Inlays spaltfrei einkleben

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Fuchs
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Inlays spaltfrei einkleben

#1

Beitrag von Fuchs » 15.05.2010, 12:43

Hallo,

das ausfräsen der Aussparung für ein Inlay ist ja leider nie 100%ig genau, es entsteht hier und dort schon mal ein kleiner Spalt.
Dieser Spalt kann ja nun mit Schleifstaub aufgefüllt werden.
Nur mit was verklebe ich dann diesen Schleifstaub und das Inlay?
Irgendwo hatte ich mal jemanden gesehen der es mit 5min-Epoxy ala Uhu-Schnellfest o.Uhu-Endfest gemacht hat, ein andere hatte es mit dünnflüssigem Sekundenkleber getan. Bei beiden gab das danach erstmal auf und um das Inlay herum eine ziemliche Sauerei, halt ein Kleber-Staub-Brei.
Was kann man denn danach besser wegschleifen so das es dann auch noch bestens ausschaut?

Danke und Gruß,
Axel

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clonewood
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Re: Inlays spaltfrei einkleben

#2

Beitrag von clonewood » 15.05.2010, 13:20

das Endergebnis sollte bei beiden Methoden gleich aussehen...

ich bevorzuge die Variante mit Sekundenkleber, da sie:

- schnell ist
- weniger Schmiererei verursacht
- Lufteinschlüsse unwahrscheinlicher sind

Vorgehensweise

- feinen Schleifstaub herstellen
- Sekundenkleber in die Ritzen laufen lassen (hier kann man dann aufpassen, dass nicht allzuviel nebenherläuft)
- Schleifstaub drüberstreuen
- kurz warten
- Schleifstaub abpusten /saugen
- diese Prozedur so oft wiederholen bis die Füllmasse einen Überstand hat
- noch eine Weile durchhärten lassen und dann Schleifen

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Re: Inlays spaltfrei einkleben

#3

Beitrag von bigherb » 15.05.2010, 15:22

ich hatte Gelegenheit einige LPs von Epiphone und Gibson in der Hand zu halten. Während die meisten sauber eingesetzte Crown oder Block Inlays zeigten waren bei einer Epi recht großzügig die Konturen ausgelegt ......Den Spalt hatte man mit einer dunklen "Spachtelmasse" ausgefüllt. Sehen kann man das nur wenn man nahe mit die "Äujelchen ran jeht".... Bei einer 3000Euro Klampfe wäre ich sehr entäuscht aber bei einm Gerät von 300 Tacken in der restlichen Gesamtqualität ......?

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Balthasar
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Re: Inlays spaltfrei einkleben

#4

Beitrag von Balthasar » 15.05.2010, 16:15

Hallo Fuchs,

ich habe mal die Methode mit Epoxy ausprobiert und bin damit sehr zufrieden.
Die Arbeitsweise ist die gleiche wie bei Sekundenkleber:
- Feinen Schleifstaub mit Epoxy mischen (Nicht zu viel damit es nicht zu dick wird)
- über den Spalten verteilen (möglchst nicht die Bundschlitze verschließen)
- warten, warten, warten,....
- den Überstand schleifen
- über das Ergebnis freuen und für uns Fotos machen :D

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Re: Inlays spaltfrei einkleben

#5

Beitrag von elektrojohn » 15.05.2010, 17:29

Ich habe beste Erfahrungen mit Epoxi (UHU) gemacht und habe mich für den langsam aushärtenden entschieden, damit ich mich nicht so hetzen muss... :D
Ich mische viel Schleifstaub in den Kleber, verwende bewusst zuviel Kleber, damit es beim Einsetzen der Inlays aus den Ritzen herausquillt. Es sieht zunächst Mal furchterregend aus. Wenn das Ganze dann aber getrocknet ist (am nächsten Tag), kann man alles Überflüssige gut wegschleifen und man sieht anschließend nichts mehr.

C.

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Re: Inlays spaltfrei einkleben

#6

Beitrag von Arsen » 28.12.2015, 13:22

Hallo zusammen - um das hier mal wieder aufzugreifen:
Welchen Kleber kann man denn verwenden, wenn anschließend gebeizt wird?
(Inlay aus Alu)
Gruß, Arsen

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