Roswell-Pickups

Potis, Schalter, Tonabnehmer, Kondensatoren und Platinen;
wie verschalte ich was richtig?
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the schweinhorn
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Roswell-Pickups

#1

Beitrag von the schweinhorn » 19.06.2021, 13:48

Seitdem Musicstore die Cheapo-PUs, die Thomann in seine HBs verbaut, als Einzelteile im Angebot führt und auch hier immer mal wieder Tips auftauchen, die diese Teile beinhalten, bin ich etwas hellhörig geworden. Insgesamt scheinen die Teile ja ganz gut zu sein, wie ich an HB-Instrumenten von Freunden auch selbst eruieren konnte und der Preis ist ja wohl eher sensationell, also genau das Richtige, um schräges Zeug zu bauen und nicht Unsummen an Geld zu versenken.

Hier hat nicht rein zufällig jemand bereits das Paar Strat-PUs im Humbuckerformat LGS 10 verbaut? Würde gerne näheres wissen, zb. ob da einer der beiden reverse gepolt/-wickelt ist, ob die wirklich Richtung Strat gehen und nicht doch wieder so scharfgemacht sind, daß sie eher wie P90 klingen...
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Re: Roswell-Pickups

#2

Beitrag von MiLe » 19.06.2021, 14:23

Hat ja nicht nur mit "scharf gemacht" zu tun:
Die Spulenbreite (also von vorne nach hinten, nicht links/rechts) bestimmt die Apertur und die wiederum Frequenzauslöschungen, weil eine breite Spule eben eher einen Wellenberg und ein Wellental gleichzeitig erfasst => Oberwellen werden teilweise ausgfelöscht.
Soweit ich es bisher beurteilen kann, klingt dadurch (bei ansonstem gleichem Aufbau Drahtstäke, Wicklungszahl Magnetsystem) ein schmaler Singlecoil "perliger" als ein breiter.
Die anderen Faktoren wie Resonanzfrequenz und Güte kommen dann noch obendrauf.

Von den angegebenen Daten her (5,46 KOhm, 3,22H) sieht das ganz und gar nicht nach "scharf gemacht" aus.
Liebe Grüße,
Michael

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Re: Roswell-Pickups

#3

Beitrag von the schweinhorn » 19.06.2021, 14:59

Danke für die Erklärung, leuchtet ein. Dann müßten diese Hotrail-PUs im Singlecoilformat dann theoretisch auch wieder in die andere Richtung arbeiten, dh. definierter als vom herkömmlichen Mittenbrettmetaller gut findet. aber wozu gibt's nen EQ- rausdrehen geht ja immer.

Der hintere Roswell hat 7,2k, 3,22H, geht auch noch. Jetzt muß ich mir noch nen passenden reversen schlanken dazu suchen...
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Re: Roswell-Pickups

#4

Beitrag von DoppelM » 19.06.2021, 16:47

Na das Klingen design hat wenig mit der Apertur zu tun. Das sorgt nur für ne gleichmässigere abnahme nach links und rechts, Apertur kommt durch Spulenbreite - Abnahme von oben nach unten.

(Ich habe übrigens einen Leosounds P90, der hat einen etwas schmaler, dafür höher gewickelte Spule. Also auch heiß, mittig, aber immer noch viele Höhen. Perfekt um meine Junior je nach Anschlag fast schon in ne Telerichtung zu treiben.)
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Re: Roswell-Pickups

#5

Beitrag von the schweinhorn » 19.06.2021, 21:26

Aber dadurch, daß die heißgleisigen so schmal sind, daß auch der doppeltlinkshändige User die in nen Fender-Pickguardslot ohne jeglichen Umbau kriegt, sind die ja so kraß schmal, daß das die Übertragung im Sinne deiner og. Erklärung um einiges crisper und definierter sein müßte als zb. bei nem PAF. .. btw.: ich such ja immer noch n Pickup, der diese Rickenbackerschringelklingel gut hinkriegt, wo man gnadenlos jede Saite raushört. So für Motown Backbeats und Rocksteady-Riddims... bin dankbar für Tps...
aber der Leosounds hört sich für FunkyStuff ideal an, so wie ich mir den just imaginiere...
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