Bauthread: Archtop im Stil "Pagelli Massari"

Wie baue ich mir eine Semiakustische- oder Archtopgitarre

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Re: Bauthread: Archtop im Stil "Pagelli Massari"

#501

Beitrag von bea » 13.07.2018, 10:40

MiLe hat geschrieben:
13.07.2018, 06:57
bea hat geschrieben:
13.07.2018, 00:55
Ach du Ärmster. Mein Mitglied wird Dir ewig hinterherschleichen...
?????? (think) :lol:
... und Dich deshalb nie erreichen ...
LG

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Re: Bauthread: Archtop im Stil "Pagelli Massari"

#502

Beitrag von ugrosche » 22.07.2018, 22:30

liz hat geschrieben:
13.07.2018, 09:31
Wenn's verbrannt riecht, ist dein Sägeblatt wahrscheinlich stumpf!
Da hat der Meister mal wieder recht. Das neue, scharfe Sägeband war noch gar nicht drauf ...

Trotz Haralds aufopferndem Angebot habe ich den Urlaub selber durchgestanden.
An der Gitarre hat sich in der Woche nichts verzogen oder verbogen. Also heute wieder abgebaut und ein paar Schichten Schellack drauf. Wenn es morgen keinen Durchschliff gibt, höre ich auf und schleife/poliere nur noch. Mit den streichholzbriefchen-großen MicroMesh Pads ist das etwas langweilig. Ich habe mir jetzt die größeren Pads bestellt, da ich mit den Pads im Allgemeinen besser zurecht komme, als erwartet.

Das Vorbohren der Schraublöcher für das Schlagbrettchen hätte ich schon vorher erledigen sollen, jetzt habe ich einen ungünstigen Winkel. Da komme ich mit Akkuschrauber nicht dran. Mein Sohn hat vom Modellbau so einen Bohrer, den man mit den Fingern bedient, der hilft hier.

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Re: Bauthread: Archtop im Stil "Pagelli Massari"

#503

Beitrag von ugrosche » 27.07.2018, 13:40

Ist schon etwas ernüchternd: In der Zeit, in der ich zwei Schelllackschichten aufbringe, bauen die Meister mal eben 'ne komplette Archtop. Beruhigend ist nur, dass viele Zwischenschritte ähnlich wie bei mir aussehen, dann habe ich wohl nicht so viel falsch gemacht.

Der alternative Pflock mit dem Ahornstreifen gefällt mir nicht mehr. Die Ahornlinie fluchtet nicht mit dem mittigen Trennfurnier auf dem Boden, das sieht nicht gut aus. Also habe ich den anderen fertig geschliffen und geölt. Nach dem Ölen sieht man die angeklebten Splitter kaum noch (Am Kopf von dem Haribo-Teufelchen).
Beim Schellack geht es mit Schleifen und Polieren langsam weiter, aber ich sehe immer nur noch die ungleichmäßigen und schlecht vorgearbeiteten Stellen. Damit ich mich nicht ständig weiter ärgere, machen ich den Sack jetzt zu. Der Glanzgrad sieht schräg ganz gut aus, bei Frontalbetrachtung eher "naja, ganz nett". Da ginge sicher nochwas mit viel Schleifen und Polieren oder echter, professioneller Schellackpolitur. Aber bei Schellack kann ich ja später noch weitermachen, falls ich mich so richtig mit ihr anfreunde.
Jetzt kommt Elektrik und der einteilige Steg, also Endspurt.

Übrigens habe ich inzwischen kein schlechtes Gewissen mehr wegen des Palisanderbindings:
:D

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Re: Bauthread: Archtop im Stil "Pagelli Massari"

#504

Beitrag von DoppelM » 27.07.2018, 15:42

Ich find das finish wunderschön!! Wie viele schichten sind das nu?
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Re: Bauthread: Archtop im Stil "Pagelli Massari"

#505

Beitrag von ugrosche » 28.07.2018, 15:37

DoppelM hat geschrieben:
27.07.2018, 15:42
Ich find das finish wunderschön!! Wie viele schichten sind das nu?
Ich hätte wohl mal eine Strichliste machen sollen. :D
Am Korpus habe ich durch die Nut für den Pflock 4 Flächen: Decke, Zarge rechts, Boden, Zarge links. Da der Schellack schnell trocknet, konnte ich so durchgehend mehrere Schichten in Fließbandarbeit aufbringen. Ich schätze, dass es so 25-30 Schichten auf Decke und Boden sind, an den Zargen etwas weniger. Der Hals war scheller glatt und im gefälligen Farbton, da werden es 10-15 Schichten sein.

Die Farbe gefällt mir auch, nur habe ich es nicht gleichmäßig hinbekommen:
Das sind keine Reflexionen, das sieht so fleckig aus. Der Boden ist noch schlimmer:
Dort wo die Hohlkehle wieder in die Steigung geht, gibt es helle Stellen. Wenn ich weitermache, würde ich darauf selektiv ein paarmal Scelllack aufpolieren und die dunkleren Stellen mit Schleifpads bearbeiten.
Da ich mit dem Ballen nicht in die Ecken komme, ist es hier heller. Ich habe versucht, Schellack dort aufzupinseln. Wird aber uneben und es gibt dunklere Stellen am Übergang. Über dem Soundport sieht man auch eine helle Stelle vom Ausschleifen eines Lackläüfers.
Insgesamt noch nicht der Burner, aber ich mag die Schellackoptik auf dem Holz. Jetzt verstehe ich, warum ihr davon schwärmt. Danke, dass ihr mich vom 2K Lack abgebracht habt.

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Re: Bauthread: Archtop im Stil "Pagelli Massari"

#506

Beitrag von DoppelM » 28.07.2018, 16:29

Ich denke ein nicht 100% gleichmäßiger auftrag bei gewölbten Formen ist bei dem Finish normal, finde das auch nicht schlimm sondern schön, das bringt leben und erinnert an alte Streichinstrumente - es gab da mal von Höfner eine New President die aussah wie ein Cello, ganz toll :)
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Re: Bauthread: Archtop im Stil "Pagelli Massari"

#507

Beitrag von ugrosche » 30.07.2018, 10:31

DoppelM hat geschrieben:
28.07.2018, 16:29
Ich denke ein nicht 100% gleichmäßiger auftrag bei gewölbten Formen ist bei dem Finish normal, finde das auch nicht schlimm sondern schön, das bringt leben und erinnert an alte Streichinstrumente - es gab da mal von Höfner eine New President die aussah wie ein Cello, ganz toll :)
Am Wochenende war ich zufällig in einer "Espresso Oper". Das ist bei uns im Ort eine kostenlose Open Air Oper in Kurzfassung im Stadtpark. Ganz nett, wenn man nicht so direkt auf Oper steht. Dort habe ich u.a. ein Cello gesehen, dass auch recht unregelmäßigen Schellack hatte. Müssen hochwertig Instrumente sein, da die vier Streicher einen eigenen Pavillion bekommen haben, um die Instrumente vor der Sonne zu schützen.
Kurz: Ich finde mich mit der Farbe ab und denke mir, dass muss so.

Am Wochende wurde gelötet. Keine Lötskulpturen á la Urs, sondern rein zweckmäßig:
Für die Saitenerdung habe ich Löcher im Blech des Saitenhalters vorgesehen, da konnte ich eine Litze durchfummeln.
Für irgendwas hatte ich mal eine Pappschablone gemacht, die konnte ich jetzt als Schutz auf dem Korpus befestigen.
Ziemliche Fummelei, bis die Drähte mal durch das F-Loch kamen. Kann mir gar nicht mehr vorstellen, das ich mal ein Buddelschiff gebaut habe :lol:
Auf das dicke weiße Kabel stecke ich die Buchse auf und fädele sie zurück, rechts sieht man schon die Mutter aufgereiht.
Es gab Kratzer und Löt-Spritzer, der Schutz war sinnvoll.
So sieht es dann von der Seite aus:
Viel Platz ist nicht, ich musste die Polschrauben etwas hochdrehen, sonst stehen sie auf der Decke auf.
Den Pflock wollte ich nicht leimen, aber nur Stecken ist mir zu riskant. Ich habe einen Gurtpin mit Schraube draufgesetzt, das schützt auch den Saitenhalter, wenn die Gitarre mal ohne Ständer abgestellt wird.
So sieht das mit dem verstellbaren "Übergangssteg" aktuell aus:
Gestern habe ich mal länger drauf gespielt: Die Armauflage ist ein echter Komfortgewinn, würde ich wieder machen. Die Schräge am Cutaway ist für mich gar nicht soo wichtig, da ich in diesen Lagen eher selten unterwegs bin.
Jetzt kommt "nur" noch ein neuer Steg ...

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Re: Bauthread: Archtop im Stil "Pagelli Massari"

#508

Beitrag von hatta » 30.07.2018, 10:58

Sehr schön :)
Gruß
Harald

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Re: Bauthread: Archtop im Stil "Pagelli Massari"

#509

Beitrag von bea » 30.07.2018, 11:13

edel. Und wie klingt sie?
LG

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Re: Bauthread: Archtop im Stil "Pagelli Massari"

#510

Beitrag von Yaman » 30.07.2018, 11:22

Die sieht sehr gut aus. Der Klang interessiert mich auch.

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Re: Bauthread: Archtop im Stil "Pagelli Massari"

#511

Beitrag von Poldi » 30.07.2018, 11:33

Ich find die auch sehr edel.

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Re: Bauthread: Archtop im Stil "Pagelli Massari"

#512

Beitrag von thoto » 30.07.2018, 11:42

Sieht cool aus!
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Re: Bauthread: Archtop im Stil "Pagelli Massari"

#513

Beitrag von ugrosche » 30.07.2018, 12:18

bea hat geschrieben:
30.07.2018, 11:13
edel. Und wie klingt sie?
Yaman hat geschrieben:
30.07.2018, 11:22
Die sieht sehr gut aus. Der Klang interessiert mich auch.
Mit dem Klang bin ich zufrieden. Ein bischen leiser als eine Steelstring und etwas "holziger" (oder knochiger, trockener). Aber insgesamt ziemlich akustisch, werde ich auch gerne unverstärkt spielen. Ich denke, mit der geplanten Brücke wird sich das klanglich noch etwas verschieben. Und der Test mit verschlossenem Soundport steht auch noch aus. Am Amp klingt sie wunderbar, soweit ich das mit den provisorischen Bronze-Saiten überhaupt beurteilen kann. Wenn ich bald die finale Brücke drauf habe, lass ich mal jemand für Soundsamples drauf rumklimpern, die kommen dann später mit in die Galerie. Im letzten Jahr habe ich viel mehr Zeit auf Bauen statt Spielen verwendet, deshalb möchte ich mein mit Handy aufgenommenes Geklimper niemandem zumuten :D

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Re: Bauthread: Archtop im Stil "Pagelli Massari"

#514

Beitrag von frizzle » 30.07.2018, 12:54

Sehr schön geworden!
VG
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Re: Bauthread: Archtop im Stil "Pagelli Massari"

#515

Beitrag von DoppelM » 30.07.2018, 13:20

Ja, echt schön!

(Celli haben übrigens oft Öllacke, selten Schellack. Die unregelmäßige Optik durch Handauftrag bleibt aber :)
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Re: Bauthread: Archtop im Stil "Pagelli Massari"

#516

Beitrag von AsturHero » 30.07.2018, 18:11

sehr schick und edel..und was lange währt, wird endlich gut!!!!!!...vor 6 Monaten sah das noch alles sehr duster aus und ob wir das Ende jemals zu Gersicht bekämen stand auch noch in den Sternen......SUper das du durchgehalten hast und nun nach einem Jahr dieses tolle Instrument so gut wie fertig hast... freue mich schon auf die Galerie-Bilder (clap3) (clap3) (clap3)
lg Antonio

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Re: Bauthread: Archtop im Stil "Pagelli Massari"

#517

Beitrag von ugrosche » 03.08.2018, 11:04

... weiter geht es am Steg (dachte ich)
Zuerst muss die Nut für die Stegeinlage in das Klötzchen. Dazu habe ich den Fräsaufbau wie bei den Kanälen für Randeinlage genutzt:
Ich habe immer einen Höllenrespekt vor allen Fräsarbeiten, da bei mir oft dabei was schiefgeht.
Hier ist das Ergebnis auch ernüchternd:
So geht's also nicht. :?
Beim nächsten Mal in der Werkstatt versuche ich Plan B: Den Schlitz säge ich durch und weite ihn auf Breite der Einlage. An den Enden leime ich kleine Stückchen ein. Mit etwas Glück müsste das Material noch reichen, wenn ich den Klotz umdrehe.
So zumindest der Plan .... (think)

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Re: Bauthread: Archtop im Stil "Pagelli Massari"

#518

Beitrag von Yaman » 03.08.2018, 11:43

ugrosche hat geschrieben:
03.08.2018, 11:04
Ich habe immer einen Höllenrespekt vor allen Fräsarbeiten, da bei mir oft dabei was schiefgeht.
Hier ist das Ergebnis auch ernüchternd:
Ich habe den gleichen Fehler letztes Mal beim Fräsen des Halsstabs gemacht. Der Anschlag ist auf der falschen Seite gewesen.
https://gitarrebassbau.de/viewtopic.php ... 99#p126899

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Re: Bauthread: Archtop im Stil "Pagelli Massari"

#519

Beitrag von ugrosche » 03.08.2018, 11:54

Yaman hat geschrieben:
03.08.2018, 11:43
... Der Anschlag ist auf der falschen Seite gewesen.
https://gitarrebassbau.de/viewtopic.php ... 99#p126899
Wieder was gelernt. Hätte ich nicht gedacht.
Da rächte es sich, dass ich das Thema in deinem Thread nur mal überflogen hatte ...

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Re: Bauthread: Archtop im Stil "Pagelli Massari"

#520

Beitrag von wasduwolle » 03.08.2018, 15:32

Der Wabeco Pin Router ist für mich das Mittel, um Fräsarbeiten kontrollierbarer und beherrschbarer zu machen, kann ich nur anraten. Und klar, auch da kann noch was schief gehen
Für solche Arbeiten ist der Kreuztisch dazu optimal, aber ohne geht auch, der Ausleger hat ausreichend Verfahrweg
Grüsse
Wasduwolle

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Re: Bauthread: Archtop im Stil "Pagelli Massari"

#521

Beitrag von liz » 03.08.2018, 16:44

Der Aufbau ist für so eine Aufgabe halt wirklich suboptimal, wenn nicht sogar völlig ungeeignet. Wie tauchst du ins Material ein? Die Frästiefe sieht auch etwas zu viel aus.
Du hast es zwar sicher schon gesehen, aber ich zeige hier nochmal wie ich das mache. Den Stegrohling sicher eingespannt, ein Anschlag, der Dremel mit einem scharfen, kleineren! Fräser als die Schlitzbreite und in mehreren Durchgängen gefräst. So bleibt das sicher und kontrollierbar.

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Re: Bauthread: Archtop im Stil "Pagelli Massari"

#522

Beitrag von bea » 03.08.2018, 20:56

Weiß eigentlich jemand, wie die Fertigungstechnik aus vor-elektrischer Zeit geht?
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Re: Bauthread: Archtop im Stil "Pagelli Massari"

#523

Beitrag von liz » 04.08.2018, 11:04

bea hat geschrieben:
03.08.2018, 20:56
Weiß eigentlich jemand, wie die Fertigungstechnik aus vor-elektrischer Zeit geht?
Mal abgesehen davon, dass es Archtops erst seit Anfang des 20. Jahrhunderts gibt: Zwei Schnitte links und rechts, und mit einem Stemmeisen den Span ausgehoben. Grundsätzlich denke ich aber, dass Stege früher anders gebaut wurden - je nach verwendetem Saitenmaterial. Bei Darmsaiten genügt es ja völlig, die Saite über eine Ahornkante laufen zu lassen (siehe Streicher). Bei Metallsaiten wurde häufig ein Bunddraht in den Steg als Stegeinlage eingesetzt. Oder der Steg wurde eben, wie es heute auch noch üblich ist, aus Palisander oder Ebenholz gebaut.

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Re: Bauthread: Archtop im Stil "Pagelli Massari"

#524

Beitrag von bea » 04.08.2018, 11:31

So hab ich es bisher ja auch gemacht; ich finde es nur schwer, das richtig sauber hinzubekommen. Die Schnitte müssen ja exakt gleich tief werden, damit man den Boden genau ausstechen kann - und genau das ist für den Klang wichtig.

Mit den einfachen Kanten im Hartholz klingt ein Instrument allerdings anders. Weniger Höhen, weniger Sustain. Das kann gut sein (elektrisch gespielte Archtop...), muss es aber nicht. Bei meiner V habe ich allein deshalb die Knocheneinlage nachgerüstet.
LG

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Re: Bauthread: Archtop im Stil "Pagelli Massari"

#525

Beitrag von ugrosche » 04.08.2018, 17:33

wasduwolle hat geschrieben:
03.08.2018, 15:32
Der Wabeco Pin Router ist für mich das Mittel, um Fräsarbeiten kontrollierbarer und beherrschbarer zu machen, kann ich nur anraten. Und klar, auch da kann noch was schief gehen
Für solche Arbeiten ist der Kreuztisch dazu optimal, aber ohne geht auch, der Ausleger hat ausreichend Verfahrweg
Grüsse
Wasduwolle
Ja, passender Bohrständer mit Kreuztisch wäre schon cool. Das ist die Luxusvariante, von der ich träume. Aber ich mache so wenig damit, dass sich das (noch) nicht lohnt.
liz hat geschrieben:
03.08.2018, 16:44
Der Aufbau ist für so eine Aufgabe halt wirklich suboptimal, wenn nicht sogar völlig ungeeignet. Wie tauchst du ins Material ein? Die Frästiefe sieht auch etwas zu viel aus.
Du hast es zwar sicher schon gesehen, aber ich zeige hier nochmal wie ich das mache. Den Stegrohling sicher eingespannt, ein Anschlag, der Dremel mit einem scharfen, kleineren! Fräser als die Schlitzbreite und in mehreren Durchgängen gefräst. So bleibt das sicher und kontrollierbar.
Die Frästiefe war durch Unterlagen fest eingestellt. Dann hebe ich den Fräser kurz an und schiebe den Klotz drunter. Nach einem Durchgang wieder etwas mehr unterlegen und nochmal das Ganze. Aber der Einruck "suboptimal" ist bei mir inzwischen auch entstanden. (whistle)

Natürlich kenne ich Deine Methode. Deine Bauthreads sind meine Lehrbücher. :D Bei dem Bild wusste ich sogar den Text auswendig, den Du dazu geschrieben hattest (hatte ich kürzlich nachgesehen). Für den Dremel habe ich nur einen wackeligen Kunststoff-Fräskorb, der ist nicht zuverlässig genug. Und eine Vorderzange habe ich schon gar nicht. :cry:

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