Die Gitarrenvermessung

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Yiti
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Re: Die Gitarrenvermessung

#51

Beitrag von Yiti » 03.05.2020, 19:25

... Apropos, ist das Zoll-system eigentlich identisch mit zumindest den imperialen Inches?
USA = „survey inch“ = 0,025400051 m (gilt ab 1866)
GB = “imperial inch” = 0,0254 m (gilt ab 1956)
... also praktisch gleich
(think)

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Re: Die Gitarrenvermessung

#52

Beitrag von atomicxmario » 05.05.2020, 11:29

Das Thema fasziniert mich.
Werd mich mal einlesen!
Gruß Mario

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Hello friend. Hello friend? That's lame. Maybe I should give you a name. But that's a slippery slope, you're only in my head, we have to remember that. Shit, this actually happened, I'm talking to an imaginary person.

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Re: Die Gitarrenvermessung

#53

Beitrag von Yiti » 05.06.2020, 14:54

Als ich Carlos Santana damals zum ersten Mal mit seiner Yamaha sah, verglich ich sie automatisch mit Gibson Les Paul.
Trotz des Bezeichnung "SG", kam mir die Form der Gibson SG im Zusammenhang mit Yamaha SG, nicht in den Sinn.
Erst gestern, als ich die Koordinatenzeichnung des Yamaha SG 1800 fertiggestellt habe, habe ich grafisch überprüft, dass beide SGs fast Zwillinge sind und die Les Paul nur eine "Cousine" ist. :idea:
Yamaha SG 1800
Yamaha SG 1800
Positionen und specs
Positionen und specs
rot = Gibson SG // schwarz = Yamaha SG
rot = Gibson SG // schwarz = Yamaha SG

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Re: Die Gitarrenvermessung

#54

Beitrag von Janis » 05.06.2020, 15:03

Hi Yiti,

ich wollt mal Danke sagen, für die Arbeit und die Akribie, mit der du die Gitarren vermisst.

DANKE! :)

Ich finde die Form der Yamaha SG viel schöner als die der Gibson!
Könnte dank dir auf der Liste der erbauenswerten Modelle landen 8)
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Jan

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Re: Die Gitarrenvermessung

#55

Beitrag von Yiti » 29.07.2020, 22:37

Hallo, mal wieder ...
... wenn wir die Konturen der MM Silhouette-Gitarre flüchtig mit der Kontur der MM J. Petrucci-Gitarre vergleichen, sehen wir keinen auffälligen Unterschied. Beim Vergleich im Koordinatensystem "Navigator" fallen die Unterschiede jedoch sofort auf und können nach Bedarf quantifiziert werden.
Erstens - rotfarbig MM J. Petrucci ist versetzt, schwarz gezeichnete MM Silhouette hat ein symmetrisches Gesäß.
Zweitens: Der linke Gürtelknopf bei Silhouette befindet sich direkt über dem Oktavbund.
Drittens - die Anzahl und Position der JP-Pickups = zwei, Silhouette = drei,
Viertens - die Cutaways, die Halstasche und der untere Horn haben einen deutlichen und unterschiedlichen Versatz
Doch unterschiedlich
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Re: Die Gitarrenvermessung

#56

Beitrag von Yiti » 30.09.2020, 14:41

Hallo Leute,
bis jetzt schaffe ich es, zwischen Covids im Zickzack zu laufen 8)
Leider habe ich noch nicht einmal die Hälfte des Betrags erhalten, den ich dem Buchverlag für den Verkauf meines Buches zahlen musste. Vielleicht finden diejenigen, die nach Grundplänen für die Formen von Gitarren und Bassgitarren mit Abmessungen und Positionen von Details suchen, hier etwas Nützliches oder erhalten zumindest einen schnellen Überblick über die Unterschiede in den Formen. Die Zeichnungen können leicht auf eine Größe von 1: 1 vergrößert werden (wir messen genau die Kachelgröße der Zeichnung im Buch = ca. 30 mm, dann beträgt der Vergrößerungsfaktor 100 mm: 30 mm = 3,333).
Im Buch sind zwanzig Rasterzeichnungen der beliebtesten Arten von Gitarrenkörpern:
Kachel-Diagramme Guitarbodies
Kachel-Diagramme Guitarbodies
Auch Gitarrenköpfe (21 Zeichnungen) und Bassgitarrenkörper (9 Zeichnungen) mit Koordinatentabellen und Hauptparametern.
J.J. (think)
Maß nehmen :!:
Maß geben :idea:

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Re: Die Gitarrenvermessung

#57

Beitrag von papillon » 23.10.2020, 23:14

Hallo zusammen,

beim Maß nehmen und die gewonnene Maße dann verwenden, geht‘s erst mal darum, welche Maße man auf welche Art exakt abnehmen kann. Dann kommt es drauf an, wie sich diese Maße verlässlich reproduzieren lassen. Wenn ich mir dann überlege, wie man an einem fertigen Objekt, wie beispielsweise an einer Gitarre, Polarkoordinaten abnehmen will, tut sich vor mir eine Mauer auf.

Als Handwerker mit Praxisbezug und im späteren Berufsleben für den Aufbau und laufenden Aktualisierung einer digitalen Leitungsdokumentation zuständig, mit entsprechenden Erfahrungen im Nehmen von Maßen und deren Umsetzen ins CAD, finde ich Eure Überlegungen irgendwie recht spannend. Ob das in der Praxis jemals was bringen kann, dazu will ich lieber keine Meinung abgeben. Aber ich erzähle euch, wie ich es machen würde:

Als Beispiel verwende hier den Entwurf meiner neuen Gitarre. Auf die Abbildung von Hals und Kopfplatte verzichte ich dabei. Zur Weitergabe genügen gut eine Handvoll Maße, wie die drei Korpusbreiten, die Korpuslänge, die Gesamtlänge, Mensurlänge und die Stegposition. Dann wird über alles ein Raster gelegt, in meinem Beispiel 50 x50 mm. Kann natürlich auch enger sein. Damit sollte jeder, der eine Gitarre bauen will, klar kommen, egal ob digital oder auf dem Reißbrett nachgezeichnet.

Gegenüber der ersten Veröffentlichung im Forum habe ich die Kopupsform etwas abgeändert. Die erste Variante erinnerte mich zu viel an eine Westerngitarre.
Entstanden ist diese Form mit Hilfe eines passenden Bildes aus dem Internet. Erst habe ich das Bild nach Augenmaß mit einem Grafikprogramm entzerrt und dann ins CAD gezogen. Dort wurde das Bild auf die passende Größe skaliert. Die Korpusumrisse zeichnete ich als Spline nach, wandelte den zur Polylinie und kombinierte das Ergebnis mit der Erstkonstruktion. Danach war einiges noch nicht wirklich rund, also nochmals einen Spline über eine Hälfte gelegt, zur Polylinie umgewandelt und gespiegelt. Zugegeben, über die Form lässt sich streiten, aber die Rundungen, die sind perfekt…

Klarerweise ließen sich von diesem Plan auch Polarkoordinaten oder XY abnehmen und in eine Tabelle übertragen. Aber wo soll der praktische Nutzen sein?

Trotzdem noch viel Spaß bei der Geschichte und Grüße
Heinz
Gitarre-Raster.jpg
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Re: Die Gitarrenvermessung

#58

Beitrag von Rallinger » 24.10.2020, 07:13

Wenn ich es richtig verstanden habe ist der praktische Nutzen dass du zwei Instrumente 1:1 vergleichen kannst. Hilfreich, wenn man z.B einen Hybrid zwischen Paula und PRS bauen will.
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Re: Die Gitarrenvermessung

#59

Beitrag von Yiti » 24.10.2020, 22:14

Hallo Heinz,
danke für die konstruktive kritik, das habe ich hier schon lange vermisst (think)
..... beim Maß nehmen und die gewonnene Maße dann verwenden, geht‘s erst mal darum, welche Maße man auf welche Art exakt abnehmen kann. Dann kommt es drauf an, wie sich diese Maße verlässlich reproduzieren lassen.
Mein Ziel ist es, so wenig Punkte wie möglich zu messen, die das Gitarrenmodell identifizieren. Unabhängig von der Farbe der Oberfläche, der Art des Materials und der Herkunft der Hardware.
Der Begriff "exakt" muss also nicht ganz wörtlich genommen werden.
Wenn ich mir dann überlege, wie man an einem fertigen Objekt, wie beispielsweise an einer Gitarre, Polarkoordinaten abnehmen will, tut sich vor mir eine Mauer auf.
Ja, eine praktische und ausreichend genaue Messung in einem Polarkoordinatensystem würde zumindest einen digitalen Winkelmesser und, wenn möglich, einen Laser zum Scannen erfordern. Es war nur meine Idee, die ich nicht weiterentwickle.
… finde ich Eure Überlegungen irgendwie recht spannend. Ob das in der Praxis jemals was bringen kann, dazu will ich lieber keine Meinung abgeben.
Ja, vielleicht ist ein kartesisches System mit negativen Zahlen und Null unter der Brücke auf den ersten Blick komplizierter als das Zeichnen nach Gittermethode mit ausschließlich positiven Zahlen („grid method"). Warum praxisfremd, wenn in jedem CAD die Basis ein kartesisches System mit Plus-Minus-Koordinatenwerten ist?
Als Beispiel verwende hier den Entwurf meiner neuen Gitarre. Auf die Abbildung von Hals und Kopfplatte verzichte ich dabei. Zur Weitergabe genügen gut eine Handvoll Maße, wie die drei Korpusbreiten, die Korpuslänge, die Gesamtlänge, Mensurlänge und die Stegposition. Dann wird über alles ein Raster gelegt, in meinem Beispiel 50 x50 mm. Kann natürlich auch enger sein. Damit sollte jeder, der eine Gitarre bauen will, klar kommen, egal ob digital oder auf dem Reißbrett nachgezeichnet.
Okay, aber dieser Korpus ist in Längsrichtung symmetrisch. Für einen versetzten Körper sind aber noch weitere zusätzliche Parameter erforderlich.
Offset Bodies
Offset Bodies
Offset WMZ Bodies
Offset WMZ Bodies
Klarerweise ließen sich von diesem Plan auch Polarkoordinaten oder XY abnehmen und in eine Tabelle übertragen. Aber wo soll der praktische Nutzen sein?
Zum Beispiel kann man die Identität eines Gitarrentypes nur tabelarisch in Zahlenwerten für XYZ dokumentieren. Ganz ohne Bild bzw. Zeichnung.
Rallinger hat geschrieben:
24.10.2020, 07:13
Wenn ich es richtig verstanden habe ist der praktische Nutzen dass du zwei Instrumente 1:1 vergleichen kannst. Hilfreich, wenn man z.B einen Hybrid zwischen Paula und PRS bauen will.
(clap3) ... und nicht nur das ;)
Vielen Dank Euch beiden :!:
J.J.

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Re: Die Gitarrenvermessung

#60

Beitrag von Yiti » 26.10.2020, 21:56

Hallo Heinz,
ich habe mir erlaubt, die Entwurf-Konturen mit der ES 335 Kontrollpunkten in meinem Dezimeter-Kachelsystem zu vergleichen. Man sieht schon einige Unterschiede, die Gesamtgröße ist ziemlich ähnlich. Der 2-Oktaven Griffbrett ohne cutaway :?:
Papillon-CPs-TPs.jpg
Papillon-Tab-ES-335.jpg
ES-335-Tiles-Dg.jpg

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Re: Die Gitarrenvermessung

#61

Beitrag von Yiti » 28.10.2020, 22:06

Rallinger hat geschrieben:
24.10.2020, 07:13
Wenn ich es richtig verstanden habe ist der praktische Nutzen dass du zwei Instrumente 1:1 vergleichen kannst. Hilfreich, wenn man z.B einen Hybrid zwischen Paula und PRS bauen will.
Konturen von beiden übereinander (PRS = schwarz, LP = rot)
PRS black // LP red
PRS black // LP red
Nach einer kleinen Korrektur im Kachel # 17 sieht es verdaulich aus (think)
Hybrid  blue
Hybrid blue

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