[Nr. 1] Orchestra Modell

Das Board für eure Bauberichte!

Moderator: jhg

Jay91
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Re: [Nr. 1] Orchestra Modell

#26

Beitrag von Jay91 » 14.10.2015, 13:48

Nochmals zu der Biegeproblematik:

Ich habe mich gestern durch einige amerikanische Foren gewühlt und eventuell das Problem gefunden - die Biegeform. Meine Form weißt aktuell die genauen Umrisse der späteren Gitarre auf.

Diverse Foreneinträge beschrieben aber, dass die Biegeform etwas übertrieben ausgestaltet sein sollte um so dem Zurückfedern der Zargen entgegenzuwirken. Das macht ersteinmal Sinn für mich. Dennoch stellt sich für mich die Frage: Wie viel stärker sollte die Form ausgestaltet sein?. Gibt es da Anhaltspunkte oder gilt hier das Prinzip trial and error?

Wie stellt ihr eure Formen her? Genaue Abmaße oder auch etwas übertrieben?

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Re: [Nr. 1] Orchestra Modell

#27

Beitrag von pl-guitars » 14.10.2015, 15:58

Deine Probleme mit dem Palisander sind etwas ungewöhnlich. Normalerweise gilt das Holz als eines der am leichtesten zu biegenden.
Das von dir beschriebene Zurückfedern ist eigentlich eher typisch für Mahagoni.

Die Biegeform kann natürlich etwas 'überbogen' gestaltet werden, aber ich denke konkrete Maße dazu gibts eher nicht, vielleicht ein paar mm bis 1 cm an jeder Seite?
Könnte mir noch vorstellen dass du die Zarge zu schnell aus der Biegeform nimmst. Möglicherweise ist sie dabei nur oberflächlich ausgekühlt. Wie lange hast du denn jeweils gewartet?

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Re: [Nr. 1] Orchestra Modell

#28

Beitrag von gitarrenmacher » 14.10.2015, 21:44

Jay91 hat geschrieben:
Wie stellt ihr eure Formen her? Genaue Abmaße oder auch etwas übertrieben?
Ich baue die Biegeformen aus den Ausschnitten, die beim Formenbau anfallen. Die schleife ich dann so, dass etwa 4-5mm Lücke sind.
Meine Zargen federn auch immer ein wenig zurück, Sie passen sich aber ohne größere Gewaltanwendung gut der Bauform an.
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Re: [Nr. 1] Orchestra Modell

#29

Beitrag von Jay91 » 15.10.2015, 18:27

Danke für die Antworten.

Ich habe mit dem rausnehmen der Zargen gewartet bis diese wieder auf Zimmertemperatur waren.

Ich denke bei mir ist es wie von Gitarrenmacher beschrieben. Aus diesem Grund werde ich die Zargen nun so lassen. Selbige habe ich dann abgelängt und in die Form gespannt.
Im nächsten Schritt muss ich Hals- und Endklotz mit dem Radius versehen. Dafür werde ich mir mangels Einhandhobel wohl Radiusschleifklötze basteln.

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Re: [Nr. 1] Orchestra Modell

#30

Beitrag von Jay91 » 21.12.2015, 19:33

Hallo zusammen,
unibedingt geht es bei mir leider nur langsam voran :( . Dennoch ein Update.

Weiter ging es mit den Radiusschleifklötzen und dem Schleifen der Hals- und Endklötze:
Nach dem Einleimen der Klötze habe ich mich um die Zargenkontur gekümmert. Diese habe ich mit Hilfe des Dishes auf die Zargen übertragen, um diese dann mit Säge und Hobel bis zum Strich abzutragen. Nach dem abtragen ging es weiter mit dem Schleifen der endgültigen Zargenkontur im Radiusdish.
Danach ging es weiter mit den Reifchen.
Damit ist die Kontur fertig und ich konnte mich den Bodenleisten widmen, welche im Himmelbett aufgeleimt wurden.
Im nächsten Schritt werde ich die Leisten profilieren. Beitel und Hobel sind schon geschärft.

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Re: [Nr. 1] Orchestra Modell

#31

Beitrag von Jay91 » 09.01.2016, 18:28

ich habe mittlerweile mit mäßigem Erfolg mit dem Bearbeiten der Bodenbeleistung begonnen. Dazu ich habe ich ein frisch geschärftes und rasierfähiges Stemmeisen verwendet.

Bereits nach der ersten Leiste musste ich feststellen, dass sich zur Spiegelseite hin ein Grat aufschiebt, welcher in Ausbrüchen resultiert die wiederum tiefe Kratzer auf der Beleistung hinterlassen. Gleichzeitig nimmt die Schärfe stark ab. Diese kurze Standzeit hat mich dann doch sehr überrascht und ich kann mir nicht vorstellen das dies die Regel ist. Es scheint so, als wäre der Stahl zu weich.

Habt ihr schon einmal ein ähnliches Verhalten bei einem eurer Eisen feststellen können? Ich bin mittlerweile ernsthaft am überlegen mir ein anderes Stemmeisen zu besorgen :roll:.

Gruß,
Max

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Re: [Nr. 1] Orchestra Modell

#32

Beitrag von jhg » 09.01.2016, 19:09

Ist das Eisen mal an einem Schleifbock scharf gemacht worden? Das geht ruck-zuck und schon ist die Schneide weichgeglüht. Wenn es mal Anlassfarben gehabt hat, dann ist es hinüber mit der Standzeit.
Da hilft dann nur weiter abschleifen - am besten auf einer Naßschleifmaschine ...

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Re: [Nr. 1] Orchestra Modell

#33

Beitrag von Jay91 » 09.01.2016, 19:40

Danke für die Antwort: Das Eisen ist nur auf japanischen Wasserschleifsteinen geschärft worden, daran kann es also nicht liegen. Ich habe irgendwo gelesen das die ersten paar Millimeter der Schneide eine etwas geringere Härte aufweisen können. Aber per Hand schleift man da doch ewig. Einen Zugang zu einer Nassschleifmaschine habe ich leider nicht.

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Re: [Nr. 1] Orchestra Modell

#34

Beitrag von liz » 09.01.2016, 19:54

Eventuell ist der Fasenwinkel zu flach? 25° dürfen es bei Weichholz schon sein, 30° bei Hartholz.

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Re: [Nr. 1] Orchestra Modell

#35

Beitrag von Jay91 » 09.01.2016, 21:12

der Fasenwinkel ist auf 25° geschliffen, das wird es dann wohl auch nicht sein. Somit bleibt ja nur noch der Stahl selbst, weshalb ich mich wohl nach einem neuen Eisen umschauen muss.

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Re: [Nr. 1] Orchestra Modell

#36

Beitrag von Arsen » 12.01.2016, 18:47

Ist das ein billiges Eisen?
Ich kann deutliche Unterschiede in Standzeit und Widerstandsfähigkeit (Ausbrüche) zwischen meinen Eisen von Kirschen und billigen vom Discounter ausmachen.
Gruß, Arsen

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Re: [Nr. 1] Orchestra Modell

#37

Beitrag von cox » 16.01.2016, 22:05

Jay91 hat geschrieben: Das wars erstmal von mir. To be continued. Zu Anfang aber noch eine Frage: Sind diese Federn an der Presse des Foxbenders wirklich notwendig, es gibt im Internet unterschiedliche Bauweisen?

Viele Grüße,
Max
Hey Jay, diese Frage hat mich auch lange beim Bau meines Benders beschäftigt. Zunächst konnte ich den Sinn gar nicht in den Federn (Taillenbereich) erkennen. Nachdem mir 4 Zargenpaare beim meinen ersten Biegeversuchen durchgebrochen sind, habe ich mich dann nochmals weiter mit der Thematik beschäftigt und m.E. eine Erklärung für die unterschiedlichen Bauformen gefunden. Bei den meisten, die eine starken Taillenbiegung erzeugen, sind entweder die Federn vorhanden und erzeugen einen starken Gegendruck beim Biegen, so dass die Taille nicht in den freien Raum hinein brechen kann oder es wird eine Heizmatten von unten in diesem Bereich eingebracht (siehe lmi), um hier schonender zu biegen. Als ich meine Biegevorrichtung nachträglich mit Federn ausgestattet habe, ist mir zumindest eine gute Biegung ohne Bruch gelungen (Holz: Mahagoni, Dicke 2,6 mm, Biegetemperatur: 175 °C). Ich bin im Hinblick auf das Holz, Blech, Manschetten-Sandwich der folgenden Anleitung gefolgt: https://youtu.be/Q7vd9wGG4LM , allerdings habe ich das Holz vorher 20 Minuten in der Dusche in Wasser "eingelegt". Und habe die Alufolie "gewrapt", also versucht, eine möglichst dichte Umschließung zu erzeugen, damit der Wasserdampf möglichst lange drinnen bleibt.

Vom groben Ablauf her: Aufheizen bis Temperatur erreicht (die Temperaturmessstelle befand sich bei mir im 1. Drittel des großen Radius von der Taille aus gesehen, später habe ich noch eine weitere Temperaturmessstelle au der Unterseite der Taille gewählt), den großen Radius biegen, dann den kleinen Radius, dann die Taille (immer in kleinen Schritten mit Pausen dazwischen). Wie bei meinem ersten Bau beschrieben, waren die Ergebnisse qualitativ nicht so gut, da sich die einzelnen Biegestäbe meiner Biegevorrichtung in der Kontur abgebildet haben. Ich müsste also nun auch auf eine geschlossene Form umbauen und das war mir schlichtweg zu aufwändig. Gebogen habe ich nachher über einem heißen Rohr und es hat prima funktioniert. Ich werde mich nun im Nachgang ggf. nochmals mit einem neuen Benderansatz beschäftigen :roll:

So viel zu meiner Theorie ggf. können die Profis hier noch weiterhelfen :D

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Re: [Nr. 1] Orchestra Modell

#38

Beitrag von Jay91 » 17.01.2016, 11:36

ich habe mittlerweile den Hersteller kontaktiert. Laut denen ist der Fasenwinkel zu gering und ich solle mal 28 Grad probieren (think). Ich habe dennoch ein neues Stemmeisen ist bestellt und hoffe auf eine längere Standzeit.

Die Bodenbeleistung habe ich dann mit meinem vorhandenen Werkzeug zu Ende bearbeitet. Mit dem Ergebnis bin ich für das erste mal relativ zufrieden, aber es ist noch sicher keine Meisterarbeit. Der Klopfton klingt für meine ungeschulten Ohren aber ganz gut.
Dann habe ich die Deckenleisten grob abgelängt und das X ausgeklinkt.


Leider habe ich den im Plan angegebenen Winkel nicht 100%ig getroffen. Kann ich das so lassen oder sollte ich die X-Leisten nochmal neu machen?
Außerdem frage ich mich, ob die Brückenverstärkung und die kleinen Leisten um das Schallloch herum auch die Wölbung im Dish eingeschliffen bekommen oder ob diese nur durch den Druck beim Verleimen die Kontur erhalten.

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Re: [Nr. 1] Orchestra Modell

#39

Beitrag von gitarrenmacher » 17.01.2016, 12:13

Das X kannst du so lassen, Mach einfach einen homöopathischen Feilenstrich links und rechts in den Klinken, damit du etwas Spiel in der Verbindung bekommst. Die Überdeckung machst du dann mit einem Hölzchen. Passt schon. Da habe ich bei wirklich hochdekorierten Meistern schon "unvorteilhafter" gesehen.

Die Schalllochverstärkungen schleife ich nicht auf Radius. 1,5x12mm drückt sich ohne Kraftaufwand in die Wölbung.
Die Brückenverstärkung aber schon.

Glück auf
Christian
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Re: [Nr. 1] Orchestra Modell

#40

Beitrag von Jay91 » 08.03.2016, 14:09

ein kleiner Baufortschritt ist zu verzeichnen:

Der Boden wurde im Himmelbett aufgeleimt:
Die Deckenbelesitung wurde fertig bearbeitet und schließlich auch im Himmelbett aufgeleimt. Das Ergebnis sieht ihr hier:
Außerdem hab ich mich an einem Brückendesign versucht:
Jetzt gehts erstmal weiter mit dem Bau einer Bindingfräsvorrichtung.

Gruß
Max

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Re: [Nr. 1] Orchestra Modell

#41

Beitrag von Poldi » 08.03.2016, 17:45

Schaut gut aus.

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Re: [Nr. 1] Orchestra Modell

#42

Beitrag von Haddock » 09.03.2016, 07:25

Guten Morgen,
Poldi hat geschrieben:Schaut gut aus.
Find ich auch!

Gruss
Urs

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Re: [Nr. 1] Orchestra Modell

#43

Beitrag von liz » 09.03.2016, 19:21

Haddock hat geschrieben:Guten Morgen,
Poldi hat geschrieben:Schaut gut aus.
Find ich auch!

Gruss
Urs
Me too.

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Re: [Nr. 1] Orchestra Modell

#44

Beitrag von Jay91 » 25.04.2016, 09:16

mittlerweile habe ich das Binding-Jig fertiggestellt und die entsprechenden Kanäle gefräst.
Dann wurden die Binding- und Purflingstreifen im Foxbender gebogen und eingeleimt. Das bereits beigeschliffene Ergebnis könnt ihr hier sehen. Das Ergebnis ist okay. Ich musste einige kleinere Lücken füllen und leider ist die Breite des Bindings nicht überall identisch. Aber für das erste mal ist es denke ich ganz annehmbar. Mich würde interessieren wie ihr Lücken zwischen Purfling und Decke füllt?
Außerdem wurde die Kopfplattenschäftung verleimt und glatt gehobelt, Trussrod-Kanal gefräst und das Halsprofil grob ausgesägt.
Jetzt muss ich mich erstmal in die Fräsung des Schwalbenschwanzes einlesen. Davor habe ich echt bammel :?

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Re: [Nr. 1] Orchestra Modell

#45

Beitrag von liz » 25.04.2016, 09:57

Jay91 hat geschrieben:Ich musste einige kleinere Lücken füllen und leider ist die Breite des Bindings nicht überall identisch. Aber für das erste mal ist es denke ich ganz annehmbar. Mich würde interessieren wie ihr Lücken zwischen Purfling und Decke füllt?
Idealerweise garnicht, die Ränder sollten schon spaltfrei eingeleimt werden. Womit hast du die geleimt? Klebeband macht manchmal etwas zu wenig Druck, wenn die Ränder nicht 100% genau passen (was sie meistens nicht tun). Mehr Druck bekommt man mit Wäscheleine, Schnur oder Gummibändern.
Die Spalten kannst du mit Titebond und Schleifstaub oder mit Holzkitt auffüllen.
Jay91 hat geschrieben: Jetzt muss ich mich erstmal in die Fräsung des Schwalbenschwanzes einlesen. Davor habe ich echt bammel :?
So ein Schwalbenschwanz ist aber auch leicht von Hand herzustellen, und das Setzen des Halses eine gute Übung für die handwerklichen Fähigkeiten und das Vorstellungsvermögen. Meistens müssen gefräste Schwalbenschwanzverbindungen sowieso von Hand nachgearbeitet werden. Also wenn du Bammel hast, könntest du dir überlegen, es mit der Hand zu versuchen.

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Re: [Nr. 1] Orchestra Modell

#46

Beitrag von Poldi » 25.04.2016, 16:02

Sieht doch super aus.
Wenn ich mal eine kleine Fehlstelle habe nehm ich Holzkitt und zwar schmier ich das beim Porenfüllen mit ein.
Das geht aber nur bei offenporigen Dunklen Hölzern wie Mahagoni.
Bei einer Fichtendecke muss das passen, da sieht jeder Versuch, das mit Holzkitt zu kaschieren aus wie schei..e

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Re: [Nr. 1] Orchestra Modell

#47

Beitrag von Jay91 » 03.07.2016, 12:35

Lange nichts passiert an dieser Baustelle.

Mittlerweile habe ich die Aufnahme für den Schwalbenschwanz in den Korpus gefräst und direkt einen kleinen Bock geschossen.

Ich habe nicht nachgedacht und in mehreren Durchgängen mit dem Schwalbenschwanzfräser auf die Endtiefe gefräst, sodass ich nun je Fräsdurchgang eine kleine Kante ich der Verbindung habe :x. Durch Versetzen der Schablone konnte ich diese zwar minimieren aber nicht komplett beseitigen.

Wie würdet ihr vorgehen? Stechbeitel oder Schleifklotz?

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Re: [Nr. 1] Orchestra Modell

#48

Beitrag von Jay91 » 16.07.2016, 10:52

Ich habe nun die misslungene Fräsung begradigt und den Schwalbenschwanz am Hals gefräst.

Vom weiten sieht die Passung ganz gut aus, bei genauerem Hinsehen erkennt man allerdings einen kleinen Spalt an der Passung des Schwalbenschwanzes. Die Verjüngung von beiden Teilen scheint also nicht 100%ig zu passen. Ich weiß nun allerdings überhaupt nicht wie ich weiter vorgehen soll. Habt ihr einen Tipp?

Danke und Gruß
Max

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Re: [Nr. 1] Orchestra Modell

#49

Beitrag von pl-guitars » 16.07.2016, 12:11

Der Hals sitzt ja noch nicht vollständig in der Ausfräsung (jedenfalls sieht es auf den letzten beiden Bildern so aus) - damit hast du noch etwas Spielraum zur Anpassung. Ich würde die Anpassung am Hals vornehmen.
hier gibts ein paar gute Erklärungen dazu:

https://www.youtube.com/results?search_ ... s+dovetail

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