Was taugt Hardware aus Fernost?

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Gunnar
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Was taugt Hardware aus Fernost?

#1

Beitrag von Gunnar » 08.09.2019, 23:13

Hi zusammen,

wie im Betreff genannt, würden mich eure hierzu gemachten Erfahrungen interessieren.
Ich plane eine Gitarre mit 3L/3R
Was meint ihr z.B. zu diesen Stimmmechaniken?
Ich frage mich ob die für den Preis etwas sein können. Zuerst wollte ich diese Kluson nehmen, aber da ich entschlossen habe, das schwarze Hardware besser zu meinem geplanten Nusstop passt, möchte ich auch schwarze Stimmechaniken. Jetzt gibt es von Kluson ja durchaus auch diese in schwarz, aber da mögen mir die Stimmflügel nicht so ganz gefallen. Und andere Flügel extra kaufen möchte ich auch nicht. Weshalb ich anderweitig gesucht habe. Und der Preisliche Unterschied ist ja auch nicht zu verachten. Andererseits wenn man sich schon die Mühe macht und selbst eine Gitarre baut macht es auch nicht viel Sinn diese mit günstiger Hardware auszurüsten. Bei der Bridge ist es ähnlich, da hab ich zuerst diese ausgewählt, dann aber diese hier gefunden der Vorteil dieser wäre das sie Top load ist und ich dadurch nicht extra Saitenhülsen brauche und keine Löcher, wie bei der erstgenannten Bridge für String throug in den Body bohren muss, was ich mir auch nicht so einfach vorstelle. Aber auch diese wieder zu einem unglaublich günstigen Preis und mit der Frage nach Wertigkeit.
Diese habe ich jetzt mal bestellt, viel kostet sie ja nicht. Aber zu den Stimmmechaniken würde ich gern eure Erfahrungen und Meinungen hören. Oder gerne auch andere Empfehlungen im Preisbereich der Klusons.

Gruß Gunnar

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Re: Was taugt Hardware aus Fernost?

#2

Beitrag von Poldi » 09.09.2019, 05:34

Bestell dir doch einfach die Mechaniken, für den Kurs kann man ja erst mal nichts verkehrt machen.
Ich habe auch schon öfters Mechaniken aus Chinesien verbaut und die waren alle OK, allerdings waren das dann auch die hochpreisigen :badgrin: ...die lagen so um die 15-20 Euro.

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Re: Was taugt Hardware aus Fernost?

#3

Beitrag von penfield » 09.09.2019, 08:00

Ich habe schon viele Mechaniken und auch Bridges aus China und in diesem Preissegment verbaut, zu teilweise recht unterschiedlichen Preisen, wobei der Preis meiner Meinung nach den einzigen Unterschied ausgemacht hat.
Die Qualität war jedenfalls bislang immer gut.
SGmaster, Peacemaster 3P90, Double neck fretless/fretted,
Quickbird, Basslownia, FrameBird, Violin Bass Bausatz.
Sollte an Les Paulownia arbeiten, hat aber den Umbau der Mystery Guitar und jetzt noch der Semmelblonden JMs eingeschoben...

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Re: Was taugt Hardware aus Fernost?

#4

Beitrag von 12stringbassman » 09.09.2019, 10:08

Servus Gunnar!

Auch ich habe schon mal billige Hardware verbaut, entweder direkt aus dem Reich der Mitte oder indirekt als vermeintliche "Markenware". Funktionieren tun die Dinger schon, zumindest eine Weile.

Einen deutlichen Unterscheid zu echt "Made in Germany"-Ware (die dann allerdings gerne mal bis zu 10x so teuer sein kann) erkennt man an der Qualität der Oberfläche! Da sind die z.B. Produkte der Firma S. aus der Nähe von Nürnberg wirklich spitze!

Grüße

Matthias
"Denken ist wie googeln, nur krasser!"

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Re: Was taugt Hardware aus Fernost?

#5

Beitrag von Svenson » 09.09.2019, 13:27

Ich hatte mal für eine CBG Mechaniken aus China bestellt. Glaube eine ähnliche preisliga wie die verlinkten. Für 10 Euro inklusive Versand kamen sie nach 3-4 Wochen an.
Die Mitgelieferten Schrauben zum befestigen waren Butterweich und sofort durch.
Die Schrauben die das Zahnrad auf der Achse befestigen musste ich mit Sekundenkleber ankleben da die sich ständig gelockert haben. Eine Mechanik hat sich auch gleich ganz verabschiedet und dreht durch.
Ansich alles n bisschen locker und wacklig und man traut sich nicht fester zuzupacken.
Die anderen funktionieren zwar bis heute aber qualitativ ist das kein vergleich zu hochwertigeren.
Ich werde mir so ganz billiges zeug jedenfalls nicht mehr bestellen.

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Re: Was taugt Hardware aus Fernost?

#6

Beitrag von thoto » 10.09.2019, 10:28

Ich habe mal Mechaniken für so 6 EUR aus China bestellt.
Die waren optisch nicht schön (gut, das hätte man auf den Bildern erkennen können, meine Schuld).
Aber vor allem waren die Flügel zu eckig und nicht schön anzufassen und sie sind sehr schwergängig gewesen.

Mit hochpreisigeren Mechaniken, die in Richtung Nachbauten beliebter Marken gingen, hatte ich noch keine Probleme.

Gunnar
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Re: Was taugt Hardware aus Fernost?

#7

Beitrag von Gunnar » 10.09.2019, 22:44

Hi,

Danke für eure Erfahrungen, wahrscheinlich kaufe ich mir dann doch lieber diese Wilkinson bevor sich der Spruch: "Wer billig kauft, kauft zweimal" wieder erneut bestätigt. So denke ich weiß ich dann, das ich was ordentliches habe. Wobei sich die Kosten ja in Grenzen halten würden. :lol:
Jetzt habe ich zu dieser Bridge aber noch die Frage ob diese was taugt? Diese hab ich jetzt mal bestellt, spätestens dann sehe ich wie sie ist. Aber vom Prinzip her würde ich jetzt denken, bei einer Bridge ist es unproblematischer, als bei Stimmmechaniken. Oder ist das ein Trugschluss?
Als mögliche Qualitätsmängel, fallen mir die Lackierung, eventuelle scharfkantigkeit, schräge Gewindebohrungen ein.
Naja, wäre auch nicht so toll falls letztere zutreffen würden. Bei der Lackierung werde ich wahrscheinlich Abstriche machen müsse. Aber ich werde es ja dann sehen.
Alternativ hat jemand eine Empfehlung für eine Marken oder Qualitativ gute, schwarze Top Load Bridge? Im Preisbereich 20-30€.

Gruß Gunnar

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Re: Was taugt Hardware aus Fernost?

#8

Beitrag von kehrdesign » 11.09.2019, 00:41

Angesichts des Preises habe ich immer mehrere Sätze der chinesischen Billigheimer auf Vorrat, aus denen ich die jeweils besten (mit dem geringsten Spiel und gleichmäßigsten Gang) raussuche. Von meinem Vorbehalt, ggf. schlecht funktionierende gegen höherpreisige auszutauschen, musste ich nie Gebrauch machen. Das mit den weichen Schräubchen ist allerdings ein Fakt - also immer gut vorbohren.
Um etwas zu verhindern finden sich immer Gründe, um etwas zu erreichen findet man Lösungen.
______________________
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Re: Was taugt Hardware aus Fernost?

#9

Beitrag von capricky » 11.09.2019, 09:24

Ich verwende zu 90% nur Mechaniken aus "Fernost". Gotoh (das komplette Program leider hier nur sehr schwierig zu bekommen) und DerJung aus Taiwan. Letzterer hat eine breite hochqualitative Angebotspalette mit bestem Preisleistungsverhältnis, speziell für Klassik- und Westerngitarren.

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Re: Was taugt Hardware aus Fernost?

#10

Beitrag von Yaman » 11.09.2019, 10:27

capricky hat geschrieben:
11.09.2019, 09:24
DerJung aus Taiwan hat eine breite hochqualitative Angebotspalette mit bestem Preisleistungsverhältnis, speziell für Klassik- und Westerngitarren.
Dem kann ich nur zustimmen. Die Mechaniken für meine Cümbüs von DerJung sind für den Preis wirklich sehr gut.

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Re: Was taugt Hardware aus Fernost?

#11

Beitrag von helferlain » 11.09.2019, 10:53

Nach meiner Erfahrung kann man aus Fernost preiswerte Teile kaufen. Oftmals auch bei gängigen deutschen Händlern als Eigenmarke. Bei ganz billigem Kram kann man aber auch mal auf die Nase fallen.

Aktuell spiele ich wieder vermehrt eine Gitarre, an der ich die Backlock Mechaniken von ML Factory verbaut habe.
https://www.gitarre-bestellen.de/produc ... hwarz.html
Laufen geschmeidig, halten die Stimmung, und auf Locking möchte ich nicht mehr verzichten. Im direkten Vergleich (weil Saitenwechsel auf einer anderen Gitarre) zu den deutlich teurteren Hipshot Open Backlock ist die Übersetzung des Getriebes gefühlt anders, aber nicht schlechter.

EDIT:
Ähnliche Frage vor einiger Zeit mit ausführlicher Antwort:
https://www.gitarrebassbau.de/viewtopic ... 014#p95014
Grüße, helferlain
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