ESERZE6 (SRC6 Clone)

Themen zum Bau von E-Bässen

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Re: ESERZE6 (SRC6 Clone)

#301

Beitrag von Docwaggon » 08.02.2019, 23:12

wie sich das efach entwickelt hat

überlegungen am teststück
probeeinbau der ibanez elektronik
- schaftbuchse ragt noch recht weit in das efach
- batterie liegend
umsetzung am prototyp
- batterie senkrecht statt liegend
- ibanez elektronik unverändert
.. und ich muss feststellen, dass es da optimierunspotential gibt.

- schaftbuchse sitzt zu weit mittig
ich habe die position der schaftbuchse etwas nach aussen versetzt und dadurch auch mehr platz im efach gewonnen

- efach ist sehr lang (deckelform gfällt mir nicht)
die batterie wird um 90° gedreht.
dazu musste ich die decke teilweise ausfräsen.
- keine schaltmöglichkeit für die 9v batterie
den volume-poti habe ich durch einen push-pull poti ersetzt um einen zusätzlichen batterieschalter zur klinke zu haben.
besser wäre wahrscheinlich der balancer-poti gewesen aber da hing einfach zuviel dran.
der neue poti ist um einiges größer als passte die leiteplatte nicht mehr an den alten platz (leitungen waren aber sowieso grenzwertig).

- leitungen sind teilweise zu kurz und kreuzen sich (unschön)
die verbauten leitungen sind teilweise zu kurz und behindern mich bei der platzierung.
optimalerweise hätte ich neue längere leitungen mit den passenden steckern gecrimpt aber mangels crimpmöglichkeit scheidet das aus.
alternativ hätte ich auch die stecker ablöten oder leitungen direkt an die steckerkontakte löten können, das wird dann aber sehr anfällig.
oder ich hätte die bestehenden leitungen einfach verlängert (igitt)

also habe ich die potis etwas gedreht, die leitungen an den poti-leiterplatten von der anderen seite angelötet um etwas länge zu gewinnen.
optimal ist das nicht aber unter den randbedingungen ist das ok.

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Re: ESERZE6 (SRC6 Clone)

#302

Beitrag von Docwaggon » 10.02.2019, 09:07

ich habe den korpus jetzt 2x gewässert und geschliffen und habe nach dem letzten schliff mit 320er schleifpapier eine schöne glatte oberfläche.

der schleifstaub des nussbaums hat beim trockenen schliff die supfesche nicht verfärbt,
bei nassem schliff und besonders bei verwendung von holzpaste sieht es aber anders aus.

was man aber im trockenen zustand sieht ist der helle schleifstaub in den poren des nussbaums und ich habe die sorge, dass man das nach dem ölen noch sieht

also habe ich ein teststück behandelt (habe leider keine grösseren reste der decke
roh mit schleifstaub
mit schleifstaub und 1x satt geölt
mit 2x schellack
mit 2x schellack und 1x satt geölt

der helle schleifstaub fällt sowohl nach dem ölen als auch nach schellack nicht mehr auf.
die schellackfläche braucht viel weniger öl - ich habe beide flächen gleichzeitig geölt und auf die schellackfläche hat viel weniger (oder langsamer) aufgenommen.
die schellackfläche ist bereits vor dem ölen merklich glatter (sieht man in diesem winkel nicht so ganz).

und hier noch ein versuch mit der sumpfesche :
rechts mit abgeschliffener holzpaste natur von clou,
links mit 2x schellack in 1:6

die holzpaste natur von clou passt ziemlich gut.
sie wirkt im ungeschliffenen zustand noch sehr gelb, wenn aber alles bis auf die poren zurückgeschliffen ist dann passt der ton.
trotzdem ist die oberfläche stumpfer als die rohe sumpfesche oder die oberfläche mit schellack und die schellack oberfläche wirkt heller (kommt auf dem bild nicht raus)


was mache ich jetzt damit ? (think)
ich denke ich werde den gesamten korpus mit 2-3x schellack als tiefengrund behandeln,
dann ölen und dabei noch mal mit 400-600er schleifpapier glätten,
danach sehen ob ich die oberfläche noch etwas mattieren möchte.

den schellack würde ich auch im efach und in den pickuptaschen als grundierung nutzen und die danach mit autolack schwarz sprühen.

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Re: ESERZE6 (SRC6 Clone)

#303

Beitrag von Poldi » 10.02.2019, 10:16

Das Öl wird vom Holz aufgenommen obwohl da schon Schellack drauf ist? Das hätte ich nie gedacht.

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Re: ESERZE6 (SRC6 Clone)

#304

Beitrag von Docwaggon » 10.02.2019, 10:23

das holz ist merklich glatter aber nach 2 lagen noch nicht "dicht".

ich denke ich werde 2 lagen schellack als tiefengrund aufbringen und dann vorsichtig wieder auf das holz zurückschleifen sodass die tiefen poren gefüllt bleiben, dann 2-3x ölen.
das ölen ist dann aber eher wie die 5. schicht beim normalen ölen.

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Re: ESERZE6 (SRC6 Clone)

#305

Beitrag von Docwaggon » 11.02.2019, 09:48

mal zwischendurch nach 2 lagen schellack.
die engen stellen habe ich gepinselt, den rest mit dem ballen aufgetragen.

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Re: ESERZE6 (SRC6 Clone)

#306

Beitrag von penfield » 11.02.2019, 16:29

(clap3) Saubere Arbeit!
Und gut zu wissen, dass Öl auf Schellackgrund so gut funktioniert.
SGmaster, Peacemaster 3P90, Double neck fretless/fretted,
Quickbird, Basslownia, FrameBird, Violin Bass Bausatz.
Sollte an Les Paulownia arbeiten, hat aber den Umbau der Mystery Guitar und jetzt noch der Semmelblonden JMs eingeschoben...

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Re: ESERZE6 (SRC6 Clone)

#307

Beitrag von Docwaggon » 11.02.2019, 16:30

ölen am korpus selber kommt noch,
ich berichte dann

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Re: ESERZE6 (SRC6 Clone)

#308

Beitrag von Docwaggon » 13.02.2019, 08:45

weiter geht es :

efach und pickup-taschen lackiert => da ist einiges an optimierungspotential für das nächste mal drin
vorder- und rückseite haben jetzt jeweils 1 satte ölung und einen 2. dünneren auftrag erhalten
die oberfläche ist jetzt nach 12h trocknen etwas matter und kann mit sicherheit noch 3-4 aufträge vertragen.

ach ja :
meine schraubzwinge mit gummierten griff hat etwas öl ab´bekommen und hat jetzt ein leichtes öl-klebgefühl ...
soll / muss ich das einfach trocknen lassen ?

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Re: ESERZE6 (SRC6 Clone)

#309

Beitrag von thoto » 14.02.2019, 20:21

Ich finde die Optik total gut! Also richtig richtig gut!

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Re: ESERZE6 (SRC6 Clone)

#310

Beitrag von kehrdesign » 14.02.2019, 23:59

Ich würde diesen Mattglanz-Grad so beibehalten. Das wirkt edel und gekonnt und setzt die Hölzer wirksam in Szene. Saubere Arbeit übrigens.
Einzige wirklich gute Alternative wäre richtige High-Gloss-Lackierung und -Politur. Alles dazwischen hätte die Anmutung von 'Wollen und nicht können'.
Um etwas zu verhindern finden sich immer Gründe, um etwas zu erreichen findet man Lösungen.
______________________
http://guitars.kehrdesign.de/

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Re: ESERZE6 (SRC6 Clone)

#311

Beitrag von Rallinger » 15.02.2019, 08:06

Schaut richtig edel aus. Sehr schön! Vor allem die offenen Poren der Nuss. Lackiert hat das immer eine Anmutung von Opas Couchtisch in Gelsenkirchener Barock. So ist es super.
@Schraubzwinge: wenn das Öl auf dem Gewinde ist, würde ich versuchen so viel davon zu entfernen wie möglich. Womit? Gute Frage. Alkohol?

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Re: ESERZE6 (SRC6 Clone)

#312

Beitrag von Goldschmied » 15.02.2019, 09:07

Rallinger hat geschrieben:
15.02.2019, 08:06
@Schraubzwinge: wenn das Öl auf dem Gewinde ist, würde ich versuchen so viel davon zu entfernen wie möglich. Womit? Gute Frage. Alkohol?
Eher Industrie oder Bremsenreiniger.

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Re: ESERZE6 (SRC6 Clone)

#313

Beitrag von Docwaggon » 15.02.2019, 12:14

ist auf dem gummigriff da ich den bass mit leicht öligen handschuhen umgespannt habe und dabei hat der griff etwas abbekommen.
gemerkt habe ich das als ich das erste mal wieder ohne handschuhe gearbeitet habe.

nach den letzten beiden schichten öl (die erste mit 600er schmirgelpapier, die letzte nur mit dem lappen aufegtragen)
ist der glanz jetzt erst mal weg.
ich schau mir das am wochenende mal in ruhe an, jetzt ist erst mal laminat verlegen angesagt :roll:

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