Welche Mensur bzw. Saiten für eine Oktavierte Ukulele

Sonstige Saiteninstrumente wie Ukulelen, Mandolinen ... auch elektrische

Moderator: jhg

Antworten
Piiit
Neues Mitglied
Beiträge: 6
Registriert: 27.02.2022, 13:17
Hat sich bedankt: 4 Mal
Danksagung erhalten: 0

Welche Mensur bzw. Saiten für eine Oktavierte Ukulele

#1

Beitrag von Piiit » 01.03.2022, 12:54

Hallo,

ich plane ein neues Instrument zu bauen. Gestimmt wie eine Ukulele, lediglich eine Oktave tiefer, damit der Tonumfang etwas reichhaltiger wird. Allerdings habe ich bis jetzt noch nicht die optimale Lösung gefunden. Hier meine bisherigen Überlegungen:
fretboard-notes-guitaruke.png
Wenn ich von einer normalen Gitarrenmensur von 65cm auf 57cm kürze, kann ich die tieferen vier Saiten einer Gitarre nehmen und E > G, A > C, D > E, G > A stimmen (blaue Markierung auf dem Bild). Das liegt alles relativ nah beieinander, verglichen mit einer Sopranukulele ist das G(4) damit aber um ganze 2 Oktaven zu G(2) gesunken. Natürlich gibt es auch noch die hohe E Saite der Gitarre, die gänzlich unoktaviert bei G(4) verbleiben würde.
Es fehlt also in dieser Konstellation das G(3).

Eine weitere Option ist natürlich auch bei einer ~45cm Mensur unter verwendung der 4 hohen Saiten eine normale Guitarlele zu bauen (dunkelgrüne Markierung). Damit ist aber keine Oktavierung passiert.

Ansonsten wäre noch die Möglichkeit bei A > C und D > E zu bleiben, allerdings G > G und A > A zu machen. (Orange) Damit sind alle Saiten richtig oktaviert, allerdings mit einem starken Spannungsunterschied zwischen den Saiten.

Zudem bleiben immer 2 Gitarrensaiten übrig. Hat jemand noch andere Ideen, wie ich eine Ukulele eine Oktave runterbringen könnte? Welche Saiten ich nutze und die Mensur sind frei variierbar. Lediglich die Stimmung möchte ich so haben.

Danke für jeden Tipp!

Grüße, Piiit :)

Benutzeravatar
jonneck
Ober-Fräser
Beiträge: 789
Registriert: 23.03.2020, 09:35
Hat sich bedankt: 76 Mal
Danksagung erhalten: 150 Mal

Re: Welche Mensur bzw. Saiten für eine Oktavierte Ukulele

#2

Beitrag von jonneck » 01.03.2022, 16:18

Wenn Du das Ding eine Oktave tiefer als die (Sopran?)-Ukulele haben möchtest - warum nicht einfach Mensur-Sopran-Uke mal zwei?

Oder bin ich zu schlicht gestrickt?
Folgende Benutzer bedankten sich beim Autor jonneck für den Beitrag:
Piiit
Gruß

Frank

Handwerk ist Pfusch, aber gut gemachter Pfusch gereicht zur Ehre...…

Benutzeravatar
capricky
Moderator
Beiträge: 11451
Registriert: 23.04.2010, 13:43
Wohnort: In Karl seinem Adlernest
Hat sich bedankt: 706 Mal
Danksagung erhalten: 1224 Mal

Re: Welche Mensur bzw. Saiten für eine Oktavierte Ukulele

#3

Beitrag von capricky » 01.03.2022, 16:21

Probier doch das alles einfach mal mit einem Kapodaster an einer Gitarre!

capricky
Folgende Benutzer bedankten sich beim Autor capricky für den Beitrag:
Piiit

Piiit
Neues Mitglied
Beiträge: 6
Registriert: 27.02.2022, 13:17
Hat sich bedankt: 4 Mal
Danksagung erhalten: 0

Re: Welche Mensur bzw. Saiten für eine Oktavierte Ukulele

#4

Beitrag von Piiit » 01.03.2022, 21:19

Danke erstmal für eure Antworten :)
jonneck hat geschrieben:
01.03.2022, 16:18
Wenn Du das Ding eine Oktave tiefer als die (Sopran?)-Ukulele haben möchtest - warum nicht einfach Mensur-Sopran-Uke mal zwei?
Das wären ~70cm und damit etwas länger als eine Gitarre. Soweit kein Problem, bleibt nur die Frage, was für Saiten kommen da dann drauf?
Wenn ich Ukulelensaiten als Meterware hätte, könnte das tatsächlich funktionieren :D
Ob Sopran oder nicht spielt tatsächlich keine Rolle, weil von Sopranino bis Tenor alles in der gleichen Oktave bleibt.
capricky hat geschrieben:
01.03.2022, 16:21
Probier doch das alles einfach mal mit einem Kapodaster an einer Gitarre!
Die erste Konstellation habe ich bereits mit Kapo ausprobiert und fand sie etwas zu bassig.
Die zweite habe vor geraumer Zeit auch schon mal mit Kapo ausprobiert, bin aber nach den Erfahrungen etwas vorsichtig geworden aus Kapostellungen auf die Mensur rückzuschließen. (--> mein erster Eintrag: https://www.gitarrebassbau.de/viewtopic ... 12&t=10353)
Die dritte Möglichkeit habe ich tatsächlich schon zweimal so gebaut. Funktioniert auch, allerdings mit dem Problem der unterschiedlichen Spannungen. Ich hoffe noch auf eine bessere Lösung, bevor ich ein weiteres semioptimales Instrument kreiere.
Aber du hast recht, evt sollte ich nochmal mit nem alten Saitensatz etwas wildere Experimente anstellen.

Benutzeravatar
capricky
Moderator
Beiträge: 11451
Registriert: 23.04.2010, 13:43
Wohnort: In Karl seinem Adlernest
Hat sich bedankt: 706 Mal
Danksagung erhalten: 1224 Mal

Re: Welche Mensur bzw. Saiten für eine Oktavierte Ukulele

#5

Beitrag von capricky » 02.03.2022, 10:23

Es muss mit Kapodaster und auch normalen Gitarrensaiten funktionieren. Wenn nicht, liegt es nicht am Kapodaster und auch nicht an den Saiten! ;)

capricky

Benutzeravatar
glambfmbasdler
Ober-Fräser
Beiträge: 995
Registriert: 04.05.2018, 18:03
Wohnort: Röttenbach
Hat sich bedankt: 506 Mal
Danksagung erhalten: 265 Mal
Kontaktdaten:

Re: Welche Mensur bzw. Saiten für eine Oktavierte Ukulele

#6

Beitrag von glambfmbasdler » 02.03.2022, 16:13

Für eine Oktav-Sopran würde ich eine Mensur von 540mm (entspricht 3. Bund bei einer Referenzmensur von 642 mm) mit normalen Gitarrensaiten E A D G (wie du oben schon geschrieben hast) verwenden.
Wenn du eine Referenzmensur von 650 hernimmst, wäre die Ukulelen-Mensur dann 547 mm mit denselben Saiten.

Das muss funktionieren.

Ich experimentiere auch gern mit verschiedenen Mensuren und hab meinen Mensur-Rechner diesbezüglich optimiert, damit ich nicht immer auf dem Griffbrett rummessen und schätzen muss - s. Spalte "Mensur relativ" in den Bildern
Mensur650.jpg
.

Mensur642.jpg
Folgende Benutzer bedankten sich beim Autor glambfmbasdler für den Beitrag:
Piiit
Grüße
Edi

Web: Neues vom Glambfmbasdler
Netzwerk: Mastodon

Piiit
Neues Mitglied
Beiträge: 6
Registriert: 27.02.2022, 13:17
Hat sich bedankt: 4 Mal
Danksagung erhalten: 0

Re: Welche Mensur bzw. Saiten für eine Oktavierte Ukulele

#7

Beitrag von Piiit » 05.04.2022, 22:25

Danke nochmal für all die Vorschläge.

Am Ende habe ich eine Mensur von 52cm gewählt. 54,7cm hätten auch funktioniert, aber da waren die Saiten schon relativ straff und irgendwie hab ich mittlerweile n leichtes Saitenrisstrauma ;)

Die G Saite ist im Vergleich zur normalen Uke Stimmung 2 Oktaven tiefer. Hab mich zwar mittlerweile an die Basslastigkeit gewöhnt, nachdem ich jedoch festgestellt habe, dass Einzelsaiten nicht zwingen teurer sein müssen, werde ich mir meine "Saitenpacks" einfach selber zusammen stellen und die Gitarren G Saite je doppelt bestellen für Uke G und Uke A.

Antworten

Zurück zu „Sonstige Saiteninstrumente“

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 1 Gast