MM + P = geil?

Themen zum Bau von E-Bässen

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MM + P = geil?

#1

Beitrag von 100WChris » 03.04.2020, 20:54

Hallo,
hat schon mal jemand einen Bass mit MM an der Bridge und P am Hals gebaut/gespielt? Ich überlege meinen nächsten mal so auszustatten. Am liebsten Aktiv/passiv. Erhoffe mir soundliche Flexibilität…
beste Grüße
Chris

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Re: MM + P = geil?

#2

Beitrag von Rallinger » 03.04.2020, 22:12

Gespielt. Nicht ganz meins, mir taugen Singlecoils besser. Aber funktioniert. Mir fallen da spontan die Sandberg California VM Bässe ein, die gibt's in dieser Konfiguration (da sind allerdings beide PU's näher an der Bridge als bei den Originalen). Schau mal auf Youtube, da gibt's diverse Sounddemos. Z.B. https://www.youtube.com/watch?v=2GDlSK9YPio

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Re: MM + P = geil?

#3

Beitrag von bea » 04.04.2020, 02:35

M.W. sind sich die beiden PUs im Weg, wenn man sie an den originalen Positionen montiert. Der P sollte mehr oder weniger durch eine dritte halsnähere Spule abgebildet werden können.

Bei dem Sandberg ist überdies auch der P reverse montiert. Also kein gutes Beispiel für die Kombination.


Unterschiede in der PU-Position machen sich in der Region sehr deutlich bemerkbar.

Grundsätzlich dürfte sowas aber sehr gut gehen.


Bei derartigen Versuchen würde ich eher in Richtung MM+ Mustang Split Coil oder MM + Ur-Preci SC gehen. Oder zwei sehr eng zusammenstehende MMs, bei denen man mit der Dual-MM-typischen Verschaltung bereits passiv sehr flexibel ist und auch "preciartige" Sounds abbilden kann.
LG

Beate

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Re: MM + P = geil?

#4

Beitrag von Rallinger » 04.04.2020, 12:01

Also zwei MM-Humbucker in der Splitcoil-Verschaltung treffen meinen persönlichen Soundgeschmack auch besser.

Was mir beim Sound des Sandberg VM gut gefällt (besser als beim echten Preci) ist, dass das typische, ich nenn's mal "Nasale" des P-Sounds da ist, aber präsenter und nicht so boomy wie beim Original. Sollte ich mir einen P bauen, würde ich diese Position auf jeden Fall abkupfern. Hier ist ein anderes ganz gutes Soundbeispiel dafür: https://www.youtube.com/watch?v=t7txNx8YsAU

Das Problem kommt m.E. in Kombination mit dem MM-Humbucker. Ich hab selber einen California TM (also HH-S) und obwohl es ein cooler Bass ist, kann ich mich mit dem Bridge-Sound nicht so richtig anfreunden. Er ist näher an der Bridge als beim Stingray, und letzterer hat einfach mehr Beef, aber nicht weniger Präsenz. Mir fehlt da beim Sandberg ein bissi der Bottom. Aber wenn man den P dort platziert wie beim Sandberg hat man halt für den Humbucker wenig Wahl.

Ohne es gemessen zu haben: beide Pickups in der Originalposition müsste schon gehen, sie stünden nur sehr eng beinander was sicher seltsam aussähe. Und dann hätte man halt wieder den Original P-Sound. Wie das dann in der Kombination klingt müsste man ausprobieren, aber da ich den P eh nicht so mag, stell ich es mir nicht so geil vor.

Von der etwas seltsamen Optik mal abgesehen wärs dann vielleicht eine Option, das mit einem dreifach Wahlschalter zu kombinieren. Dann hätte man P oder Stingray, und das würde schon Sinn machen. Wenn die Kombi dann gefällt, hätte man sie als Bonus oben drauf.

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Re: MM + P = geil?

#5

Beitrag von 100WChris » 04.04.2020, 13:31

Hi,
ich bin eigentlich auch der Jazz-Bass-Typ, und wärs nur für mich, würde das auch passen… aber im Umfeld von Recording-Sessions, Theater- und Musical-Shows könnt ich öfter mal andere Sounds gebrauchen. Am besten ohne Instrumentenwechsel. Da ich den Klang modernen Aktiv-Bässe nicht so mag (ich weiß, Verallgemeinerung. Ich meine diesen ultra cleanen HiFi-Bass-Sound…), dachte ich, vielleicht könnte ich mit MM und P zwei "klassische" Charakter-Sounds kombinieren. Das war meine naive Idee :)
Ich glaub ich hacke das mal ins CAD und schaue, wie das mit den Originalposition aussieht. Vielleicht ist ja noch Platz für einen SC 8)
Danke schon mal für Eure Hilfe!
beste Grüße
Chris

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Re: MM + P = geil?

#6

Beitrag von Rallinger » 04.04.2020, 14:34

So naiv ist das nicht. Aber dass beide Sounds in Kombi gut klingen wage ich zu bezweifeln. Stingray und Prezi liegen halt schon weit auseinander. Aber gegen entweder S oder P schaltbar in einem Instrument sollte eigentlich nix sprechen.

Aber damit das funktioniert musst du die Elektronik mit einbeziehen. Vielleicht könntest du ja eine Schaltung konzipieren, die nicht nur aktiv/passiv, sondern gleichzeitig auch die Tonabnehmer einzeln schaltet. Also aktiv = Stingray, passiv=P-Bass. Das sollte nicht soo kompliziert sein, und würde schon viel Sinn machen.

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Re: MM + P = geil?

#7

Beitrag von bea » 14.04.2020, 14:45

Stingray und Preci liegen aber nur wegen der unterschiedlichen PU-Positionen weit auseinender und vielleicht noch, weil etliche Ray-Spieler die Aktivelektronik des Basses auf einen "Klischee" Sound einstellen. Und etliche Preci-Spieler andersrum genauso.

Mal davon abgesehen ist "Preci" noch lange nicht gleich Preci: da gibt es deutliche Unterschiede in der Konstruktion der PUs und auch in der Position.

Zum Einen kann ein Ray aber auch ganz anders und zum anderen produzieren die einzelnen Tonabnehmerspulen jeweisl für sich allein schon sehr ähnliche Sounds, die auf jeden Fall alle gut zusammenpassen. Die dicken Ray-Magnete dürften einen etwas "fetteren" Sound bringen - aber die gibt es auch als Splitcoils.

Was ich in einem derartigen Fall machen würde: 6 Einzelspulen über je 2 Saiten, drei Reihen im Abstand von je 2.5cm. Alles in ein schönes gemeinsames Gehäuse.

Die Spulen kann man dann nach Belieben zusammenschalten, hat sogar die Option, einen normal oder eine reversed Splitcoil nachzubilden. Ggf muss man noch ein wenig an der Höhenresonanz und am Lastwiderstand drehen - eine passive Tonblende dahinter und dann bei Bedarf auch noch eine aktive Klangregelung. Und fertig ist die eierlegende Wollmilchsau. P + MM + more.
LG

Beate

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Re: MM + P = geil?

#8

Beitrag von Niko1909 » 16.04.2020, 14:14

Mich stört an der Sandberg-typischen MM-Position sehr dass der PU näher an der Bridge ist als beim Ray. Den Preci-PU aber näher an den Hals zu rücken als üblich fände ich extrem spannend und plane ich auch mal zu testen.

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Re: MM + P = geil?

#9

Beitrag von 100WChris » 17.04.2020, 09:44

Servus,
ich werde jetzt erstmal den MM verbauen, an Originalposition. Der Stingray-Sound steht an erster Stelle meiner Sound-Liste. Dann werde ich mal versuchen mit einem zweiten PU zu experimentieren, wenn der Bass spielfertig ist. Mal sehen, was dabei rauskommt :) Die Idee von Ralf mit der aktiv/passiv-Kombi finde ich spannend, es gibt von Delano ein Set mit MM+SC dazu, das kostet aber fast 400€ :shock:
In der Richtung werde ich mal rum probieren, die 2-Band-Elektronik hab ich schon fertig gelötet…
Danke für Eure Entscheidungshilfe!
beste Grüße
Chris

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Re: MM + P = geil?

#10

Beitrag von Rallinger » 17.04.2020, 11:05

100WChris hat geschrieben:
17.04.2020, 09:44
Der Stingray-Sound steht an erster Stelle meiner Sound-Liste. die 2-Band-Elektronik hab ich schon fertig gelötet…
Was ist das für ein Preamp? Weil wenn's klingen soll wie ein Stingray ist der Original-Preamp eine wichtige Komponente. Bzw. dessen nicht gebufferter Eingang nebst Schwingkreis von Treble-Poti und Pickup. Hier findest du einiges dazu sehr anschaulich erklärt: https://andyszeugs.wordpress.com/musicm ... ic-preamp/
Wenn dich das anlächeln sollte kann ich dir gerne eine Platine dafür abtreten. Ich hab noch mehr davon auf Vorrat, als ich Bässe bauen kann ...

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Re: MM + P = geil?

#11

Beitrag von bea » 17.04.2020, 12:52

Ihr wisst aber auch, dass Ernie Ball auch passive Sting Rays baut? Den Shortscale... und dass der durchaus nach Ray klingt.

Der MM-Tonabnehmer hat eine ziemlich hoch liegende und auch ziemlich ausgeprägte Eigenresonanz. Deshalb funktioniert das. Und man hat viel Spielraum, den Klang mit passiven Mitteln zu formen - was ich bei der "Optimierung eines P-Sounds" auch nutzen würde. Daraus folgt aber auch, dass man wohl einen Wahlschalter mit "vielen" Ebenen benötigen wird, je nach Konzept irgendwas in Richtung 5-6 Positionen, 4 Schaltebenen.
LG

Beate

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Re: MM + P = geil?

#12

Beitrag von Rallinger » 17.04.2020, 13:20

bea hat geschrieben:
17.04.2020, 12:52
Ihr wisst aber auch, dass Ernie Ball auch passive Sting Rays baut? Den Shortscale... und dass der durchaus nach Ray klingt.
Das wusste ich tatsächlich nicht. Interessant. Vielen Dank.

Hast du zufällig eine Ahnung, welche Potiwerte da verbaut sind? Wenn's zufällig C1M (Treble bei aktiv) für Tone und B25k für Volume sein sollten, dann wärs vielleicht eine Option sich eine aktiv/passiv Schaltoption zum Original-Preamp zusammenzuklamüsern ...

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Re: MM + P = geil?

#13

Beitrag von bea » 17.04.2020, 15:04

So herum kannst Du das vergessen. Eine passive Tonblende beim MM würde ich tatsächlich ziemlich hochohmig ansetzen, oder vielleicht mit einem No-Load-Poti. Das hat nur 250k, schaltet sich aber voll aufgedreht ab. Gerade wenn man auch "Preci"-Sound machen können will, dürfte das sinnvoll sein, weil man dann die Tonblende auf den "P" abstimmen kann - immerhin beeinflusst die Kapazität der Tonblende bei weit zugedrehtem Regler vor allem die Resonazfrequenz.
Und ein Vol-Poti für passiv muss hochohmig sein. Beim MM-Humbucker mindestens 500k
LG

Beate

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Re: MM + P = geil?

#14

Beitrag von 100WChris » 17.04.2020, 15:32

Rallinger hat geschrieben:
17.04.2020, 11:05
Was ist das für ein Preamp? Weil wenn's klingen soll wie ein Stingray ist der Original-Preamp eine wichtige Komponente.
Die Platinen für den Preamp habe ich von Dir! :D
beste Grüße
Chris

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Re: MM + P = geil?

#15

Beitrag von triple-U » 17.04.2020, 15:39

bea hat geschrieben:
17.04.2020, 12:52
Ihr wisst aber auch, dass Ernie Ball auch passive Sting Rays baut? Den Shortscale... und dass der durchaus nach Ray klingt.
Zur Klangregelung dieses Passiv-Stingrays habe ich auf die Schnelle das hier gefunden:
"Das Elektronikpaket umfasst einen Dreiwege-Drehschalter mit parallelen, echten Einzelspulen- und Serienmodi. Alle drei Pickup-Optionen können durch einen passiven Bassboost verstärkt werden, wenn das Push-Lautstärkepoti aktiviert wird."

Ich habe eine passive Stingraykopie (Carrer), der sich in der Rockband so richtig gut präsentiert, dass ich die Suche nach einem bezahlbaren Original gar nicht mehr weiterverfolge.
Die Klangregelung könnte aber effektiver sein. Der Bass hat neben dem Volume noch zwei weitere Potis zur Klangregelung (die sind allerdings weitgehend wirkungslos), der Pickup ist vergossen und hat nur zwei Anschlussdrähte - die Option "parallel / Single Coils / seriell" fällt daher aus.
Ich habe also einen Bass, der mit der Blechbanane und seinen drei Potis original aussieht und am Pickup will ich nichts ändern! Aber eine effektive "2-Kanal-Passiv-Klangregelung" würde mir schon gefallen.

Gibt es da was, was man aus Potis, Draht, Widerständen und Kondensatoren zusammenbasteln kann, keine Batterie braucht und in das kleine Elektrikfach passt? Ich kann nach Schaltplan löten, habe aber von Elektronik keine Ahnung.

LG und bleibt gesund, Uli

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Re: MM + P = geil?

#16

Beitrag von Rallinger » 17.04.2020, 16:35

100WChris hat geschrieben:
17.04.2020, 15:32
Rallinger hat geschrieben:
17.04.2020, 11:05
Was ist das für ein Preamp? Weil wenn's klingen soll wie ein Stingray ist der Original-Preamp eine wichtige Komponente.
Die Platinen für den Preamp habe ich von Dir! :D
(zzz) Naja gut. Wir Alten neigen halt dazu redundantes Zeugs zu faseln. Aber wehe du willst mal was vergessen ... (whistle)

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Re: MM + P = geil?

#17

Beitrag von bea » 17.04.2020, 17:33

triple-U hat geschrieben:
17.04.2020, 15:39

Gibt es da was, was man aus Potis, Draht, Widerständen und Kondensatoren zusammenbasteln kann, keine Batterie braucht und in das kleine Elektrikfach passt? Ich kann nach Schaltplan löten, habe aber von Elektronik keine Ahnung.
Zum einen kannst Du in das eine Kopie des Original-Preamps einbauen https://www.musikding.de/Classic-Bass-P ... mp-Bausatz

Wenn es passiv bleiben soll: in meinem immer noch Lieblingsbass, dem RD, werkelt ein Thunderbucker in MM-Position (und einer am Hals). Alles passiv. Da gibt es einen zuschaltbaren C-Switch, mit dem ich die Resonanzfrequenz des Tonabnehmers herabsetzen kann, und es gibt ein normales Ton-Poti. Das kann ich zuschalten (Push-Pull-Poti). Wenn es weggeschaltet ist, vermindert sich die Belastung des Tonabnehmers und die Höhenresonanz wird stärker. Mit anderen Worten: passive Höhenanhebung. Das Lautstärkepoti hat eine kleine Zusatzbeschaltung, die den Höhenverlust beim Zurückdrehen ausgleicht. Sehr, sehr viel besser, auch wenn es dann trotzdem noch etwas dünner als gewohnt klingt.

Wenn Du meinst, dass das was für Dich sein könnte, male ich das gerne mal auf.

Idealerweise wird wohl eine gehörrichtige Lautstärkeregelung benötigen.
Tatsächlich ist es mir gerade eben endlich gelungen, eine Schaltung auszugraben, in der man mit einem normalen Poti ohne Zusatzanzapfungen auskommt: https://www.radiomuseum.org/forum/gehoe ... ungen.html (vielleicht sollte ich die beiden Schaltungen mal miteinender "verheiraten"- aber zuerst in Spice)
LG

Beate

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Re: MM + P = geil?

#18

Beitrag von triple-U » 17.04.2020, 18:41

bea hat geschrieben:
17.04.2020, 17:33
Wenn Du meinst, dass das was für Dich sein könnte, male ich das gerne mal auf.
Liebe Bea, dieses Angebot nehme ich gerne an (clap3) .
Den Schaltplan für die gehörrichtige Lautstärkeregelung werde ich mir auch mal aufheben.
Das wäre was für einen "Minimal-Bass": 1 Pickup, 1 Lautstärkeregler - fertig!
Oh je, schon wieder 'ne Idee - und ich bin noch nicht mal mit der ersten fertig :oops:
Könnte ich mir aber gut mit einem P51-Pickup und einem abgerockten Korpus vorstellen (think) ...

Vielen lieben Dank!

Uli

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Re: MM + P = geil?

#19

Beitrag von Rallinger » 17.04.2020, 18:46

triple-U hat geschrieben:
17.04.2020, 18:41
bea hat geschrieben:
17.04.2020, 17:33
Wenn Du meinst, dass das was für Dich sein könnte, male ich das gerne mal auf.
Liebe Bea, dieses Angebot nehme ich gerne an (clap3) .
+1 Klingt spannend.

Ist nicht so dass ich eine Batterie für mein Wohlbefinden bräuchte. Ich hatte halt bisher nie einen Passivbass in der Hand, bei dem ich mir nicht einen guten Preamp gewünscht hätte. Klar kann man den Klang auch am Amp regeln, aber ich habs gerne in Reichweite. Thema Alter ...? (war aber schon immer so ;-))

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Re: MM + P = geil?

#20

Beitrag von bea » 17.04.2020, 20:18

Das werde ich allerdings erst die Nacht schaffen. In meinem EB-3 habe ich übrigens eine ähnliche Schaltung (ohne passive Tonblende) vor einen Buffer gesetzt und das 25k-Lautstärkepoti dahinter. Der Bass war auch lange Zeit passiv.
LG

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Re: MM + P = nich gut…

#21

Beitrag von 100WChris » 18.04.2020, 20:03

Servus,
also, nur der Vollständigkeit halber: MM und P in Originalposition geht – wie Bea ja schon eingangs erwähnt hat – nicht. Die sind sich im Weg… Ein SC an der P-Position geht aber, oder eben den Split-PU spiegeln. Der SC des original Stingray mit zwei PUs sitzt genau an dieser Stelle (grün sind die MM-PUs).
MM+P=0… geht nich…
MM+P=0… geht nich…
beste Grüße
Chris

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Re: MM + P = geil?

#22

Beitrag von bea » 18.04.2020, 22:57

Wie schon gesagt: ein PU mit drei MM-artigen Spulen könnte das lösen, ohne das Design des Ray allzusehr zu sprengen. Das geht nur Custom, und vermutlich nur, wenn man selbst das Gehäuse anfertigt.
Wenn man auf fertige Produkte zurückgreifen will, so gibt es (von Delano?) auch Single Coils mit optisch passenden 9.5-mm-Magneten.

Die kann man in die gezeichnete Position einsetzen oder aber auch etwas näher am Hals - z.B. so wie beim SC des Ur-Preci aka Telecaster-Bass. Letzteres wäre vermutlich meine Wahl.

Wie gestern zugesagt, habe ich auch den Plan meines RD-Bass herausgezeichnet.

Bild

Ein kleine Anmerkung: die Klangrelung erscheint etwas ungewöhnlich dimensioniert - den Widerstand von nur 51kOhm habe ich an den doch recht höhenbetonten Tonabnehmer angepasst. Muss man im Einzelfall mit einem Trimmpoti austesten. Den Wert des Kondensators konnte ich nicht erkennen - es müssten die üblichen 47nF sein.

Die Werte der Paralellwiderstände im C-Switch hängen ebenfalls vom PU ab - bei fenderartigen Tonabnehmern wird man sie u.U. verkleinern müssen.

In meinen Blackies (sowohl dem Bass VI als auch dem zum PJ erweiterten HB Shortscale Preci) haben ich auch die zweite Ebene des Schalters genutzt und dem Halstonabnehmer doppelt so große Kondensatoren spendiert (und die Tonblende durch einen 220k-Widerstand ersetzt). Wenn man das macht, muss der C-Switch natürlich vor den Tonabnehmer-Wahlschalter.
Grund: in der Praxis verwende ich beim C-Switch sehr gerne die Position mit 1 nF oder aber die offene Position, am Hals-PU mag ich die 3.3nF oder die 6.8 nF lieber.
Dateianhänge
LG

Beate

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