Split-Coil HB bauen

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MiLe
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Split-Coil HB bauen

#1

Beitrag von MiLe » 16.02.2016, 11:21

Da es ja nun tatsächlich an den Bau geht, mache ich mal in der entsprechenden Kategorie weiter:

Nochmal der Plan:

Ich hätte gerne was in HB-Größe für 6 Saiten. Dabei möchte ich aber auch einen typischen SC-Klang, und das auch noch brummunterdrückt. Zusätzlich natürlich aber auch was typisch HB-mäßiges.
Unterm Strich möchte ich eine Resonanzfrequenz eines "SC" um die 7 KHz bei 256 pF Last und eine Resonanzspitze um 10 dB bei 500 KOhm Last, kombiniert mit maximal möglichem Output.
Das ist frequenzmäßig zwar etwas hoch, könnte aber ein guter Spielpartner für den C-Switch sein. Und draufwickeln kann man ja immer noch.

Der Plan: ein HB, zusammengestellt aus 2 Split-Coil-"Singlecoils", also insgesamt 4 Spulen.
Jede davon ca. 3 KOhm, macht also seriell pro "Singlecoil" 6 KOhm, beide zusammen dann 12 KOhm. Kommt von der
Größenordnung her zumindest halbwegs hin.

Damit es zwischen g- und h-Saite, wo unterschiedlich gepolte Magnete zusammentreffen, keine allzugroßen Wechselwirkungen gibt, werden die einzelnen Spulen um ca. 20° schräg gestellt. Dadurch werden die e- und d-Saite wahrscheinlich weil halsnäher etwas weicher widrgegeben (der Versatz ist aber nur minimal), was mir sehr entgegen kommt.
Gewickelt wird mit 0,06er Draht, wahlweise auf Ceramic- oder Alnico5-Bars je 30x3x13,5 mm. Die einzelnen Spulen sind ja recht klein (Außenmaß 36x9 mm), es sollte aber reichen, um die 3 KOhm = ca. 7000 Wicklungen pro Spülchen hinzubekommen, wenn ich nicht allzu viel Luft reinwickle.

Die Magnete bekomme ich wohl nicht in den gewünschten Dimensionen, also müssen Balkenmagnete zugeschnitten werden. Das wird wohl per Dremel, Flexwelle und Diamantscheibe geschehen. Durch die Flexwelle bin ich elektrisch weit genug weg vom Ort des Geschehens und kann somit nass schneiden, damit's nicht zu heiß wird.

Als Maschine kommt eine mittelgeoße Drehbank zum Einsatz. Damit kann ich die Drehzahl gut elektronisch regulieren und einen Langsamanlauf hat sie auch, eigentlich ganz gute Voraussetzungen. Nur ein Fußpedal fehlt, aber ich werde versuchen, darauf zu verzichten.
Zählwerk ist ein handelsüblicher Fahrradtacho. Radumfang auf 1000 mm eingestellt, zeigt die Entfernung in Metern die Anzahl der Windungen an. Und die Geschwindigkeit gibt gleich noch Auskunft über dier Drehzahl/Minute, bis ca. 30 U/min kommt der Zähler sauber mit, so schnell werde ich wohl kaum wickeln. 36 km/h = 10 U/sec
In dem Bereich wurde also nix Neues angeschafft, sondern bestehende Komponenten neu verwurstet.

Das Flatwork wolllte ich zuerst aus Vulkanfiber selbst schneiden/fräsen, aber bei den Dimensionen fizzelt man sich ja zu Tode und so der geübte Feinmechaniker bin ich auch nicht. Zum Glück gibt's aber Anbieter, die auf Zeichnung solche Formen per Laser ausschneiden. Aus einer Platte 181x181 mm bekomme ich 72 Teile, ausrichend also für 18 Singlecoils bzw. 9 Humbucker - für rund 30.- € plus Versand. Als Material habe ich schwarzes Plexi 3,0 mm gewählt und hoffe, daß das ausreichend stabil ist? Gewickelt wird zwischen 2 abgerundete Holzscheiben, in welche der Rohling bündig eingesetzt wird, so daß der Draht das Ganze nicht zu leicht sprengen sollte (think)
Alternativ komme die gleiche Anzahl an Teilen nochmal aus 2 mm Plexi transparent, könnte, wenn es stabil genug ist, interessant aussehen.

Aktuell warte ich noch auf Plexi, Magnete und Draht. Da aber nächste Woche Urlaub ansteht, wird's wohl bis zum ersten mess- und hörbaren Prototypen noch 4 Wochen dauern :oops: Gespannt bin ich vor Allem auf das Widergabeverhalten mit den unterschiedlichen Magnet-Typen und ob ich meinen Zielvorstellungen im ersten Anlauf schon halbwegs nahekomme.
Liebe Grüße,
Michael

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Re: Split-Coil HB bauen

#2

Beitrag von thoto » 16.02.2016, 12:35

Bin schon sehr gespannt! (dance a)
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Re: Split-Coil HB bauen

#3

Beitrag von Haddock » 16.02.2016, 17:44

Guten Abend,
thoto hat geschrieben:Bin schon sehr gespannt! (dance a)
ohhhhh ja, ich auch!

Gruss
Urs

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Re: Split-Coil HB bauen

#4

Beitrag von MiLe » 17.02.2016, 17:49

und ich erst ;)
Leider wird das erste Ergebnis noch etwas auf sich warten lassen. Ich hatte gehofft, Magneten und Draht zeitnah zu bekommen, aber das scheint sich noch etwas zu ziehen :(
Dafür ist die Dreh-/Wickelbank mit beidseitiger Spulenaufnahme und Tacho/Zähler fertig, der Tacho zählt sauber mit bis 40 U/min, da liegt das Limit dann eher bei mir als bei der Maschine.
Magnet-Schneidetests haben ergeben, daß es sowohl bei Keramik als auch bei Alnico recht gut mit der Diamantscheibe von Dremel geht. Zum Kanten abrunden tut's eine einfache Diamantfeile auch problemlos.

Jetzt heißt's warten - und das hasse ich :evil:

Könnte aber sein, daß ich das Flatwork falsch gezeichnet habe. Die Kanten habe ich schön verrundet, dabei aber nicht bedacht, dass 2 harmonisch aussehende Rundungen nicht zwangsläufig auch überall den gleichen Abstand haben. An den "Ecken" des Magnets fasst die Spule nur 2 mm, das wird mit den angepeilten 3 KOhm mit 0,06er Draht schwierig.
Ich werde also noch einen Satz Flatwork mir durchgängig 3 mm Wickelraum bestellen und wohl auch noch 'ne Rolle 0,05er Draht. Wenn ich sehe, daß die Resonanzfrequenz bei Ceramik-Balken noch deutlich nach oben geht, könnte ich auch mehr als die 3 KOhm/Einzelspule wickeln und somit den Output erhöhen, bei immer noch recht hoher und ausgeprägter Resonanz.
Liebe Grüße,
Michael

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Re: Split-Coil HB bauen

#5

Beitrag von MiLe » 12.03.2016, 22:38

Es ist soweit, nach diesmal quälend langem Urlaub hat der erste Prototyp das Licht der Welt erblickt :)

Zunächst einmal als halber Humbucker, also als Split-Coil-Singlecoil.

Das Flatwork besteht aus 2,0 mm transparentem Plexiglas (des transparenteren Klanges wegen ;) ), das ich per Laser habe zuschneiden lassen. Spart viel Fummelei und ist ziemlich günstig. Der Magnet ist oben und unten bündig in die beiden Elemente eingelassen, wodurch zum Wickeln nur eine Höhe von ca. 9 mm übrig bleibt. Bei einer Maximaldicke der Wicklung von 3 mm musste ich auf den 0,05er Draht gehen, um die geplanten 6000 Wicklungen in wildestem Scatterwound überhaupt drauf zu bekommen. Dabei ist mir die erste Spule eingermaßen fest geraten (allerdings mit 2x Drahtriss), die 2. ist zu locker, aber für einen ersten Eindruck reichts.
Als nächstes steht erst mal der Bau einer besseren Spulenhalterung für die Drehbank an, Unwucht und Dezentrierung machen das Wickeln nicht leichter. Dennoch, für's erste Mal mit dem hauchdünnen Draht bin ich zufrieden - ging wesentlich besser als befürchtet.
Gewickelt wurde auf einer Drehbank mit ca. 15 U/sec = 900 U/Min. Der Dreht wurde per baumwollbehandschuhter (und zittriger) Hand geführt. Momentan rätsle ich noch, wie ich es hinbekommen habe, die gerissenen Drähte wieder zusammenzulöten und am Ende die Kabel anzuöten. Auf kurze Distanzen bin ich nämlich blind wie ein Maulwurf. Lesebrille und Lupenlampe haben geholfen.

Um gleich in's Extrem zu gehen, mit je einer Ferritklinge (vermutet hohe Güte durch geringe/keine Wirbelstromverluste) und mit je 6000 Wicklungen 0,05er Draht. Macht ca. 3,6 KOhm pro Einzelspule und damit 7,2 KOhm als Split-Singlecoil mit den beiden Spulen in Serie.

Die Magnetfeldstärke direkt am Magneten liegt mit 120 mT bedenklich hoch. Also wohl entweder reichlich Abstand zu den Saiten oder eventuell doch erst mal die Alnico-Variante probieren.

In Anbetracht der Tatsache, daß ich von den Zusammenhängen (Magnetart- und Dimensionierung - Drahtstärke - Wicklungszahl - Drahtlänge - Spulengeometrie..... vs. Resonanzfrequenz, Güte....) keine Ahnung habe, habe ich meine ursprünglichen Zielvorgaben im ersten Schuss ins Blaue schon mal recht gut getroffen, zumindest was die Messung per Geberspule angeht:
Bei praxisgerechten 569 pF und 328 KOhm Last liegt die Resonanzfrequenz bei rund 6250 Hz, die Überhöhung beträgt dabei satte 9 dB. Nahezu Punktlandung - Anfängerglück :) Natürlich sind die Werte pur eher schwer genießbar, aber ich wollte ja auch passende Spielpartner für C-Switch und Parallel-Lastpoti basteln. Zum Pegel kann ich leider noch nichts sagen, dazu muss der Prototyp erst auf eine Platform montiert und in eine Gitarre implantiert werden.
Optisch sind die ersten Spulen noch nicht der Bringer, da das Verkleben der Magneten und der transparenten Teile per Sekundenkleber nicht ohne Spuren abging - das geht noch besser. Aber wie gesagt, das ist ein erster Funktionsprototyp, hauptsächlich um ein Gefühl für die Größenordnungen zu bekommen und mal das Wickeln zu üben.
Zusätzlich habe ich noch schwarzes Plexi in 3,0 mm. Das wäre optisch fehlerverzeihender, kostet aber bei bündigem Einbau der Magnete wieder 2 mm Wickelhöhe.
Bin schon gespannt, was da mit besserer Wicklung und Alnicos noch geht - ich werde berichten ;)
Liebe Grüße,
Michael

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Re: Split-Coil HB bauen

#6

Beitrag von MiLe » 16.03.2016, 18:48

Nur für den Fall, daß sich jemand für die Pickups interssiert und die Datenbank noch nicht kennt:
Beide Varianten (Keramik und Alnico) finden sich jetzt in der Datenbank, mit einem zumindest für mich recht überraschendem Ergebnis: http://gitarrebassbau.de/viewtopic.php? ... 199#p67168
Liebe Grüße,
Michael

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Re: Split-Coil HB bauen

#7

Beitrag von MiLe » 20.03.2016, 12:26

Vielleicht helfen diese Messungen, Zusammenhänge zwischen Konstruktionsmerkmalen und klanglichen Auswirkungen zu verdeutlichen:

3 Varianten der selben Konstruktion (Geometrie, Spuelenaufbau, Drahtstärke):

1. 2x 6000 Wicklungen mit Ferrit-Klinge
2. 2x 6000 Wicklungen mit Alnico-Klinge
3. 2x 7500 Wicklungen mit Ferrit-Klinge
Zumindest die Erhöhung der Wicklungszahl brachte ein erwartetes Ergebnis, nämlich Senkung der Resonanzfrequenz, leichte Senkung der Güte und (wahrscheinlich) Erhöhung des Ausgangspegels.
Der scheint aber zumindest in den Geberspulen-Messungen gar nicht so hoch zu sein wie ich es anhand der Konstruktion und der Drahtlänge erwartet hätte - immerhin liegt ein kompletter Humbucker am Ende bei 20 KOhm und bringt auf den Klingen 12 mTesla auf die Waage - da würde ich eigentlich reichlich Power erwarten. Am Ende werde ich es wohl erst wissen, wenn das erste Exemplar in eine Gitarre eingebaut ist und mit realen Saiten angeregt wird.
Der Gesamtwiederstand der 7500er-Variante liegt bei 10 KOHm (2x 5 KOhm seriell) und damit für einen SC recht hoch. Dennoch ist ein (bei dem Widerstand erwartet) mittiges Klangbild nicht auszumachen. Was in der Spule drinsteckt, macht also noch einen ganz entscheidenden Unterschied.

Zu den Auswirkungen unterschiedlicher Wicklungsgeometrien (hoch und schmal vs. flach und breit) kann ich leider nix sagen - hat da schon mal jemand experimentiert?
Liebe Grüße,
Michael

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Re: Split-Coil HB bauen

#8

Beitrag von MiLe » 20.03.2016, 14:00

Falls noch jemand etwas zur Wickelmaschine wissen möchte - hier isse:
Die Drehzahl lässt sich prima elektronisch regeln und sanft starten. Mittlerweile bin ich beim Wickeln von ca. 15 auf ca. 10 U/Sec. heruntergegangen. Der Drahr wird dabei per Hand mit Baumwoll-Handschuh geführt, wobei ich ihn zwischen Daumen, Zeige- und Mittelfinger durchlaufen lasse, wodurch sich der Zug recht gut regulieren lässt. OK - nach einigen tausend Wicklungen bekomme ich langsam einen Krampf in die Finger.

Was ich dabei noch nicht verstehe: Es gibt Abschnitte, da verspüre ich kaum Zug an den Fingern. Dann kommen wieder (kürzere) Phasen, in denen sich merklich Zug aufbaut. Ich habe noch keine Idee, woran das liegt - vielleicht hat hier ein erfahrenerer PU-Wickler eine Idee?
Liebe Grüße,
Michael

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Re: Split-Coil HB bauen

#9

Beitrag von Jackhammer » 20.03.2016, 14:39

MiLe hat geschrieben:Vielleicht helfen diese Messungen, Zusammenhänge zwischen Konstruktionsmerkmalen und klanglichen Auswirkungen zu verdeutlichen:

3 Varianten der selben Konstruktion (Geometrie, Spuelenaufbau, Drahtstärke):

1. 2x 6000 Wicklungen mit Ferrit-Klinge
2. 2x 6000 Wicklungen mit Alnico-Klinge
3. 2x 7500 Wicklungen mit Ferrit-Klinge
AC PT Vergleich.jpg
Zumindest die Erhöhung der Wicklungszahl brachte ein erwartetes Ergebnis, nämlich Senkung der Resonanzfrequenz, leichte Senkung der Güte und (wahrscheinlich) Erhöhung des Ausgangspegels.
Der scheint aber zumindest in den Geberspulen-Messungen gar nicht so hoch zu sein wie ich es anhand der Konstruktion und der Drahtlänge erwartet hätte - immerhin liegt ein kompletter Humbucker am Ende bei 20 KOhm und bringt auf den Klingen 12 mTesla auf die Waage - da würde ich eigentlich reichlich Power erwarten. Am Ende werde ich es wohl erst wissen, wenn das erste Exemplar in eine Gitarre eingebaut ist und mit realen Saiten angeregt wird.
Der Gesamtwiederstand der 7500er-Variante liegt bei 10 KOHm (2x 5 KOhm seriell) und damit für einen SC recht hoch. Dennoch ist ein (bei dem Widerstand erwartet) mittiges Klangbild nicht auszumachen. Was in der Spule drinsteckt, macht also noch einen ganz entscheidenden Unterschied.

Zu den Auswirkungen unterschiedlicher Wicklungsgeometrien (hoch und schmal vs. flach und breit) kann ich leider nix sagen - hat da schon mal jemand experimentiert?
Sehr interessante Untersuchungen hast Du gemacht! (clap3) (clap3) (clap3)
Was den Zusammenhang zwischen Resofreq und Magnetmaterial betrifft, kann man in den Specs von passiven EMG TA sehen:
http://www.emgpickups.com/media/product ... 0221rb.pdf
So wie es für mich aussieht, verwenden die gleiche Spulen (zwar kein Wort über Anzahl der Windungen, aber zumindest gleiche Widerstandswerte) mit mit Keramik- oder Alnicomagneten. Alnicos haben dabei etwas kleinere Resonanzfrequenz.

Was die Spulengeometrien betrifft, da kann man es indirekt aus den Vergleichen zwischen P90 (breite Spule) und einem SC oder Standart HB vs HB in SC-Format ableiten. Zumindest da sehe ich so: Breitere Aperturen haben auch weniger ausgeprägte Resonanzspitzen, ist aber nur meine eigene subjektive Beobachtungen die keine messtechnischen Beweise haben.
Viele Grüße
Yuriy

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Re: Split-Coil HB bauen

#10

Beitrag von capricky » 20.03.2016, 14:50

MiLe hat geschrieben:Falls noch jemand etwas zur Wickelmaschine wissen möchte - hier isse:
Wird ein bißchen knapp mit dem Drehmoment, bei 0,05er CuL, oder? :badgrin:

capricky

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Re: Split-Coil HB bauen

#11

Beitrag von MiLe » 20.03.2016, 15:04

Hi Yuiri,

danke für den Link!
Ich bin nur nicht sicher, ob man daraus wirklich relevante Schlüsse ziehen kann: Die Unterschiede in den angegebenen Resonanzfrequenzen (immerhin unter Angabe von praxisgerechter ohmscher und kapazitiver Last) sind so gering - das würde bei mir unter "Messtoleranz" fallen. Ich kann jedenfalls nicht guten Gewissens sagen, daß ich die dort beschrieben Unterschiede am Amp tatsächlich hören würde (think).
Wichtig wäre halt zu wissen, wie in den PUs Magnete und weichmagnetisches Material kombiniert werden. Bei unter der Spule liegenden Magneten dürfte deren Einfluss auf Wirbelströme geringer sein, da überwiegt dann wohl der Effekt der Eisenkerne, die wieder alle 4 Probanden haben.

Ähnlich sehe ich das mit den P90 vs. SC: Dabei sehe ich Deine "subjektive Betrachtung" gar nicht als Schwäche sondern eher als Vorteil, denn die Messmethode hat ja auch systembedingte Schwächen und am Ende entscheidet eh das Ohr. Aber solange bei beiden Probanden nicht alle Konstruktionsdetails auf dem Tisch liegen ist es halt sehr schwierig, echte Schlüsse daraus zu ziehen. So entstehen dann auch ganz schnell Legenden, bloß weil Teil A eine besondere Eigenschaft hat, die Konstruktionsmerkmal X zugeordnet wird. Und plötzlich klingen alle Humbucker dumpf und alle SCs grell ;)

Beim Versuch, die unterschiedlichen Konstruktionsdetails den Auswirkungen zuzuordnen wird mir gerade schwindlig - da gibs einfach zu viele Abhängigkeiten und gegenseitige Beeinflussungen. Deswegen versuche ich ja auch, immer nur einen Parameter zu ändern und zu sehen was passiert.
Da ich aber aktuell schon Schwierigkeiten habe, 4 Einzelspulen so zu verschalten, daß ein 4fach serieller HB draus wird bei optimaler Brummunterdrückung und ohne Phasenauslöschungen empfehle ich, meiner Denke nicht allzu weit zu trauen :?

@ Meister: Du weist doch, Drehmoment ist durch nichts zu ersetzen außer durch mehr Drehmoment . Gleiches gilt für Hubraum und weibliche Fans :D
Im Ernst, es schadet auch nicht und die Drehbank stand gerade in der Gegend rum, also musste sie dran glauben. Durch die Regelbarkeit und den Sanftanlauf scheint sie mir aber gar nicht so schlecht geeignet - Drahtrisse hatte ich als eher grobmotorischer Anfänger mit dem hauchzarten Drähtchen nur wenige - was für die Maschine spricht. Außerdem hilft mir die Konstruktion, meine Sonderspulen mit Hilfe des Reitstockes einzuklemmen, eine andere Befestigungsmöglichkait habe ich ja mangels Bohrungen etc. nicht. Lagerung dort ist übrigens eine 1Cent-Münze, soll ja Glück bringen :)
Und die Spulenhalter, in welche das Flatwork zur Vermeidung von beim Wickeln störenden Kanten bündig eingelassen wird, sind aus Plexi. Spätere Gitarristen-Generationen werden dereinst überzeugt sein, daß daher der besonders transparente Klang der Pickups kommt (solidarity)
Liebe Grüße,
Michael

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Re: Split-Coil HB bauen

#12

Beitrag von MiLe » 21.03.2016, 22:14

Leute - ich könnte Hilfe gebrauchen (help1)

Eben habe ich den ersten kompletten Humbucker aus Einzelspulen zusammengebaut und in meiner Testgitarre versenkt. Klanglich soweit erst mal alles im grünen Bereich, aber der Output ist nicht so der Bringer. Um nicht unnötig kompliziert anzufangen, beziehe ich mich erst mal auf den Single-Coil-Mode, also nur ein Spulenpaar aktiv.

- 2 Ferrit-Klingen 13,5x3x30 mm, ca. 120 mT an den Klingen
- 2x 7500 Wicklungen 0,05er Draht - aufgrund der Doppelspule dürfte das in der Drahtlänge etwa 10.000 Windungen auf einer herkömmlichen Singlecoil-Spule entsprechen. Widerstand 10 KOhm.
- Kaum Wirbelstromverluste, da kein elektrisch leitendes Material außer dem Kupferdraht vorhanden ist.
- Die beiden Einzelspulen habe ich so seriell verschaltet, daß der höhere Output bei der Geberspulen-Messung herauskam.


Theoretisch sollte das Teil doch reichlich mVolts bringen - tut es aber nicht.
Hat mich die Geberspulenmessung in die Irre geführt und ich bin gerade out of phase unterwegs? Klingt aber irgendwie nicht danach - obwohl - wer weiß schon, wie ein oop Splitcoil klingt? (think)

Zum Vergleich habe ich mal alles gemessen, was ich an Singlecoils hier habe bzw. als Singlecoil schalten kann. Alle in Gitarren eingebaut, aber alle mit gleicher Schaltung, also 1MOhm-Poti in der Gitte, kein Tone-Poti. Insofern gleiche Ausgangsbedingungen.
Falls bei Singlecoil-Messungen die Geberspulen-Methode überhaupt eine Aussagekraft bez. Pegel hat, würde sich der Höreindruck mit den gemessenen Werten decken.
Wo habe ich den Denkfehler? Stichwort: Pegel - verzweifelt gesucht

edit: habe jetzt mal noch die serielle Verkabelung des Singlecoils geändert. Nach der Messung sinkt der Pegel deutlich ab (ca. 12 dB), gehörmäßig kann ich jetzt zur anderen Variante keinen Unterschied feststellen, eher kommt mir das Signal etwas kräftiger vor. Alle Spulen sind übrigens linksrum gewickelt, die Magnetpolaritäten sind pro Paar unterschiedlich. Hätte ich vielleicht doch je eine Spule eines Paares reverse wickeln sollen????? Ich stehe echt vor einem Rätsel :oops:
Liebe Grüße,
Michael

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Re: Split-Coil HB bauen

#13

Beitrag von capricky » 22.03.2016, 08:51

Womit steuerst Du die Geberspule an, weißes/rosa Rauschen, Sweeper, von Hand durchgestimmter Sinusgenerator?

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Re: Split-Coil HB bauen

#14

Beitrag von MiLe » 22.03.2016, 09:29

moin,

das ist ein spezielles Rauschen (klingt ziemlich rosa), das von Arta selbst erzeugt wird. Aber wie gesagt - die Pegelanzeige scheint da eher in die Irre zu führen, da bei Verpolung einer Spule ein 12 dB niedrigerer Pegel angezeigt wird, den mein Amp und meine Ohren so nicht wahrnehmen. Weder bei Einzelnoten noch bei Akkorden über alle 6 Saiten.
Ich frage mich auch, ob eine oop-Verschaltung bei der Anordnung der Spulen in Reihe nun generell eine Phasenauslöschung bringt oder nur wenn beide Einzelspulen angeregt werden. Z.B. bei der tiefen E-Saite alleine ist ja nur eine Spule involviert, die andere hängt ja nur als Last hintendran. (think)
Auch Lemme sagte ja schon dereinst, daß die Messungen per Geberspule nicht zur Pegelmessung geeignet sind. Bisher habe ich das auf die notwendig unterschiedliche Geberspulenausrichtung bei Humbuckern und Singlecoils zurückgeführt, aber selbst bei SCs unter sich scheint keine aussagekräftige Pegelanzeige zu erfolgen.

Hätte nicht gedacht, daß das Konzipieren und Wickeln am Ende einfacher ist als die 4 Spulen zusammenzuschalten :?
Liebe Grüße,
Michael

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Re: Split-Coil HB bauen

#15

Beitrag von capricky » 22.03.2016, 09:31

edit: Irgendwo ein "versteckter" Kompressor in der Signalkette, der sich an der Pegelspitze der Resonanz "orientiert"?

capricky

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Re: Split-Coil HB bauen

#16

Beitrag von MiLe » 22.03.2016, 09:40

bei der Messung: Neee - Pickup - 1MO Vol - Impedanzwandler (Lemme) - Soundkarte.
Beim Spielen über den Amp: (mehrere probiert - Transe, Röhre alles nackich ohne Effekte) Sowiet mir bekannt auch nix. UNd soooo hoch ist die Spitze ja nun auch nicht.
Liebe Grüße,
Michael

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Re: Split-Coil HB bauen

#17

Beitrag von thoto » 22.03.2016, 09:52

Hast du mal versucht, den PU direkt an die Ausgangsbuchse zu hängen?
Vielleicht ist ja ein Bauteil der Schaltung zwischen PU und Ausgang defekt oder falsch/unsauber angeschlossen?
Thoto
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Re: Split-Coil HB bauen

#18

Beitrag von MiLe » 22.03.2016, 10:01

Hi Thoto,

habe ich zugegebermaßen nicht, aber dann wäre auch der Lil59 betroffen, der hängt an der gleichen Schaltung. Und die ist dermaßen simpel und zigfach durchgemessen, das würde ich ausschließen.

Vielleicht helfen folgende Einzelfragen weiter:

1. Was ist entscheidend für die Ausgangsspannung: Die Anzahl der Wicklungen oder die Drahtlänge? Aus dem Lautsprecherbau meine ich die Drahtlänge, schließlich wird der "Kraftfaktor" BL als TM angegeben, also Tesla x Länge Schwingspulendraht. Bei meinem Konstrukt ist die Windungszahl mit 7500 nicht überbordend, die Leiterlänge aber durchaus im kerngesunden Bereich anzusiedeln.

2. Kann es sein, daß das Fehlen von el. leitfähiger Materie im Spulenkern zwar die Resonanzspitze erhöht aber den Gesamtpegel senkt? In Trafos etc. finden sich ja auch meist Eisenkerne. Den Fall "Nur Ferrit in der Spule" gibts ja schon selten, als Klinge noch seltener (EMG?) und als Splitcoil wohl noch gar nicht. Daher auch keine Erfahrungswerte.

3. Kann es sein, daß der hohe Widerstand des dünnen 0,05er Drahtes den Gesamtoutput reduzoert? Obwohl - dann wäre auch ein X2N eher lasch - und das ist er bekanntermaßen nicht.
Liebe Grüße,
Michael

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Re: Split-Coil HB bauen

#19

Beitrag von thoto » 22.03.2016, 10:05

Hmm...sehen die beiden Einzelspulen deines SC eigentlich von oben und unten gleich aus? Sprich: Könnte es sein, dass beim Einbau einer von beiden verkehrt eingebaut wurde, sodass jetzt beide Süd- oder Nordpole ben sind?
Hätte das überhaupt einen solchen Effekt oder einfach nur eine fehlende Brummunterdrückung zur Folge?
Thoto
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Re: Split-Coil HB bauen

#20

Beitrag von capricky » 22.03.2016, 10:14

So langsam seh ich nicht mehr durch, was ist denn jetzt in der Spule, ein Ferritmagnet?

capricky

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Re: Split-Coil HB bauen

#21

Beitrag von MiLe » 22.03.2016, 10:27

@ Thoto,

die Spulen sind oben und unten nicht gleich: Das untere Flatwork ist etwas größer, um noch Kontaktpunkte zu haben, während das obere gerade die Spule abdeckt. Pro Paar ist 1x Nord oben und 1x Süd (mit Magnetometer nachgemessen).
Beide Spulen sind seriell veschaltet, auch mal die 2. Spule anschlußmäßig vertauscht - macht wenig bis keinen Unterschied.

@ capricky:

nochmal: ;)
So sieht das Teil von oben aus:
Wir reden aktuell mal nur vom oberen Paar, das zusammen die gesamte Saitenbreite abdeckt.
In den Spulen stecken Ferritklingen, außenrum pro Spule 7500 W CuL 0,05, oben und unten Plexi drauf, das war's.

Eine einzelnes Spulenpaar sieht demnach so aus:
Liebe Grüße,
Michael

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Re: Split-Coil HB bauen

#22

Beitrag von thoto » 22.03.2016, 10:35

Hast du auch mal nur eine der beiden Spule angeschlossen (also in deinem Fall einen halben SC)?
Thoto
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Re: Split-Coil HB bauen

#23

Beitrag von MiLe » 22.03.2016, 10:45

nöö - habe ich nicht, aber die Idee ist gut! Wenn dann der Pegel steigt, ist in der Schaltung was faul. Probiere ich heute abend gleich aus.
Liebe Grüße,
Michael

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Re: Split-Coil HB bauen

#24

Beitrag von capricky » 22.03.2016, 12:13

Das Großartige ist, daß ich aus sicherer Entfernung die wildesten Vermutungen aufstellen kann... :badgrin:
so zum Beispiel: bist Du sicher, das die Polarisation so ist, wie Du sie auf den Schemata angibst? Ich persönlich kenne keine Ferritmagnete, die über die Länge polarisiert sind (was nicht heißt, daß es keine gibt). Die sind immer über ihre Flachseiten polarisiert (ich hoffe Du verstehst, was ich meine), so kenne ich z.B. keine Ferritstabmagneten, gibt es auch nicht ersatzweise für fenderartige Pickups. Ich spiele hier gerade mit ein paar Ferritflachmagneten und einem Teslameter herum, man kann sich von der Anzeige täuschen lassen, in so einer Art selbsterfüllter Prophezeiung... ich schiebe die Sonde herum und mir wird angezeigt, was ich will, Nord oder Süd und von der Flußdichte her gar nicht so schwach, liegen nur 2-3mm auseinander

capricky

edit: doch bei den "normalen" Humbuckern ala PAF gibt es über die "Höhe" polarisiert Magnete, wie die Alnico Pendants.., egal guck trotzdem, ich habe hier ein paar tschechische Pickups, da ist das so wie oben beschrieben (nebenbei: die klingen wie P90, sind aber nur 10mm hoch)

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Re: Split-Coil HB bauen

#25

Beitrag von MiLe » 22.03.2016, 12:40

ich verstehe, was Du meinst und die Magnete meiner Billig-Strat-Singles haben mich auch ähnlich in die Irre geführt.
Aber die Magnete, Alnico wie Ferrit, die ich von Trashcontainer bekommen habe, sind eindeutig durch die 13,5 mm magnetisiert, bei Gesamtabmessungen von 60x13,5x3. Nicht nur, daß der Teslameter ganz eindeutige Werte anzeigt, 2 Magnete ziehen sich auch genau an den 3mm-Kanten stark an bzw. stoßen sich stark ab.
Magnete, die für mein Vorhaben brauchbar wären, habe ich aber außerhalb der Gitarrenszene noch nicht auftreiben können, die flachen sind durchweg durch die kleinere Höhe magnetisiert wie Du beschreibst und damit für mein Vorhaben unbrauchbar. Es gibt ja auch nicht nur welche die durch die flache Seite magnetisiert sind sondern auch welche mit wilden Polaritäten über die Fläche verteilt. Balken mit 10 unterschiedlichen Feldern auf der breiten Seite sind aufzutreiben ;)
Wenn nichts sonst mehr hilft, helfen Einsenspäne über dann Magneten gestreut ;)

Gerade bekomme ich wieder einige 70x13,5x3-Balken von Trashcontainer, da ist es absolut eindeutig: Die schmalen Seiten ziehen/stoßen, an den flachen Seiten kommt es auf die Orientierung an, also ganz eindeutig durch die 13,5 magnetisiert.

Schade, das wäre eine Theorie gewesen, nach der meine Idee funktioniert und die Materialien ungeeignet waren. Is aber leider nicht so :(
Liebe Grüße,
Michael

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