Halsübergang bei Stahlsaitengitarre

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Lasar
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Halsübergang bei Stahlsaitengitarre

#1

Beitrag von Lasar » 04.02.2019, 19:55

Hallo bin neu im Forum
Hab bis jetzt nur eine Stahlseitengitarre gebaut. Dabei natürlich genügend Probleme damit gehabt
Da ich jetzt eine 2te bauen mag würde ich gerne wissen wie ihr dies bei den Bauteilen gelöst habt
Meine Vorgaben sind
25 Zoll Decke mit dem Dish verleimt
630 Mensur , Steg mit Sattel 13 mm hoch
Nun die Frage
Beim Halsübergang, der Griffbrettabschnitt welcher über den Korpus ragt passt ihr den unten mit 25 zoll an
oder wie macht ihr das?
das nächste der Halsstab zweifachwirkend. Wie lang muss der eigentlich sein vom Sattel bis zum Halsübergang?
warum machen manche die Einstellschraube ans Halsende manche in den Korpus
ich freue mich auf eure Antworten


Gruß Lasar

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Re: Halsübergang bei Stahlsaitengitarre

#2

Beitrag von 100WChris » 11.02.2019, 22:36

Hi Lasar,
erstmal: Herzlich willkommen im Forum.

Seit einigen Tage hat keiner geantwortet, ich denke das hat zwei Gründe:
Die erste Deiner Fragen ist vielleicht nicht so einfach zu beantworten, die zweite könntest Du dir selbst (mit Recherche im Forum…) beantworten…

Zu Frage eins: Ich kenn keine bekannte Publikation, in der aufgeführt wird, dass die Griffbrett-Unterseite an den Decken-Radius angepasst wird. Aber ich hab da wenig Erfahrung (Klassik-Gitarren, flache Decke im Übergang…).

Zu Frage zwei: so lang wie nötig. Schau halt mal, in welchemBereich sich der Hals verbiegt, da muss der Halstab auch wirken. Sprich: knapp vorm Sattel bis in den Heel-Block. Zugang vom Hals oder vom Body macht funktional keinen Unterschied. Da spielen optische und bau-technische Dinge eine Rolle.

Grüße
Chris

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Re: Halsübergang bei Stahlsaitengitarre

#3

Beitrag von Poldi » 12.02.2019, 05:39

Herzlich willkommen.
Das das GB von unten einen Radius bekommt habe ich auch noch nie gehört. Bei meinen ging das immer ohne.

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liz
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Re: Halsübergang bei Stahlsaitengitarre

#4

Beitrag von liz » 12.02.2019, 07:38

Servus, die Decke im Aufleimbereich sollte flach geschliffen werden. Auf dem kleinen Bereich ist das auch sehr wenig, das geht raz faz! Alternativ die Decke nicht sphärisch bauen, sondern auf der Solera. Da kannst du den Bereich direkt flach gestalten, während der Rest der Decke eine schöne Wölbung bekommt.
Bezüglich Halsstab habe ich die Erfahrung gemacht, dass es besser ist, wenn er über die ganze Länge des Griffbrettes wirkt - daher mache ich die Einstellung immer vom Schallloch aus. Das erspart mir auch die Trussrodabdeckung am Kopf, die ich meistens ein bisschen schade und unschön finde. Die Öffnung am Kopf macht auch unnötige Kanten, die beim Lackschliff problematisch werden können.

Lasar
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Re: Halsübergang bei Stahlsaitengitarre

#5

Beitrag von Lasar » 12.02.2019, 19:55

Hallo danke für die nette Begrüßung
Danke liz für deine Erklärung ich denke das hilft mir weiter
Hänge noch ein pdf an cad zeichnung mit 40er Korpusradius Griffbrett mit bund 8mm hoch
Steg mit Sattel 13 mm hoch sind dann immer noch 0,76 mm zum wegschleifen
Stimmt das so oder liege ich da falsch

Gruss Lasar
Dateianhänge
cad 40er.pdf
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Re: Halsübergang bei Stahlsaitengitarre

#6

Beitrag von jhg » 12.02.2019, 20:20

Hi Lasar und herzlich willkommen hier im Forum! Hab den Beitrag irgendwie übersehen.
Zu deiner Frage: Nein, vergiss es. Wichtig ist, dass der Winkel Halsfuß / Korpus stimmt. Die Decke zieht sich dann beim Aufleimen schon in die richtige Position - zumal es sich nur um 1/10mm handelt. Ansonsten wie Liz das geschrieben hat, den Teil möglichst flach schleifen.

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Re: Halsübergang bei Stahlsaitengitarre

#7

Beitrag von liz » 13.02.2019, 13:37

jhg hat geschrieben:
12.02.2019, 20:20
Die Decke zieht sich dann beim Aufleimen schon in die richtige Position
Die Erfahrung habe ich auch gemacht. Im Zweifelsfalle eine Probeleimung machen und dabei im trockenen Zustand testen wie man die Zwingen am Besten positioniert, damit alles schön zugeht.

Zu deiner Cad - Zeichnung: Das rote soll die Decke sein ja? Dann ist dein Griffbrett falsch eingezeichnet. Das GB wird ja oben auf die Decke aufgeleimt. Damit du mit den 13mm (weniger ist m.M.n. besser!) hinkommst, musst du dann das Griffbrett etwas dünner planen (was ich übrigens auch besser finde).

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Re: Halsübergang bei Stahlsaitengitarre

#8

Beitrag von kehrdesign » 13.02.2019, 15:10

Die 13 mm sind ja die Steghöhe. Da bleiben bei dieser Darstellung ca. 11 mm (über GB-Unterseite) am Griffbrettende. Wenn die Saitenlage über dem letzten Bund 2,5 mm betragen soll, wäre bei 1,5 mm Bundhöhe die Griffbrettdicke ca. 7 mm.
Das halte ich für einen brauchbaren Wert. Meine Griffbretter sind 5 mm stark bei 13 mm Steghöhe. Das haut aber deshalb hin, weil die Halsneigung etwas stärker ist als auf deiner Zeichnung. Da passt die GB-Unterseite auch besser zur Deckenwölbung.
Um etwas zu verhindern finden sich immer Gründe, um etwas zu erreichen findet man Lösungen.
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http://guitars.kehrdesign.de/

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