Handlicher Bassamp (Entwurf)

Amp / Effektgeräte selbst bauen oder reparieren
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bigbluecoconut
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Handlicher Bassamp (Entwurf)

#1

Beitrag von bigbluecoconut » 10.04.2018, 12:34

Hallo allerseits :D

Da ich in letzter Zeit des öfteren an verschiedenen Orten Probe, wo kein Amp für Bass vorhanden ist,
muss was portableres als mein 12" 70l Combo her.
Geplant wäre 2 x 5" + evtl. Hochtöner.
Natürlich gibts dann nicht so viel Tiefgang, aber damit kann ich leben. :?
Ins Auge gefasst hätte ich diese Tiefmitteltöner: Faital Pro 5FE120
http://www.costruireaudio.com/en/faital ... 4-ohm.html
Günstig und in Italien erhältlich.
Hat schon jemand Erfahrung mit denen gemacht?
Laut WINISD: Br mit 2 x 5FE120 in 10L Gehäuse, -3db bei 54 Hz und -9db bei 44hz.
Evtl. nehm ich auch nur einen im 5-6l Gehäuse.

Für den Hochtobereich hätte ich an einen Tang Band 25-1166S gedacht, würde der ausreichen?
https://www.parts-express.com/tang-band ... r--264-834

LG David :D

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Re: Handlicher Bassamp (Entwurf)

#2

Beitrag von AsturHero » 10.04.2018, 17:41

Ich hätte bei den Faitals ein bissi Bedenken bzgl. der relativ geringen Wirkungsgrad von 88db und mit der weichen Sickenaufhängung, vor allem beim Bassspiel...
vor allem wenn du die kleinen Lautsprecher nimmst, musst du darauf achten, das die "laut" genug werden, da dir unterum der Bumms fehlt, musst du das durch den Wirkungsgrad kompensieren, sonst kommst du nicht gegen den Drummer oder den lauten Gitarristen an...

wenns unbedingt 5" sein sollen dann eher eine kleine leichte 4 x 5er, zB. mit Fane bestückt

wenns eine 2er sein soll würd ich eher eine 2 x 8" bauen wollen....die können dann auch laut und relativ "Bassig" sein

aus Gewichtsgründen und Rückenproblemen hab ich zB eine 2x 2/10ner Box gebastelt und mit leichten 10" Faitals bestückt...
Je Box ca. 12,3 kg...also noch gut zu handlen...

Jamme ich mit Blues- oder leichtem Rockkollegen, nehm ich nur die 2/10ner mit..solls laut und heftig werden bei Heavy-Freunden, dann nehm ich beide 2/10ner mit und stell sie aufeinander....muss dann zwar 2 x laufen aber besser als 1 x schwer schleppen und die Rücken meldet sich....
lg Antonio

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Re: Handlicher Bassamp (Entwurf)

#3

Beitrag von bea » 10.04.2018, 18:01

Aber Faital als Hersteller kann schon eine gute Wahl sein. Die bauen auch gute kleine PA-Chassis mit Tiefgang, zumindest 8er. Allerdings nicht für 30 €/Stück.

Der bassic.de-User Ochsenblut einen kleinen Amp mit 4ern gebaut und das Teil dort auch beschrieben. Dort könntest Du vielleicht mal Ideen sammeln.
LG

Beate

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Re: Handlicher Bassamp (Entwurf)

#4

Beitrag von AsturHero » 10.04.2018, 18:08

bea hat geschrieben:
10.04.2018, 18:01
Aber Faital als Hersteller kann schon eine gute Wahl sein. Die bauen auch gute kleine PA-Chassis mit Tiefgang, zumindest 8er. Allerdings nicht für 30 €/Stück.
HAb ja auch nicht gesagt das Faitals schlecht sind ;) hab ja auch die 10ner von denen verbaut..
aber die Faital Pro 5FE120 sind nix für sein Bass-Vorhaben
lg Antonio

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Re: Handlicher Bassamp (Entwurf)

#5

Beitrag von Jackhammer » 10.04.2018, 20:33

Sorry für etwas Off-Topic, aber welche 8"-10" LS wären für eine Bassgitarren-Box empfehlenswert?
Viele Grüße
Yuriy

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Re: Handlicher Bassamp (Entwurf)

#6

Beitrag von bea » 10.04.2018, 20:50

Jetzt ist schon wieder ein Beitrag nicht aufgenommen worden, in dem ich mich dazu geäußert habe.

6-Zöller: der Faital W6N8 wäre wohl mal einen Blick wert.

8-Zöller: da gibt es bei allen renommierten Herstellern eine ordentliche Auswahl, vom billigen, aber durchaus tauglichen Eminence Alpha-8a hin zu Chassis in der Liga eines Faital W8N8.
Für einen ersten Eindruck hilft ein Check mit LSPCAD oder WinISD weiter.

Bei den 10ern sieht es ähnlich aus. Aus eigener Erfahrung kann ich sagen, dass der Eminence Beta 10a taugt. Aber der braucht dazu bereits 35l oder mehr, genauer gesagt, der passt prima in eine TL806. Aber in der kann man bereits 12er betreiben, u.A. den Emi Beta12. Der wiegt kaum mehr, spielt aber lauter.
Den Emi Beta-10 kann ich mir ganz gut in einer 210 oder 410 vorstellen
LG

Beate

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Re: Handlicher Bassamp (Entwurf)

#7

Beitrag von bigbluecoconut » 10.04.2018, 22:05

Danke für die Tipps. :D
Leider habe ich mich ins Design dieses Amps verknallt: :roll:
https://www.thomann.de/gb/phil_jones_br ... _combo.htm
Zudem soll es wirklich was kompaktes werden, nichts um gegen die Band im Proberaum zu bestehen.
Meistens brauch ich was für Akustik-Sessions, solls lauter werden gehts ohnehin durch die Anlage.
Also nur 2 x 5" oder 1 x 6-6,5", mein Preislimit für die Chassis: 80€
Die Fane Studio 5 FRK bringen nur 2-3dB mehr... (whistle)

8" ist schon zu groß. Vielleicht versuch ichs auch mit Passiv-Lautsprecher...

LG David

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Re: Handlicher Bassamp (Entwurf)

#8

Beitrag von bea » 10.04.2018, 22:57

Ok, dann empfehle ich wirklich mal, nach dem Amp des Kollegen aus Bassic zu recherchieren. M.W. ist das ein 2x4".

Guggsdu hier:
https://www.bassic.de/threads/der-vierer-club.14852145/
https://www.musiker-board.de/threads/go ... kg.559504/

Der Wirkungsgrad ist übrigens bei kleinen Lautprechern, die tief herunterreichen sollen, grundsätzlich ein Problem. Auch schon bei 10ern: der von mir erwähnte Beta-10 z.B. hat im Tiefmitten- und Bassbereich nur gut 93 dB, andere, deutlich bassstärkere sogar noch weniger.
LG

Beate

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Re: Handlicher Bassamp (Entwurf)

#9

Beitrag von bigbluecoconut » 11.04.2018, 09:34

Danke für den link Bea, hab den Thread selbst nicht gefunden. :)
Laut meinen Recherchen schafft so gut wie kein 5" der auch tief genug spielt mehr wie 91dB.
Zumindest die unter 100.

LG David

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Re: Handlicher Bassamp (Entwurf)

#10

Beitrag von MiLe » 11.04.2018, 10:08

reicht das dann tatsächlich aus, um bei der Probe mit den Drums mitzuhalten? (think)
In der Regel sind die kleinen Treiber ja auch nicht unendlich belastbar oder mit enormem Hub gesegnet, da sind die Grenzen schon sehr eng gesetzt.
Der Datenblatt-Wirkungsgrad sagt ja auch mal für den Bassbereich leider recht wenig aus (meist bei 1 KHz gemessen). Noch weniger für den Maximalpegel im Bassbereich (think) - für den braucht's Hub, Leistung und thermische Belastbarkeit.

So charmant das Design des Phil Jomes auch sein mag, mir erscheint der eher als Übungsamp für alleine zu Hause denn tauglich für eine Bandprobe. Und im Falle eines Passiv-LS (was beim vorgegebenen Design das Problem ja nicht löst) - wo soll die Power herkommen?
Liebe Grüße,
Michael

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Re: Handlicher Bassamp (Entwurf)

#11

Beitrag von capricky » 11.04.2018, 10:53

Es gibt doch so schöne, federleichte 12" Neodym Lautsprecher mit ordentlich Wirkungsgrad/Schalldruck, warum mit solchen kleinvolumigen Tröten planen? Ich würde nicht mal 10 Zöller für Bass empfehlen, in meiner Reparaturpraxis der am häufigsten zu ersetzende Lautsprecher, egal welchen Fabrikats.

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Re: Handlicher Bassamp (Entwurf)

#12

Beitrag von Jackhammer » 11.04.2018, 11:04

capricky hat geschrieben:
11.04.2018, 10:53
Es gibt doch so schöne, federleichte 12" Neodym Lautsprecher mit ordentlich Wirkungsgrad/Schalldruck, warum mit solchen kleinvolumigen Tröten planen? Ich würde nicht mal 10 Zöller für Bass empfehlen, in meiner Reparaturpraxis der am häufigsten zu ersetzende Lautsprecher, egal welchen Fabrikats.

capricky
Meister, hast Du auch konkrete Vorschläge? Idealerweise die keine 200 Liter BR Kiste brauchen.
Viele Grüße
Yuriy

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Re: Handlicher Bassamp (Entwurf)

#13

Beitrag von capricky » 11.04.2018, 11:51

Na du baust den Lautsprecher in eine Kiste, wo der Lautsprecher gerade reinpasst, fertig ist die Laube!
Ich erinnere mal an die Gallien&Krueger Basscombos, 4mm Alublechgehäuse, 12" Lautsprecher (Ferrit), 150Watt, basst hervorragend für Proberäume und Clubs. Ich habe hier immer wieder so ein Teil aus den späten 80ern in Betreuung, bin immer wieder fasziniert von dem Teil. Es braucht kein Bassreflex und darüber wird Kontrabass und Bassgitarre gespielt. Heute kann man sowas noch leichter bauen (Neodym und Class - D Amp).

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Re: Handlicher Bassamp (Entwurf)

#14

Beitrag von bea » 11.04.2018, 21:15

Und die zweitkleinste Lösung ist dann die TL806 mit ihren 36.7 l. (Ok, 34 l geht auch noch).

Aber die Dinger sehen halt nicht so schick aus wie der Phil Jones Briefcase - und der ist tatsächlich ebenfalls erstaunlich potent. Das Teil taugt durchaus für eine nicht zu laute Jass-Session mit unverstärkten Bläsern in einem nicht zu großen Raum.

Doch nochmal zurück zu den eingangs erwähnten kleinen Faitals und ähnlichen Systemen.
Mit derartigen Chassis wird man wohl ein kleines Linearray bauen müssen, und zwar in möglichst kleinen geschlossenen Gehäusen. Bei dieser geringen Größe würde ich auch schon nach Breitbändern Ausschau halten. Und nach mindestens vier Chassis.

Deren thermische Belastbarkeit sagt in diesem Fall gar nichts, weil die Belastbarkeit im tiefen Bassbereich nur einen Bruchteil der thermischen Belastbarkeit beträgt. Als Faustformel habe ich irgendwo mal 20% gelesen, muss wohl im Buch von Dickason gewesen sein. Was darauf hinausläuft, dass man sich auch mit der Verstärkerleistung zurückhalten muss.
LG

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Re: Handlicher Bassamp (Entwurf)

#15

Beitrag von MiLe » 12.04.2018, 11:13

bea hat geschrieben:
11.04.2018, 21:15
Deren thermische Belastbarkeit sagt in diesem Fall gar nichts, weil die Belastbarkeit im tiefen Bassbereich nur einen Bruchteil der thermischen Belastbarkeit beträgt. Als Faustformel habe ich irgendwo mal 20% gelesen, muss wohl im Buch von Dickason gewesen sein. Was darauf hinausläuft, dass man sich auch mit der Verstärkerleistung zurückhalten muss.
Sicher? Ich arbeite oft und gerne mit Boxsim von Visaton, da bekommt man auch den Maximalpegel angezeigt bzw. bis wohin dieser durch Hub und ab wann dieser durch eben Leistung/thermische Belastbarkelt limitiert wird. Gleiches gilt für AJHorn. Beide Programme sind ansonsten sehr aussagekräftig wie der Vergleich Simulation/Messung zeigt.
Nach diesen Daten ist der Hub in aller Regel nur in einem engen Bereich unter/um die Abstimmfrequenz limitierend.
Bei meinen 12" FRFR-Boxen, auf 60 Hz abgestimmt, ist die Leistung bereits ab 53 Hz der limitierende Faktor.
Du hast aber natürlich Recht, unterhalb dieser Grenze geht die erforderliche Leistung für die mechanische Maximalauslenkung sehr schnell und sehr stark zurück. Volle Pulle auf 20Hz verkraften die wenigsten Lautsprecher.
Liebe Grüße,
Michael

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Re: Handlicher Bassamp (Entwurf)

#16

Beitrag von bea » 12.04.2018, 11:43

Der Punkt ist halt doch, dass man sich das unbedingt auch anschauen sollte. Und dann sollte man auch erkennen können, was mit den ins Auge gefassten Faitals geht und was nicht.
Ggf (bzw wahrscheinlich) muss halt ein Hochpass in den Verstärker, und ggf ein Limiter.

Unabhängig davon würde ich tatsächlich nach gescheiten kleinen Breitbandsystemen Ausschau halten.
LG

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Re: Handlicher Bassamp (Entwurf)

#17

Beitrag von MiLe » 12.04.2018, 13:21

bea hat geschrieben:
12.04.2018, 11:43
Der Punkt ist halt doch, dass man sich das unbedingt auch anschauen sollte. Und dann sollte man auch erkennen können, was mit den ins Auge gefassten Faitals geht und was nicht.
Da hast Du natürlich Recht.
Um ein Gefühl für die Zusammenhänge zu bekommen, hab' ich's mal durchsimuliert:

2x Faitalpro 5FE120 in je 10 Liter netto, BR-Abstimmung auf 75 Hz. Gehäuse ähnlich wie das oben verlinkte, 20 cm, breit, 50 cm hoch, 40 cm tief, Endstufe 200W@4 Ohm, beide Treiber parallel geschaltet. Beim linearen Hub rechne ich grundsätzlich Wickelhöhe-Luftspalttiefe/2, die Angaben der Hersteller sind da teils eher optimistisch und vor Allem rechnet es jeder Hersteller anders.
Ergebnis:
Im Vergleich zum oben simulierten FaitalPro 12HX230 (und dass ist schon weder ein Bass- noch ein Leistungsmonster) fehlen bei 200 Hz 6dB, bei 100 Hz 10dB und bei 50 Hz. 20 dB. Macht also bei 200 Hz etwa die Hälfte, bei 100 Hz ca. 1/3 und bei 50 Hz etwa 1/6 der Lautstärke des 12"ers in 50 Liter - bei annähernd gleicher Verstärkerleistung wohlgemerkt. In dieser Kombination ist der Maximalpegel auch tatsächlich bis 180 Hz von der Membranmechanik limitiert, erst darüber über die elektrische Belastbarkeit.
Dafür läuft der 5FE120 recht linear bis 7 Khz - da sollte man auf den HT zur Not auch verzichten können.

Ich denke das Beispiel zeigt recht deutlich, was mit so kleinen Treibern beim Bass möglich ist - und was eben nicht. (think)
Liebe Grüße,
Michael

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Re: Handlicher Bassamp (Entwurf)

#18

Beitrag von bea » 12.04.2018, 13:56

Hab grad mal bei Strassacker gestöbert.

So aus dem Bauch heraus würde ich ja eher noch als den Faital den Monacor SPH-60X untersuchen wollen. Und davon dann vier Stück in Serien/Parallelschaltung. Falls das Ding dann noch ordentlich bedämpft ist.
Oder SPH 68-X/AD oder SP-155X
LG

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Re: Handlicher Bassamp (Entwurf)

#19

Beitrag von MiLe » 12.04.2018, 14:25

Naja - obenrum geht er deutlich weiter.
Aber im Beispiel des Faital haben wir ja gerade gesehen, dass unter 180 Hz der Hub limitierend ist.
Der Faital hat echte +/- 3,25 mm, der Monacor ist mit +/- 1,3 mm angegeben - wenn die denn konservativ gemessen sind, also eher kleiner/gleich. Man bräuchte also schon mindestens 6 Monacor, um unter 180 Hz den gleichen Pegel zu erzeugen wie mit 2 Faitals - und das ist schon mager. Von Auswirkungen auf das Gehäusevolumen und Gewicht mal abgesehen (6x1,1=6,6 kg :shock: - dafür bekommt man locker 2 basstaugliche Neo-12"er) - ich denke, das wäre kein guter Tausch, wenn wir von einem Bass-Amp reden. Für 'n Ghettoblaster würde ich aber mit mir reden lassen :lol:
Liebe Grüße,
Michael

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Re: Handlicher Bassamp (Entwurf)

#20

Beitrag von MiLe » 12.04.2018, 18:43

Weil ich gerade in Simulier-Laune bin:

4x Monacor SPH60X in je 7 Liter, fb = 75 Hz wie von Bea vorgeschlagen seriell/parallel auf 8 Ohm verdrahtet.
Wie haben also rund das doppelte Chassis-Gewicht, 40% mehr Netto-Volumen und bekommen dafür rund 1dB weniger Maximalpegel im Vergleich zu den 2x 5" Faitals.
Mit Bass spielen in 'ner Band bringe ich das Alles nicht mehr in Verbindung es sei denn, der Drummer nutzt EDrums ohne Amp :D
Im Vergleich zu 'nem passenden 12"er in 40 l netto ist das alles irgendwie ein Witz. Dafür entfallen Trennbretter (kosten Gewicht und Volumen), das Chassis ist als Neo auch noch leichter - ich finde da echt nicht den Sinn dahinter. Und die vom TO präferierte Gehäuseform geht auch nur, wenn man je 2 Chassis vorne und hinten montiert.
Liebe Grüße,
Michael

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Re: Handlicher Bassamp (Entwurf)

#21

Beitrag von bea » 12.04.2018, 21:09

Können wir es vielleicht so zusammenfassen: der genannte Faital würde notfalls gehen. Aber eigentlich wird die Sache einfacher, wenn man das doch arg knappe Budget etwas erweitert und vor allem 6- oder besser noch 8-Zoll-Lautsprecher nimmt. Da scheint es auch für um die 50€ einigermaßen brauchbare Systeme zu geben.

Hersteller auch bei den 6ern vor allem wieder Faital.

Auch eine 2x8-Box kann man durchaus 20 cm schmal bauen....

ach so: der Phil Jones scheint keinen Hochtöner zu haben. Ich würde es in jedem Fall erst mal ohne probieren.
LG

Beate

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Re: Handlicher Bassamp (Entwurf)

#22

Beitrag von bigbluecoconut » 16.06.2018, 17:27

Ich habs mal riskiert und 2 faitalpro 5FE120 gekauft.
Und bin begeistert (dance a).
Fehlende Höhen kann ich nicht bemängeln, denn eine Akusitkgitarre
klingt auch mit dem AMP recht gut.
Der kleine ist so gut wie fertig und misst 42*38*15,5cm.
Bassreflexgehäuse, 10mm Pappelsperrholz, 14L und ca. 48hz tuning.
Die Front besteht aus Zwetschgenholz, der Rest ist mit Kunstleder überzogen
Ein paar Dinge wie Potiknöpfe und Herstellerlogo 8) fehlen noch.

Vielleicht wird noch die Endstufe ersetzt
(zurzeit TAS5613 mit unterdimensioniertem Kühlkörper).
Versorgt wird sie von einem DCDC Wandler der ca. 32V liefert.
Der Akku besteht aus 6x18650 Zellen 12,6V 5,2Ah und muss noch befestigt werden.
Bei Netzanschluss wird der AMP von nem recycelten ATX Netzteil versorgt,
der Akku wird dabei separat geladen.
Fällt der Strom, wird unterbrechungsfrei umgeschaltet.
Nun sehet selbst: ;)
LG David

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Re: Handlicher Bassamp (Entwurf)

#23

Beitrag von MiLe » 16.06.2018, 17:42

Todschick!! (clap3) Und wenn er klanglich und pegelmäßig bringt was Du brauchst, perfekt! (thumb)
Liebe Grüße,
Michael

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Re: Handlicher Bassamp (Entwurf)

#24

Beitrag von wasduwolle » 16.06.2018, 18:20

+1, richtig chic

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Re: Handlicher Bassamp (Entwurf)

#25

Beitrag von Drifter » 16.06.2018, 19:37

Cooles Ding. Gefällt mir!

LG Norbert

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