Motorpoti mit Pedal regeln

Amp / Effektgeräte selbst bauen oder reparieren
Antworten
Benutzeravatar
hatta
Luthier
Beiträge: 3203
Registriert: 12.01.2015, 12:46
Hat sich bedankt: 431 Mal
Danksagung erhalten: 315 Mal

Motorpoti mit Pedal regeln

#1

Beitrag von hatta » 02.02.2020, 13:42

Schönen Sonntag nachmittag :)

Ich stelle mir gerade die Frage, ob es möglich ist ein Motorpoti per Fußschalter zu gegeln? Also entweder zwischen 2 definierten Regelstellungen zu switchen (Ich denke das geht nur per Midi) oder über ein quasi Volumepedal mit Min und Max einstellung stufenlos?

Hat da jemand Erfahrung?

Danke und Gruß
Gruß
Harald

Benutzeravatar
Yaman
Zargenbieger
Beiträge: 1719
Registriert: 17.06.2016, 12:43
Wohnort: Dortmund
Hat sich bedankt: 149 Mal
Danksagung erhalten: 409 Mal

Re: Motorpoti mit Pedal regeln

#2

Beitrag von Yaman » 02.02.2020, 14:10

Die erste Frage ist: wie wird das Motorpoti angesteuert? Analog oder digital? Wenn analog, dann wahrscheinlich über eine variable Spannung. Dann kannst du es mit einem Volumenpedal als Spannungsteiler mit einem passenden Widerstandswert regeln. Oder du nimmst einen Arduino und programmierst die passenden Steuerspannungen.
Die zweite Frage: wofür brauchst du das?

Benutzeravatar
hatta
Luthier
Beiträge: 3203
Registriert: 12.01.2015, 12:46
Hat sich bedankt: 431 Mal
Danksagung erhalten: 315 Mal

Re: Motorpoti mit Pedal regeln

#3

Beitrag von hatta » 02.02.2020, 14:36

So einfach wie möglich, also analog über Kabel!

Das Ziel ist es einen PPIMV Master stufenlos Regelbar zu machen.
Kann das Volumepedal als Spannungsteiler dann auch mit einem Min und Max Regler ausgestattet werden?
Gruß
Harald

Benutzeravatar
capricky
Moderator
Beiträge: 10846
Registriert: 23.04.2010, 13:43
Wohnort: In Karl seinem Adlernest
Hat sich bedankt: 454 Mal
Danksagung erhalten: 720 Mal

Re: Motorpoti mit Pedal regeln

#4

Beitrag von capricky » 02.02.2020, 17:57

Um zwischen zwei definierten PPIMV Potistellungen zu switchen, braucht man kein Motorpoti, sondern zwei PPIMV Potis, die dann mittels zweier Fernschalter oder Relais geschaltet werden, einfach, preiswert und zuverlässig.
Diese Servo-/Motorpotigeschichte ist nämlich sonst gar nicht so einfach zu realisieren. Allein schon deshalb, weil die benötigen 500k oder 1Meg Potis in log gar nicht handelsüblich sind. Um definierte Stellungen anzufahren, bräuchten die Schrittmotoren - auch nicht handelsüblich.

capricky

Benutzeravatar
hatta
Luthier
Beiträge: 3203
Registriert: 12.01.2015, 12:46
Hat sich bedankt: 431 Mal
Danksagung erhalten: 315 Mal

Re: Motorpoti mit Pedal regeln

#5

Beitrag von hatta » 02.02.2020, 22:13

capricky hat geschrieben:
02.02.2020, 17:57
Um zwischen zwei definierten PPIMV Potistellungen zu switchen, braucht man kein Motorpoti, sondern zwei PPIMV Potis, die dann mittels zweier Fernschalter oder Relais geschaltet werden, einfach, preiswert und zuverlässig.
Diese Servo-/Motorpotigeschichte ist nämlich sonst gar nicht so einfach zu realisieren. Allein schon deshalb, weil die benötigen 500k oder 1Meg Potis in log gar nicht handelsüblich sind. Um definierte Stellungen anzufahren, bräuchten die Schrittmotoren - auch nicht handelsüblich.

capricky

Ich hatte den schaltbaren ppimv so realisiert, dass ein zweites Poty zum bestehenden ppimv dazugeschaltet wird und per Fußpedal weggeschaltet werden kann. Das hat absolut nicht überzeugt :(
Vielleicht war das aber kompletter nonsens...

Hast du da eventuell eine Schaltung parat, die Funzt?
Gruß
Harald

Benutzeravatar
capricky
Moderator
Beiträge: 10846
Registriert: 23.04.2010, 13:43
Wohnort: In Karl seinem Adlernest
Hat sich bedankt: 454 Mal
Danksagung erhalten: 720 Mal

Re: Motorpoti mit Pedal regeln

#6

Beitrag von capricky » 05.02.2020, 13:16

hatta hat geschrieben:
02.02.2020, 22:13

Ich hatte den schaltbaren ppimv so realisiert, dass ein zweites Poty zum bestehenden ppimv dazugeschaltet wird und per Fußpedal weggeschaltet werden kann. Das hat absolut nicht überzeugt :(
Vielleicht war das aber kompletter nonsens...

Hast du da eventuell eine Schaltung parat, die Funzt?
Eine fertige, nachbausichere Anleitung habe ich nicht. Zwar muß man immer auf die "technischen Befindlichkeiten" des nachzurüstenden Amps eingehen. aber soooo kompliziert ist es nicht.
Bei dem üblich verdächtigen PPIMV ala "larmar" mit einem Stereopoti, wird das bei zwei schaltbaren PPIMVs allerdings unübersichtlich und man benötigt Schalter bzw. Relais mit großer Anzahl von Kontakten.
Ich habe aktuell gerade einen Fender Blues Deville auf dem Tisch, bei dem ein PPIMV nachgerüstet werden soll, da versuche ich mal was einfacheres (so wie in vielen Matchless Ampmodellen). Ich muss nur vorher den eventuellen Einfluss dieser Variante auf die (fixed) Biasspannung der Endröhren abklären. Sollte es den geben, braucht es dann außer einem einfachen 1Meg Volumepoti (oder einer beliebigen schaltbaren vorwählbaren Menge an Potis 8) ) nur zwei weitere Koppelkondensatoren.
Denkbar ist dann auch die Anwahl der PPIMVs durch Fotowiderstände/ Optokoppler, wie sie auch Fender zur Kanalumschaltung in einigen Modellen verwendet (Fender Twin red knob). Einfacher und störsignalsicherer geht es dann nimmer.
Ich lass dich an meinem Erkenntnisgewinn teilhaben... wir schaffen das! 8) :D

capricky

Benutzeravatar
hatta
Luthier
Beiträge: 3203
Registriert: 12.01.2015, 12:46
Hat sich bedankt: 431 Mal
Danksagung erhalten: 315 Mal

Re: Motorpoti mit Pedal regeln

#7

Beitrag von hatta » 05.02.2020, 14:34

Grazie Meister 8)
Jo das mit den Optokopplern wär nicht übel.
Gruß
Harald

Benutzeravatar
hatta
Luthier
Beiträge: 3203
Registriert: 12.01.2015, 12:46
Hat sich bedankt: 431 Mal
Danksagung erhalten: 315 Mal

Re: Motorpoti mit Pedal regeln

#8

Beitrag von hatta » 26.02.2020, 11:15

Inzwischen hab ich mein "Problem" ganz anders gelöst indem ich den AMP komplett anders verwende als bisher.
Anstatt in den high input des Treble kanals zu gehen und auf den zweiten Kanal zu brücken, stöpsle ich in den Low Input des Normal Kanals ein und stelle diesen auf clean, was im Normal Kanal seeeeehr gut funktioniert.
Anstatt zu brücken, drehe ich einfach den Treble Kanal ca auf 6 auf. Durch die gemeinsame Katofenableitung braucht es kein überbrückungskabel auf den Zweiten Kanal. Man holt sich einfach durch aufdrehen des Treble Kanals die Höhen etwas zurück und das funktioniert hammermäßig.

Det AMP ist so um ein Vielfaches leiser.

Die Zerre mache ich nun mit Pedalen (Wampler La Grange) und kann sogar den PPIMV Master fast komplett offen lassen.
Sololautstärke? Kein Problem... das Wampler Pedal hat einen separat schaltbaren Boost.

Im FX Loop befindet sich immernoch das aktive Lautstärkenpedal mit welchem ich bei bedarf die Lautstärke etwas zurücknehmen oder auch etwas boosten kann, ohne mehr Verzereung/Übersteuerung zu verursachen.

Somit hab ich nun ein ultraflexiebles Setup welches mir einfach den Tollsten Sound liefert seit ich Gitarre Spiele.

Warum nicht gleich so? Na weil man sich immer an anderen Setups orientiert wenn man keinen plan hat, dann die gewohnten Muster eher selten verlässt und weil das so fast niemand betreibt. Ich bin auf Youtube auf ein Video gestoßen (nach ewiger Sucherei) in welchem das jemand so ähnlich macht. Das hat mich dann wieder zum experimentieren motiviert und siehe da, ich bin zum ersten Mal so richtig richtig mit meinem Sound zufrieden. Das Spielen macht richtig Freude, die Töne singen schön und sterben nicht zufrüh weg, einfach der Hammer :)
Gruß
Harald

Benutzeravatar
capricky
Moderator
Beiträge: 10846
Registriert: 23.04.2010, 13:43
Wohnort: In Karl seinem Adlernest
Hat sich bedankt: 454 Mal
Danksagung erhalten: 720 Mal

Re: Motorpoti mit Pedal regeln

#9

Beitrag von capricky » 28.02.2020, 12:50

capricky hat geschrieben:
05.02.2020, 13:16

Ich habe aktuell gerade einen Fender Blues Deville auf dem Tisch, bei dem ein PPIMV nachgerüstet werden soll, da versuche ich mal was einfacheres (so wie in vielen Matchless Ampmodellen). Ich muss nur vorher den eventuellen Einfluss dieser Variante auf die (fixed) Biasspannung der Endröhren abklären. Sollte es den geben, braucht es dann außer einem einfachen 1Meg Volumepoti (oder einer beliebigen schaltbaren vorwählbaren Menge an Potis 8) ) nur zwei weitere Koppelkondensatoren.
Denkbar ist dann auch die Anwahl der PPIMVs durch Fotowiderstände/ Optokoppler, wie sie auch Fender zur Kanalumschaltung in einigen Modellen verwendet (Fender Twin red knob). Einfacher und störsignalsicherer geht es dann nimmer.
Ich lass dich an meinem Erkenntnisgewinn teilhaben... wir schaffen das! 8) :D
Es tut mir Leid, aber es kam "natürlich" wieder ganz anders, es musste plötzlich express gehen , so blieb keine Zeit für "Forschung und Entwicklung".
Ich blieb beim altbewährten, dem PPIMV mit einem Stereopoti 2x500k. Der Fender Blues Deville, in dem das verbaut wurde hat wie der Marshall JTM45 auch kein Mastervolume an klassischer Stelle vor dem PI (eigentlich dann ein PrePIMV). Mit dem PostPIMV jetzt ist der Besitzer hochzufrieden!

capricky

Antworten

Zurück zu „Amp-/Effektgerätebau“

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 2 Gäste