Combo aus Markbass LMII und ??? Woofer bauen

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Re: Combo aus Markbass LMII und ??? Woofer bauen

#26

Beitrag von bea » 21.01.2016, 19:57

Und da rappeln die Griffe nicht, wenns laut wird?
LG

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Re: Combo aus Markbass LMII und ??? Woofer bauen

#27

Beitrag von Bermann » 21.01.2016, 20:17

Nö !

Gruß Hermann

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Re: Combo aus Markbass LMII und ??? Woofer bauen

#28

Beitrag von MiLe » 21.01.2016, 23:09

Wieder einen Schritt weiter, der Rohbau ist fertig und die meisten Versteifungen sind auch schon drin.
Schlussendlich habe ich mich für eine Kombination aus Zickzack-Beleistung und gegenüberliegende Wände entschieden, die Verstärkungen sind wie das Gehäuse aus Kiefern-Multiplex, 33x12 mm hochkant verleimt und verschraubt (vorwiegend, um während der Verleimung eine bessere Anpressung zu erreichen . meine Zwingenausstattung ist eher bescheiden).
Es fehlen noch 2-3 Streben von der Schallwand zur Rückwand und eventuell je eine Diagonale an den Seitenwänden. Dazu muss ich aber das Teil erst mal testweise in Betrieb nehmen um zu sehen, wie lang die Ports schlussendlich werden und welcher Raum noch für Streben bleibt.
Die ersten 50 mm der Kanaltiefe bestehen trotz des hohen Gewichts aus 12mm Sperrholz, da sie auch eine wesentliche Versteifungsfunktion für die Schallwand bringen sollen. Wenn der Kanal länger wird, kommen danach Streifen aus 4 mm Pappel zum Einsatz.

Immerhin klingt die Kiste schon nicht meha ganz so dröhnig - für das dünne Material erstaunlich. Das Chassis versteift die Schallwand dann auch noch mal. Die ersten Messungen werden dann noch ohne Dämpfungsmaterial gemacht, da sieht man auftretende Resonanzen besser und kann gegebenenfalls gezielt nachlegen.
Liebe Grüße,
Michael

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Re: Combo aus Markbass LMII und ??? Woofer bauen

#29

Beitrag von bea » 21.01.2016, 23:52

Aus dem Bau meiner beiden Hasenkistchen mit ähnlichen Versteifungen habe ich mitgenommen, dass 33 mm etwas wenig sein könnten.
Ich würde jetzt eher 40 mm nehmen, oder mehr. Weil sich die Steifigkeit eines Balkens mit der dritten Potenz seiner Dicke in Biegerichtung ändert, macht das einiges aus. Tendentiell brauchen die Leisten wohl keine 12 mm dick zu sein.
Ideal wären vermutlich Balken, die wie in A-Gitarren nach "oben" hin schlanker werden.

Was ich unbedingt noch einbauen würde: ein Netz von Querstreben, von den Ports nach hinten und seitlich bzw in der Höhe quer durch die Box. Das bringt einerseits zusätzliche Steifigkeit, erlaubt es Dir andererseits aber auch, Dämmmaterial einfach ins Zentrum zu stopfen (wo es am allerbesten wirkt!) und einigermaßen sicher zu sein, dass der BR-Kanal und sein Eingang frei von Dämmmaterial bleibt.
LG

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Re: Combo aus Markbass LMII und ??? Woofer bauen

#30

Beitrag von MiLe » 22.01.2016, 00:04

Hi Bea,

wie gesagt, aber auf dem Bild schlecht zu erkennen: Ich habe bisher zusätzlich zum Zickzack und der separaten Behausung für den Amp eine Verbindung linke zu rechter Außenwand und eine Verbindung decke zu Boden. Was zusätzlich geht werde ich erst sehen, wenn die Länge der Kanäle feststeht. Aktuell liegen die bei 6,5 cm, was laut Boxsim eine Tuningfrequenz von rund 61 Hz bedeutet. Mit 20 cm Länge käme ich auf 44 Hz, tiefer scheidet wohl aus. Da bei shelfports nach Allem was man so liest die berechnete Länge eher zu hoch ist, dürfte der sinnnvolle Spielraum für die Portlänge zwischen den 6,5 und 16 cm. liegen - damit bliebe noch Platz für eine oder 2 weitere Querstreben. Es sei denn, die Ports machen zu starke Geräusche und ich muss flächenmäßig nachlegen, z. B. püber einen zusätzlichen, runden Port in der Rückwand - dann werden natürlich die Kanäle länger. Also erst mal messen und hören und dann sehen, was es noch Sinnvolles zu tun gibt bzw. was der Platz noch hergibt ;)
Liebe Grüße,
Michael

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Re: Combo aus Markbass LMII und ??? Woofer bauen

#31

Beitrag von MiLe » 22.01.2016, 20:49

Jetzt mal 'ne ganz blöde Frage: Dieses seltsame Kiefernsperrholz bearbeitet sich recht eklig, indem beim Hobeln und Fräsen gerne mal kleine Stücke einzelner Furnierschichten ausreißen. Bis zu welcher Größe muss das gespachtelt werden (dünnes, 0,6 mm Kunstleder soll drauf) und womit spachtelt man sowas? Soll sich gut schleifen aber auch bei Vibrationen nicht wieder rausbröseln. Wegen der 1. Anforderung würde ich auf Polyester gerne verzichten ;)
Liebe Grüße,
Michael

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Re: Combo aus Markbass LMII und ??? Woofer bauen

#32

Beitrag von capricky » 24.01.2016, 10:14

MiLe hat geschrieben:Wegen der 1. Anforderung würde ich auf Polyester gerne verzichten ;)
Aber Polyesterspachtel (Presto) ist doch gerade dafür geschaffen worden ... (think)

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Re: Combo aus Markbass LMII und ??? Woofer bauen

#33

Beitrag von MiLe » 24.01.2016, 12:04

Auch wieder wahr. Aber um elend lange Schleiferei zu begrenzen muss ich sorgfältig spachteln. Und bei den über 100 Schrauben im Holz plus Ausbrüche in den Holzschichten brauchts Zeit, die mir Polyester nicht gibt. Es sei denn, ich rühre immer wieder kleine Mengen an bis mir die Hand abfällt ;)
Liebe Grüße,
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Re: Combo aus Markbass LMII und ??? Woofer bauen

#34

Beitrag von capricky » 24.01.2016, 12:12

Na dann rührst Du Dir mit Epoxidharz von R&G (280g Harz/Härter L ~8,-€) und Bimsmehl (Baumarkt/Clou) selbst was an. Soviel Bimsmehl reintun, bist die Masse nicht mehr fließt (ist ne ganze Menge), vorher mit Probemengen testen. Dann hast Du 45min Zeit.

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Re: Combo aus Markbass LMII und ??? Woofer bauen

#35

Beitrag von MiLe » 24.01.2016, 12:37

Super Idee, Danke!!
Epox habe ich hier noch kiloweise rumliegen, dazu diverse Füllstoffe wie Baumwollflocken, Microballoons und Tixotrophiermittel - zur Not auch Sägespäne :)
Soll ja nicht klar lackiert werden sondern nur zum tolexen einen glatten Untergrund ergeben.
Ich werd' wohl alt - darauf hätte ich auch alleine kommen müssen.
Liebe Grüße,
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Re: Combo aus Markbass LMII und ??? Woofer bauen

#36

Beitrag von Bermann » 24.01.2016, 18:33

Zu den Schrauben ...
machs doch wie viele Profis:
Schrauben wieder rausschrauben mit 6mm Bohrer (oder 8mm) aufbohren, Holzdübel einleimen und bündig abschneiden.

Gruß Hermann

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Re: Combo aus Markbass LMII und ??? Woofer bauen

#37

Beitrag von MiLe » 24.01.2016, 20:44

Yau - das wäre natürlich auch eine Idee gewesen, Danke! Leider zu spät - bin schon mitten in der Spachtelorgie. Aber für's nächste Mal merke ich's mir ;)
Liebe Grüße,
Michael

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Re: Combo aus Markbass LMII und ??? Woofer bauen

#38

Beitrag von MiLe » 27.01.2016, 19:15

Mann, bin ich gerade sauer (veto)
Zig Tutorials übers tolexen durchgelesen, Tests durchgeführt mit Weißleim und Sprühkleber, und am Ende für den Sprühkleber von Uhu "Transparent und Permanent" entschieden. Stinkt nicht, löst das Kunstleder nicht an, sprüht sich sehr gut gleichmäßig, und bei den Tests schien auch die Haltbarkeit gut.
Also frisch ans Werk gemacht und stellenweise richtig stolz auf das Ergebnis gewesen: Gerade im Kopfbereich mit der oberflächenbündigen Hochtöner-Einfräsung und dem versenkten Abteil für den Amp war's nicht einfach, aber das Ergebinis fand ich gar nicht übel. Bis nach einigen Stunden der Krempel anfing, sich wieder zu lösen :shock:
Überall, wo auch nur ein Hauch Spannung auf dem Material war, löste sich alles wieder großflächig. Aber auch an den topfebenen Seitenteilen waren auf einmal Beulen und Blasen zu sehen, die anfangs definitiv nicht da waren.
Ich hab' echt alles probiert - einseitiger/zweiseitiger Auftrag (soll beides gehen), Ablüftzeiten zwischen 5 Minuten und 4 Stunden, nix hilft. Per Fön/Heißluft wird's nur noch schlimmer, ich könnt gerade k....tzen.
Gerade so, als ob die Pampe erst anfagen würde zu trocknen um sich dann mit der Zeit wieder zu verflüssigen. Ätschbätsch - reingelegt :evil:
Den ganzen Mist also wieder abgezogen weil ich keine Idee mehr hatte, wie das Ganze noch zu retten wäre. Das schöne Kunstleder is natürlich hin und das gesamte Gehäuse mit einem klebrigen Film überzogen, an dem nun jeder Holzspan aus der Werkstatt haftet, nur das Kunstleder eben nicht. Stellenweise hatte es dann doch geklebt und beim Abziehen Späne aus dem seltsamen Kiefern-Sperrholz gezogen. Schöne glatte Oberfläche ade.
Nun überlege ich, wie ich die Pampe wieder runterbekommt. Ist sehr gleichmäßig aber ich fürchte, daß darauf dann auch kein anderer Kleber mehr hält. Wie ich das in den Reflexöffnungen wieder sauber kriegen soll, ist mir noch ein Rätsel.

So - genug gemotzt. Jetzt mach' ich erst mal den Hersteller flott, denn ich bin wohl nicht der einzige mit dem Problem. 80% loben das Zeug über den grünen Klee, aber 20% haben genau das gleiche Problem wie ich: Hält erst, dann fällt nach einiger Zeit alles wieder runter.
Zum Beziehen von Boxen mit Kunstleder mit dem Zeugs kann ich nur ausdrücklich warnen!!!!! (warning)
Liebe Grüße,
Michael

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Re: Combo aus Markbass LMII und ??? Woofer bauen

#39

Beitrag von capricky » 27.01.2016, 21:15

MiLe hat geschrieben: Zum Beziehen von Boxen mit Kunstleder mit dem Zeugs kann ich nur ausdrücklich warnen!!!!! (warning)
:cry:
...einfach nur ganz normalen Weißleim nehmen... und eine Heißluftpistole...
hier ein Umbau von Combo zu Topteil ... habbick eigentlich schon mal gesagt, dass ich Combos für "suboptimal" halte? Ick hör lieba uff... :oops:

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Re: Combo aus Markbass LMII und ??? Woofer bauen

#40

Beitrag von MiLe » 27.01.2016, 22:13

Du glaubst ja gar nicht, wie viel ich von Dir (und anderen) bez. beledern gelesen hatte. Tatsache ist leider, daß ich für das Beziehen mit Weißleim offenbar zu blöde bin - hatte es probiert, wird ja oft empfohlen und schnell wieder gelassen.
Ausserdem ist/wird das genaugenommen gar kein Combo sondern 'n Monitor mit halbwegs linearem FGang und der Option, ihn auch als Bassamp zu benutzen. Geplant ist, auch die Gitte über den POD HD drüber laufen zu lassen, was meist besser klingt als über 'nen "richtigen" Amp - da gibts einfach zu viele Abhängigkeiten. Und der Bassamp ist ja mit 2 Schrauben raus - schon isses kein Combo mehr sondern 'ne Fullrange-box mit Handschuhfach :lol:

Wofür ich aber höchst dankbar wäre wäre ein Tip, wie ich den R*tz wieder vom Gehäuse bekomme - im jetztigen Zustand wird da wohl gar nix mehr halten, weil der Mist einfach nicht durchhärtet :( (help1)
Liebe Grüße,
Michael

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Re: Combo aus Markbass LMII und ??? Woofer bauen

#41

Beitrag von MiLe » 30.01.2016, 22:58

Heute Abend war der allererste Testlauf: direkt mit'm Bass in den Markbass-Amp ist das für die erste Grobabstimmung schon mal gar nicht schlecht. Alle Regler in Mittelstellung, die "Effekte" Vintage-Loudspeaker-Simulator und Contour auch aus - passt schon mal ganz gut. Leider dröhnen dabei schon bei moderater Lautstärke im Keller alle Holzpaneele, die Rigips-Platten, die Vitrinen, Schranktüren und der gesamte Holzboden (whistle)

Kurz mit Bass und Pod (ohne Amp-Boxen-Micro-Simulation) und einigen Effekten angetestet - wow - da muss ich allerdings noch einiges an Einstellarbeit durchtesten, aber klingt sehr vielversprechend.
Gitarre über Pod klingt bei den verzerrten Sounds noch etwas harsch, ist aber auch alles für den Betrieb am Line6 DT-Röhrenamp optimiert. Echt praktisch: Der VLE (Vintage-Speaker-Simulator) ist nix anderes als ein durchstimmbarer Tiefpass von 20 KHz (off) bis 250 Hz. Kurzer Dreh - und schon klingt die Gitte sehr annehmbar. Aber wie gesagt - da muss noch viel optimiert werden.
Per Piezo und mit einer quick and dirty-Einstellung kang das auch schon mal wesentlich authentischer als alles, was ich aus dem bisherigen Röhrenamp mit 12er Celestion rausholen konnte. Wenn man dann überlegt, dass man da nun auch noch 500 Watt Leistung hintendran hat....... (solidarity)

Das Hochton-Horn lässt sich mit dem Regler von Adam Hall wunderbar steuern und auch komplett abdrehen. Der Hochtöner koppelt zunächst mal mit 12dB/Okt. bei ca. 3 KHz ein, 3,3 MicroFarad und 0,56 mH. Die Ports sind aktuell 11,5 cm lang, damit komme ich auf eine Abstimmfrequenz von 49 Hz. Anfangs hatte ich sie auf 6,5 cm Länge und bin bei 68 Hz gelandet - in der Theorie und in der Simulation sieht das anders aus. Eventuell muss ich die Kanäle also nochmal etwas kürzen. Aktuell irritiert mich noch eine Überhöhung um 500 Hz die Senke von 800 bis 3000 Hz. Zweiteres zeichnet sich schon auf den Datenblättern zum 15FH00 ab, aber längst nicht so stark. Ich gebe aber auch zu, daß sich das Teil mit seinen Dimensionen und dem Tactrix-Horn schon unhandlicher durchmisst als kleinere Boxen - eine kleine Änderung der Mic-Position macht viel aus - aber da bin ich erst am Anfang der Abstimm-Phase.

Dämpfung: Ich habe die Gehäusewände innen bis auf den Bereich der Ports komplett mit 50 mm Basotec verkleidet. Das ist ein merkwürdig fester/poröser Schaumstoff mit ziemlich guten Dämpfungseigenschaften. Weil er recht fest ist, ließen sich entsprechende Stücke gut zuschneiden und zwischen die Verstärkungsleisten klemmen, da werde ich wohl nix kleben müssen. Dazu noch ein Bündel Dämmflies direkt hinter den Speaker. Zwischen Speaker und Ports gibt's aber an jeder Stelle einen Kanal durch's Dämpfungsmaterial der wesentlich größer ist als der Portquerschnitt.

Optisch ist das Teil aktuell grottenhässlich: Der Restkleber auf dem Holz bappt immer noch wie ein Postit und zieht jeden Sägespan und jedes Staubkorn magisch an, das neue Tolex wurde leider noch nicht geliefert. Aktuelller Zustand also: Geteert und gefedert :oops:
Nach diversen Tests hat sich herausgestellt: Tapezieren mit hauchdünnem Vlies (1 Lage von der guten Küchenrolle) , um den alten Kleber unschädlich zu machen, sieht erst mal vielversprechend aus, hält aber auch langfristig nicht wirklich.
Aceton, Nitroverdünnung, Terpentin... ist 'n Mords-Gestank, eine elende Sauerei und bringt das Zeug auch nicht restlos runter - da hab' ich nicht wirklich Lust drauf.
Ein Test mit dem Sprühkleber von Adam Hall (recht günstig) brachte das erhoffte Ergebnis: Einseitig auf das Kunstleder aufgetragen und nach 10-15 Minuten Ablüftzeit klebt er schon direkt sehr gut auf dem verhunzten Untergrund und nach 2 Tagen noch besser - ganz ohne Blasenbildung. So werde ich's wohl machen, wenn das neue Kunstleder da ist.
Zumindest solange das alte Kunstleder drauf war sah das Ganze wirklich schick aus - wenn man Carbonstruktur mag. Erstaunlich, wie nah das Ganze optisch an echtes Carbongewebe rankommt. Am Surfboard habe ich 250-Gramm Köpergewebe - man sieht fast keinen Unterschied :shock:

Die letzten 2 Abende habe ich damit verbracht, die Frontblende vom Markbass zu vermessen und als Corel-File anzulegen. (Falls mal jemand so was braucht....). Die neue Blende wird ja ein gutes Stück größer und wohl auch etwas aufgeräumter als das Original. Das hat zwar "meine" Farbkombi, sagt mir aber trotzdem nicht wirklich zu. Die neue wird eine Pro Reverse glänzend in schwarz mit oragnener Beschriftung von hinten. Passt dann auch zum Phaseplug des Faital-Hochtöners :D
Klar wäre eine weiße Schrift besser ablesbar, aber bei den wenigen Reglern geht's auch so ;)

Bilder gibt's im Moment noch keine - das Teil ist gerade zu hässlich, das kann man niemandem zumuten :(
Aber in wenigen Tagen wird's sicher besser und dann gibt's auch wieder was zu sehen ;)
Liebe Grüße,
Michael

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Re: Combo aus Markbass LMII und ??? Woofer bauen

#42

Beitrag von MiLe » 01.02.2016, 23:27

Endlich ist das neue Kunsteder da und ist stehe kurz vor der Fertigstellung der Belederung. Der Sprühkleber von Adam Hall (günstigstes gesehenes Angebiot 7,95€ für 500 ml.) funktioniert wunderprächtig: Einseitig auf den Geweberücken aufgetragen hält es nach ca. 15 Minuten Ablüftzeit tatsächlich prima sowohl an den mit Uhu-Sprühkleber versauten Stellen, auf rohem Spreeholz und auch auf den schwarz vorlackierten Stoßstellen.
Selbst an Kanten, nach denen nur noch 10-12 mm Klebefläche kommen haftet er stark genug, um sich gegen die Spannung des Kunstleders zu wehren - so macht das schon eher Laune.
Dabei reicht eine Dose seeeehr locker für das komplette Gehäuse, mit weniger übermäßigem Auftrag wahrscheinlich auch für 2.
Mit minimaler Übung lässt sich auch der Flachstrahl der Dose sehr gut und gezielt kontrollieren.
Damit beim alleine arbeiten erst mal nichts klebt, wo es kleben soll, habe ich mittels Plastikfolie eine Art Schutzschicht gebaut, die dann beim Andrücken der Flächen nach und nach abgezogen wurde. Da der einseitige Kleberauftrag ausreicht vereinfacht das auch ganz erheblich die Montage, da man nicht mit 2 klebrigen Flächen gleichzeitig arbeiten und dadurch doppelt aufpassen muss, daß nichts vorzeitig festklebt.
Liebe Grüße,
Michael

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Re: Combo aus Markbass LMII und ??? Woofer bauen

#43

Beitrag von MiLe » 02.02.2016, 07:55

Langsam wird's :)

Die ersten Bilder im neuen Gewand:
Was noch fehlt:

- neue Blende für den Amp, die das ganze Abteil ausfüllt
- Schutzgitter (im Zulauf, die Frage ist, ob schwarz oder silber)
- Schutzecken
- Tragegriff
- Logo
- eventuell noch irgendwelche farblichen Akzente um das Ganze optisch aufzupeppen, ohne daß es zu viel wird.
Liebe Grüße,
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Re: Combo aus Markbass LMII und ??? Woofer bauen

#44

Beitrag von capricky » 02.02.2016, 09:34

Na geht doch! ;)
Sieht gut aus.

capricky

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Re: Combo aus Markbass LMII und ??? Woofer bauen

#45

Beitrag von Poldi » 02.02.2016, 10:28

capricky hat geschrieben:Na geht doch! ;)
Sieht gut aus.

capricky
dito. (clap3)

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Re: Combo aus Markbass LMII und ??? Woofer bauen

#46

Beitrag von bea » 02.02.2016, 12:57

Gefällt mir.

Schutzecken könnte tricky werden, weil es wenig bis gar nichts für abgeschrägte Fronten gibt.

Der Clou wären ja Ecken in Markbass-Gelb...
LG

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Re: Combo aus Markbass LMII und ??? Woofer bauen

#47

Beitrag von MiLe » 02.02.2016, 19:37

Danke - ist ja aber erst mal ein zusammengesteckter Rohbau, an dem noch einiges fehlt.

@ Bea: Naja - das Markbass-Gelb wird ja verschwinden und eher einem orange weichen - ein weltbewegender Unterschied also ;)
Entsprechende Schutzecken und auch ein Griff wären natürlich klasse, aber derartiges konnte ich nirgends auftreiben - den Griff zumindest nicht mit ausreichender Traglast.

Zum Thema Ecken hast Du leider den Nagel auf den Kopf getroffen: Das das tricky wird habe ich aber erst festgestellt, als ich die heute gelieferten Kunststoff-Ecken drangehalten habe. Klassischer Fall von "nicht mitgedacht" :oops:
Ich wollte schwarze Ecken und keine Schrauben in Ohren außerhalb der Ecken, also fallen die meisten Metallecken raus - da hätte man vielleicht was biegen können. Den Kunststoff-Ecken versuche ich morgen mal per Heißluft-Föhn eine passende Frisur zu verpassen, habe aber eher wenig Hoffnung, daß ich das gescheit hinbekomme. Wer hätte gedacht, das 20° so viel ausmachen? ;)

Ob das der richtige Zeitpunkt wäre, über die Anschaffung eines 3D-Druckers nachzudenken (think)
Liebe Grüße,
Michael

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Re: Combo aus Markbass LMII und ??? Woofer bauen

#48

Beitrag von bea » 02.02.2016, 21:13

Ein klein wenig verbessern ließe sich die Situation, wenn man ein Stückchen von der Ecke abschneidet, nämlich den nach unten führenden Teil der längs auf der Schräge aufliegt. Ebenso einen Teil der horizontalen Auflage, sodass das die horizontale Kante nicht so weit umfasst wird. Das ändert zwar nichts am Grundproblem, lässt es aber weniger auffallen.

Unten hast Du dann das umgekehrte Problem: die Ecke steht ab, und es wird sicherlich nur eine Frage der Zeit sein, bis sich irgendetwas an dem abstehenden Stück Plastik verhakt und Schaden anrichtet.

Das Problem ist übrigens auch schon bei nur 8° Schallwandneigung sehr deutlich. Deshalb hat meine selbstgebaute 112 auch noch keine Ecken.

Und dieses antike Schätzchen hat nur hinten Ecken

Bild
LG

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Re: Combo aus Markbass LMII und ??? Woofer bauen

#49

Beitrag von MiLe » 11.02.2016, 11:46

Update:

Das Schutzecken-Problem ließ sich mit Kunststoff-Stapelecken, einem Heißluftfön und einer Biegeschablone halbwegs ansehnlich lösen.
Die Brandblasen an den Fingern verschwinden auch schon langsam wieder ;)

Eine saubere Ankopplung des HT gestaltet sich schon schwieriger. Im geplanten Übernahme-Bereich macht der HT im eingebauten Zustand einen Satz, der sich passiv nicht ohne Weiteres ausfiltern lässt. Auch die zurückhaltende Mitten-Widergabe des Faital 15FH500 macht die Sache nicht einfacher.
Da habe ich aber auch einen klassischen Anfängerfehler gemacht: Irgendwie bin ich bei Frequenzgangschrieben auf 5 dB Teilstriche geeicht und hatte daher den Frequenzgang des FH500 als recht ausgeglichen mit minimaler Mitten-Zurückhaltung bewertet. Auch den Hochton-Abfall des Faital-HT mit Horn hatte ich aufgrund der Dirgramm-Skalierung etwas unterschätzt, zumal mein Exemplar da noch stärker abfällt. Die meisten PA-Hersteller wenden jedoch eine 10 dB-Skalierung an, wodurch ein FGang natürlich wesentlich glatter aussieht. Gut zum Verkaudfen, weniger gut um Problemstellen zu identifizieren. Ist ja auch kein Problem, nur sollte man halt die Diagramme richtig/sorgfältig lesen. Aber mit dieser Skalierung (100!!! dB auf der Y-Achse, ich arbeite mit 25-30) kann ich den FGang meiner HiFi-Boxen auch gleich mit dem Lineal zeichnen ;)
Anyway: Mit dem erweiterten FGang des PR400 kann ich den Sprung des HT umgehen und bekomme wohl auch eine linearere Mittenwidergabe als mit dem FH500. Ich überlege gerade, ob ich aus dem nicht gleich die Zusatzbox baue (think)

Anyway - Bea, Du hattest mit Deiner Einschätzung zum Tieftöner wohl absolut Recht. Ich wollte es mal wieder besser wissen - das ging wohl in die Hose :oops: Fazit: der 15OR400 ist im Zulauf - max. Hub hin oder her. (und gerade kommt der Paketdienst (dance a) )

Die Amp-Frontplatte muss noch etwas warten. Platz habe ich darauf ja genug, also soll nach beendeter Feinabstimmung der Weiche noch als Merkhilfe drauf, mit welchen Einstellungen das Gesamtsystem den maximal linearen FGang widergibt.
Liebe Grüße,
Michael

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