Der Kemper Amp Thread (ja schonwieder einer)

Amp / Effektgeräte selbst bauen oder reparieren
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hatta
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Re: Der Kemper Amp Thread (ja schonwieder einer)

#26

Beitrag von hatta » 25.09.2017, 17:43

Momentan gibts noch probleme mit dem Bezahlen... mein Play Ball Account will nicht (wieso hab ich den scheiss eigentlich :roll: )...jetzt muss ich warten dass die mir die Zahlungsart ändern.
Also wird der ÄMP nächste Woche erst eintrudeln oder so...

Simon... nachdem ich ihn hoffentlich im Griff habe, kannst gerne mal vorbeischauen 8)
Gruß
Harald

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Re: Der Kemper Amp Thread (ja schonwieder einer)

#27

Beitrag von vrooom » 25.09.2017, 17:56

Ist doch Selbstbauer hier. Druck Dir die Scheine doch aus :)

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Re: Der Kemper Amp Thread (ja schonwieder einer)

#28

Beitrag von hatta » 27.09.2017, 14:47

vrooom hat geschrieben:
25.09.2017, 17:56
Ist doch Selbstbauer hier. Druck Dir die Scheine doch aus :)
:badgrin: gute Idee... oder doch nicht? ;)

Jetzt heist es warten... meine Ungeduld macht sich mal wieder bezahlt :lol: (whistle)

Währenddessen grüble ich über eine Möglichkeit nach, auch dann wenns wieder live auf die Bühne geht einen ordentlichen Bühnensound zu bekommen. Ich selber besitze 2 EV ELX 12 Zoll Aktivmonitore. Einen davon kann ich für mich persönlich sicher reservieren...habe ja einen Grund. Bin gespannt wie das Ganze darüber tönt.

Ansonsten werd ich mir was für die Backline überlegen müssen... (think) Ich will aber keine überteuerte FRFR Box kaufen.
Da wäre dann noch ein Dynacord Eminent 2 als Endstufe zur Verfügung. Kemper empfiehlt es aber nicht über eine Röhrenendstufe in eine Gitarrenbox zu gehen (think) klar... der Kemper simuliert das Verhalten einer Röhrenendstufe, und die zusätzliche Röhrenendstufe hat ja dann nochmals Sättigung usw...
Natürlich würde ich nicht in eine 4x12fer Box reinfahren, sondern ein eine 1x12 oder max. 2x12, die ich sowieso anstatt der 4x12 will.

Unser zweiter Gitarrero grübelt über ein Marshall Rack System nach... vielleicht kann ich ihn doch noch zum Kemper bewegen wenn ich ihn mal habe. Würde die ganze Sache mit dem Covern enorm vereinfachen und einiges an Equipment einsparen, das man ja schleppen muss. Da könnte man dann ja komplett auf in Ear umsteigen :D
Gruß
Harald

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Re: Der Kemper Amp Thread (ja schonwieder einer)

#29

Beitrag von wasduwolle » 27.09.2017, 15:07

Hi Harald,
den Teil mit den Inears verstehe ich nicht, die werden doch eh vom Mischpult gespeist....
Grüße
wolle

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Re: Der Kemper Amp Thread (ja schonwieder einer)

#30

Beitrag von hatta » 27.09.2017, 15:11

Sorry bin heute etwas verwirrend unterwegs.
Ich meinte wenn sich unser zweiter gitarrist auch für nen kemper entscheidet, könnte man generell auf in ear umsteigen. Unser basser möchte das auch ganz gern.

Dann wäre das thema mit der backline auch gegessen...
Gruß
Harald

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Re: Der Kemper Amp Thread (ja schonwieder einer)

#31

Beitrag von vrooom » 27.09.2017, 15:23

Wieso "überteuerte" FRFR Box? Sind die alle so hochpreisig?

Die Frage, wie man eine Röhrensimulation real wiedergibt (Röhre -> Röhre oder Röhre -> Transistor) finde ich interessant, weil ich in meinem Speaker-Wechsel-Thread ähnliche Gedanken zur realen Wiedergabe von simulierten Speakern hatte. Aber das ist ja nicht wirklich vergleichbar. - Wenn Röhren die Könner der schönen Übersteuerung und Transistoren die Könner der schönen Klarheit sind, dann sollte man wohl die Röhrensimulation besser per Transistor real werden lassen, damit die Übersteuerung klar bleibt und nicht doppelt übersteuert wird (so habe ich den Kemper-Ratschlag verstanden).

Analog dazu könnte man sagen, dass simulierte Originalspeaker auch am besten über möglichst neutrale und verfälschungsarme FR-Boxen zu Gehör gebracht werden sollten. Ich persönlich jedoch finde es in diesem Bereich nicht schlecht, wenn man die Speakersimulation ebenfalls an einen Gitarrenspeaker bringt, sofern dieser angenehm und unterstützend verfälscht. Und jetzt würde ich natürlich wieder mein Lieblingsbeispiel des Fender Mustang IV v2 mit seiner 2 x 12" Celestion Seventy 80 Schachtel bringen, wenn ich es nicht bereits gefühlte 100x gemacht hätte und allmählich wohl alle damit nerve (whistle)
Ich mag einfach den Wumms, den meine Combos mir und meinen Sohlen (raumerzitternd) bieten. So eine PA- oder Mixer-Schönigkeit kann da nicht mithalten, für meinen Geschmack. Naja, ist vielleicht eben auch Geschmackssache...

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Re: Der Kemper Amp Thread (ja schonwieder einer)

#32

Beitrag von vrooom » 27.09.2017, 15:32

Wenn alle mit Ohrenstöpsel spielen, fühlt sich das Publikum dann nicht betrogen? ("Das ist ja alles Playback! Die haben gar keine Verstärker mehr! Und dann sind die noch so frech und stellen ihre Toaster hinter sich auf! Als ob sie jetzt erst mal eine Sandwichpause bräuchten! Buuh!!") :)

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Re: Der Kemper Amp Thread (ja schonwieder einer)

#33

Beitrag von hatta » 27.09.2017, 19:08

Na na... nix mit toaster!!
Hab ja das rack geordert 8) :lol:

Also kommts dann einfach aufs probieren an. Ich könnt ihn ja auch einfach über den 130W fender twin ultralinear silverface laufen lassen. Das ding wiegt aber gefühlte 600 kilo. :lol:
Gruß
Harald

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Re: Der Kemper Amp Thread (ja schonwieder einer)

#34

Beitrag von vrooom » 27.09.2017, 19:29

:D Das Rack... Ok, aus der Toasternummer bist Du raus.
Twin - Ja, es ist eine elende Schlepperei mit solchen Amps. Und wenn ich Bandscheibe hätte, würde ich mir sofort einen Kemper holen. Gesundheit ist m.E. das absolute Killerargument gegen alle Einwände die man gegen solche Geräte haben kann.

PS: Ich wittere hier grade einen Markt für Verstärkerattrappen aus Wellpappe ;)

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Re: Der Kemper Amp Thread (ja schonwieder einer)

#35

Beitrag von frizzle » 30.09.2017, 19:09

Irgendwie hängt ihr bzw. der Kemper mich ab. Wieso soll es immer gleich klingen, egal, ob mit Monitor-Box, Kopfhörer oder Gitarrenbox. Das muss doch anders klingen. Irgendwas habe ich nicht kapiert. (think)

Kann einer kurz und knapp das Funktionsprinzip des Profilings erklären? Auch nach einer halben Stunde Kemper-Site durchforsten habe ich das nicht verstanden.
VG
frizzle

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Re: Der Kemper Amp Thread (ja schonwieder einer)

#36

Beitrag von vrooom » 30.09.2017, 19:57

Ich als kurz und bündig Schreiber :lol: versuchs mal (ohne Gewähr, dass mein Halbwissen dazu ausreicht) per Gegenüberstellung Original - Modeler - Profiler:
Originale sind die klassischen "echten" Verstärker und haben reale Schaltkreise mit Kondensatoren, Röhren, Lautsprecher, usw., die ein eingehendes Klangsignal einfärbend/verfälschend verstärken und wiedergeben. Sie sind authentisch, verzögerungsfrei und die Referenz für Modeler und Profiler. Prinzipiell gesehen: Ohne echte Amps gäbe es keine Modeler und Profiler. Ohne Modeler und Profiler gäbe es jedoch echte Amps.
Modeler simulieren die Ampschaltkreise und die Eigenschaften ihrer Bauteile per Computer Aided Design und führen beim Spielen dann ein Digital Signal Processing durch, in dem der eingegebene Ton durch diese virtuellen Filterungen geschickt wird und am Ende mit einer gewissen Verzögerung (dauert ein paar Millisekunden) eingefärbt ausgegeben wird. (CAD und DSP sind aber Oberbegriffe. Auch was der Profiler macht ist DSP)
Profiler erfassen Verstärkereigenschaften durch Eingabe spezieller Analyseklänge in den Amp. Sie analysieren bei der Ausgabe verschiedene Parameter (auch Sachen wie Übersteuerungseigenschaften von Röhren, Wiedergabequalität von Lautsprechern, Mikrophoneigenschaften beim Mikrophonieren) bei verschiedenen Lautstärkegraden. Die gemessenen Unterschiede von Ein- und Ausgangssignal ergeben das Profil eines Amps, bzw. eines kompletten Setups. Sie speichern es in einem Preset ("Rig") und können das dann 1 : 1 reproduzieren. - Korrekt? (think)

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Re: Der Kemper Amp Thread (ja schonwieder einer)

#37

Beitrag von vrooom » 01.10.2017, 08:12

Wo ich das hier so schreibe hätte ich auch eine Frage:
Beispielsweise ein alter Vox AC-30, einmal mit Stratocaster Singlecoil-PU, einmal mit Les Paul-Humbucker profiliert - Sind die Profile annähernd gleich, oder fließt die Pickup-Charakteristik (vielleicht sogar Saitenqualität, Plektrumbeschaffenheit) auch ins Profilergebnis mit ein? (think)

Oxidierte Saiten klingen anders als neue. Aber ruft diese Andersartigkeit auch andersartige Verhaltensweisen von elektrischen Bauteilen hervor oder kann ein Amp nicht so fein abgestuft reagieren und dieser Klangunterschied ist allein Sache des Lautsprechers und würde auch nicht in ein Kemper-Profil einfließen?
Will sagen, geht es beim Verstärken (und Kempern-Profilieren) allein um Lautstärke, Verzerrung, Kompression, egal ob das gleichlaute Signal "singlecoil-dünn" oder "humbucker-fett" oder "oxidiert-saitig" oder "frisch-saitig" ist?

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Re: Der Kemper Amp Thread (ja schonwieder einer)

#38

Beitrag von hatta » 01.10.2017, 10:23

Freitag ist er einetrudelt :D
Zu deiner Frage:
Jein...

Es spielt eine rolle mit welcher gitarre (Singlecoil oder Humbucker) man spielt. Gleich wie beim echten AMP stellst du Mitten, Höhen und Bässe anders ein. Genau so kannst du das beim Kemper machen. da kannst du ein und das Selbe Profil mal mit ner Strat und mal mit ner Les Paul machen (im refine Modus). Du kannst auch einfach wie beim echten AMP das Tonestack an die Gitarre anpassen und speichern. Spielst du also über ein JTM45 Profile, müsstest du beim wechsel von LP auf Strat eventuell im Tonestack was verändern, weil die Strat einfach mehr Mitten und höhen liefert. Beim Kemper passt du das an, speicherst es als zweites "Rig" ab und schaltest einfach von JTM45 Humbucker auf JTM45 Singlecoil um... fertig.

Das Zerrverhalten ändert sich wie beim echten AMP, da Singlecoils ja wehniger Output haben. Man kann das wenn man will über die input section und den distortion sense verändern, dann zerrt ein Singlecoil gleich stark, wie ein Humbucker... aber ob das wirklich notwendig ist? Ich will ja das Verhalten eines echten Amps, und nicht immer Alles komplett gleich haben.

Alles spielt eine Rolle! Es gibt schier unendlich viele Möglichkeiten den Sound des geprofilten AMPs zu verändern.

Leider konnte ich noch nichts profilen, zuhause ist zuviel Arbeit zum erledigen und irgendwie scheint die Grippe nach mir zu greifen :roll: (schonwieder).

Eines was ich jedenfalls sagen kann: Er ist vom Sound, Dynamikverhalten und allem Anderen wirklich verdammt nah an einem echten Röhrenamp!! Ich traue mich da wirklich zu sagen zu 98% gleich. Wenn man es hören will das er anders klingt, hört man es. Aber ganz ehrlich... ich spielte bisher mit 45 Röhrenwatt gezügelt mit einem PPIMV Master Volume und zusätzlich einem Attenuator. Glaubt ihr das der AMP noch gut klingt wenn man ihn so niederfährt mit dem ganzen Zeug?

Der Kemper klingt sogar bei geringer Lautstärke und über Kopfhörer wie ein echtes 100W Röhrenmonster bei voller Lautstärke! (dance a)
Ich bin erstmal sehr angetan und vollauf begeistert! Diese Woche werde ich hoffentlich mehr austesten können.

Übrigens ist es der reinste Wahnsinn, wenn man um halb 2 Uhr in der Früh im Zimmer sitzt und über den Kemper die Setlist durchspielen kann...und das bei einem Traum Sound ohne das ganze Haus in Schutt und Asche zu legen :D
Gruß
Harald

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Re: Der Kemper Amp Thread (ja schonwieder einer)

#39

Beitrag von vrooom » 01.10.2017, 16:51

Schöne Sache! (dance a) Freut mich, dass Du Dich freust. Ein weiterer Fürsprecher ist für mich eine weitere Empfehlung. Auch mein Rücken fordert den Kemper zunehmend verstärkt von mir.
Ich glaube aber, dass ich mit meiner Frage etwas anderes meinte.
Vielleicht eher so: Tonestack am JTM45 maximal neutral (alle Regler in 50% Position), es geht nicht um Schönklang. Damit fertigst Du ein Strat- und ein Paula-Profil an, wobei Du die Strat wegen des geringeren Outputs nur lautstärkemäßig an die Paula anpasst (es soll gerade bei der Lautstärke möglichst keinen Unterschied geben). Jetzt nimmst Du Deine Lieblingsgitarre und spielst damit beide Profile bei gleichen Einstellungen. - Klingt Deine Lieblingsgitarre jetzt auf beiden Profilen gleich?

Ich kann mir nämlich keine Vorstellung machen, was alles vom Kemper erfasst und profiliert wird.
Eigentlich müsste man das auch bei der Beschreibung eines downloadbaren Rig notiert finden. Wenn da neben den grundlegenden Sachen auch der Pickup-Typ, die Saitenqualität und -stärke, ja, vielleicht sogar das Anschlagswerkzeug mit angegeben werden, dann werden solche Faktoren offenbar auch erfasst.

Kann man eigentlich auch nur mittels des Analyseklangs (dieses furchtbar laute Fiepen) ein Profil erstellen, oder muß man dazu ein paar Gitarrenklänge einspielen?

Ich will Dich natürlich hier nicht mit irgendwelchen komischen Soundforschereien unter Druck setzen. Du hast Deinen Spaß und deine eigenen Fragen an dein Gerät (dance a) Vielleicht weiß ja ein anderer Kemperbesitzer, welche Klangbestandteile beim Profilieren (und der Beschreibung eines Rigs) erfasst werden. - Ach, vielleicht kann man es ja auch im Internetz irgendwo nachlesen, ich Faulpelz, ich (whistle)

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Re: Der Kemper Amp Thread (ja schonwieder einer)

#40

Beitrag von hatta » 01.10.2017, 18:01

Achso meintest du :D

Also im grund genommen müsste es laut meinen infos schmurzpiepegal sein mkt welcher gitarre du profilst.

Bei vielen downloadbaren profilen findet man die info für welche gitarren das rig optimiert wurde. Michael Britt hat zi seinen amp paketen immer ein pdf mit infos zur aufnahmesituation (mikros, speaker, 4x12, 2x12, 1x12 eventuell verwendete booster davor usw)

Also die gitarre spielt beim profilen soweit ich weis keine rolle, da ja hauptsächlich über die ufo landegeräusche das verhalten des amps über die box auf gewisse frequenzen analysiert wird.
Den rest kann man dann anpassen.
Gruß
Harald

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Re: Der Kemper Amp Thread (ja schonwieder einer)

#41

Beitrag von Arsen » 01.10.2017, 18:25

Ich dachte das Profilen geht nur über das Rauschen...da muss doch gar keine Gitarre vor dem Amü hängen um ein Profil zu erstellen oder?
Gruß, Arsen

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Re: Der Kemper Amp Thread (ja schonwieder einer)

#42

Beitrag von frizzle » 01.10.2017, 19:05

Danke, Vrooom.

Aus dem Manual vom Kemper:

„Da der Profler während des Profling-Vorgangs ausschließlich seine eigenen Testtöne zum Referenz-Amp schickt, hat der Klang der Gitarre keinerlei Einfuss auf das Ergebnis. Der Profler ist so konzipiert, dass er auf jede Gitarre exakt so reagiert, wie es der Referenz-Amp auch getan hätte“
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Re: Der Kemper Amp Thread (ja schonwieder einer)

#43

Beitrag von dhaefi » 01.10.2017, 19:14

Genau, Profilen geht ohne Gitarre. De-Facto nimmt der 'Kemper' den eingestellten Sound des Amps ab, anschliessend hat man ein Profil - welches sich nahezu gleich verhalten soll wie der echte Amp in der gemachten Einstellung. Beim 'Refine' Schritt passiert gemäss meinem Empfinden nicht mehr viel, hier geht es wohl eher darum, dass des Kemper geringfügige Änderungen am Profil vornimmt. Ob dies unterschiedlich ist je nach Gitarrentyp weiss ich nicht.

Ganz einfach ausgedrückt für das Strat / Les Paul Szenario gibt es 2 Vorgehen zu 2 Profilen zu kommen:

1. Vorgehen:
- Amp auf Strat einstellen
- Amp profilen -> Strat-Profil
- Amp auf Les Paul einstellen
- Amp profilen -> Les-Paul Profil

2. Vorgehen:
- Amp auf Strat einstellen
- Amp profilen -> Strat-Profil
- Profil duplizieren und mit der Les Paul anpassen (Lautstärke usw.)

Ich würde, wennimmer möglich, 1. versuchen. So hast du den Amp korrekt auf das Instrument eingestellt. Macht man, beim Switch von Les Paul zu Strat nur Anpassungen am Volumen ist das 2. Profil sehr schnell erstellt. Die Schwierigkeit beim Profilen ist für mich nur, dass man den Amp sauber abnimmt (Mikros, Abmischung, usw.). Wenn man das 1. anständige Profil von einem Amp hat, dann sind weitere ein Klacks.

Liebe Grüsse,
Daniel

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Re: Der Kemper Amp Thread (ja schonwieder einer)

#44

Beitrag von vrooom » 01.10.2017, 20:04

:idea: Thanx. Das Refinen hat mich immer etwas irritiert.
Der Kemper hat ja eine eigene Klangregelung. Ich glaube, ich würde bequemerweise nur ein einziges neutrales Profil (alle Regler auf 50%) meines Lieblingsamps anlegen. Je nachdem, ob ich dann mit einer Strat oder Les Paul in den Kemper gehe, würde ich erst am Kemper an den Knöppen drehen. - Das dürfte doch eigentlich keinen Unterschied machen, oder?! (think)

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Re: Der Kemper Amp Thread (ja schonwieder einer)

#45

Beitrag von hatta » 01.10.2017, 20:34

Ich denke da werden sich die geister scheiden bei der frage.
Ich persönlich würde auch eher das profiling mit der jeweiligen gitarre machen u d nicht erst im kemper regeln. Dürfe geschmackssache sein.

Übrigens die funktion "pure cabinet" die den "im raum klang" vor der box nachstellt ist der hammer! Lässt das ganze nicht so nach studio sondern wirklich danach klingen als ob man vorm amp steht :D

Der Kemper eröffnet echt wahnsinnig viel möglichkeiten, die ansonsten mindestens 4 amps gleichzeitig vorrausgesetzt hätte :)
Auch die remote controll ist total angenehm. Nur richtig überblicken muss ich sie noch und lernen wie man die programmiert.

Ich denke das teil hat mich bereits jetzt voll und ganz überzeugt :)
Gruß
Harald

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Re: Der Kemper Amp Thread (ja schonwieder einer)

#46

Beitrag von vrooom » 02.10.2017, 08:03

Interessant. Der Im Raum Klang ist ja eigentlich eine Charakteristik der Mikrofonposition (und natürlich des Raumes). Wenn der Kemper das bereits gut löst, braucht man sich ja über die Mikrofonierung bei Amps mit LineOuts keine Gedanken mehr zu machen; die mikrofoniert man beim Aufnehmen gar nicht (LineOut-Aufnahme) und nutzt dann beim Spielen eine Speakersimulation mit der Kemper-Raum-Funktion. Ich vermute mal, dass diese Funktion dem Ambient- bzw. Room-Reverb eines Modelers entspricht.

Wenn man aber so ein richtig altes Schätzchen hat, kommt man um das Mikrofonieren ja nicht herum (sofern man nicht bereits ein gutes Rig downloaden kann). Und das ist anscheinend eine Wissenschaft für sich. Ich lese gerade dazu ein wenig herum und poste einfach einmal zwei Beiträge, die ich eher zufällig ergoogelt habe:

https://www.soundandrecording.de/allgem ... an-lembke/

https://www.soundandrecording.de/tutori ... rofon-aus/

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Re: Der Kemper Amp Thread (ja schonwieder einer)

#47

Beitrag von dhaefi » 02.10.2017, 09:54

vrooom hat geschrieben:
01.10.2017, 20:04
:idea: Thanx. Das Refinen hat mich immer etwas irritiert.
Der Kemper hat ja eine eigene Klangregelung. Ich glaube, ich würde bequemerweise nur ein einziges neutrales Profil (alle Regler auf 50%) meines Lieblingsamps anlegen. Je nachdem, ob ich dann mit einer Strat oder Les Paul in den Kemper gehe, würde ich erst am Kemper an den Knöppen drehen. - Das dürfte doch eigentlich keinen Unterschied machen, oder?! (think)
Jein, beim Profilen wird ja eine Einstellung des Amps 'aufgenommen'. Klar, der Kemper hat auch Regler wie Gain, Treble, Mid, Bass, Volume - diese Einstellungen werden aber nicht mitprofiled. Heisst: wenn ich am Amp und am Kemper den Gain-Regler etwas drehe habe ich unterschiedliche Sounds. Deswegen würde ich am Amp zwei Einstellungen machen und 2x profilen. ABER da kommt es auch auf den eigenen Geschmack an - wenn man den Röhrenamp aber kennt weiss man, was man einstellen muss - beim Kemper muss man dies erst noch lernen.

Wenn ich aber ganz ehrlich bin, die meisten Profile kommen bei mir von professionellen Anbietern (theampfactory, soundside, michaelwagner) - die machen das Profilen so gut und haben so viele unterschiedlichen Amps, das kriege ich nie so gut hin :-)

@hatta übrigens, eines meiner absoluten Lieblingsprofile welche man über Rig Exchange holen kann ist: Murphy Radio Ltd
Kannst du ja mal probieren - ist relativ clean aber ich mag das Profil unglaublich gerne.

Gruss,
Daniel

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Re: Der Kemper Amp Thread (ja schonwieder einer)

#48

Beitrag von hatta » 02.10.2017, 10:02

Moin Daniel,

danke für den Tipp!
Ich habe von nem Kumpel ein paar von Michael Britt bekommen. Die sind auch sehr toll und der hat auch für den Gleichen Amp immer 3 verschiedene Gain Settings geprofiled.
Gruß
Harald

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Re: Der Kemper Amp Thread (ja schonwieder einer)

#49

Beitrag von capricky » 02.10.2017, 11:54

Ein "Bio-Amp" klingt ja mit unterschiedlichen Gaineinstellungen auch unterschiedlich (Gehalt an geradzahligen und ungeradzahligen Oberwellen, die in den Röhren generiert werden). Der Kemper nimmt das Profil als Basis und fügt über seinen Gainregler auch "seine Vorstellung" von Gain dem Profil hinzu, oder nimmt es weg. Er kann also auch viel mehr Gain produzieren, als der Originalamp je haben würde. Das lässt den Kemper auf den Anschlag der Gitarre und die Volumeneinstellung des Gitarrenpotis "dynamischer" reagieren. Dynamik ist eigentlich was ganz anderes, wird aber leider immer in dem Zusammenhang benutzt. Dem allgemeinen Verständnis halber benutze ich es hier auch. Damit habe ich auch eine Eigenschaft des Kempers beschrieben, die ihn "besser" macht als Bio Amps. 8)

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Re: Der Kemper Amp Thread (ja schonwieder einer)

#50

Beitrag von Haddock » 02.10.2017, 14:01

:badgrin: Hallo,

wartet nur bis ich mein Positiv Grid Amp Head hab, dann fahr ich all Eure Kemper an die Wand :badgrin: 8)

Toller Tread, lese interesiet mit, danke :D

Gruss
Urs

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