen tablette nen ganzen tag durch... Ich kann 3 stück einwerfen und spüre nix... Ebenso mit diversen anderen mittelchen wie proxen, naproxen und was es alles gibt.

Bei dem ganzen gift wärs lir egal auch mal was andres zu probieren.

Und ja...ich hatte schon etliche untersuchungen die nix gefunden haben.
Wenn du das ausprobiert hast, würde ich mal gerne wissen ob es funktioniert. Meine Liebste leidet seit 2 Jahren unter Dauerkopfschmerz + einer wöchentlich wiederkehrenden Migräneattacke. Wir haben schon so ziemlich alles durch, was es an Medikamenten gibt - außer Cannabis. Da hab ich noch nicht die nötige kriminelle Energie entwickelt um das Zeug mal zu besorgen.

Also für Tipps bin ich immer offen ;)

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Re: Petiton bzgl. Freigabe Cannabis bei Schmerz/Patienten

#81

Beitrag von hatta » 14.04.2016, 00:01

Angeboten hab ichs schon oft bekommen...und bekomms immerwieder angeboten :D

Wie gesagt... lieber ein oder zweimal im monat ein keksen naschen, als regelmäßig beta blocker spritzen und einwerfen.

Werd mal mit unsrem drummer quatschen... der kennt sich aus :lol:
Gruß
Harald

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Re: Petiton bzgl. Freigabe Cannabis bei Schmerz/Patienten

#82

Beitrag von Bine » 14.04.2016, 07:18

jhg hat geschrieben:
Wenn du das ausprobiert hast, würde ich mal gerne wissen ob es funktioniert. Meine Liebste leidet seit 2 Jahren unter Dauerkopfschmerz + einer wöchentlich wiederkehrenden Migräneattacke. Wir haben schon so ziemlich alles durch, was es an Medikamenten gibt - außer Cannabis. Da hab ich noch nicht die nötige kriminelle Energie entwickelt um das Zeug mal zu besorgen.

Also für Tipps bin ich immer offen ;)
Moin jhg !

Auf Erfahrungswerte anderer kannst Du dich nur bedingt verlassen, THC,CBD und die anderen Cannabionide wirken bei jeden Menschen anders und bei einigen gar nicht.
Die medizinische Wirkung ist auch abhängig davon, wie das Verhältnis der Cannabionide der diversen Sorten (über 7000!) zueinander ist. Da ist es ein Witz, das Deutschland in den Apotheken nur 5 verschiedene Sorten anbietet. Leider wissen wir hier in Deutschland noch relativ wenig darüber bzw. es wurde absichtlich so kriminalisiert, das es in Vergessenheit geraten ist. Mir drängt sich da der Vergleich mit den Hexenjagden im Mittelalter auf, wo viel Wissen über Heilpflanzen verschütt gegangen ist ...
Holland und die USA etc. mit ihren Cannabisapotheken haben da einen ganz anderen Kenntnisstand, dito die Cannabis Social Clubs in Spanien und Portugal.

Was einige "kriminelle Energie" :evil: nennen, ist eigentlich nur gesunder Menschenverstand. Cannabis kann Leiden lindern und der Rausch wirkt im Körper nicht giftig, im Gegensatz zum Alkohol und Nikotin. Hier in München haben wir einen Patienten mit Ausnahmegenehmigung, der seinem Alkoholismus mit Erfolg Cannabis entgegen setzt.
http://www.sueddeutsche.de/gesundheit/u ... -1.2716561

Wenn ihr und andere Mitlesende an fundierteren Informationen interessiert seid, schaut mal hier in der Liste, ob sich in eurem Ort oder in der Nähe eine DHV-Ortsgruppe befindet. Meistens engarieren sich dort auch Patienten, die können evtl. weiter helfen.

https://hanfverband.de/aktiv-vor-ort

Noch was zum :lol: für einen guten Morgen Start, das sollte in Sichtweite unseres Hauses entstehen

http://www.sueddeutsche.de/muenchen/ebe ... -1.2925777

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Re: Petiton bzgl. Freigabe Cannabis bei Schmerz/Patienten

#83

Beitrag von Bine » 27.04.2016, 11:38

Hier eine Liste aller Städte in Deutschland, die sich am diesjährigen Global Marijuana March/GMM vom 29.4. - 14.5. beteiltigen :

"Augsburg 07.05.2016, 11:00, Manzú Brunnen Königsplatz
Berlin 07.05.2016, 12:00, Rotes Rathaus
Braunschweig 07.05.2016, 14:00, Schlossplatz
Bremen 07.05.2016, 14:00, Bahnhofsplatz
Dortmund 14.05.2016, 14:00, Kreuzung Katharinenstraße/Kampstraße
Dresden 07.05.2016, 14:00, Postplatz
Duisburg 07.05.2016, 14:00, Hauptbahnhof
Düsseldorf 14.05.2016, 14:00, Johannes-Rau-Platz
Erfurt 07.05.2016, 14:00, Willy-Brandt-Platz
Erlangen 07.05.2016, 14:00, Martin-Luther-Platz
Flensburg 07.05.2016, 14:00, Rathaus
Frankfurt am Main 07.05.2016, 14:00, Römerberg
Freiburg im Breisgau 07.05.2016, 14:00, Augustinerplatz
Hamburg 14.05.2016, 11:00, Schanzenzelt im Schanzenpark
Hannover 07.05.2016, 14:00, Opernplatz Hannover
Heidelberg 07.05.2016, 14:00, Stadtbücherei
Ingolstadt 05.05.2016, 14:00, Paradeplatz
Kempten 07.05.2016, 14:00, August-Fischer-Platz/ Forum Allgäu
Köln 07.05.2016, 14:00, Heumarkt
Lüdenscheid 14.05.2016, 15:00, Bürgerbüro Heedfelder Str.
Mainz 21.05.2016, 15:00, Bahnhofsplatz
München 07.05.2016, 13:00, Karlsplatz
München (Warm-up) 23.04.2016, 12:00, Odeonsplatz
Nürnberg 14.05.2016, 12:30, AOK Nürnberg Färberstraße
Osnabrück 07.05.2016, 14:00, Hauptbahnhof
Passau 14.05.2016, 14:00, Ludwigsplatz
Plauen 14.05.2016, 11:00, Theaterplatz
Rostock 07.05.2016, 14:00, Kröpeliner Tor
Stuttgart 07.05.2016, 13:00, Börsenplatz
Tübingen 07.05.2016, 13:00, Marktplatz
Ulm 07.05.2016, 14:00, Brunnen Ecke Bahnhofstr./Hirschstr.
Wildeshausen 29.04.2016, 12:00, Marktplatz"


https://hanfverband.de/nachrichten/pres ... n-staedten

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Re: Petiton bzgl. Freigabe Cannabis bei Schmerz/Patienten

#84

Beitrag von Zantana » 27.11.2016, 13:26

Es ist einfach nur traurig, das eine Pflanze verboten wurde. Erst recht wenn es eine Pflanze ist, die in allen Epochen der Menschheit dieser beste Dienste geleistet hat. Die Begründungen sind einfach fadenscheinig mit einer ausgeprägten Doppelmoral.

Und ich glaube nicht das man Behaupten kann, die Medien sein aufgewacht. So was ist ein Widerspruch in sich. Wenn dann sind die "öffentlichen" Medien dazu da um den Leuten eine (ihre) Meinung zu bilden und am aufwachen zu hindern.

Mich wundert es aber auch, das es in eine "Demokratie" überhaupt möglich ist, eine Pflanze den Menschen unter Strafe zu verbieten. Da haben wir nämlich schon den nächsten Widerspruch.

Für mich sind solche Gesetze höchst verbrecherisch und solange es solche Gesetze mit der dementsprechenden Exekutive gibt gibt es nur die Möglichkeit die Eigenverantwortung und Selbstbestimmung in die eigene Hand zu nehmen. Habe mal einen schönen Artikel gelesen. Der hieß "Lieber illegal Gesund als gesetzlich Tot", oder so.

lg

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Re: Petiton bzgl. Freigabe Cannabis bei Schmerz/Patienten

#85

Beitrag von Bine » 28.11.2016, 19:56

Lieber illegal leben anstatt legal sterben. ;)

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Re: Petiton bzgl. Freigabe Cannabis bei Schmerz/Patienten

#86

Beitrag von hatta » 29.11.2016, 00:55

Welch wahrer spruch 8)
Gruß
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Re: Petiton bzgl. Freigabe Cannabis bei Schmerz/Patienten

#87

Beitrag von Bine » 15.01.2017, 17:04

Nachdem der Tagesordnungspunkt im Bundestag bzgl. der Abstimmung zur Änderung des BTMG zu Cannabis als Medizin im Dezember "einfach eben mal so" gestrichen/verschoben wurde, steht er nächste Woche auf dem Terminkalender.

Hier die genauen Daten :

"19. Januar 2017 (212. Sitzung)

10:50

a) Änderung betäubungsmittelrechtlicher Vorschriften
...
b ) Beratung der Beschlussempfehlung und des Berichts des Ausschusses für Gesundheit (14. Ausschuss) zu dem Antrag der Fraktion DIE LINKE. Zugang zu Cannabis als Medizin umfassend gewährleisten. Drucksachen 18/6361, 18/… "

http://www.bundestag.de/tagesordnung

http://dip21.bundestag.de/dip21/btd/18/063/1806361.pdf


Bin sowas von gespannt, aber auch sehr skeptisch, ob die Änderungen wirklich zum Vorteil von Patienten ausfallen werden. Es wurden in den letzten Jahren bei Gesetzesänderungen einfach zu viele Verschlimmbesserungen eingeführt.

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Re: Petiton bzgl. Freigabe Cannabis bei Schmerz/Patienten

#88

Beitrag von bea » 15.01.2017, 19:16

Naja, solange Angela Merkel nicht höchstpersönlich medizinischen Cannabis benötigt, darfst Du keine Verbesserung die medinzinischne Versorgun erwarten. Erleichterungen wird es genau wie für mein Spezialthema nur geben, wenn das Bundesverfassungsgericht die Regierung dazu verdonnert. Und das sogar auch dann, wenn bei wie im GG eigentlich geforderten freien Abstimmungen die Mehrheit gesichert wäre.

Es geht also nur, indem ein Betroffener eine ganz massiven und einklagbaren Schaden für sich reklamieren kann, und das bei einem Gericht vorlegt, das den Mumm hat, den Fall and BVerfG durchzureichen (so und nur so geht das auch bei den Verbesserungen für mich).
LG

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Re: Petiton bzgl. Freigabe Cannabis bei Schmerz/Patienten

#89

Beitrag von thoto » 15.01.2017, 21:31

Ich drücke trotzdem die Daumen...
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Re: Petiton bzgl. Freigabe Cannabis bei Schmerz/Patienten

#90

Beitrag von bea » 15.01.2017, 23:01

Natürlich. Manchmal geschehen ja doch noch Zeichen und Wunder. Wieso ich so skeptisch bin: in Frankfurt regiert eine grot-grün-schwarze Koalition. Da hat gerade die Tage die CDU einen Vorstoß der Grünen in Richtung Beantragung eines Modellversuchs zur Liberalisierung der rechtlichen Handhabung von Cannabis abgeblockt. Auch auf Landesebene (schwarz-grün) ist da keine Bewegung möglich. Was soll da von der Bundes-CDU erwartet werden? Oder gar von der CSU?
LG

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Re: Petiton bzgl. Freigabe Cannabis bei Schmerz/Patienten

#91

Beitrag von hatta » 16.01.2017, 10:58

Ich denke da wird noch einige Jahre nix passieren :x

Gerade in unsrer Gegend stößt man auf komplettes unverständniss bezüglich Cannabis zum medizinischen Einsatz.

Und politisch schauts bei uns nicht anders aus als bei euch.
Wenn da nicht mal ein hochrangiger Politiker jemanden in seiner Familie hat, der das Zeug erfolgreich im Kampf gegen eine Krankheit eingesetzt hat oder einsetzt, wird da sicher nix geschehen.

Andererseits verstehe ich es irgendwie absolut nicht... Wenn man mit Hanfshop besitzern (sie verkaufen Utensilien zum anbau) spricht, dann hört man, dass ihre Hauptkunden aus Richtern, Rechtsanwälten usw. besteht...
Gruß
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Re: Petiton bzgl. Freigabe Cannabis bei Schmerz/Patienten

#92

Beitrag von thoto » 16.01.2017, 13:01

hatta hat geschrieben: Wenn da nicht mal ein hochrangiger Politiker jemanden in seiner Familie hat, der das Zeug erfolgreich im Kampf gegen eine Krankheit eingesetzt hat oder einsetzt, wird da sicher nix geschehen.
Ich glaube nicht, dass ein Politiker so etwas öffentlich kundgeben wird, wenn es immer noch ein Tabu ist. Das könnte zwar vielen Menschen helfen, aber ihn den Kopf kosten.

Ich hätte allenfalls noch die Hoffnung, dass die Presse eine Meinungswelle aufzieht, die das Volk als Fürsprecher einsetzt. Hat beim "Atomausstieg" ja auch eine Wirkung gezeigt. Außerdem sind bald Wahlen. Was auch immer das bedeuten mag (im Sinne von: "entweder wird das Thema ignoriert, um konservative Wähler nicht zu vergrätzen oder es wird als Chance bei den "Jungwählern" gesehen", Wenn man sich aber die Demographie mal ansschaut. :? )
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Re: Petiton bzgl. Freigabe Cannabis bei Schmerz/Patienten

#93

Beitrag von bea » 16.01.2017, 13:08

Das Thema dürfte bei der momentanen Großwetterlage eher den rechten Rand stärken. Das ist ein Thema für unmittelbar nach Wahlen.
LG

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Re: Petiton bzgl. Freigabe Cannabis bei Schmerz/Patienten

#94

Beitrag von thoto » 16.01.2017, 13:18

Da bin ich auf deiner Seite...
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Re: Petiton bzgl. Freigabe Cannabis bei Schmerz/Patienten

#95

Beitrag von Bine » 16.01.2017, 19:58

Durchgehen wird es, es ist nur die Frage, wie. Einige Verbände möchten nur synthetische Produkte zulassen (auf keinen Fall die Blüten mit den gesamten Inhaltsstoffen :evil: ) und andere haben noch andere Einwände.

Was ich befürchte, ist, das Patient sich in Zukunft nicht vor der Bfarm nackig machen muss, sondern bei Krankenkassen und MDK. Was nun besser ist, entspricht der Wahl zwischen Pest und Cholera.

Seit heute nachmittag macht eine Meldung der dpa bzgl. der Beratung am Donnerstag die Runde, einen Auszug der diversen Artikel findet ihr hier : http://hanfverband-forum.de/viewtopic.p ... 997#p37997



@ hatta

Bist Du aus A oder CH? Aber fast egal, ich bin relativ gut informiert über die Situation in beiden Ländern.

http://hanfverband-forum.de/viewtopic.p ... 682#p37682

http://hanfverband-forum.de/viewtopic.p ... 991#p37991

Allen Staaten gleich : die stark unterschiedliche Haltung der Bundesländer/Kantone. Und das sie alle auf keinen Nenner kommen (wollen?). :roll:


@ Bea

z.B. die AfD, welche für mich rechts + neoliberal ist, hat bei der bei der Verabschiedung des Wahlprogramms nur ganz knapp dagegen entschieden, Cannabis zu legalisieren/tolerieren. Fast 50% Befürworter bei dieser Partei ist ja nun nicht zu verachten.
Welche Strömungen in Zukunft in der AfD die Linie bestimmen werden, kann ich auch nicht vorhersagen.

Was die "Stimmung" aber sicher anheizt, ist der illegale Markt an öffentlichen Plätzen, der scheinbar in den letzten Jahren stark zugenommen hat. Wenn man der Presse in ganz Deutschland trauen kann, werden hauptsächlich dabei *politisch korrekten Terminus bitte einfügen* ( wie bezeichne ich diese Menschen, ohne dabei jemanden auf die Füße zu treten :? ) erkennungsdienstlich behandelt/ erwähnt.

Ein Freigeben in gewissen Grenzen ( seriöse Fachgeschäfte/ Eigenanbau) , würde diese untragbare Situation ungemein entschärfen. Diesen Dealern, die leider auch das Image von Cannabis-Genießern mitbestimmen, würde so größtenteils der Boden unter den Füssen entzogen werden.

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Re: Petiton bzgl. Freigabe Cannabis bei Schmerz/Patienten

#96

Beitrag von hatta » 16.01.2017, 23:27

Bin Aus Österr. (dem "heiligen Land" Tirol) ;)

jo und beim rest stimme ich dir 100% zu!


Ich frag mich immer wie doof die sich eigentlich anstellen...
Von Alkohol wird man abhängig und krank wenn mans übertreibt, von Zigaretten, von Medikamenten, .......
Was die dann gegen Channabis haben ist nicht haltbar. Vorallem da es ja wie bekannt viele positive Eigenschaften hat.
Gruß
Harald

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Re: Petiton bzgl. Freigabe Cannabis bei Schmerz/Patienten

#97

Beitrag von bea » 17.01.2017, 01:11

Bine, dem in FFM stark wachsenden Drogenhandel den Boden zu entziehen, war ja auch Hintergrund des von mir erwähnten Modellversuchs. Der Drogenhandel hat dort vor allem im Bahnhofsviertel so sehr zugenommen, dass ein seit über 100 Jahren dort ansässiges Musikgeschäft (das, in dem Elvis seine Isana hat kaufen lassen) seine Pforten schließt und nach Sachsenhausen umzieht. Mit ganz ausdrücklichem Bezug auf die illegale und dreiste Drogenszene - die Dealer wollten sogar, dass man im Laden für sie Stoff verkaufte.
LG

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Re: Petiton bzgl. Freigabe Cannabis bei Schmerz/Patienten

#98

Beitrag von Bine » 18.01.2017, 08:03

Wenn folgendes so durchkommt, wird die Patientenanzahl massiv ansteigen :p

"Cannabis als Medizin Gesetz - Endspurt beginnt diese Woche mit einem Änderungsantrag

Der laut Zeitplan noch in diesem Frühjahr zu verabschiedende Gesetzesentwurf, der Cannabis verschreibungsfähig machen soll, scheint kurz vor der Verabschiedung zu sein. Bereits am 19. Januar soll über die letztendliche Fassung abgestimmt werden. Es liegt aktuell noch ein Änderungsantrag von CDU/SPD vor, der auf einige Verbesserungen bezugnehmend auf die Kostenerstattung für Patienten zielt.

Am 19. Januar 2017 soll im Deutschen Bundestag das Gesetz zu Cannabis als Medizin beraten und verabschiedet werden. Aus der Tagesordnung der kommenden Sitzung am 19. Januar geht hervor, dass die 2. und 3. Lesung in dieser Sitzung erfolgen soll. Im Anschluss wird der Bundestag über das Gesetz abstimmen. Eigentlich sollte die 2. Lesung bereits im Dezember 2016 stattfinden.

Hintergrund für diese Verzögerung könnte in einem „Änderungsantrag” der Fraktionen CDU/ CSU und SPD zum Entwurf des Gesetzes zur Änderung betäubungsmittelrechtlicher und anderer Vorschriften – Drucksache 18/8965, liegen. Der ACM (Arbeitsgemeinschaft Cannabis als Medizin) sowie auch der Hanfblättchen Redaktion, liegt dieser Antrag vor. Demnach sollen noch einige Verbesserungen am Gesetzesentwurf vorgenommen werden.

Folgende Änderungen sind laut eines der ACM vorliegenden Änderungsantrag betreffend dem 6. Absatz des § 31 SGB V im Gesetzentwurf geplant:

Nummer 1: Danach sollen die Kosten einer Behandlung nicht mehr nur von den Krankenkassen übernommen werden, wenn „eine allgemein anerkannte, dem medizinischen Standard entsprechende Leistung im Einzelfall nicht zur Verfügung steht“, sondern auch wenn eine solche Leistung „im Einzelfall nach der begründeten Einschätzung der behandelnden Vertragsärztin oder des behandelnden Vertragsarztes unter Abwägung der zu erwartenden Nebenwirkungen und unter Berücksichtigung des Krankheitszustandes der oder des Versicherten nicht zur Anwendung kommen kann“.

Nummer 2: Der Satz „Die Leistung bedarf bei der ersten Verordnung für eine Versicherte oder einen Versicherten der Genehmigung der Krankenkasse, die vor Beginn der Leistung zu erteilen ist“ soll wie folgt geändert werden: „Die Leistung bedarf bei der ersten Verordnung für eine Versicherte oder einen Versicherten der nur in begründeten Ausnahmefällen abzulehnenden Genehmigung der Krankenkasse, die vor Beginn der Leistung zu erteilen ist.“

Nummer 3: Zusätzlich soll eine Regelung zur schnellen Kostenübernahme im Bereich der Palliativmedizin geschaffen werden, sodass ein neuer Satz in den Gesetzestext eingefügt werden soll: „Verordnet die Vertragsärztin oder der Vertragsarzt die Leistung nach Satz 1 im Rahmen der Versorgung nach § 37b, ist über den Antrag auf Genehmigung nach Satz 2 abweichend von § 13 Absatz 3a Satz 1 innerhalb von drei Tagen nach Antragseingang zu entscheiden.“"


http://news.doccheck.com/de/blog/post/5 ... ngsantrag/

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Re: Petiton bzgl. Freigabe Cannabis bei Schmerz/Patienten

#99

Beitrag von bea » 18.01.2017, 13:48

Da bin ich mal gespannt.
LG

Beate

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Re: Petiton bzgl. Freigabe Cannabis bei Schmerz/Patienten

#100

Beitrag von Bine » 03.02.2017, 18:35

Bea, es sieht so aus, das ganz viele Ärzte sich dem Gesetz widersetzen. Selbst Patienten mit Ausnahmegenehmigung wird schon im Vorfeld von Ärzten klar gemacht, das sie mit solchen Junkies nichts zu tun haben wollen (sinngemäße Wiedergabe einiger Erfahrungsberichte).
Einige Patienten haben schon 10 Ärzte durch und alle waren negativ eingestellt bzw. wollen lieber ihre vielen, vielen bunten Smarties unters Volk bringen.

Die Rektion bleibt nicht aus, es sollen Klagen wegen unterlassener Hilfeleistung und Anträge auf Eigenanbau folgen. Also genau das, was dieses neue Gesetz eigentlich verhindern sollte.

Und die CDU steht wohl so mit dem Rücken zur Wand, das die im Berliner Senat eine Art Maulkorb-Erlass bzgl. Cannabis beantragen :

"Antrag der Fraktion der CDU

Keine Legalisierung von Cannabis zu Genusszwecken

Das Abgeordnetenhaus wolle beschließen:
Der Senat wird aufgefordert, sich weiterhin auf allen Ebenen gegen eine Legalisierung von
Cannabis zu Genusszwecken einzusetzen und entschieden gegen jegliche Form der Verharmlosung, Liberalisierung und Legalisierung illegaler Drogen vorzugehen.

Insbesondere sind alle Initiativen zur Legalisierung von Cannabis auf Bundesebene, insbesondere auch im Bundesrat, durch den Berliner Senat abzulehnen.

Die Aufklärungskampagne „Zu breit?“ ist von der zuständigen Senatsverwaltung weiterzuführen und wenn nötig weiterzuentwickeln. Darüber soll dem Abgeordnetenhaus ein detaillierter Bericht über Fortsetzung und Weiterentwicklung der Kampagne zugehen.
Dem Abgeordnetenhaus ist bis zum 31.03.2017 zu berichten."


https://www.parlament-berlin.de/ados/18 ... 8-0083.pdf



https://www.youtube.com/watch?v=Ke-cl7CG1r4

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