Übertragen von Ausdrucken auf Holz

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Übertragen von Ausdrucken auf Holz

#1

Beitrag von penfield » 28.11.2018, 11:31

Video betreffend verschiedene Wege des Übertragens von Laserdrucken auf Holz

https://www.youtube.com/watch?v=xHOWUR8vTvo

Eine Variante der Bügelmethode ist ja schon von Poldi bekannt.
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Re: Übertragen von Ausdrucken auf Holz

#2

Beitrag von Poldi » 28.11.2018, 13:21

penfield hat geschrieben:
28.11.2018, 11:31

Eine Variante der Bügelmethode ist ja schon von Poldi bekannt.
Nee, der Urs war der erste der die hier gezeigt hat.
Die andere Methode mit dem Kleister https://www.amazon.de/dp/B00BG0RPLA/ref ... th=1&psc=1
habe ich auch schon probiert und letztendlich für nicht gut befunden wenn man nur Teilbereiche beschriftet, man sieht diesen Kleister hinterher auf dem Holz. Wenn man eine gesamte Fläche (wie im Video) damit behandelt ist das sicherlich absolut i.O..

Die Aceton-Methode werde ich bei Zeiten noch mal probieren, das sah echt vielversprechend aus.

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Re: Übertragen von Ausdrucken auf Holz

#3

Beitrag von penfield » 28.11.2018, 15:10

Poldi hat geschrieben:
28.11.2018, 13:21
Nee, der Urs war der erste der die hier gezeigt hat.
Sorry. Danke für die Korrektur.
Letzte Erinnerung daran war in einem Thread von dir Poldi und ich hatte keine Zeit es genau zu recherchieren.

Polycryl sieht echt gut aus.
Fragt sich nur, was das genau ist.
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Re: Übertragen von Ausdrucken auf Holz

#4

Beitrag von glambfmbasdler » 28.11.2018, 15:28

penfield hat geschrieben:
28.11.2018, 15:10

Polycryl sieht echt gut aus.
Fragt sich nur, was das genau ist.
Stimmt!


http://www.archiexpo.de/prod/sherwin-wi ... 07455.html
Grüße
Eduard

Der Glambfmbasdler

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Re: Übertragen von Ausdrucken auf Holz

#5

Beitrag von zappl » 28.11.2018, 15:34

Die Bügel- und "Kleister"-Methode funktionieren besser wenn der Toner auf einen weniger gut haftenden Träger anstelle von Papier gedruckt wird (zum Beispiel Overheadprojektorfolie oder der Träger von Klebeetiketten). Beim Ausdrucken die Tonerdichte auf maximale Stufe stellen!

Bei der Kleistermethode (z.B. mit Mod Podge) habe ich die gleiche Erfahrung wie Poldi gemacht. Aus den meisten Blickwinkeln fällt es unschön auf und die Oberfläche fühlt sich sehr uneben an.

Die Bügelmethode funktioniert mit o.g. Hinweis ganz gut, weitaus besser als im Video gezeigt. Problematisch wird's nur wenn sich Leimnähte im umliegenden Bereich befinden (z.B. bei einem Logo auf der Kopfplatte eines mehrstreifigen Halses). Der Leim weicht durch die Hitze des Bügeleisens auf. :(

Die Aceton-Methode kannte ich auch noch nicht. Muss ich unbedingt ausprobieren.
Gruß, Sebastian
#1 #2 #3 #4

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Re: Übertragen von Ausdrucken auf Holz

#6

Beitrag von ugrosche » 28.11.2018, 16:22

zappl hat geschrieben:
28.11.2018, 15:34
Die Bügel- und "Kleister"-Methode funktionieren besser wenn der Toner auf einen weniger gut haftenden Träger anstelle von Papier gedruckt wird (zum Beispiel Overheadprojektorfolie oder der Träger von Klebeetiketten). Beim Ausdrucken die Tonerdichte auf maximale Stufe stellen!
...
Das stimmt, aber bei der Bügeleisenmethode klebt zumindest die Overheadfolie am Bügeleisen fest. :?
Die Klebeetikettenträger haben oft einen einseitig beschichteten Papierträger, das müsste klappen.
Bei der Platinenherstellung habe ich mal gelesen, dass die dünnen Katalogseiten z.B. aus dem IKEA-Katalog gut für die Bügeleisenmethode geeignet sind.

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Re: Übertragen von Ausdrucken auf Holz

#7

Beitrag von penfield » 28.11.2018, 20:36

Polycrylic scheint eine wasserbasierte Mischung aus Acryl und Polyurethan zu sein.

Ich habe einen sehr schnellen und durchaus schlampigen Test gemacht.
Hier ein Bild der getesteten Chemikalien:
Acryltiefengrund, Bügeleisen, Aceton und Polyurethan

Hier das Ergebnis
im Detail
-Der Tiefengrund (l.u.) war die einzige Acrylform, die ich gerade zur Hand hatte, funktioniert aber nicht. (hätt mich auch gewundert)
-Polyurethan (u.r.) vertreten durch Holzsiegel funktioniert ein bissl, aber schmiert. Liegt vielleicht daran, dass Holzsiegel auf "Ölbasis" ist und nicht auf Wasserbasis.
-Sehr gut funktioniert die Aceton Methode (o.r.) ; ich habe das Aceton einfach auf das Papier geträufelt und gerubbelt.
-Die Bügelmethode (o.l.) funktioniert bekannterweise auch, aber da ist es wohl besser, wenn der Ausdruck, oder besser die Tinte/Toner, wie oben bereits von zappl und ugrosche ausgeführt nicht auf Druckerpapier vorliegt

Sofern man direkt auf Holz überträgt, ist wohl die Acetonmethode ein Versuch wert, da sie einfach und billig ist und sehr gut funktioniert.
Auf Lack oder Füller kann es damit, so wie auch mit dem Bügeln, allerdings Probleme geben (auch bei Kunststoffbindings).
Da wäre das Polycrylic Zeug praktisch, ist aber recht teuer mit ca. 33 Euro für ein 1/2 Pint.
Vielleicht gibt es ja billigere Produkte, die gleichwertig sind. Was ich so gelesen habe, gibt es Bodenanstriche, die ähnlich wenn nicht gleich sind.
Muss ich aber noch ein wenig recherchieren.
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Re: Übertragen von Ausdrucken auf Holz

#8

Beitrag von Yaman » 29.11.2018, 09:50


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Re: Übertragen von Ausdrucken auf Holz

#9

Beitrag von Docwaggon » 29.11.2018, 13:16

ich habe für das übertragen von drucken zum ätzen von effektgehäusen aus alu diese methode genutzt :
http://diy-guitar-effects.tumblr.com/etching
dabei druckt man mit einem laserdrucker sehr fett auf ein glänzendes tintendruckerpapier.
das kann man dann "umbügeln"

bei alu sieht es z.b. so aus

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Re: Übertragen von Ausdrucken auf Holz

#10

Beitrag von penfield » 30.11.2018, 09:53

Yaman hat geschrieben:
29.11.2018, 09:50
Es gibt noch das: http://www.fototransferpotch.de/Foto-Tr ... 487.0.html
Stimmt. Davon habe ich seit Jahren eine Flasche herumstehen, aber immer noch nicht benutzt.
Kann also dazu nichts sagen.
Wollte und sollte ich aber endlich ausprobieren....
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Re: Übertragen von Ausdrucken auf Holz

#11

Beitrag von penfield » 30.11.2018, 09:54

Docwaggon hat geschrieben:
29.11.2018, 13:16
ich habe für das übertragen von drucken zum ätzen von effektgehäusen aus alu diese methode genutzt :
http://diy-guitar-effects.tumblr.com/etching
dabei druckt man mit einem laserdrucker sehr fett auf ein glänzendes tintendruckerpapier.
das kann man dann "umbügeln"

bei alu sieht es z.b. so aus
etching 01.JPG
etching 02.JPG
Das sieht wirklich super aus.
Wie hast du das gemacht?
Muster auf Katalogseite drucken (Laser?), aufbügeln und dann ätzen?
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Re: Übertragen von Ausdrucken auf Holz

#12

Beitrag von Docwaggon » 30.11.2018, 12:56

penfield hat geschrieben:
30.11.2018, 09:54
Wie hast du das gemacht?
Muster auf Katalogseite drucken (Laser?), aufbügeln und dann ätzen?
ich habe auf dieses fotopaier gedruckt, aufgebügelt und dann mit NaOH
https://www.amazon.de/gp/product/B004DP ... UTF8&psc=1
geätzt.

die verlinkte anleitung ist schon sehr gut, wenn es da fragen gibt kann ich das gerne per PN oder in einem anderen thread beantworten,

das übertragen von einem fetten druck auf ein anderes medium als alu / metall sollte mit diesem papier aber auch gut möglich sein.

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Re: Übertragen von Ausdrucken auf Holz

#13

Beitrag von penfield » 03.12.2018, 19:10

die Frage nach der Fotopotchverwendung hat mich nicht ruhen lassen.
Mit Bezug auf das Video ganz oben, würde ich die Potchmethode am ehesten mit dem Liquitexansatz (Acrylbinder) vergleichen.
Im Grunde ist die Methode recht einfach.
Einen dünnen Film auf Untergrund und Ausdruck (natürlich nur dort, wo etwas übertragen werden soll ;)), dann Ausdruck auflegen und aufpressen
Anschließend mit der Heißluftdusche trocknen und 24h Stunden abliegen lassen (empfohlen in der Anleitung)

Zwei Tage später habe ich den Ausdruck anleitungsgemäß mit Wasser beträufelt, bis er sich vollgesogen hatte.
Anschließend das Papier vorsichtig weggerubbelt
Wie man sieht, funktioniert das zwar prinzipiell, aber die Papierreste wegzubekommen ist nicht ganz einfach,
insbesondere, weil sich dabei auch der zu übertragende Toner ablöst, wie man im folgenden Bild sehen kann
Der Unterschied zwischen den beiden Ansätzen ist die Menge an Potch, die ich auf die Oberfläche und den Ausdruck aufgetragen habe.
Das obere Bild ist vom Ansatz mit sehr viel Potch, das untere mit weniger.

Prinzipiell funktioniert der/die/das Potch, nur ganz so trivial, wie in der Anleitung dazu scheint es dann doch nicht zu sein.
Die Papierablösung ist offensichtlich ein kritischer Moment, nicht nur, weil man sein Holz dabei wässern muss.
Ob und inwieweit das beobachtete Ablösungsverhalten an den von mir verwendeten Ausdrucken (Papier, Toner etc) liegt, oder am Potch (Menge, Temperatur, Trocknungszeit und -temperatur, Papierablösungsbedingungen etc) bzw. am Handling (rubbelstärke etc.) liegt, kann ich natürlich nicht sagen, aber da ist möglicher Weise Optimierungspotential; Aus Mangel an einem geeigneten Teststück habe ich nicht ausprobiert, ob das auf behandeltem oder lackiertem Holz funktioniert, da wäre das Potchen nämlich eine Alternative zum Bügeln bzw. Acetonübertragen, die ja beide nicht ganz unproblematisch sind, wenn nicht auf Holz direkt angewendet. Bis zum Beweis des Gegenteils meine ich aber, dass der/die/das Potch nur auf Holz funktioniert.

Bleibt noch die Polycrylicmethode, aber da muss ich noch ein wenig nachforschen.
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Re: Übertragen von Ausdrucken auf Holz

#14

Beitrag von penfield » 13.12.2018, 20:01

Wie sich herausstellte gibt es (mutmaßlich Polycryl-artige) Mischungen von Acryl-PU auf wässriger Basis im Baumarkt, zB Bauhaus oder Hornbach. Ich habe den von Bauhaus gekauft, swingcolor Parkettlack.

Dünn auf ein Probestück aufgetragen und Ausdruck vorsichtig angepresst
Nach einer Stunde (wie im Video) vorsichtig feucht gerubbelt, leider mit sehr enttäuschendem Ergebnis
Der Toner haftet teilweise mehr am Papier als am Untergrund und geht beim Wegrubbeln mit.

Zudem haften zumindest dünne Schichten bzw. Faserverbände des Papiers am Holz, die nur schwer zu entfernen sind.

Versuch wurde wiederholt mit o/n Trocknung
Leider rubbelt man beim Entfernen des Papiers auch jetzt problemlos den Toner mit. Der Toner wird in diesem Experiment zwar auf die Oberfläche fixiert, allerdings verkleben dabei auch Teile des Papierträgers, mit denen sich der Toner dann auch leicht wieder ablöst. Die Verbindung zwischen Toner und Papier scheint also besser als die zwischen Oberfläche und Toner. Das Ergebnis im Video ist daher entweder dem Minwax Polycryl geschuldet oder es liegt am Holz(untergrund)? Ich kann es nicht sagen.

Um die vormals beste Methode, jene mit Aceton, im echten Leben zu testen, habe ich einen lackierten (zumindest aber grundierten) Hals mit sehr glatter Oberfläche als Probestück hergenommen
Wie man sieht, ist das Ergebnis nur hinsichtlich der Acetondämpfe berauschend.
Der Toner löst sich zwar teilweise, aber haftet nicht gut genug. Mein erster Ansatz folgte einer Beschreibung aus Instructables für den Tonertransfer auf Platinen mit einer Mischung aus (8:3) Ethanol/Aceton, die sehr schöne Ergebnisse zeigte, was am Hals aber überhaupt nicht funktioniert hat. Ein Aufrauen der Oberfläche durch Anschleifen brachte auch keine Verbesserung. Die Erhöhung des Acetonanteils auf 100% (vermutlich Industriegrad zw. 90% und 95%?) brachte das Ergebnis vom Foto oben.
Die Verwendung eines guten Lösungsmittels für den Toner (Acrylverdünner, enthaltend Xylen) brachte dann dieses wenig formtreue Ergebnis, das nicht einmal besonders gut am Untergrund haftete
(Immerhin überstand der Hals das Aceton und die Verdünnung ohne jeden Schaden - was auch immer da drauf ist, es hält viel aus. Vielleicht Polyurethan?)

Nun stand ich vor einem echten Problem, denn die Versuche hier sollten eigentlich die ersten Schritte in einem neuen Projekt sein.
Ich griff also auf die Methode zurück, die im Forum gängig und sogar in meinen Händen schon gut funktioniert hat: Bügeln.
Und siehe da
Ein (für mich) hervorragendes Ergebnis. Der Untergrund hat auch die Hitze ohne Schäden überstanden.
Ich habe daher dann gleich so weitergemacht
Besser wird es wohl nicht.
Ich nehme an, dass die Hitze den Toner und den Untergrund teilweise anschmilzt und der Toner dadurch nicht nur teilweise freigesetzt wird sondern auch am Untergrund haften bleibt.
Bisserl Klarlack und geht schon
Projekt gerettet (dance a)

Mein Fazit ist, die Bügelmethode funktioniert am Besten, sogar auf präpariertem Untergrund, wahrscheinlich noch besser, wenn man einen Träger für den Ausdruck nimmt, welcher den Toner nicht zu stark binden kann, so wie es forumseitig ja beschrieben wird. Man ist aber natürlich gut beraten, ein oberflächenbehandeltes Stück zunächst auf dessen Hitzeverträglicheit zu prüfen.

Alle anderen Methoden haben in meinen Händen leider keine befriedigenden Ergebnisse gebracht, wobei natürlich zu bedenken ist, dass ich zB kein Original Polycryl verwenden konnte etc.
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Re: Übertragen von Ausdrucken auf Holz

#15

Beitrag von thoto » 19.12.2018, 12:54

Was hast du denn für papier genommen? Fotopapier? Oder normales Druckerpapier?

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Re: Übertragen von Ausdrucken auf Holz

#16

Beitrag von Bermann » 19.12.2018, 17:14

Die Platinen-Selbermacher schwören wegen der geringen Bindung des Toners und dem fast vollständigen Ablösen auf den Reichelt-Katalog, der hat ein dünnes glattgestrichenes Papier. Du solltest auch mehrere Ausdrucke auf das Papier übereinander drucken um viel Toner zu haben und super satte Einstellung für den Drucker benutzen.

Gruß Hermann

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Re: Übertragen von Ausdrucken auf Holz

#17

Beitrag von penfield » 20.12.2018, 00:18

thoto hat geschrieben:
19.12.2018, 12:54
Was hast du denn für papier genommen? Fotopapier? Oder normales Druckerpapier?
Normales Druckerpapier.
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Re: Übertragen von Ausdrucken auf Holz

#18

Beitrag von penfield » 20.12.2018, 00:20

Bermann hat geschrieben:
19.12.2018, 17:14
Die Platinen-Selbermacher schwören wegen der geringen Bindung des Toners und dem fast vollständigen Ablösen auf den Reichelt-Katalog, der hat ein dünnes glattgestrichenes Papier. Du solltest auch mehrere Ausdrucke auf das Papier übereinander drucken um viel Toner zu haben und super satte Einstellung für den Drucker benutzen.

Gruß Hermann
Muss ich noch ausprobieren.
Geht aber sogar mit dem normalen Papier ganz gut.
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Re: Übertragen von Ausdrucken auf Holz

#19

Beitrag von thoto » 20.12.2018, 08:04

Bermann hat geschrieben:
19.12.2018, 17:14
Die Platinen-Selbermacher schwören wegen der geringen Bindung des Toners und dem fast vollständigen Ablösen auf den Reichelt-Katalog, der hat ein dünnes glattgestrichenes Papier. Du solltest auch mehrere Ausdrucke auf das Papier übereinander drucken um viel Toner zu haben und super satte Einstellung für den Drucker benutzen.

Gruß Hermann
Das habe ich vor einigen Jahren ebenfalls gelesen und mangels Reichelt dann einen Conrad-Katalog genommen.
Der ging leider nicht, weil sich die Farbe der Seiten (unbedruckte Stellen gab es in meiner Größe nicht) gleich mit auf das Holz transferiert haben.
Ich wollte das danach immer mal mit Fotopapier ausprobieren, bin aber bei Wasserschiebebildern hängengeblieben. Muss ich mal nachholen.

Danke für deine Experimente, penfield! (clap3)

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Re: Übertragen von Ausdrucken auf Holz

#20

Beitrag von penfield » 22.12.2018, 19:22

thoto hat geschrieben:
20.12.2018, 08:04
bin aber bei Wasserschiebebildern hängengeblieben. Muss ich mal nachholen.

Danke für deine Experimente, penfield! (clap3)
Gern geschehen ;)

Die Sache mit den Wasserschiebebildern habe ich mir auch schon überlegt.

Hast du da ein gutes laserdruckerfreundliches Folienprodukt gefunden, das du empfehlen könntest?
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Re: Übertragen von Ausdrucken auf Holz

#21

Beitrag von thoto » 24.12.2018, 11:00

penfield hat geschrieben:
22.12.2018, 19:22
thoto hat geschrieben:
20.12.2018, 08:04
bin aber bei Wasserschiebebildern hängengeblieben. Muss ich mal nachholen.

Danke für deine Experimente, penfield! (clap3)
Gern geschehen ;)

Die Sache mit den Wasserschiebebildern habe ich mir auch schon überlegt.

Hast du da ein gutes laserdruckerfreundliches Folienprodukt gefunden, das du empfehlen könntest?
Ich habe es aus einem kleinen Modellbauladen. Da hat man einzelne DIN A4-Blätter verkauft. Zu einem Preis, den man nicht wissen will. :?
Mit etwas Überredungskunst habe ich der Dame auch folgendes Blatt aus den Rippen geleiert. :lol:
Frohe Weihnachten!

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Re: Übertragen von Ausdrucken auf Holz

#22

Beitrag von penfield » 24.12.2018, 11:30

Danke.
Gleichfalls schöne Weihnachten!
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