Fichte (oder Birke) für eine E-Gitarre

Diskussionen über Hölzer für den Bau von Instrumenten
Herkunft, Trocknung, Lagerung und Eigenschaften

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bigherb
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Re: Fichte (oder Birke) für eine E-Gitarre

#26

Beitrag von bigherb » 15.01.2011, 22:10

Donnerwetter ! Eine schöne Gitarre. Einzig, der schräge Pickup irritiert mich etwas. Das ist zwar bei der Strat auch so aber da hat man sich halt dran gewöhnt. Aber insgesamt ...große klasse uwe.s
Das Design entspricht genau meinem Geschmack. Dem Saitenhalter und dem Wort Thinline entnehme ich, es handelt sich nicht um ein Exemplar mit Saustainblock sondern um einen komplett hohlen Korpus.
Deshalb wird der Sound sehr eigen sein, vermute ich.

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Re: Fichte (oder Birke) für eine E-Gitarre

#27

Beitrag von capricky » 15.01.2011, 22:28

drebes hat geschrieben: Gerade das Ausräumen der Späne wäre doch deutlich einfacher, wenn man das Schalloch vor dem Aufleimen schon fräst.
Genau! Ich denke das Deine Beobachtung deshalb auch statistisch nicht belastbar ist.

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Re: Fichte (oder Birke) für eine E-Gitarre

#28

Beitrag von drebes » 16.01.2011, 16:03

Jo klar, das enstammt nur den Workshops die ich so gesehen habe.
Dort wurde es aber überall so gemacht.
Dachte, das hätte vllt. einen tieferen Sinn der sich mir nicht erschloss.
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Re: Fichte (oder Birke) für eine E-Gitarre

#29

Beitrag von Poldi » 16.01.2011, 19:54

Ich hab das bei meiner Thinline auch nicht anders gemacht. Die Decke wurde auch vor dem Aufleimen mit F-Löchern versehen. Das ist mit sicherheit einfacher. Die Decke wurde auch vor dem Verleimen gebeizt.
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Re: Fichte (oder Birke) für eine E-Gitarre

#30

Beitrag von uwe.s. » 16.01.2011, 22:03

Hallo bigherb,
Zu meiner "Tele-Thinline":
der TA ist schief, weil er in einer Tele auch schief ist; einen tieferen Sinn hat das sonst nicht. Die Form ist (ungefähr) abgekuckt bei einer Blade Dayton. Die Gitarre hat einen Sustainblock, der bis zur Brücke reicht. Der Saitenhalter ist drauf, weil ich ihn in meinen Vorräten gefunden habe und schön fand. Ich glaube, die Gitarre klingt spritzig, weil sie im Ganzen so einen leichten Korpus hat - und dann zusammen mit den Singlecoils kann da wohl nicht so viel "Bauch" entstehen.
Gruß
uwe.s.

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Re: Fichte (oder Birke) für eine E-Gitarre

#31

Beitrag von bigherb » 17.01.2011, 08:38

Hi Uwe
Möchte keinen neuen Fred starten.....;-)
Hast recht, in der Tele sitzt dat Dingen ooch schräg. Aber durch den großen Brückenrahmen fällts halt nich so auf..Trotzdem hast du mich auf eine Idee gebracht was den Sustainblock betrifft. Was wäre denn wenn man nur direkt unter der Brücke einen Block setzt ? Die Pickupfläche der Fichten-Decke schwingt dann frei.....grübel......

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Re: Fichte (oder Birke) für eine E-Gitarre

#32

Beitrag von maxinferno » 17.01.2011, 09:32

bigherb hat geschrieben:Was wäre denn wenn man nur direkt unter der Brücke einen Block setzt ? Die Pickupfläche der Fichten-Decke schwingt dann frei.....grübel......
... aber wenn dann müsste doch auch der Steg schwingen können.Die Schwingung wird doch über den Steg auf den Korpus übertragen .Wird der Ton vom Tonabnehmer nicht über das veränderte elektromagnetische Feld erzeugt ? ;)

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Re: Fichte (oder Birke) für eine E-Gitarre

#33

Beitrag von bigherb » 17.01.2011, 10:42

Ein üblicher Sustainblock reicht vom Halsansatz bis unter die Brücke/Saitenhalter um ein Aufschwingen der Decke bei hohen Lautstärken zu verhindern. Eine Hohlkorpusgitarre im Stile der ES 330 klingt jedoch anders als eine Semiakustik. Meine Überlegung ist nun, nur die Brücke zu stützen und mit Decke und Boden zu verbinden. Dabei soll dann der Bereich der Decke wo die Tonabnehmer sitzen, frei schwingen können. Oder wird dieser "Kompromiss" nichts bringen ?

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Re: Fichte (oder Birke) für eine E-Gitarre

#34

Beitrag von maxinferno » 17.01.2011, 11:39

bigherb hat geschrieben:Ein üblicher Sustainblock reicht vom Halsansatz bis unter die Brücke/Saitenhalter um ein Aufschwingen der Decke bei hohen Lautstärken zu verhindern. Eine Hohlkorpusgitarre im Stile der ES 330 klingt jedoch anders als eine Semiakustik. Meine Überlegung ist nun, nur die Brücke zu stützen und mit Decke und Boden zu verbinden. Dabei soll dann der Bereich der Decke wo die Tonabnehmer sitzen, frei schwingen können. Oder wird dieser "Kompromiss" nichts bringen ?
hi bigherb,
mein Gedanke dabei war ,dass die Saitenschwingung durch die Schwingung des Steges auf die Decke übertragen wird und so die Luft im Inneren hin und her verschiebt.Bei meiner Archtop (nach Benedetto) trägt der frei schwingende Boden entscheidend zum Klang der Gitarre bei - so sagts Benedetto wenigstens.Ist deutlich an der Bewegung des Bodens zu spüren.
Deine Konstruktion würde diese Übertragung sozusagen kurzschließen.
Was das aber nun in der Praxis heißt - nächste Frage ;)

Grüsse Max

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Re: Fichte (oder Birke) für eine E-Gitarre

#35

Beitrag von 12stringbassman » 17.01.2011, 11:50

maxinferno hat geschrieben:... aber wenn dann müsste doch auch der Steg schwingen können.Die Schwingung wird doch über den Steg auf den Korpus übertragen .Wird der Ton vom Tonabnehmer nicht über das veränderte elektromagnetische Feld erzeugt ? ;)
Bei einer Semiakustik wird's interessant. Das ist ja so ein Mittelding ;)

Bei einer Brettgitarre sollte, zumindest nach der Zollner'schen Leseart, die Schwingsenergie möglichst nicht auf den Korpus übertragen werden. Dies wird durch eine möglichst verlustfreie Stegkonstruktion, steilen Saitenknickwinkel und kurzes Saitenendstück ermöglicht.

Bei einer reinen Akustikgitarre wird ein Teil der Schwingungsenergie über einen (leichten!) Steg auf die Korpusdecke übertragen und als Luftschall abgestrahlt.

Baut man jetzt in so ein Instrument magnetische Tonabnehmer ein, kommt es zur Interaktion des vom Verstärker abgestrahlten Schalles und dem Instrument. Mit Sustainblock weniger als ohne. Ob es was ausmacht, wenn der Bereich, auf dem die Tonabnehmer montiert sind, keinen Block darunter hat, wäre zu untersuchen.

Ein anderer Entwurf wäre der, dass man die gewölbte Decke zwischen Hals und Steg nicht aushöhlt, sondern unterseitig flach lässt und zusätzlich noch einen Klotz aufleimt, der aber nicht bis zum gewölbten und vollständig ausgehöhlten Boden reicht, so dass dieser frei schwingen kann. (Ein Archtop-Bauer macht das so, dessen Name und URL ist mir aber entfallen (think) )
Aber dann hätten wir den freischwingenden Boden und trotzdem einen Sustainblock.
"Denken ist wie googeln, nur krasser!"

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Re: Fichte (oder Birke) für eine E-Gitarre

#36

Beitrag von liz » 17.01.2011, 11:58

12stringbassman hat geschrieben:
Ein anderer Entwurf wäre der, dass man die gewölbte Decke zwischen Hals und Steg nicht aushöhlt, sondern unterseitig flach lässt und zusätzlich noch einen Klotz aufleimt, der aber nicht bis zum gewölbten und vollständig ausgehöhlten Boden reicht, so dass dieser frei schwingen kann. (Ein Archtop-Bauer macht das so, dessen Name und URL ist mir aber entfallen (think) )
Aber dann hätten wir den freischwingenden Boden und trotzdem einen Sustainblock.
Das hier war er: http://www.slamanguitars.com/moonchild.html

lg

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Re: Fichte (oder Birke) für eine E-Gitarre

#37

Beitrag von 12stringbassman » 17.01.2011, 12:06

Danke Gerhard! Genau den meinte ich. Mein Gedächtnis :roll: das Alter :roll:
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Re: Fichte (oder Birke) für eine E-Gitarre

#38

Beitrag von mehr_holz » 17.01.2011, 13:56

Deine Konstruktion würde diese Übertragung sozusagen kurzschließen.
Was das aber nun in der Praxis heißt - nächste Frage
Wie bei klassischen Streichinstrumenten. Stichwort Stimmstock. ;)

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Re: Fichte (oder Birke) für eine E-Gitarre

#39

Beitrag von maxinferno » 17.01.2011, 14:06

mehr_holz hat geschrieben:
Deine Konstruktion würde diese Übertragung sozusagen kurzschließen.
Was das aber nun in der Praxis heißt - nächste Frage
Wie bei klassischen Streichinstrumenten. Stichwort Stimmstock. ;)
....ist das nicht so ,dass Streichinstrumente mit einem Bogen gestrichen werden? Gestrichen klingts halt ohne Alma nicht . :D
Der Stimmstock ist kleiner und hat etwas ;) weniger Masse(Dämpfung).
Er setzt die Decke/Boden unter Spannung ,was wohl entscheidend an dem ganzen ist....

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Re: Fichte (oder Birke) für eine E-Gitarre

#40

Beitrag von 12stringbassman » 17.01.2011, 15:21

Hier habe ich nochwas interessantes gefunden von Daniel Slaman:
Daniel Slaman hat geschrieben:The Dual Thickness top on a thinline guitar
The top is left thick in the pickup area to reduce feedback
Bild
http://www.slamanguitars.com/thinline.html
"Denken ist wie googeln, nur krasser!"

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Re: Fichte (oder Birke) für eine E-Gitarre

#41

Beitrag von drebes » 17.01.2011, 15:30

Mir, als Unwissendem stellt sich da eine Frage:
Als Pickup ist da offensichlich nicht mehr als ein Humbucker in Halsposition vorgesehen.
In wie weit schränkt das die Verwendbarkeit für verschiedenen Musikstile ein - oder anders herum gefragt - für welchen Musikstil ist das Instrument dediziert?
THX
Mathias

Edith:
Mir stellt sich eh noch die Frage: MÜSSEN die PUs sichtbar verbaut werden?
Kann man die nicht auch unter einen homogenen Decke verstecken? (oder geben das die benötigten Abstände zu den Saiten nicht her)
Wenn es geht, dann könnte man doch, zumindest theoretisch, die PUs auch 'unsichtbar' von hinten verbauen und hätte somit mehr Gestaltungsfreiheit was die Vorderseite angeht.

Wie war das noch? Generationen von Handwerkern sagten: Das geht nicht. Dann kam einer der es nicht wusste und machte es einfach ;-)
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Re: Fichte (oder Birke) für eine E-Gitarre

#42

Beitrag von 12stringbassman » 17.01.2011, 15:49

Archtop-Gitarren werden oft auch "Jazz-Gitarren" genannt, da meist dieser Musikstil darauf gespielt wird. Hier ist oft ein dunkler, geschmeidiger Ton gefragt, daher haben vikele Modelle nur einen Halspickup.

Magnetische Tonabnehmer müssen nicht generell sichtbar verbaut werden. Holz oder Kunststoff zwischen Magnet und Saite beeinflussen die Übertragungsfunktion des Tonabnehmers nicht hörbar, höchstens psychologisch.

Einzig der gezwungengermaßen große Abstand zur Saite verringert das Übertragungsmaß der Tonabnehmer. Und bei einer Archtop müssen die Saiten einen größeren Abstand zur Decke haben, damit genug Druck auf den Steg kommt. Da geht's also nicht.

Bei hohlgebohrten Brettgitarren schaut das allerdings anders aus. Da könnte man so etwas schon machen. Allerdings wäre mMn der Spielkomfort nicht besonders, aufgrund des geringen Abstandes der Saiten zur Korpusoberfläche.
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Re: Fichte (oder Birke) für eine E-Gitarre

#43

Beitrag von drebes » 17.01.2011, 16:04

Ok - ich jetzt wieder als Nochnichtmalangefangenerlaie:

Ich habe ja schon gefragt, warum denn diese Supermagneten nicht gehen. Magnetfeld zu stark, war die Antwort.
IMO steigt doch bei gleicher Wicklungszahl die abgegebene Stromstärke (oder die Spannung?) mit der Stärke des Magnetfeldes.
Wenn ich nun also doch die Supermagneten nehme, 10' Wicklungen mit .056 Draht mache und das Ding weiter weg platziere (unter die Holzdecke)
Was passiert denn dann mit dem Ton? (Ich bilde mir mal nicht ein, dass er dadurch besser wird ;-) )
Aber wie genau verändert er sich dabei?
Kann da jemand einen 'educated guess' wagen?

THX
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Re: Fichte (oder Birke) für eine E-Gitarre

#44

Beitrag von 12stringbassman » 17.01.2011, 16:28

drebes hat geschrieben:IMO steigt doch bei gleicher Wicklungszahl die abgegebene Stromstärke (oder die Spannung?) mit der Stärke des Magnetfeldes.
Eben nicht ganz. Die Saiten geraten schnell in die Sättigung und dann geht selbst bei Monstermagneten nix mehr.

Bei großem Abstand und selbst bei starken Magneten dürfte der Fremdspannungsabstand recht klein werden. Außerdem würde die Apertur (also das megnetische Abnahmefenster) aufgrund des breiter werdenden Magnetfeldes groß werden und somit die obere Grenzfrequenz der Übertragungsfunktion sinken ==> klingt wahscheinlich dumpf und rauscht, brummt und brazzelt. Diese Behauptung ist aber nur in der Theorie aus meinem Kenntnisstand abgeleitet. Ausprobiert habe ich das nicht.
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Re: Fichte (oder Birke) für eine E-Gitarre

#45

Beitrag von multistring systems » 17.01.2011, 19:46

Ich habe ja schon gefragt, warum denn diese Supermagneten nicht gehen. Magnetfeld zu stark, war die Antwort.
quackelapapp! Ich nehm die für meine derzeitigen Projekte auch her...eben ein paar nummern kleiner (4x1mm und 3x1,5 ). Gehen tut das schon, warum denn auch nicht?
Bei großem Abstand und selbst bei starken Magneten dürfte der Fremdspannungsabstand recht klein werden.
und wie sähe es aus, wenn die Spule auf normalem Abstand bleibt, und nur das Magnetfeld "etwas distanziert" wird?
Außerdem würde die Apertur (also das megnetische Abnahmefenster) aufgrund des breiter werdenden Magnetfeldes groß werden
klär mich mal auf :oops: , ähm, ich dachte die Apertur wäre hauptsächlich abhängig von der Geometrie der Spule :?:

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wird der Gute Mann auch etwas konkreter, was den "steilen Saitenknickwinkel" angeht?


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Re: Fichte (oder Birke) für eine E-Gitarre

#46

Beitrag von 12stringbassman » 17.01.2011, 21:24

Elana, sorry, aber ich werde mich jetzt hier nicht so weit aus dem Fenster lehnen und die ganze Anhandlung detailgetreu nacherzählen. Bitte selber lesen ;) (Apertur: Kapitel 5.4.4, Saitenknickwinkel: Kapitel 7.5.2)

Was ich da oben schrieb ist nur wirres Gestammel, das ich mir mal eben so zusammengereimt habe :lol:
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Re: Fichte (oder Birke) für eine E-Gitarre

#47

Beitrag von bigherb » 17.01.2011, 21:48

Der geneigte Bastler wird beim Thema Neodym zuerst an baugleiche Modelle seiner bekannten Magnettypen denken. Da hat drebes schon recht. Ein Stratpickup mit 5x20mm Neodyms klingt einfach nur Scheiße, wenn ich das mal so salopp sagen darf. Ich habe mal einen solchen Experimental-Versuch gebaut und ihn so tief versenkt das er schon im Pickguard verschwunden war und trotzdem Stratitis......1mm Neodym-Scheibchen und darüber ein 18mm Weicheisen-Slug .....das wird gehen schätze ich. Aber warum dann nicht direkt ein üblicher Alnico oder Ferritmagnet ?

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Re: Fichte (oder Birke) für eine E-Gitarre

#48

Beitrag von 12stringbassman » 17.01.2011, 21:53

bigherb hat geschrieben:Ein Stratpickup mit 5x20mm Neodyms klingt einfach nur Scheiße, wenn ich das mal so salopp sagen darf. Ich habe mal einen solchen Experimental-Versuch gebaut und ihn so tief versenkt das er schon im Pickguard verschwunden war und trotzdem Stratitis......
Aufschlussreicher Versuch, der meine Bedenken bestätigt. Danke.
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Re: Fichte (oder Birke) für eine E-Gitarre

#49

Beitrag von multistring systems » 18.01.2011, 00:46

Aber warum dann nicht direkt ein üblicher Alnico oder Ferritmagnet ?
Bauhöhe wäre da bspw. ein Argument.
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Re: Fichte (oder Birke) für eine E-Gitarre

#50

Beitrag von bigherb » 18.01.2011, 07:27

jaaaaahhh......aber geht das denn mit den üblichen Materialien nicht ? Wo kann man solche Neodymscheiben denn bekommen ?

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