Cadillac-Bass

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Ahab
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Re: Planungsthread Cadillac-Bass

#76

Beitrag von Ahab » 23.05.2018, 15:18

Rallinger hat geschrieben:
23.05.2018, 13:50
Nur vorausgeschickt: die Zeichnung ist auf Stand 2010. Bevor du damit planst würde ich mir auf der Schaller Homepage die neueste Version besorgen.
Werde ich tun, danke für den Hinweis!

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Re: Planungsthread Cadillac-Bass

#77

Beitrag von AsturHero » 23.05.2018, 16:21

da kommt es nicht auf 1 oder 2 mm an, sondern auf die tatsächliche Bridge die du auch verbaust.
Weil letztenendes ast du am Halsfuss ja schon 2 Schräubchen wo du drehen kannst/musst um die von dir gewünschte Saitenhöhe zu erreichen.

a) die effektive Höhe des Halsfusses, die sich ja bau Bau ändern lässt
b) die Tiefe der Halstasche

Klanglich ist das kein Unterschied ob du eine Konstruktion baust die nur 1mm hoch rausschaut oder 6mm.
Sonst würde man ja bei Bass X sonst niemals eine andere Bridge Y draufschraubern können.

Der wichtigste Punkt ist eigentlich (Brücke abhängig), das der Hals nicht ZU HOCH kommt, weil wenn das Böckchen der Bridge schon am äusserten Anschlag nach oben ist, und die Saiten schnarren schon leer gespielt, dann hast du ein Problem ;) :D
lg Antonio

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Re: Planungsthread Cadillac-Bass

#78

Beitrag von Ahab » 23.05.2018, 16:23

Ich habe mir mal einen umfangreichen Plan zum zusägen und verleimen des Halses gebastelt. Was für die meisten von Euch wahrscheinlich schon Routine ist, muss ich erst gedanklich durchdringen. Dabei hilft mir ein solcher Plan immer enorm. :)

Bild

Okay, ich hab verstanden, die Volute bzw. deren Umsetzung ist noch eine Diskussion wert. :) Da bin ich gern dabei. Habt Ihr sonst noch Anmerkungen?

Hier übrigens das PDF für die Großansicht: https://mega.nz/#!bttBSK4S!J1rJ4awpO1Zu ... QdGGeOFYZU

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Re: Planungsthread Cadillac-Bass

#79

Beitrag von zappl » 23.05.2018, 16:40

Ahab hat geschrieben:
23.05.2018, 15:14
Danke für den Tipp. :) Aber habe ich so nicht eine verhältnismäßig kleine Verleimungsfläche und einen ungünstigeren Schwerpunkt, sobald sich Kraft durch die Saiten aufbaut? Würde ich die Volute aus dem "Halselement" der Verbindung herausarbeiten, wäre die Klebefläche größer und die Hebelwirkung durch dir Kopfplatte kleiner. Zumindest sagt mir das meine Ingenieursintuition. Oder übersehe ich da etwas? (think)
Die Leimflächen unterscheiden sich doch im Querschnitt nur unwesentlich. Bei der von mir gezeigten Variante wäre dafür die Leimfläche zwischen Kopfteil und Griffbrett wesentlich größer. So oder so, sofern die Verleimung sauber ausgeführt ist würde ich bei mir bei beiden Varianten um die "Haltbarkeit" keine Sorgen machen.

Zur Tiefe der Halstasche, in einem Satz formuliert: Das Maß welches der Hals inkl. Bundstäbchen aus der Tasche hinaus ragt muss der niedrigst einstellbaren Saitenreiterhöhe der Bridge entsprechen.
Gruß, Sebastian
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Re: Planungsthread Cadillac-Bass

#80

Beitrag von Ahab » 23.05.2018, 16:46

zappl hat geschrieben:
23.05.2018, 16:40
Die Leimflächen unterscheiden sich doch im Querschnitt nur unwesentlich. Bei der von mir gezeigten Variante wäre dafür die Leimfläche zwischen Kopfteil und Griffbrett wesentlich größer. So oder so, sofern die Verleimung sauber ausgeführt ist würde ich bei mir bei beiden Varianten um die "Haltbarkeit" keine Sorgen machen.
Okay, danke. Das muss ich mir nochmal genauer anschauen.
zappl hat geschrieben:
23.05.2018, 16:40
Zur Tiefe der Halstasche, in einem Satz formuliert: Das Maß welches der Hals inkl. Bundstäbchen aus der Tasche hinaus ragt muss der niedrigst einstellbaren Saitenreiterhöhe der Bridge entsprechen.
Aha! *klick* Danke, jetzt ist es angekommen. :D

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Re: Planungsthread Cadillac-Bass

#81

Beitrag von Goldschmied » 23.05.2018, 20:36

Ohne den Faden jetzt komplett gelesen zu haben, vielleicht kaufst du dir einfach mal folgendes Buch: E-Gitarrebau von Martin Koch.

Daraus habe ich mir viel entnehmen können. Es ist vieles gut und verständlich erklärt. Natürlich bist du hier im Forum auch gut bedient aber ich nutze es immer noch sehr gern als "Nachschlagewerk".

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Re: Planungsthread Cadillac-Bass

#82

Beitrag von Ahab » 23.05.2018, 21:06

Goldschmied hat geschrieben:
23.05.2018, 20:36
Ohne den Faden jetzt komplett gelesen zu haben, vielleicht kaufst du dir einfach mal folgendes Buch: E-Gitarrebau von Martin Koch.
Das habe ich schon. Aber danke für den Tipp. :)

Edit: Ich komm halt gerade nicht wirklich dazu, zu lesen.

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Re: Planungsthread Cadillac-Bass

#83

Beitrag von Ahab » 30.05.2018, 11:11

MiLe hat geschrieben:
21.05.2018, 17:37
sag' mir genaue Punkte und ich sag' Dir genaue Maße ;)
Vorschlag: 1. Bund, 12. Bund, 24. Bund und Bridge. Sattel könnte kritisch werden, da hier ev. noch die Volute reinspuckt.

Edit: Falls Du's eilig hast und da ich nachher kaum noch online komme:

Masse direkt hinter dem jeweiligen Bund, Halsdicke ohne Bundstäbchen 4-Saiter!!!):
1: 20,25 mm
12: 22,40 mm
16: 23,30 mm
Danach kommt schon der Übergang zum Halsfuss. Höhe Sattel wird wie schon vermutet noch stark von der Volute beeinflusst, am 1. Bund nicht mehr.

Der Body ist Mitte Bridge bei mir 43,2 mm dick. Allerdings ist die Bridge da noch ein wenig eingesenkt.

Ich würde das Einhalten der exakten Masse allerdings auch nicht übertreiben, es sei denn, Du willst wirklich eine exakte Kopie ;)
Der Vorteil beim Selbstbau ist ja gerade, dass man sich die Dinge in die Hand schmeicheln kann. Und wenn Du bei einem 5Saiter-Griffbrett exakt die Halsstärke des 4Saiters nimmt, wird sich wohl auch das Halsprofil unumgänglich etwas verändern (think)
MiLe. wärst Du vllt noch so freundlich, mir die Halsbreite an den genannten Punkten zu geben? Das wäre wirklich seeeehr nett. :) Danke!

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Re: Planungsthread Cadillac-Bass

#84

Beitrag von MiLe » 30.05.2018, 13:55

et voila:
1. Bund: 40,00 mm
12. Bund: 54,15 mm
16. Bund: 57,40 mm
24. Bund: 61,90 mm (Griffbrett-Ende vor der Verrundung)
Liebe Grüße,
Michael

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Re: Planungsthread Cadillac-Bass

#85

Beitrag von Ahab » 31.05.2018, 12:09

Tausend Dank! Aber mir ist gerade aufgegangen, dass Du einen Viersaiter hast. Das ist natürlich insbesondere bei der Halsbreite nicht unwichtig. :idea:

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Re: Planungsthread Cadillac-Bass

#86

Beitrag von zappl » 31.05.2018, 12:32

Die Halsmaße sind auch auf der Ibanez Seite angegeben.
Gruß, Sebastian
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Re: Planungsthread Cadillac-Bass

#87

Beitrag von MiLe » 31.05.2018, 17:33

Ich hatte ja oben schon geschrieben dass es nicht ohne ist, die Halsdicke eines 4saiters auf einen 5saiter anzuwenden, da sich bei gleicher Dicke und unterschiedlicher Breite unweigerlich das Profil ändert. ;)
Liebe Grüße,
Michael

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Re: Planungsthread Cadillac-Bass

#88

Beitrag von Ahab » 31.05.2018, 20:09

zappl hat geschrieben:
31.05.2018, 12:32
Die Halsmaße sind auch auf der Ibanez Seite angegeben.
Danke für den Tipp! (clap3)

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Re: Planungsthread Cadillac-Bass

#89

Beitrag von Ahab » 31.05.2018, 20:10

MiLe hat geschrieben:
31.05.2018, 17:33
Ich hatte ja oben schon geschrieben dass es nicht ohne ist, die Halsdicke eines 4saiters auf einen 5saiter anzuwenden, da sich bei gleicher Dicke und unterschiedlicher Breite unweigerlich das Profil ändert. ;)
Ja, aber mit den Infos von der Ibanez habe ich ja jetzt die tatsächlichen Maße.

Edit: Danke trotzdem! :)

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Re: Planungsthread Cadillac-Bass

#90

Beitrag von Ahab » 01.06.2018, 15:58

Während bei mir zuhause nach und nach die Werkzeuge, Maschinen und Betriebsmittel eintrudeln, erstelle ich derweil Arbeitsabläufe und arbeite am Feintuning der Planung.

Die neueste Iteration sieht so aus (klick mich für eine Vollansicht):
Bild

Ich habe mich für eine Variante mit nur einem aktiven EMG-Pickup entschieden (passt zu meinen musikalischen Vorlieben :) ). Die Bridge ist von Schaller und der Steg von Warwick. Beide sind höhenverstellbar.

Um die voraussichtliche Kopflastigkeit auszugleichen, soll das Horn gechambert werden. In ein ebenfalls ausgehöhltes Fach zwischen unterem Gurtpin und Brücke kommen dann entsprechende Gewichte, um den Schwerpunkt anzupassen. Das E-Fach wird nicht besonders groß werden, da es nur die Kabelbuchse, zwei Potis, die Brückenplatine und einen 9-Volt-Block aufnehmen muss. Armauflage und Bauchmulde sollen auch herausgearbeitet werden.

Ach, und es sind jetzt doch 24 Bünde geworden. :)

Meint Ihr, das kann ich so umsetzen? Habt Ihr Änderungs-/Verbesserungsvorschläge?

Danke schonmal und beste Grüße aus Lübeck!

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Re: Planungsthread Cadillac-Bass

#91

Beitrag von Ahab » 04.06.2018, 13:21

So, die Hölzer für den Hals sind schonmal bestellt. Quelle ist Nebelheim für die Hölzer und Ebay für das Furnier. Ich habe nämlich beschlossen, einen laminierten Hals zu verwenden. Die Wahl der Hölzer ergab sich eigentlich eher aus dem Angebot und der Bohlenstärke. Ich brauche 80 mm für den ganzen Hals inkl. Kopfplatte, und die bestellten Hölzer waren zudem recht günstig (weil Ahorn mit Ast und Khaya dünn).

Außen jeweils ein Streifen europäischer Ahorn (der Ast in der Mitte behindert mich nicht, weil ich die Streifen links und rechts davon aussäge):
Bild

Der mittlere Streifen ist aus Khaya:
Bild

Jeweils ein Streifen Furnier links und rechts dazwischen aus Sipeli:
Bild

Hoffentlich passt das so. Ich bin gespannt.

Mein Zyklonabscheider ist in der Zwischenzeit auch fertig geworden und hat direkt bei ersten Anlauf reibungslos funkioniert. (dance a)
Übrigens frei nach diesem Baubericht: https://holzhandwerk.andreas-kalt.de/zyklonabscheider/

Ich habe mir überlegt, den Hals ähnlich wie der Herr vom Arkes Guitars Video zu bauen. Die Jigs, die der benutzt und wie er den Hals formt, das sieht so alles sehr machbar aus. Mag hoffnungslose Selbstüberschätzung sein, aber irgendwo muss man ja anfangen, ne? :D Aber dann habe ich das, was für mich gefühlt am schwierigsten sein wird, direkt als erstes auf dem Tisch.

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Re: Planungsthread Cadillac-Bass

#92

Beitrag von Ahab » 06.06.2018, 11:16

So, endlich konnte ich mal ans Eingemachte gehen. Die Hölzer sind noch nicht da, aber ich konnte schonmal mit der Schablone für den Hals anfangen. Dazu habe ich ein passendes Stück Tischlerplatte bei den Resten im Baumarkt gefunden.

Die Schablone habe ich mit Geodreieck und Lineal aufs Holz gezeichnet. Dann mit der Stichsäge ausgesägt und mit Standbohrmaschine und Schleiftrommel der Zeichnung angenähert. Ist nicht wirklich sauber geworden, aber es geht mir bei der Schablone in erster Linie um die Kurven an Volute und Halsfuß. Den Rest würde ich, glaube ich, auch am Hals mit Hilfsmitteln selbst einzeichnen.

Bild

Dummerweise ist die Tischlerplatte beim Aussägen an einer Leimstelle entzweigegangen. Ich habe es mit einem Stück Kiefernholz wieder zusammengeschraubt. Hoffentlich tut das der Funktionalität keinen Abbruch.

Bild

Bild

Das ist übrigens der zusammengezimmerte Zyklonabscheider. Eigentlich funktioniert er super, aber ich habe festgestellt, dass die Absaugung der Bosch-Stichsäge ein blanker Hohn ist. Der Sägestaub fliegt in alle Richtungen, aber in die Absaugung kommt gefühlt kein Krümel.

Bild

Und das ist meine Werkstatt, Stand jetzt.

Bild

Sobald das Holz und die Bandsäge da sind, geht’s weiter. Mit der ramschigen Bosch-Stichsäge ist das kein Vergnügen.

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Re: Planungsthread Cadillac-Bass

#93

Beitrag von armfri » 06.06.2018, 12:17

Ahab hat geschrieben:
06.06.2018, 11:16
Mit der ramschigen Bosch-Stichsäge ist das kein Vergnügen.
Ein Tip von mir: Mit einem qualitativ hochwertigen Sägeblatt schaffte ich mit der billigsten Stichsäge beste Ergebnisse. Selbst in 4cm Eiche Bretter. Die Stichsäge ist einfach oft schneller zur Hand. Und es gibt auch gute Blätter für Kurvenschnitte.

Gruß
Armin

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Re: Planungsthread Cadillac-Bass

#94

Beitrag von Ahab » 06.06.2018, 13:54

Juchhu, in der Zwischenzeit sind auch die Hölzer für den Hals angekommen:
Bild
armfri hat geschrieben:
06.06.2018, 12:17
Ahab hat geschrieben:
06.06.2018, 11:16
Mit der ramschigen Bosch-Stichsäge ist das kein Vergnügen.
Ein Tip von mir: Mit einem qualitativ hochwertigen Sägeblatt schaffte ich mit der billigsten Stichsäge beste Ergebnisse. Selbst in 4cm Eiche Bretter. Die Stichsäge ist einfach oft schneller zur Hand. Und es gibt auch gute Blätter für Kurvenschnitte.

Gruß
Armin
Ich hab halt leider eine sehr schwache Stichsäge, und weil die Bandsäge eh bald ankommt, wollte ich mir nicht erst noch Sägeblätter kaufen. Aber erstmal abwarten, wie die Bandsäge performt. Vielleicht muss ich dann doch nochmal die Stichsäge bemühen. :)

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Re: Planungsthread Cadillac-Bass

#95

Beitrag von Ahab » 10.06.2018, 18:17

So, die Bandsäge ist da. Ne Scheppach HBS20. Ist IMHO ziemlicher Schund. Der Tisch liegt schief auf, und der Anschlag ist auch nur auf einer Seite fest. Auf der anderen wackelt er selbst im angezogenen Zustand ein paar Millimeter hin und her. Letzteres kann ich allerdings mit einer Schraubzwinge in der Griff kriegen. Ahorn ist aber eh so hart, dass ein gerades Sägen am Anschlag undenkbar ist. Ist halt keine Kreissäge, ne? So sah dann das Resultat aus:

Bild

Furnierplatte drauf und mit der Fräse abgerichtet. Ein kleiner Überstand ist geblieben, aber den werde ich in der nächsten Session wegschleifen. Einen Ausreißer hatte ich, aber der ist mitten in der Fläche und wird nachher unsichtbar sein.

Bild

Aber die Späne, die dabei entstehen, herrje... :shock: :lol:

Bild

Das war nur die erste Fräsung. :)

Beim nächsten Mal richte ich auch die übrigen Streifen ab und kann sie zusammenlegen. Das Furnier ist auch schon angekommen. Bin gespannt, wie alles zusammen aussieht.

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Re: Planungsthread Cadillac-Bass

#96

Beitrag von AsturHero » 10.06.2018, 18:38

..aus dem Grund hab ich mir ne alte kleine Bandsäge für ganz kleines Geld geholt...
da war alles noch aus Gussalu und schwer...vernünftiges Sägeblatt und lernen wie man einstellt macht ein vielfach besseres Ergebnis als diese Einstiegs-Bandsägen mit biegsamen Blechtisch und Gummi-Anschlägen..ob da nun Scheppach, Meister, EInhell und Co. draufsteht...die kommen in der Einstiegsklasse eh vom selben CHina-Werk...
aber zumindest zum Kurven sägen beim Body (gutes Sägeblatt vorausgesetzt) wird die Scheppach es taugen...ich finds einfacher das Werkstück zu drehen und wenden, als mit der Stichsäge den Body auszufahren.....
lg Antonio

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Re: Planungsthread Cadillac-Bass

#97

Beitrag von Ahab » 10.06.2018, 22:32

AsturHero hat geschrieben:
10.06.2018, 18:38
..aus dem Grund hab ich mir ne alte kleine Bandsäge für ganz kleines Geld geholt...
Ich hab ne ganze Weile Ebay und Kleinanzeigen abgeklappert, aber nix Ansprechendes gefunden. Weil ich nicht länger warten wollte, hab ich mir dann eine neu gekauft. Aber das ist echt krummer und schiefer China-schrott.
AsturHero hat geschrieben:
10.06.2018, 18:38
aber zumindest zum Kurven sägen beim Body (gutes Sägeblatt vorausgesetzt) wird die Scheppach es taugen...ich finds einfacher das Werkstück zu drehen und wenden, als mit der Stichsäge den Body auszufahren.....
Ja, das ist auch der Grund, warum ich eine haben wollte. Halskontur vorsägen bei einem knapp 70mm breiten Basshals... da macht meine olle Bosch-Säge nicht mit. Abgesehen von der Hubhöhe. Die Scheppach kann immerhin 80mm.

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Re: Planungsthread Cadillac-Bass

#98

Beitrag von Ahab » 12.06.2018, 16:42

So, ich bin eins weiter. Alle Laminatstreifen abgerichtet und das Furnier geschnitten. Dann ordentlich mit Titebond rumgesaut und alles verleimt.

Bild

Bild

Beim Ablängen des Khaya-Streifens ist mir natürlich ein Ausreißer passiert (Im Bild mit Titebond vollgeschmiert). Ohne geht's wohl nicht. :?

Bild

Der Khaya-Streifen ist 30mm stark. Die anderen sind leider zu dick geworden. Ich habe sie aber trotzdem verleimt, weil ich mir denke, dass es einfacher ist, mit dem komplettem Laminat zum Schreiner zu gehen und es einmal abzurichten, als jeden einzelnen Streifen ein weiteres Mal zu beackern. Außerdem wollte ich es endlich verleimen. (whistle)

Erkenntnis: Khaya-Mahagoni ist DEUTLICH weicher als Ahorn. Die Billigbandsäge ist am Ahorn beinahe gescheitert, durch das Mahagoni aber durchgegangen wie ein heißes Messer durch Butter.

Hat evtl jemand ne Idee, wie ich den "Kantel" mit Bordmitteln auf eine einheitliche Dicke bekomme? Vieleicht kann ich mir den Trip zum Schreiner ja sparen?

Edit: Ich hab mir auch einen Stahlhobel gekauft, und ein gebrauchter Elektohobel sollte auch auf dem Weg zu mir sein. Ich wollte mir einen DIY-Hobeltisch bauen, was aber ja ein ganz eigenes Projekt ist. Aber würde ich das mit einem Handhobel hinbekommen? Ich hab da leider noch so richtig gar keine Erfahrung/Ahnung.

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Re: Planungsthread Cadillac-Bass

#99

Beitrag von AsturHero » 12.06.2018, 19:04

Puh also Hobel ist etwas tricky...vor allem will das Hobelmesser richtig richtig scharf sein, dann am Anfang die Einstellung und wenns gut läuft dann auch noch wirklich plan, gleichmäßig, genau hobeln setzt viel Übung vorraus...ich hatte leider den Trugschluss zu glauben, das das super easy geht, hauptsache Messer scharf..aber neeeee....das will gelernt/geübt werden..trotzdem will ich es erlernen, weil es unheimlich Spaß macht und der Hobeldreck ist bedeutend weniger/einfacher zu kehren/saugen als Oberfräsenmehl/Späne ;)

Du kannst dir mit einfachen Mitteln eine Fräß-Jig basteln, mit der du mit Hilfe der Oberfräse deine Halskantel auf das von dir gewünschte Maß dünner fräßt.
Im Grunde bei einem Hals brauchst du nur 2 gerade MDF/Multiplexbretter die lang genug sind und höher als dein Hals sind
dann
eine Oberfräsenaufnahme aus MDF oder Multiplex die ählich wie ein Käfig die Auflagefläche deiner Oberfräse vergrößert dann kannst du schön sachte Stück für Stück deine Kantel abrichten...weil ohne kanns schon mal kritisch werden und du willst nicht wirklich gegen Ende deiner Arbeit mit der OF kippeln und dir ne riesen MAcke in den Hals hauen ;) :D

Meine bisherigen Erfahrungen mit der elektrischen Hobel:
für grobe Arbeiten wie Türnlätter unten kürzen, Farbe abhobeln, sägeraue Dinge bearbeiten, grobe Zimmermannsarbeiten:JA
Im Gitarrenbau wo es auf exakte Dicke/Spaltmaße und hoher Oberflächengüte ankommt : NEIN
(ok mag sein das dann die Hochwertigeren el. Hobel von Makita, DeWalt etc. das besser hinbekommen, aber die "Normal"-Preisigen el. Hobel sind zu grob und ungenau für präzise Arbeiten )
lg Antonio

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Re: Planungsthread Cadillac-Bass

#100

Beitrag von Ahab » 13.06.2018, 08:34

AsturHero hat geschrieben:
12.06.2018, 19:04
Puh also Hobel ist etwas tricky...vor allem will das Hobelmesser richtig richtig scharf sein, dann am Anfang die Einstellung und wenns gut läuft dann auch noch wirklich plan, gleichmäßig, genau hobeln setzt viel Übung vorraus...ich hatte leider den Trugschluss zu glauben, das das super easy geht, hauptsache Messer scharf..aber neeeee....das will gelernt/geübt werden..trotzdem will ich es erlernen, weil es unheimlich Spaß macht und der Hobeldreck ist bedeutend weniger/einfacher zu kehren/saugen als Oberfräsenmehl/Späne ;)
Ich glaube, dann übe ich das erstmal an einem unwichtigeren Stück Holz. :D
AsturHero hat geschrieben:
12.06.2018, 19:04
Meine bisherigen Erfahrungen mit der elektrischen Hobel:
für grobe Arbeiten wie Türnlätter unten kürzen, Farbe abhobeln, sägeraue Dinge bearbeiten, grobe Zimmermannsarbeiten:JA
Im Gitarrenbau wo es auf exakte Dicke/Spaltmaße und hoher Oberflächengüte ankommt : NEIN
(ok mag sein das dann die Hochwertigeren el. Hobel von Makita, DeWalt etc. das besser hinbekommen, aber die "Normal"-Preisigen el. Hobel sind zu grob und ungenau für präzise Arbeiten )
Ich habe einen älteren Makita-Hobel gebraucht für 40 Euros erstanden. Daraus wollte ich mir einen Hobeltisch zum Abrichten der Halskanteln bauen, um mir den Schritt etwas zu erleichtern. Mit der Oberfräse und dem ganzen Umspannen usw. ist das doch ein wenig umständlich.
AsturHero hat geschrieben:
12.06.2018, 19:04
Du kannst dir mit einfachen Mitteln eine Fräß-Jig basteln, mit der du mit Hilfe der Oberfräse deine Halskantel auf das von dir gewünschte Maß dünner fräßt.
Im Grunde bei einem Hals brauchst du nur 2 gerade MDF/Multiplexbretter die lang genug sind und höher als dein Hals sind
dann
eine Oberfräsenaufnahme aus MDF oder Multiplex die ählich wie ein Käfig die Auflagefläche deiner Oberfräse vergrößert dann kannst du schön sachte Stück für Stück deine Kantel abrichten...weil ohne kanns schon mal kritisch werden und du willst nicht wirklich gegen Ende deiner Arbeit mit der OF kippeln und dir ne riesen MAcke in den Hals hauen ;) :D
Ne, das will ich nicht. :D Das ist eine prima Idee, danke! Da werde ich mir dann aber direkt ein wiedeverwendbares Jig bauen, dass ich auch für zukünftige Hälse (und Kopfplatten) verwenden kann.

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