Erstling

Alles zu akustischen Gitarren und Bässen

Moderator: jhg

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Davienator
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Erstling

#1

Beitrag von Davienator » 04.10.2018, 17:45

Hallo miteinander

Ich bin schon seit einiger Zeit ein stiller Leser dieses Forums, habe allerdings selber noch nie eine Gitarre gebaut. Dies soll sich nun in den nächsten Monaten ändern. Ich bin blutiger Anfänger, handwerklich nicht sehr begabt, habe aber ein grosses Interesse am Gitarrenbau!

Ich habe versucht, meine Fragen mittels der Suchfunktion zu beantworten, bin aber teilweise nicht fündig geworden. Vermutlich liegt es daran, dass es sehr grundsätzliche Fragen sind. Deshalb erlaube ich mir, meine ersten paar Fragen nachfolgend an euch zu stellen:

1. Meine erste Gitarre soll aus Schweizer (bin Schweizer) Tonhölzern (zumindest Boden, Zargen, Decke) gefertigt werden. Zur Auswahl stehen für mich Ahorn, Kirsche oder Birne von www.tonewood.ch . Eignen sich diese Hölzern eurer Meinung nach für ein Erstlingswerk, oder sind diese (zu) schwierig zu bearbeiten (insbesondere Biegen)?

2. Die restlichen Materialen inkl. Biegeeisen und einiger anderer Tools würde ich mir bei LMI oder Stewmac besorgen. Woher besorgt ihr eure Materialien? So wie ich gesehen habe gibt es in Europa (ausser Madinter) keine Shops, welche ein umfassendes Angebot für den Gitarrenbau führen, korrekt? Der Thread aus diesem Forum mit den verschiedenen Links ist mir bekannt, aber ich bin zu Faul, Tonhölzer bei einem Shop, Bridge Pins bei einem anderen, Tuner wiederum bei einem anderen Shop (etc.) zu kaufen.

Ich danke euch im Voraus für allfällige Antworten.
Gruss
David

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cabriolet
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Re: Erstling

#2

Beitrag von cabriolet » 04.10.2018, 18:11

Hallo und Willkommen von einem, der hier auch noch recht neu ist (war vorher auf gearbuilder.de aktiv, gibt´s ja leider nicht mehr).

Zu 1. wage ich nichts zu sagen, habe bisher nur Birke (massiv und heute auch als Sperrholz) gebogen. Kirsche habe ich aber schon für einen Hals verwendet, lässt sich hervorragend sägen und schnitzen.

Zu 2.: Ich kaufe hier und da und überall... also z.B. eBay, Rockinger, feinewerkzeuge.de, Baumarkt, direkt bei diversen Herstellern (Hardware und Mechaniken z.B. bei Rubner oder ABM), bekomme Holz aus der Verwandtschaft oder aus dem Abfallkontainer auf der Arbeit...
Ist einfach so, dass du sowieso nicht alles aus einer Hand bekommst.
Ach ja, mein "Biegeeisen" sieht so aus und ist aus Wasserrohren plus Heißluftföhn zusammengestöpselt:
Gruß und viel Spaß hier!
Markus

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Re: Erstling

#3

Beitrag von liz » 04.10.2018, 18:18

Hallo David, willkommen hier!
1) kannst du alles verwenden! Biegen ist mit allen Hölzern mehr oder weniger leicht.
2) es gibt in Deutschland einige Shops, die sich auf Instrumentenbau spezialisiert haben. Ich verlinke mal zwei - https://shop.rall-online.net/
https://www.dictum.com/de/musikinstrumentenbau-j
Viel Spass und gutes Gelingen,
lg liz

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Re: Erstling

#4

Beitrag von penfield » 04.10.2018, 18:52

Hallo David,
Hier noch ein Shop aus Europa (Portugal) da gibt es auch noch Werkzeug und Holz.
Die Frästemplates sind recht günstig.
https://guitarsandwoods.com/
Viel Spaß
SGmaster, Peacemaster 3P90, Double neck fretless/fretted,
Quickbird, Basslownia, FrameBird, Violin Bass Bausatz.
Sollte an Les Paulownia arbeiten, hat aber den Umbau der Mystery Guitar und jetzt noch der Semmelblonden JMs eingeschoben...

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Re: Erstling

#5

Beitrag von thoto » 04.10.2018, 19:23

Hallo und Herzlich Willkommen!

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Re: Erstling

#6

Beitrag von Sven2 » 04.10.2018, 20:11

Herzlich willkommen!
Davienator hat geschrieben:
04.10.2018, 17:45
[...]

1. Meine erste Gitarre soll aus Schweizer (bin Schweizer) Tonhölzern (zumindest Boden, Zargen, Decke) gefertigt werden. Zur Auswahl stehen für mich Ahorn, Kirsche oder Birne von www.tonewood.ch . Eignen sich diese Hölzern eurer Meinung nach für ein Erstlingswerk, oder sind diese (zu) schwierig zu bearbeiten (insbesondere Biegen)?
Meine erste Gitarre habe ich auch aus Kirsche gebaut. Ein wundervolles Holz, dass ich seitdem in mein Herz geschlossen habe. Vom Bearbeiten her würde ich keinen Unterschied zu anderen Hölzern für Zarge und Boden sehen.
Ein Gitarre in Birne (bzw. Elsbeere) habe ich gerade fertiggestellt. Elsbeere ist härter als Kirsche, aber nicht schwieriger zu bearbeiten.

Davienator hat geschrieben:
04.10.2018, 17:45
2. Die restlichen Materialen inkl. Biegeeisen und einiger anderer Tools würde ich mir bei LMI oder Stewmac besorgen. Woher besorgt ihr eure Materialien? So wie ich gesehen habe gibt es in Europa (ausser Madinter) keine Shops, welche ein umfassendes Angebot für den Gitarrenbau führen, korrekt? Der Thread aus diesem Forum mit den verschiedenen Links ist mir bekannt, aber ich bin zu Faul, Tonhölzer bei einem Shop, Bridge Pins bei einem anderen, Tuner wiederum bei einem anderen Shop (etc.) zu kaufen.
Wie liz schon geschrieben hat, bieten sich Rall und Dictum als ausgezeichnete Bezgusquellen an. Beide bieten auch Hölzer an.
Ich würde dir aber empfehlen, wenn es sich irgendwie realisieren lässt, Deine Hölzer direkt beim Holzhändler zu kaufen und nicht online zu bestellen. Es macht einfach riesig Spaß durch die Regale zu gehen, das Holz zu betrachten und anzufassen und sich dann für ein paar ganz bestimmte Stücke zu entscheiden. Und dann noch diese Düfte! Wenn du mal einen Stapel Zypressen-Böden durchstöbert hast und anschließend die Cedro-Halsrohlinge, dann bist du wie auf Droge...
;-)

Und jetzt viel Spaß bei der Ersten!
Sven

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Re: Erstling

#7

Beitrag von zappl » 05.10.2018, 00:10

Naja, ein "allumfängliches" Angebot bei einem Anbieter ist ja meist kompromissbehaftet, entweder in Auswahl, Preis oder Qualität. Jeder Anbieter hat so seinen Schwerpunkt. Ich denke aber so mit 3-5 Shops kannst du den Großteil des Bedarfs decken und auch die zusätzlich entstehenden Versandkosten durch Preis- und Qualitätsvergleich egalisieren. Zu faul, wie jetzt, ich dachte du willst 'ne Gitarre bauen?! :p

Du hast Interesse an Werkzeugen von Stewmac? Dann weißt du wahrscheinlich schon, dass Madinter eine Stewmac Abteilung hat? Dann kannst du dir die Übersee-Aktion ersparen: https://www.madinter.com/stewmac/
Gruß, Sebastian
#1 #2 #3 #4

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Re: Erstling

#8

Beitrag von DoppelM » 05.10.2018, 00:37

Herzlich willkommen!
Find ich super dass du dich traust. Erfahrung braucht man hier nicht, die kann man hier sammeln ;)
Mein Tip: alle neuen Prozesse vorher an Resten üben - dann lernt man auch die unterschiedlichen Holzeigenschaften einzuschätzen.
All you need for a good song is three chords and the truth.

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Re: Erstling

#9

Beitrag von Poldi » 05.10.2018, 05:44

Hallo und herzlich willkommen.
Mein Biegerohr sieht auch so ähnlich aus wie das von Cabriolet und das funktioniert echt ganz gut.
Meine Hardware kaufe ich auch immer in verschiedenen Shops. Uneingeschränkt kann ich auch diese empfehlen:
https://www.gitarre-bestellen.de/Gitarren-Bausaetze
https://shop.rall-online.net/
https://www.tonefactory.nl/
https://guitarsandwoods.com/
oder aber auch einige Shops in Chinesien.

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Re: Erstling

#10

Beitrag von segerc » 05.10.2018, 08:52

Salue David

Auch von mir ein 'willkommen'. Du stehst wohl da wo ich vor einem halben Jahr stand - und bald ist meine Erste fertig (jaja, Baubericht folgt in Kürze). Ebenfalls CH-Hölzer: Kirsche (ehem. Ehebett meiner Eltern) - Fichte.

Wo wohnst Du in der Schweiz? Falls Du im Raum Baden AG wohnst, empfehle ich Dir Kontakt zu Marco Keller (marcoguitars.com) aufzunehmen; er hat eine sehr gut ausgestattete Werkstatt in der er einem arbeiten lässt und hilft auch gerne mit Tipps weiter; er lieh mir sogar sein Biegeeisen. Man muss ja nicht Alles bereits für die erste Gitarre kaufen.

Aso, häbs guät!

LG

Chris
(bei Baden AG)

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Re: Erstling

#11

Beitrag von Davienator » 06.10.2018, 14:50

Danke allen für die Willkommensgrüsse und die Tipps.

Die Sache mit Stewmac und Madinter ist mir bekannt. Ich möchte jedoch unbedingt Bloodwood-Bindings, welche ich bei Stewmac bekomme und bei vielen anderen Shops offenbar nicht. Lange rede kurze Sinn, ich habe mal eine kleine Bestellung gemacht :) Für die anderen Materialien/Tools werde ich eure Empfehlungen gerne mal anschauen.

@ Chris: Ich komme aus dem Kanton Luzern bzw. aus dem Luzerner Hinterland. Baden ist ca 50 Min entfernt, was etwas zu lang ist. Aber ich habe bei meinen Eltern sowiese eine kleine Werkstatt. Somit habe ich bereits viel Werkzeug. Vielen Dank trotzdem für den Hinweis!

Gruss
David

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Re: Erstling

#12

Beitrag von Davienator » 11.11.2018, 17:36

Hallo zusammen
Ich habe heute nun mit dem Bau begonnen und habe zwei Fragen dazu.
1. Ich wollte die Bracings zurechtschneiden. Ich habe ein paar Blöcke Schweizer Fichte. Wie schneidet Ihr diese? Durch das breite Sägeblatt finde ich die Kreissäge etwas verschwenderisch. Die Bandsäge schneidet nicht ganz gerade und es ist Schleiffarbeit notwendig.
2. Ebenfalls habe ich die Zargen (Kirsche) runtergesägt und geschliffen. Diese sind nun ca. 2.1 MM hoch. Gefühlt sind diese aber noch (deutlich) zu hoch, um gebogen zu werden. Das Holz ist immer noch ziemlich steiff. Habt Ihr Erfahrungen mit Kirsche? Auf welche Dicke würdet ihr die Zargen (und wenn wir schon dabei sind den Boden) bringen? Ich bin mir bewusst, dies kann man nicht pauschal sagen. Aber als Nichtswissender bin ich für allfällige Faustregeln oder ähnliches dankbar.

Danke für eure Hilfe!

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Sven2
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Re: Erstling

#13

Beitrag von Sven2 » 11.11.2018, 19:14

Davienator hat geschrieben:
11.11.2018, 17:36
1. Ich wollte die Bracings zurechtschneiden. Ich habe ein paar Blöcke Schweizer Fichte. Wie schneidet Ihr diese? Durch das breite Sägeblatt finde ich die Kreissäge etwas verschwenderisch. Die Bandsäge schneidet nicht ganz gerade und es ist Schleiffarbeit notwendig.
Die Balken werden am besten zuerst gespalten. Dadurch stellst du sicher, dass die Holzfasern nicht seitlich aus dem Balken herauslaufen, was mehr Stabilität in den Balken bringt und erlaubt dünner zu bauen.
Ich persönlich spalte mir die Balken von einem Klotz ab und hoble danach die Spaltfläche. Dann säge ich eventuell von der gegenüberliegenden etwas weg und taste mich dann mit dem Hobel an die endgültige Breite heran. Die Höhe des Balkens arbeite ich erst heraus, wenn der Balken bereits auf die Decke geleimt ist.
Davienator hat geschrieben:
11.11.2018, 17:36
2. Ebenfalls habe ich die Zargen (Kirsche) runtergesägt und geschliffen. Diese sind nun ca. 2.1 MM hoch. Gefühlt sind diese aber noch (deutlich) zu hoch, um gebogen zu werden. Das Holz ist immer noch ziemlich steiff. Habt Ihr Erfahrungen mit Kirsche? Auf welche Dicke würdet ihr die Zargen (und wenn wir schon dabei sind den Boden) bringen? Ich bin mir bewusst, dies kann man nicht pauschal sagen. Aber als Nichtswissender bin ich für allfällige Faustregeln oder ähnliches dankbar.
Ich habe bereits zwei Gitarren aus Kirsche gebaut und würde sagen 2,1mm ist genau richtig für die Zargen. Dünner solltest du die nicht machen. Die Biegsamkeit kommt erst durch die Hitze des Biegeeisens. Ich würde dir außerdem empfehlen das Biegen zuerst mit etwas Opferholz zu üben, damit du ein Gefühl dafür bekommst, wann das Holz beginnt "zu fließen", also nachgibt und sich verformen lässt ohne zu brechen.

Sven

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Re: Erstling

#14

Beitrag von Davienator » 11.11.2018, 21:03

Danke Sven

Ja vor dem Zargen biegen habe ich etwas bammel. Habe mir aber wie von dir empfohlen etwas Übungsholz mitbestellt :)

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Re: Erstling

#15

Beitrag von Davienator » 24.11.2018, 15:07

Hallo zusammen

Mal wieder eine Anfängerfrage. Wie installiert ihr den Backstrip (kenne das Deutsche Wort nicht)? So wie ich gesehen habe, gibt es zwei Möglichkeiten: 1. in den zusammengefügten Boden einen Kanal fräsen und dann einlegen 2. Den Backstrip vor dem zusammemfügen des Bodens zwischen den beiden Bodenhälften verleimen. Was ist euer Ansicht nach die bessere Variante?

Es gilt noch anzufügen, dass mein Backstrip eigentlich ein Binding ist. Bei Variante zwei müsste ich dann zwei Bindings miteinander verleimen, um auf die Höhe des Bodens zu kommen..

Schönes Wochenende!

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Re: Erstling

#16

Beitrag von 100WChris » 24.11.2018, 20:19

Servus,
hängt von der Art des Bodenzierstreifens (?! :)) ab, beides geht. Am Ende wird ja noch ein verstärkender Fugenbelag auf die Rückseite geleimt.
In Deinem Fall würd ich einen Kanal fräsen, Binding aufstocken würd ich nicht. Fräse den Kanal nicht zu knapp, wenn Du mit wasserhaltigem Leim arbeitest verzieht es Dir im günstigsten Fall den Boden, im schlimmsten drückst Du dir die Leimfuge des Bodens auf.
Grüße
Chris

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Re: Erstling

#17

Beitrag von Davienator » 12.12.2018, 18:55

Und mal wieder eine Frage: Es ist zwar noch lange nicht so weit, aber ich frage mich trotzdem bereits, wie die Akustikgitarre dann einmal lackiert werden soll. Gibt es hier einen "state-of-the-art"? Anzufügen gibt es, dass ich keine Sprayequipment besitze. Somit fallen nehme ich an eine Nitrolackierung oder Urethane Finish etc. aus dem Rennen.

So wie ich gelesen habe benutzen hier viele Shellack. Was sind eure Empfehlungen?
Meine Anforderungen wären, dass der Finish "schützt", beständig ist, die Schönheit des Holzes zum Vorschein bringt sowie der Klang nicht allzu fest verändert wird (ist dies die Eierlegendewollmilchsau?)

Danke für allfällige Anregungen

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Re: Erstling

#18

Beitrag von segerc » 12.12.2018, 19:53

Sali David

Als 'Dein' Schweizer Kollege aus Baden melde ich mich wieder einmal.

Schau Dir mal meine erste, komplett selbstgebaute 000/OM-Gitarre an. Ich habe sie letzten Freitag unter dem Thread 'Meine 'Number One' ist fertig in dieses Forum gestellt. Zudem weist auch sie einen Korpus und einen Hals aus Kirsche aus, dürfte damit also Deinem Werk recht nahe kommen.

Darin schreibe ich auch über das von mir verwendete Finish, welches zu einem mehr als annehmbaren Hochglanz geführt hat, preiswert und zudem sehr praktikabel für Hobbyisten ist.

Zur Frage betr. Materialstärke: Boden roh 3mm, Zargen roh 2.4mm. Nach dem Überschleifen nach dem Korpusbau werden es noch wenige Zehntel weniger sein.

Weiterhin viel Spass

Chris

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Re: Erstling

#19

Beitrag von Davienator » 12.12.2018, 20:49

Top, Danke Chris

Deine erste sieht schon ziemlich schick aus.. Da werde ich wohl auch mit meiner zweiten - wenns dann soweit kommt - nicht rankommen :)

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Re: Erstling

#20

Beitrag von Niko1909 » 13.04.2019, 16:08

Ich muss mir unbedingt Literatur besorgen über den Bau von Akustik-Gitarren... Das Forum hier ist ja geradezu schlimm... Ich komme auf viel zu viele Ideen! Kann nur jeden beglückwünschen der den Mut hat so ein Akustik-Ding anzufangen....
Ich hatte letztens einen Akustik-Bass in der Hand der Derart viel Spaß gemacht hat das ich es kaum glauben konnte.... Verflixt. Ich und meine elende Besessenheit Ideen auch umzusetzen... Grrr... 😜🤣

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