Der Werkstatt-Bauthread

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zappl
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Der Werkstatt-Bauthread

#1

Beitrag von zappl » 31.08.2019, 00:34

Hallo zusammen,

in den letzten Monaten konnte ich nur wenig Zeit hier verbringen und beim GB-Bauen ging leider auch wenig bis nichts. Ich habe aber weder an dem einen noch dem anderen das Interesse verloren, faul war ich auch nicht - ganz im Gegenteil! Unser Hausbau verschlang eben kontinuierlich mehr und mehr Zeit. Jetzt sind wir "drin" und es ist höchste Zeit sich Gedanken um die neue Wirkungsstätte zu machen. Diese möchte ich in einem abgetrennten Bereich der Garage einrichten. Diese exisitert aber bislang lediglich auf dem Papier. :shock: Mein Ziel ist es dieses Jahr zumindest noch den geschlossenen Rohbau zu stellen.

Als ich eben an der Detailplanung saß (wo kommt welche Maueröffnung hin, etc.) kam mir spontan die Idee das ganze Vorhaben hier zu dokumentieren... auch in der insgeheimen Hoffnung, dass ihr mich gerade in der Planungsphase vor dem ein oder anderen Griff in's Klo bewahrt. :!: ;)

Was es dann den Innenausbau angeht gibt's ja auch schon einen Thread voller hilfreicher Ratschläge zu @Titan-Jan 's Werkstatt (https://gitarrebassbau.de/viewtopic.php?f=37&t=6250), auf den ich gerne verweisen möchte, auch wenn's für mich noch ein weiter Weg bis dorthin ist.

Hier mal der geplante Grundriss der Garage (70m², genehmigter Bauantrag liegt vor):
Der trapezförmige Grundriss ergibt sich durch den Verlauf der Grundstücksgrenze. Vorhandener Platz soll ja bestmöglichst genutzt werden.

Den hinteren Bereich, die Werkstatt, möchte ich durch eine Trockenbauwand abtrennen. Die daraus resultierenden 20-25m² sollten ausreichen um meine Traumwerkstatt einzurichten. Diese soll zugänglich sein über eine Nebentür oder halt über's Garagentor und eine Tür in der Trennwand. Für Tageslicht sollen zwei Fensteröffnungen (100x100cm) dienen, wobei ich mir noch garnicht so sicher bin bei der Größe und Positionierung. Schön wäre es halt direkt an der Hauptwerkbank ein Fenster mit Tageslicht und Blick nach draußen zu haben.

Das Mauerwerk soll aus 24cm starken Porenbeton hergestellt werden. Das Dach möchte ich mit 80mm starken Sandwichpaneelen decken. Das sollte zumindest eine mittelmäßige Wärmedämmung ermöglichen. Über die Beheizung in der Winterzeit bin ich leider noch sehr unschlüssig. Da hat jede Art der Wärmequelle so sein Für und Wider... (think) Wie macht ihr das?

Zur Stromversorgung liegt bereits ein 5x6mm² Starkstromkabel (3x32A) bereit. Das sollte genügend Reserven bieten für was auch immer in der Zukunft kommen wird. ;) Auch ein Anschluss an's LAN ist vorgesehen. Auf einen Wasseranschluss werde ich wohl aus Angst vor einem Frostschaden verzichten.

Als ein vom DIY Gedanken getriebener Laie warten hier einige Herausforderungen auf mich - umso angewiesener bin ich auf das Feedback von anderen. Also immer her mit der konstruktiven Kritik! :)
Gruß, Sebastian
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Re: Der Werkstatt-Bauthread

#2

Beitrag von hatta » 31.08.2019, 08:37

Wenn du noch genügend Geld dafür übrig hast, dann würde ich sagen dass du dir einen Edelstahlkamin außen an die Garage baust und die Werkstatt mit einem Holzofen beheizt.
Oder alternativ einen Heizkörper in die Werkstatt hängen und an die Heizung vom Haus dranhängen. Den kannst du ja wenn du die Werkstatt verlässt wieder zudrehen oder minimal aufgedreht lassen.

Alles Andere wie Strom usw. ist um nix biliger oder besser. Ich persönlich würde die Heizung bis indie Werkstatt ziehen wenn möglich. Das ganze dann kombiniert mit einem kleinen Holzofen und du möchtest dein "Reich" niewieder verlassen ;)
Gruß
Harald

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Re: Der Werkstatt-Bauthread

#3

Beitrag von Drifter » 31.08.2019, 13:33

@hatta hat das Thema Heizung gut angesprochen.

Zum Plan: die Türe in die Werkstatt würde ich von links nach rechts verlegen. So gewinnst Du einen 90° Winkel links, den Du gut nutzen kannst und verlierst rechts einen spitzen, denn Du nur schwer irgendwie füllen wirst.

Beim Garagentor rechts ist das ein Fenster? Wenn ja, mach eine Tür draus, damit Du nicht immer das Tor öffnen musst (Du verlierst ja im Winter auch dadurch Wärme), ausserdem kannst Du dann gleich direkt zu der Werkstättentüre durchgehen.

lG

Norbert

Edith meint noch: endlich ein Fred, wo auch ich ein bißchen Erfahrung einbringen kann! :D

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Re: Der Werkstatt-Bauthread

#4

Beitrag von hatta » 31.08.2019, 14:06

Achja, was ich noch ergänzen möchte: schau dass du gleich in der Kompletten Werkstatt richtig gute Beleuchtung einbaust! Das ist zwar anfangs Alles mehr Aufwand, aber wenns finanziell möglich ist dann hat man nachher viel mehr und sehr lange Freude in der Werkstatt :)

Ich baue gerade ein Dachbodenzimmer etwas um (Boden, Wände Malen und Beleuchtungstechnisch)
Kaum zu glauben wie angenehm so ein muffiger/finsterer Dachboden mit ein paar kleinen Beleuchtungs Tricks werden kann ... Stichwort Indirekte Beleuchtung. Der Raum wirkt dadurch git 1,5 mal so groß als vorher...
Gruß
Harald

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Re: Der Werkstatt-Bauthread

#5

Beitrag von bea » 31.08.2019, 14:29

Wenn der Werkstattbereich beheizt werden soll, ist m.W. automatisch auch eine EnEV-konforme Dämmung notwendig. Vor allem nach oben hin bringt das wirklich viel - und Du wirst Dich vermutlich oft genug dort aufhalten. Also mach das Dach gleich dick genug und fülle es mit Hanfstroh oder sowas. Das dürfte sich wohl recht zügig auch finanziell lohnen.

Bei den Seitenwänden ist die EnEV deutlich lockerer, wenn man eine Innendämmung vorsieht. Ist zwar für Bestandsbauten gedacht, aber m.W. auch bei Neubauten anwendbar.
LG

Beate

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Re: Der Werkstatt-Bauthread

#6

Beitrag von zappl » 31.08.2019, 21:08

Hey, vielen Dank für eure Rückmeldungen!
hatta hat geschrieben:
31.08.2019, 08:37
Alles Andere wie Strom usw. ist um nix biliger oder besser. Ich persönlich würde die Heizung bis indie Werkstatt ziehen wenn möglich. Das ganze dann kombiniert mit einem kleinen Holzofen und du möchtest dein "Reich" niewieder verlassen ;)
Heizung in die Werkstatt ziehen war anfangs auch mein erster Gedanke, aber aber... :? aufgrund der Fußbodenheizung im Haus arbeitet die Anlage mit niedriger Vorlauftemperatur. Bedeutet, in der Werkstatt müssten relativ große Heizkörper installiert werden um sinnvoll heizen zu können. -> raubt zu viel Platz. Alternativ wäre natürlich auch Fußbodenheizung in der Werkstatt machbar (dekadent :lol: ), bedeutet aber auch wieder zusätzliche Dämmung nach unten, sonst wird's den Regenwürmern zu warm. Und, was mir daran garnicht gefiel ist der Umstand, dass im Winter immer ein wenig geheizt werden muss um die Leitungen vor Frost zu schützen - egal ob ich die Werkstatt nutze oder nicht, ein Leben lang ... kein gutes Gefühl.

Dazu kommt noch, dass die Garage etwas vom Haus entfernt steht und die Heizungsleitungen gedämmt und in frostsicherer Tiefe verlegt werden müssen. Ich hatte den Invest für diesen ganzen Aufwand mal grob überschlagen. Dafür könnte ich wirklich einige Jahre rein elektrisch heizen. :(

Sollte ich hier einen groben Denkfehler drin haben, dann klärt mich bitte auf!

Holzofen hätte was für sich. Da werd ich mich mal mit den Regelwerk auseinander setzen. Würde mich wundern, wenn das in DE in einer Garage so einfach ohne wenn und aber machbar ist.

Gaskanone fällt für eine schnelle Anfangshitze unsere Zwecke raus, oder? Zuviel Feuchtigkeitseintrag vermute ich.
Drifter hat geschrieben:
31.08.2019, 13:33
Zum Plan: die Türe in die Werkstatt würde ich von links nach rechts verlegen. So gewinnst Du einen 90° Winkel links, den Du gut nutzen kannst und verlierst rechts einen spitzen, denn Du nur schwer irgendwie füllen wirst.
Sehr guter Hinweis, danke! Wird so gemacht... da hätte ich auch mal selbst drauf kommen können. :roll:
Drifter hat geschrieben:
31.08.2019, 13:33
Beim Garagentor rechts ist das ein Fenster? Wenn ja, mach eine Tür draus, damit Du nicht immer das Tor öffnen musst (Du verlierst ja im Winter auch dadurch Wärme), ausserdem kannst Du dann gleich direkt zu der Werkstättentüre durchgehen.
Ja ist als Fenster gedacht, aber ich lass mir das mal durch den Kopf gehen.
hatta hat geschrieben:
31.08.2019, 14:06
Achja, was ich noch ergänzen möchte: schau dass du gleich in der Kompletten Werkstatt richtig gute Beleuchtung einbaust!
Selbstverständlich... eine gute Ausleuchtung ist mit das wichtigste. :idea: :idea: :idea: Weitaus wichtiger als es im Winter schön warm zu haben. :D
bea hat geschrieben:
31.08.2019, 14:29
Wenn der Werkstattbereich beheizt werden soll, ist m.W. automatisch auch eine EnEV-konforme Dämmung notwendig. Vor allem nach oben hin bringt das wirklich viel - und Du wirst Dich vermutlich oft genug dort aufhalten. Also mach das Dach gleich dick genug und fülle es mit Hanfstroh oder sowas. Das dürfte sich wohl recht zügig auch finanziell lohnen.

Bei den Seitenwänden ist die EnEV deutlich lockerer, wenn man eine Innendämmung vorsieht. Ist zwar für Bestandsbauten gedacht, aber m.W. auch bei Neubauten anwendbar.
Für's Dach habe ich an 80mm Sandwichpaneele gedacht. U-Wert von 0.27 W/m²k. Den EnEV Standard erreiche ich damit nicht, aber es kommt schon nah dran.
Gruß, Sebastian
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Re: Der Werkstatt-Bauthread

#7

Beitrag von hatta » 31.08.2019, 21:18

Ok, das ist natürlich ein Argument!
Einen Kamin zu realisieren ist denke ich nicht so schwer, es müssen (Mein Wissensstand gilt für Österreich) Doppelwandige Edelstahlkamine verwendet werden. Darüber Hinaus ist noch die Höhe des Kamins über dem Dach zu berücksichtigen. Da eine Garage nicht so hoch sein dürfte, denke ich müsste man da für den Kamin mit 600-800 Euro durchkommen. Ich hoffe das ist bei euch in D nicht noch strenger geregelt als bei uns... :oops:

Gaskanone kannst komplett vergessen! Erstens wird es elendig Feucht, zweitens hältst du das keine 30 Minuten aus wegen den Abgasen!
Alternativ wäre noch eine Diesel Heizkanone mit separater Abgasführung möglich. Den Abgasschlauch kann man ohne Kamin durch die Wand nach Draußen führen. Solche Dinger gibts ab und an mal Gebraucht auf IBÄH zum halbwegs erschwinglichen Preis. Neu kosten die zwischen 1200 und 3000 euronen.
So eine Heizkanone macht es allerdings richtig schnell richtig warm wenn es sein muss 8)

Alternativ gibt es Warmluft Standheizungen aus einem KFZ mit Diesel oder Benzin (Ich hab sowas in der Werkstatt stehen)... das ist das selbe Prinzip wie die Heizkanine aber halt kleiner und Programmierbar bzw. teilweise sogar Fernsteuerbar.

Ansonsten kannst du noch nach "Panzerheizungen" suchen, aber die werden auch immer teurer, da kann man gleich zur neueren Diesel Heizkanone greifen.

Das Thema Werkstattheizung habe ich jahrelang durch exerziert (whistle)
Gruß
Harald

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Re: Der Werkstatt-Bauthread

#8

Beitrag von zappl » 31.08.2019, 21:36

Danke Harald, ich werd mir die genannten Alternativen mal anschauen!
Gruß, Sebastian
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Re: Der Werkstatt-Bauthread

#9

Beitrag von Yaman » 31.08.2019, 22:08

Wegen Heizen:
Wenn nicht der ganze Raum warm sein muss, sondern du nur nicht frieren willst, wie wäre es dann mit Heizpanelen auf Infrarotbasis?

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Re: Der Werkstatt-Bauthread

#10

Beitrag von Kellermann » 01.09.2019, 00:27

Wenn es um die Themen Heizen und Nutzungszeiten über das Jahr geht, ist auch wichtig zu überlegen: Möchte ich meine Werkstücke dauerhaft in der Werkstatt lagern während der Bauzeit oder nicht. Wenn ja, muss ich mich um einen richtigen Feuchteschutz kümmern bzw. konstante Raumfeuchte. Stressfrei (und teurer, Bau- und Heizkosten wie schon erwähnt) ist natürlich ein Baustandard für eine Werkstatt wie bei Wohnräumen. Ansonsten muss immer die Feuchte überwacht werden und ggf. zu bestimmten Zeiten entfeuchtet werden mit Hygro-Wächter. Zum Feuchteschutz kommt die richtige Dämmung und Dichtigkeiten der Bauteile hinzu.

Edith: noch eine Idee zur Tür in die Werkstatt von außen: muss sie direkt dort sein, wo die Fenster sind? Dort würde ich eine (durchgehende) Arbeitsfläche vermuten. Flächen tagegeslichtnah sind doch wertvoll, schiebe die Eingangstür weiter nach "oben", wenn es geht.

Viele Grüße
Kellermann

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Re: Der Werkstatt-Bauthread

#11

Beitrag von KNGuitars » 02.09.2019, 14:47

und vorher überlegen ob auch mal große sperrige maschinen in die werkstatt müssen, oder auch mal unhandliche gegenstände bearbeitet werden sollen, ich werd bei mir deshalb eine doppelflügeltür vorsehen. (bin gerade beim selben projekt :D )

die tür von außen würd ich auch in richtung ruammitte schieben, so gewinnst du arbeitsfläche, auch die zugangstür von der garage wäre wohl mittig am besten, zumindest verlierst du mit mittigen türen am wenigsten platz
lg klaus

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Re: Der Werkstatt-Bauthread

#12

Beitrag von zappl » 02.09.2019, 17:06

Danke euch, komme zur Zeit nicht immer direkt zum antworten, schaue aber regelmäßig rein.
Yaman hat geschrieben:
31.08.2019, 22:08
Wenn nicht der ganze Raum warm sein muss, sondern du nur nicht frieren willst, wie wäre es dann mit Heizpanelen auf Infrarotbasis?
Hmm, vielleicht eine reine Gewohnheitssache, aber ich empfands bisher beim Arbeiten unter IR immer seltsam, dass einem selbst zwar ausreichend warm wurde, aber alles andere (Tisch, Werkzeug,etc.) eisekalt war.

Der Fall darf eigentlich auch nicht auftreten (eingefrorener Leim, Beizen, etc.) Also braucht's auch noch was mit Frostwächterfunktion.
Kellermann hat geschrieben:
01.09.2019, 00:27
Edith: noch eine Idee zur Tür in die Werkstatt von außen: muss sie direkt dort sein, wo die Fenster sind? Dort würde ich eine (durchgehende) Arbeitsfläche vermuten. Flächen tagegeslichtnah sind doch wertvoll, schiebe die Eingangstür weiter nach "oben", wenn es geht.
Auch ein guter Hinweis, wird so gemacht!
KNGuitars hat geschrieben:
02.09.2019, 14:47
zugangstür von der garage wäre wohl mittig am besten, zumindest verlierst du mit mittigen türen am wenigsten platz
Auch was dran. Der Thread hat sich schon gelohnt! ;)
Gruß, Sebastian
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Re: Der Werkstatt-Bauthread

#13

Beitrag von JürgenLut » 02.09.2019, 21:36

Vor Jahren habe auch ich meine Garage zur Werkstatt ausgebaut. Damals war meine wertvollste Entscheidung die, einen Holzboden einzubauen. Nun kann mal ein Stecheisen schadlos fallen und die Füße werden nicht so kalt wie auf dem Betonboden. Vorteilhaft ist für den Fall die Tür (besser die ganze Wand) zwischen Garage und Werkstatt auf eine Schwelle zu setzen. Für die Garage rate ich dir zum Bodenablauf oder >2% Gefälle zum Tor und eine Rinne davor. 2 Autos können mächtig viel Feuchtigkeit einbringen. Die Türen deutlich aus den Ecken zu rücken haben dir ja schon andere geraten.
Ich habe mir zudem einen Heizungsanschluss gegönnt und bereue es nicht. Die gleichmäßige Wärme und Feuchte (im Sommer mit Entfeuchter) hat die Qualität meiner Instrumente deutlich verbessert und die Werkzeuge rostfrei gehalten. An deiner Stelle würde ich die Hausheizung nutzen um den Raum immer auf 14-16°C halten zu können. Wenn es dir jetzt zu teuer scheint, kannst du vielleicht ein Leerrohr verlegen.
Viel Erfolg!

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Re: Der Werkstatt-Bauthread

#14

Beitrag von zappl » 02.09.2019, 22:20

JürgenLut hat geschrieben:
02.09.2019, 21:36
Ich habe mir zudem einen Heizungsanschluss gegönnt und bereue es nicht. Die gleichmäßige Wärme und Feuchte (im Sommer mit Entfeuchter) hat die Qualität meiner Instrumente deutlich verbessert und die Werkzeuge rostfrei gehalten. An deiner Stelle würde ich die Hausheizung nutzen um den Raum immer auf 14-16°C halten zu können. Wenn es dir jetzt zu teuer scheint, kannst du vielleicht ein Leerrohr verlegen.
Arbeitet dein Heizungssystem mit niedriger Vorlauftemperatur? Falls ja, wie groß sind die Heizkörper ungefähr? Steht die Garage/Werkstatt direkt am Haus? Falls nein, wie hast du die Heizungsrohre rübergelegt?
Gruß, Sebastian
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Re: Der Werkstatt-Bauthread

#15

Beitrag von JürgenLut » 02.09.2019, 23:27

Ich hatte es einfacher: Die Werkstatt ist unter der Wohnung und die Heizung ist Standard. Die Wand unter den Fenstern müsste aber groß genug sein um den Raum auf 16°C zu erwärmen. Wichtig ist ein großflächiger Heizkörper (mehrlagig oder gewendelt). Der Fachmann wird es rechnen können.
Für die Erdleitung reicht es ein Abwasserrohr 150-250mm, mit 25°-Bogen am Ende, einen Meter tief einzugraben. Nachdem später das umwickelte Heizungsrohr eingeschoben wurde, kann man einfach Dämmflocken einblasen.

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Re: Der Werkstatt-Bauthread

#16

Beitrag von zappl » 10.09.2019, 12:37

JürgenLut hat geschrieben:
02.09.2019, 23:27
Für die Erdleitung reicht es ein Abwasserrohr 150-250mm, mit 25°-Bogen am Ende, einen Meter tief einzugraben. Nachdem später das umwickelte Heizungsrohr eingeschoben wurde, kann man einfach Dämmflocken einblasen.
Sollte das Leerrohr (für das potentielle Heizungsrohr) auf kürzestem Wege vom Haus in die Garage gelegt (ca. 2m) und die (isolierten) Heizungsrohre dann innerhalb der Garage in den abgetrennten Werkstattbereich geführt werden (mind. 6m)
oder
das Leerrohr die gesamte Strecke bis zum Werkstattbereich im Erdreich verlegt werden?

Das Leerrohr würde natürlich in beiden Fällen in frostsicherer Tiefe verlegt werden.

Zweiteres würde einen Aufwand bedeuten den ich jetzt kurzfristig wahrscheinlich nicht gestemmt bekomme.
Für ersteren Fall könnte man jetzt zumindest noch ein Stück KG Rohr beim Gießen der Bodenplatte mit einbauen. Der Bereich dort wäre auch nachträglich noch mit dem Bagger erreichbar (der nächstes Jahr sowieso nochmal anrücken muss für den Außenbereich).
Gruß, Sebastian
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Re: Der Werkstatt-Bauthread

#17

Beitrag von expo » 10.09.2019, 16:40

bea hat geschrieben:
31.08.2019, 14:29
Wenn der Werkstattbereich beheizt werden soll, ist m.W. automatisch auch eine EnEV-konforme Dämmung notwendig. Vor allem nach oben hin bringt das wirklich viel - und Du wirst Dich vermutlich oft genug dort aufhalten. Also mach das Dach gleich dick genug und fülle es mit Hanfstroh oder sowas. Das dürfte sich wohl recht zügig auch finanziell lohnen.

Bei den Seitenwänden ist die EnEV deutlich lockerer, wenn man eine Innendämmung vorsieht. Ist zwar für Bestandsbauten gedacht, aber m.W. auch bei Neubauten anwendbar.
Aber Vorsicht bei Innendämmung. Du ziehst Dir den Taupunkt nach innen, was heisst, gerade wenn Du mit Holzofen heizt oder auch mal was feuchtes veranstaltest, das das Tauwasser in der Dämmung anfällt. Bei den zu erwartenden Temperaturunterschieden bei Nutzung und Nichtnutzung muss man da aufpassen. Schimmelresitente Innedämmung geht nur mit Multipor oder besser teuren Kalziumsilikatplatten.
Also besser aussen dämmen. Billiger einfacher. Flachdach? Dann PURschaumplatten drauf und die mit Bitumendachbahn als normales Flachdach ausführen. Keinesfalls von innen mit Rigips oder so einem Schmarre anfangen...das schimmelt Dir weg und Du siehst es nicht mal.

Gleich so planen lassen. Für die Wände geht das ja ähnlich. Heute eh Standard. Aussen und fertig...ist ja auch nicht massiv teuer.

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Re: Der Werkstatt-Bauthread

#18

Beitrag von expo » 10.09.2019, 16:45

zappl hat geschrieben:
10.09.2019, 12:37
JürgenLut hat geschrieben:
02.09.2019, 23:27
Für die Erdleitung reicht es ein Abwasserrohr 150-250mm, mit 25°-Bogen am Ende, einen Meter tief einzugraben. Nachdem später das umwickelte Heizungsrohr eingeschoben wurde, kann man einfach Dämmflocken einblasen.
Sollte das Leerrohr (für das potentielle Heizungsrohr) auf kürzestem Wege vom Haus in die Garage gelegt (ca. 2m) und die (isolierten) Heizungsrohre dann innerhalb der Garage in den abgetrennten Werkstattbereich geführt werden (mind. 6m)
oder
das Leerrohr die gesamte Strecke bis zum Werkstattbereich im Erdreich verlegt werden?

Das Leerrohr würde natürlich in beiden Fällen in frostsicherer Tiefe verlegt werden.

Zweiteres würde einen Aufwand bedeuten den ich jetzt kurzfristig wahrscheinlich nicht gestemmt bekomme.
Für ersteren Fall könnte man jetzt zumindest noch ein Stück KG Rohr beim Gießen der Bodenplatte mit einbauen. Der Bereich dort wäre auch nachträglich noch mit dem Bagger erreichbar (der nächstes Jahr sowieso nochmal anrücken muss für den Außenbereich).
Kurzer Weg, wenn das unter 80 cm tief liegt ist das eh Frostfrei..Innerhalb der Garage kann man dann immer noch dämmen.
Nimm ein dickes KG Rohr, kannst Dir im Zweifel dann auch noch Wasser mit durchziehen

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Re: Der Werkstatt-Bauthread

#19

Beitrag von bea » 10.09.2019, 21:12

expo hat geschrieben:
10.09.2019, 16:40
Aber Vorsicht bei Innendämmung. Du ziehst Dir den Taupunkt nach innen, was heisst, gerade wenn Du mit Holzofen heizt oder auch mal was feuchtes veranstaltest, das das Tauwasser in der Dämmung anfällt. Bei den zu erwartenden Temperaturunterschieden bei Nutzung und Nichtnutzung muss man da aufpassen. Schimmelresitente Innedämmung geht nur mit Multipor oder besser teuren Kalziumsilikatplatten.
Stimmt. Fast.
Holzfaserdämmplatten im Lehmbett mit Lehm oder Kalkputz oder Hanfstroh in Konterlattung, ebenfalls mit Lehm- oder Kalkputz geht auch ganz gut. Und ist durchaus selbsrmachfreundlich.

Dann darf die Dämmung natürlich nicht zu dick werden - aber bei 4-6 cm Dämmstoffdicke gibt es in aller Regel keine Probleme, wenn die Luftdichtigkeitschicht (=der Putz) korrekt ausgeführt wird. (Wenn man Rigips verwenden möchte, braucht man noch eine Dampfbremsfolie). Das interessante an diesen Konstruktionen ist natürlich, dass eine derart dünne Dämmungschicht in den Wänden zulässig ist.

Auf dem Dach sollte natürlich ordentlich dick von außen gedämmt werden. Da bringt es eh mehr als bei den Wänden, und es ist ohne weiteres möglich, auch in Eigenleistung die erforderliche Dämmstoffmenge einzubringen. Auch hier würde ich übrigens einen von innen her diffusionsoffenen Aufbau bevorzugen. Nicht zuletzt deshalb, weil das auch im Sommer zu einem angenehmeren Raumklima führt.
LG

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Re: Der Werkstatt-Bauthread

#20

Beitrag von expo » 12.09.2019, 15:57

Ich würde bei einem Neubau das Risiko von Innendämmung nicht eingehen...ist doch eher aufwendiger und teurer, bei einem Altbau oder im Bestand ist das was anderes. Aber ein Lehmputz innen verbessert natürlich das Raumklima eindeutig. Echter Kalkputz notfalls auch. Da kann ich Bea schon beipflichten. Von Gipsputzen und Gips würde ich bei sowas generell die Finger lassen...gerade wenn man nicht dauernd heizt.
Keine komplizierten Schalen innen..das ist alles anfällig auf lange Sicht. Einfach und gut bauen, wenn Du es beim Neubau eh kannst.

Bei einem Kalksandstein oder Betongaragenbau ist glaube ich diffusionsoffen dann eh für die Katz? Nichts was Schimmeln kann rein und sich den ganzen Dampfbremsenkram sparen..wo nichts ist, macht man auch keine Fehler :-)

Kann man sich zur Sicherheit auch alles ausrechnen:
https://www.ubakus.de/u-wert-rechner/

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Re: Der Werkstatt-Bauthread

#21

Beitrag von bea » 14.09.2019, 20:17

4-6 cm Holzfaserdämmung mit Lehm- oder Kalkputz funktioniert m.W. sogar noch in Beton - ohne zusätzliche Berechnungen. Zumindest lt. dem Hersteller Gutex. Andere Konstruktionen sind natürlich sinnvoller. Also anderes Wandmaterial. Ggf. Holzrahmenbauweise oder Fachwerk.
LG

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Re: Der Werkstatt-Bauthread

#22

Beitrag von expo » 28.09.2019, 15:04

Ich wäre vorsichtig, das kommt sehr auf die Aussenwand und das Nutzungsverhalten an.
Kann gehen, da bei 40 mm und Lehm alles nach innen atmen kann, aber wenn man da mal was feuchtes veranstaltet, dann heizt, aber wochenlang dann wieder kalt lässt..wird das nicht gut ausgehen...dann muss das ganze System so sein wie bei einem alten Fachwerkhaus.
Draussen kommt dann gerne ein Buntsteinputz an die Fassade in Sockelhöhe um es schön sauber zu haben und dann atmetet da schnell nix mehr.

Beim U Wert Rechner kann man das wirklich schön sehen...und wenn man sich anmeldet auch Gutex und alle Materialien einbeziehen...
Innendämmung hat immer Risiken. Auf die Hersteller würde ich mich da nicht zu sehr verlassen, sondern erstmal auf die generelle Bauphysik. Eine schöne Lehmheizung dagegen..dann sieht es wieder anders aus...aber hier gehts ja nur um temporäre Nutzung..da würde ich aufpassen, weil man im Zweifel nicht sofort merkt, wenn was im Argen liegt. Erst müffelt es nur ein wenig und dann....wenn der Horror zu Tage kommt ist es zu spät. 8)

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Re: Der Werkstatt-Bauthread

#23

Beitrag von zappl » 09.10.2019, 00:06

Danke euch. Scheinbar habe ich kundige und auch noch auskunftsbereite Menschen an Bord. :)

Für's Mauerwerk ist ein 24 bzw. 30cm starker Leichtbeton aus Naturbims vorgesehen. Wenn ich mich gerade recht erinnere wird dafür ein U-Wert von 0.5-0.6 W/m²K angegeben. Eine zusätzliche Dämmung ist nicht geplant.
Gruß, Sebastian
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Re: Der Werkstatt-Bauthread

#24

Beitrag von Kellermann » 09.10.2019, 10:57

KEINE Innendämmung vorsehen. Du willst in deiner Außenwand Kabel, Dübel, Schrauben, Bolzen und was noch alles befestigen und evtl. Dosen für Elektro bohren. Innendämmung macht nur Sinn, wenn sie durchgängig und unverletzt ausgeführt wird. Innendämmung ist eine "Notlösung" z.B. für die Denkmalpflege oder Fälle, wo gedämmt werden muss und es außen beim besten Willen anders nicht geht. Bis Schäden auftreten, können Jahre / Jahrzehnte vergehen, aber dann ist es an den kondensierenden Stellen vergammelt (Holz) und/oder verschimmelt.

Viele Grüße
Kellermann

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Re: Der Werkstatt-Bauthread

#25

Beitrag von zappl » 09.10.2019, 21:27

Die Schalungsarbeiten haben begonnen. Leider haben wir hier derzeit viel Regen. Wird wohl noch ein paar Tage bis zum Gießen der Bodenplatte dauern.
Gruß, Sebastian
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