Erle zu weich zum Ölen?

wie und womit erreiche ich das gewünschten Finish?
Benutzeravatar
Garthe
Neues Mitglied
Beiträge: 36
Registriert: 03.10.2018, 16:17
Hat sich bedankt: 15 Mal
Danksagung erhalten: 2 Mal

Re: Erle zu weich zum Ölen?

#26

Beitrag von Garthe » 19.05.2020, 10:01

Ich habe jetzt schon einige Male mit Tru Oil gearbeitet und erreiche mit 8+ Schichten einen recht hohen Glanzgrad bei feinporigen Hölzern.
Vor dem ersten Tru Oil Auftrag behandle ich das Holz mit dem "Wood Sealer & Filler" aus dem gleichen Hause. 1-2x reichen aus und so verhält sich das Tru Oil schneller schichtbildend. Aber es ist definitiv kein Porenfüller für Sumpfesche, Mahagoni & Co. Es wird eine leichte Sperrschicht gebildet, die zu starkes Aufsaugen des Öls verhindert. Bei gebeizten Teilen sollte laut Hersteller der Sealer & Filler vor dem Tru Oil verwendet werden.
Ich schleife das Holz recht fein mit 400-600er. Vorher wird ein paar Mal gewässert.
Das Tru Oil trage ich ab der ersten Schicht recht dünn mit einem Baumwolltuch auf. Dann lasse ich jede Schicht ca. 24h trocknen. Aber das ist mehr als genug. Es ist eher meinem Alltag geschuldet, dass pro Tag nur eine Schicht drauf kommt. Manche sagen 4h reichen, andere wiederrum halten 12 für angemessen. Vor jedem neuen Auftrag mattiere ich mit Stahlwolle in fein (000) die Oberfläche. Superfein (0000) soll wohl besser sein. Aber im Baumarkt ist bei Fein meistens Schluss. Ich habe noch keine 0000 im Baumarkt gefunden. Fein reicht "zur Not" aber auf jeden Fall aus. Da der Glanzgrad wie erwähnt recht hoch ist, habe ich Tru Oil noch nie polieren "müssen". Aber das werde ich in Zukunft mal ausprobieren.
Meine Methode ist sicherlich nicht die Schnellste. Aber am Ölen mag ich den meditativen Faktor :D

Edit:
Hier auch mal bebildert
Ein Mann, ein Bart!

skol
Holzkäufer
Beiträge: 101
Registriert: 15.10.2017, 10:49
Hat sich bedankt: 21 Mal
Danksagung erhalten: 8 Mal

Re: Erle zu weich zum Ölen?

#27

Beitrag von skol » 19.05.2020, 20:01

Schaut sehr gut aus! Den Sealer hätte es bei mir dann wohl gebraucht. ;( Meinst Du den hier?: https://georgeforester.de/Birchwood-Casey-Porenfueller

Ob da wohl auch Clou Schnellschliffgrund G1 (https://www.clou.de/index.php?id=189&item=7) funktioniert hätte? Das hätte ich da gehabt!

Ich bin aktuell bei 4 Schichten - nachher gehts mit der 5. los. Wenn ich fertig bin, poste ich mal ein Foto! Ganz so hübsch wird es aber nicht werden. :) Ich hab an 1-2 Stellen beim initialen Schleifen etwas geschludert!

Benutzeravatar
Yaman
Zargenbieger
Beiträge: 1946
Registriert: 17.06.2016, 12:43
Wohnort: Dortmund
Hat sich bedankt: 169 Mal
Danksagung erhalten: 467 Mal

Re: Erle zu weich zum Ölen?

#28

Beitrag von Yaman » 19.05.2020, 21:27

Auf der Clou Webseite steht nichts von möglicher Nachbehandlung mit Ölen bei Verwendung von Schnellschliffgrund.

Benutzeravatar
Garthe
Neues Mitglied
Beiträge: 36
Registriert: 03.10.2018, 16:17
Hat sich bedankt: 15 Mal
Danksagung erhalten: 2 Mal

Re: Erle zu weich zum Ölen?

#29

Beitrag von Garthe » 20.05.2020, 09:13

skol hat geschrieben:
19.05.2020, 20:01
Schaut sehr gut aus! Den Sealer hätte es bei mir dann wohl gebraucht. ;( Meinst Du den hier?: https://georgeforester.de/Birchwood-Casey-Porenfueller
Ja genau, der ist es. Den gibt es bei Birchwood Casey Deutschland im Direktvertrieb (auch etwas günstiger). Ich habe das seltene Glück, dass ich nur eine kurze Autofahrt zum BC Deutschland Vertrieb unternehmen muss, um an den guten Stoff zu kommen ;)
Falls es jemandem hilft: Die sitzen in Meerbusch und man kann dort hin und die Produkte in der Niederlassung kaufen.
Ein Mann, ein Bart!

skol
Holzkäufer
Beiträge: 101
Registriert: 15.10.2017, 10:49
Hat sich bedankt: 21 Mal
Danksagung erhalten: 8 Mal

Re: Erle zu weich zum Ölen?

#30

Beitrag von skol » 28.05.2020, 22:11

Ich bin mittlerweile mit dem Finish fertig. In Summe habe ich fünf Schichten Danish Oil aufgebracht. Nach der 2. habe ich mit 600 und 1200er Körnung zwichengeschliffen, nach der 4. nur noch mit 1200er. Danach hab ich noch eine Schicht Clou Antikwachs aufgebracht und anschließend mit dem Baumwolltuch poliert (mit der Lammwollhaube und dem Exzenterschleifer hat es nicht funktioniert).

Hier mal ein paar (Handy-)Fotos vom fertigen Body:

Benutzeravatar
Drifter
Zargenbieger
Beiträge: 1640
Registriert: 09.08.2013, 09:28
Hat sich bedankt: 294 Mal
Danksagung erhalten: 216 Mal

Re: Erle zu weich zum Ölen?

#31

Beitrag von Drifter » 29.05.2020, 02:43

Das ist wirklich schön geworden! Muss ich mir merken.

Lg

Norbert

Benutzeravatar
Poldi
GBB.de-Inventar
Beiträge: 7605
Registriert: 26.04.2010, 06:46
Wohnort: Wanne-Eickel
Hat sich bedankt: 505 Mal
Danksagung erhalten: 370 Mal

Re: Erle zu weich zum Ölen?

#32

Beitrag von Poldi » 29.05.2020, 05:22

Drifter hat geschrieben:
29.05.2020, 02:43
Das ist wirklich schön geworden! Muss ich mir merken.

Lg

Norbert
Seh ich auch so (clap3)

Benutzeravatar
thoto
Zargenbieger
Beiträge: 2470
Registriert: 09.10.2013, 12:33
Wohnort: Braunschweig / Niedersachsen
Hat sich bedankt: 277 Mal
Danksagung erhalten: 235 Mal

Re: Erle zu weich zum Ölen?

#33

Beitrag von thoto » 29.05.2020, 08:50

Sieht toll aus!

Benutzeravatar
penfield
Zargenbieger
Beiträge: 2398
Registriert: 27.11.2014, 14:38
Hat sich bedankt: 46 Mal
Danksagung erhalten: 274 Mal

Re: Erle zu weich zum Ölen?

#34

Beitrag von penfield » 29.05.2020, 15:54

Sieht gut aus.
Zusammen mit den Rundung hat der Body schon aus der Ferne eine angenehme Haptik
SGmaster, Peacemaster 3P90, Double neck fretless/fretted,
Quickbird, Basslownia, FrameBird, Violin Bass Bausatz, Mystery Guitar . Hat die Semmelblonden JMs endlich fertig und arbeitet an Les Paulownia um die Werkstatt dann endlich ausmisten zu können...

skol
Holzkäufer
Beiträge: 101
Registriert: 15.10.2017, 10:49
Hat sich bedankt: 21 Mal
Danksagung erhalten: 8 Mal

Re: Erle zu weich zum Ölen?

#35

Beitrag von skol » 30.05.2020, 08:36

Bin auch wirklich zufrieden mit dem Ergebnis. Ein wenig schade war nur das Anlösen der Beize. Davor hatte mir der Farbton fast noch besser gefallen. Wobei so jetzt die Maserung mehr mit den Lichtverhältnissen wechselt - was auch was hat!

Antworten

Zurück zu „Oberflächenfinish und Aging“

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 4 Gäste