Was ist denn eigentlich Naphtha?

alles zum Thema Klebeverbindung und Verbrauchsmaterial Tauglichkeiten
Antworten
Benutzeravatar
hogan666
Neues Mitglied
Beiträge: 38
Registriert: 04.03.2016, 10:11
Wohnort: Viernheim
Hat sich bedankt: 5 Mal
Kontaktdaten:

Was ist denn eigentlich Naphtha?

#1

Beitrag von hogan666 » 09.11.2017, 17:57

Servus,

so richtig hat mich die Suche nicht weitergebracht.
Der StewMac-Mensch benutzt in nem Video Naphta, damit sich die Fasern vom Holz aufstellen.
Naphta, weil es schneller trocknet wie Wasser.

In Deutschland ist aber "Naphta" nicht das Gleiche wie über dem Teich.
Kann mich jemand aufklären?

http://www.stewmac.com/Materials_and_Su ... lvent.html

Video siehe hier:
https://youtu.be/CUUuMzxJ9h8?t=8m45s

Gruß + Danke, Markus.

Benutzeravatar
hatta
Zargenbieger
Beiträge: 2091
Registriert: 12.01.2015, 12:46
Hat sich bedankt: 58 Mal
Danksagung erhalten: 29 Mal

Re: Was ist denn eigentlich Naphtha?

#2

Beitrag von hatta » 09.11.2017, 18:04

Mir wurde empfohlen einfach aceton zu nehmen.
Naphta ist eine reinigungsverdünnung oder sowas.

Aceton funzt sehr gut, auch zum reinigen oder fasern aufstellen. Ich nehme neben aceton auch noch brennspiritus.

Gruß
Gruß
Harald

Benutzeravatar
thoto
Zargenbieger
Beiträge: 1265
Registriert: 09.10.2013, 12:33
Wohnort: Braunschweig / Niedersachsen
Hat sich bedankt: 27 Mal
Danksagung erhalten: 18 Mal
Kontaktdaten:

Re: Was ist denn eigentlich Naphtha?

#3

Beitrag von thoto » 09.11.2017, 18:08

Naphta ist Rohbenzin.
Ich habe als Ersatz Reinigungsbenzin im Gebrauch, das gibts im Baumarkt.
Irgendwo stand was mit "Feuerzeugbenzin", aber ich glaube, das ist teurer.

Fürs Reinigen von gebeiztem Holz (Wasserbeize) nach dem Schleifen nehme ich Reinigungsbenzin. Geht super, trocknet schnell und verwischt die Beize nicht.
Thoto
Aktuelles Projekt: viewtopic.php?p=116032

Benutzeravatar
AsturHero
Ober-Fräser
Beiträge: 629
Registriert: 10.01.2017, 01:46
Hat sich bedankt: 70 Mal
Danksagung erhalten: 29 Mal

Re: Was ist denn eigentlich Naphtha?

#4

Beitrag von AsturHero » 09.11.2017, 18:11

ich machs oft auch mit ganz normalem Desinfektions-Alkohol..stellen sich auch prima die FAsern auf und ist ratzfatz trocken
lg Antonio

Meine neue Webseite: Antalo-Bass

Wann eigentlich wurde aus Sex and Drugs and Rock and Roll

Veganismus und Lactoseintoleranz und Helene Fischer???

ahgit
Bodyshaper
Beiträge: 254
Registriert: 28.11.2011, 08:21
Danksagung erhalten: 15 Mal

Re: Was ist denn eigentlich Naphtha?

#5

Beitrag von ahgit » 09.11.2017, 19:45

Naphta ist Terpentin(ersatz)

Benutzeravatar
hogan666
Neues Mitglied
Beiträge: 38
Registriert: 04.03.2016, 10:11
Wohnort: Viernheim
Hat sich bedankt: 5 Mal
Kontaktdaten:

Re: Was ist denn eigentlich Naphtha?

#6

Beitrag von hogan666 » 09.11.2017, 20:27

Super, wieder was gelernt. 👍
Dank Euch 😊

Gruß, Markus

Benutzeravatar
penfield
Ober-Fräser
Beiträge: 834
Registriert: 27.11.2014, 14:38
Hat sich bedankt: 15 Mal
Danksagung erhalten: 10 Mal

Re: Was ist denn eigentlich Naphtha?

#7

Beitrag von penfield » 09.11.2017, 20:50

In AT wird es als (spezial) Waschbenzin oder Testbenzin verkauft
SGmaster, Peacemaster 3P90,
Double neck fretless/fretted,
Quickbird, Basslownia.
Arbeitet am FrameBird und wieder an Les Paulownia

ahgit
Bodyshaper
Beiträge: 254
Registriert: 28.11.2011, 08:21
Danksagung erhalten: 15 Mal

Re: Was ist denn eigentlich Naphtha?

#8

Beitrag von ahgit » 09.11.2017, 22:23

In AT wird es als (spezial) Waschbenzin oder Testbenzin verkauft
Mag sein.In den Staaten wird und wurde Naphta von je her als Reinigungs bzw. Lösungsmittel für Ölbasierende Lacke und Anstriche verwendet die oft noch mit Polyurethan Alkyd oder Acryl verstärkt wurden.Ich wage jetzt mal zu bezweifeln das Waschbenzin
hierfür geeignet ist.

Benutzeravatar
gitarrenmacher
Ober-Fräser
Beiträge: 757
Registriert: 27.04.2010, 09:46
Hat sich bedankt: 5 Mal
Danksagung erhalten: 23 Mal
Kontaktdaten:

Re: Was ist denn eigentlich Naphtha?

#9

Beitrag von gitarrenmacher » 10.11.2017, 07:17

ahgit hat geschrieben:
09.11.2017, 22:23
In AT wird es als (spezial) Waschbenzin oder Testbenzin verkauft
Mag sein.In den Staaten wird und wurde Naphta von je her als Reinigungs bzw. Lösungsmittel für Ölbasierende Lacke und Anstriche verwendet die oft noch mit Polyurethan Alkyd oder Acryl verstärkt wurden.Ich wage jetzt mal zu bezweifeln das Waschbenzin
hierfür geeignet ist.
Da schließe ich mich an.
Ich tippe eher auf ein petroleumverwandtes Produkt.
z.B eine Art hochgeeinigtes Lampenöl. Ein Freund (u.a. Restaurateur von alten Instrumenten) nimmt das Zeug für alles Mögliche.
Die Schleifwasser riechen auch stark nach Petroleum
Munterbleiben
Chrischan
www.gitarrenmacher.de

Never underestimate the stupidity of idiots

Benutzeravatar
Yaman
Bodyshaper
Beiträge: 276
Registriert: 17.06.2016, 12:43
Wohnort: Ruhrgebiet
Hat sich bedankt: 9 Mal
Danksagung erhalten: 64 Mal

Re: Was ist denn eigentlich Naphtha?

#10

Beitrag von Yaman » 10.11.2017, 08:54

gitarrenmacher hat geschrieben:
10.11.2017, 07:17
Ich tippe eher auf ein petroleumverwandtes Produkt.
z.B eine Art hochgeeinigtes Lampenöl. Ein Freund (u.a. Restaurateur von alten Instrumenten) nimmt das Zeug für alles Mögliche.
Die Schleifwasser riechen auch stark nach Petroleum
Genau. Naphta kann sehr unterschiedliche Zusammensetzung haben: von größtenteils Rohbenzin bis zu größtenteils Petroleum. Alle diese Mischungen werden unter dem Sammelbegriff Naphta verkauft (https://en.wikipedia.org/wiki/Petroleum_naphtha).

Benutzeravatar
hogan666
Neues Mitglied
Beiträge: 38
Registriert: 04.03.2016, 10:11
Wohnort: Viernheim
Hat sich bedankt: 5 Mal
Kontaktdaten:

Re: Was ist denn eigentlich Naphtha?

#11

Beitrag von hogan666 » 10.11.2017, 09:08

Ich hab das nicht gewusst, dass man das zum reinigen von Holz nehmen kann. Mir war das immer irgendwie suspekt, da ich halt (noch) keine Ahnung hab. Aber irgendwie machts Sinn. Jetzt :D

Benutzeravatar
thoto
Zargenbieger
Beiträge: 1265
Registriert: 09.10.2013, 12:33
Wohnort: Braunschweig / Niedersachsen
Hat sich bedankt: 27 Mal
Danksagung erhalten: 18 Mal
Kontaktdaten:

Re: Was ist denn eigentlich Naphtha?

#12

Beitrag von thoto » 10.11.2017, 12:13

Ich habe gestern abend mal einen Blick auf meine Flasche mit Reinigungsbenzin geworfen. Da wird bei den Inhaltsstoffen an erster Stelle "Naphta (Erdöl)" genannt.
Ich kann gerne ein Bild des Etiketts einstellen, falls es jemanden interessiert...
Thoto
Aktuelles Projekt: viewtopic.php?p=116032

Benutzeravatar
gitarrenmacher
Ober-Fräser
Beiträge: 757
Registriert: 27.04.2010, 09:46
Hat sich bedankt: 5 Mal
Danksagung erhalten: 23 Mal
Kontaktdaten:

Re: Was ist denn eigentlich Naphtha?

#13

Beitrag von gitarrenmacher » 10.11.2017, 12:42

thoto hat geschrieben:
10.11.2017, 12:13
........... "Naphta (Erdöl)" ..................
Aus WIKI
Das Wort Naphtha stammt aus dem Griechischen: νάφθα náphtha hat wiederum seinen Ursprung im persischen Wort naft für „Erdöl“.

Ich denke, der Begriff ist weder genormt, noch geschützt und regional verschieden gebräuchlich. Also würde ich, bei der Vielzahl von Erklärungen des Begriffs, zur Vorsicht raten, und nicht irgendwas auf das Instrument geben, was als Naphtha bezeichnet wird. Das könnte in die Hose gehen
Munterbleiben
Chrischan
www.gitarrenmacher.de

Never underestimate the stupidity of idiots

Benutzeravatar
hogan666
Neues Mitglied
Beiträge: 38
Registriert: 04.03.2016, 10:11
Wohnort: Viernheim
Hat sich bedankt: 5 Mal
Kontaktdaten:

Re: Was ist denn eigentlich Naphtha?

#14

Beitrag von hogan666 » 10.11.2017, 12:52

Das hier gibt's zum Beispiel im Bauhaus:
https://www.bauhaus.info/terpentinersat ... ungsbenzin

Benutzeravatar
zappl
Ober-Fräser
Beiträge: 809
Registriert: 09.02.2016, 19:58
Wohnort: 56xxx
Hat sich bedankt: 39 Mal
Danksagung erhalten: 22 Mal
Kontaktdaten:

Re: Was ist denn eigentlich Naphtha?

#15

Beitrag von zappl » 10.11.2017, 14:25

hogan666 hat geschrieben:
10.11.2017, 12:52
Das hier gibt's zum Beispiel im Bauhaus:
https://www.bauhaus.info/terpentinersat ... ungsbenzin
... und genau dieses ist meiner Erfahrung nach für den o.g. Zweck dem Aufstellen der Fasern nicht besonders brauchbar. Das Trocknen dauert recht lange und ich hatte auch den Eindruck, dass es sogar leicht ölig ist. Zum Verdünnen von Tru-Oil hingegen eignet sich das Produkt hervorragend.

Nimm lieber reinen Alkohol (99%), "da weiß man wenigstens was man hat" ;) Zum Beispiel hier: https://www.joha.eu/de/harze/naturharze ... alcohol-99
Gruß, Sebastian
#1 #2 #3 #4

Benutzeravatar
hogan666
Neues Mitglied
Beiträge: 38
Registriert: 04.03.2016, 10:11
Wohnort: Viernheim
Hat sich bedankt: 5 Mal
Kontaktdaten:

Re: Was ist denn eigentlich Naphtha?

#16

Beitrag von hogan666 » 10.11.2017, 15:21

Haha gut zu wissen.
Muss mal im Bauhaus bissl stöbern, was es noch gibt.
Apotheke ist mir zu teuer... ;-)

Benutzeravatar
wasduwolle
Board-Admin
Beiträge: 1286
Registriert: 23.04.2010, 19:04
Wohnort: Bühl, Baden
Hat sich bedankt: 28 Mal
Danksagung erhalten: 15 Mal

Re: Was ist denn eigentlich Naphtha?

#17

Beitrag von wasduwolle » 10.11.2017, 15:45

Hi Sebastian,
Warum verdünnst du den Trueoil?
Nur mal so aus Neugier....(es riecht als könnte ich was lernen:-) )
Grüsse
Wasduwolle

Benutzeravatar
zappl
Ober-Fräser
Beiträge: 809
Registriert: 09.02.2016, 19:58
Wohnort: 56xxx
Hat sich bedankt: 39 Mal
Danksagung erhalten: 22 Mal
Kontaktdaten:

Re: Was ist denn eigentlich Naphtha?

#18

Beitrag von zappl » 10.11.2017, 16:21

wasduwolle hat geschrieben:
10.11.2017, 15:45
Warum verdünnst du den Trueoil?
Nur mal so aus Neugier....(es riecht als könnte ich was lernen:-) )
Es lässt sich leicher auftragen, zieht sich beim Trocknen besser glatt, weniger Schlieren, sprich weniger Zwischenschliff. Stark verdünnt und hauchdünn aufgetragen lässt sich die letzte Schicht fehlerfrei und mit ordentlichem Glanz auftragen, sodass auf man auf eine Nacharbeit verzichten kann. Dafür verlängert sich die Trockenzeit etwas, aber nicht wesentlich. Hier ein Beispiel: http://gitarrebassbau.de/viewtopic.php? ... 50#p104635 und dort in Beitrag #69

Ist übrigens keine Spinnerei meinerseits, sondern sogar von Birchwood selbst empfohlen. ;)
Gruß, Sebastian
#1 #2 #3 #4

Benutzeravatar
Yaman
Bodyshaper
Beiträge: 276
Registriert: 17.06.2016, 12:43
Wohnort: Ruhrgebiet
Hat sich bedankt: 9 Mal
Danksagung erhalten: 64 Mal

Re: Was ist denn eigentlich Naphtha?

#19

Beitrag von Yaman » 10.11.2017, 16:32

zappl hat geschrieben:
10.11.2017, 16:21
Es lässt sich leicher auftragen, zieht sich beim Trocknen besser glatt, weniger Schlieren, sprich weniger Zwischenschliff. Stark verdünnt und hauchdünn aufgetragen lässt sich die letzte Schicht fehlerfrei und mit ordentlichem Glanz auftragen, sodass auf man auf eine Nacharbeit verzichten kann.
Ich habe den gleichen Effekt erhalten, indem ich die Oberfläche ganz normal mit Danish Oil behandelt habe und dann über die noch feuchte Oberfläche noch einmal mit Poliboy Arbeitsplattenöl (https://shop.poliboy.de/arbeitsplatten-ol-500ml.html) gegangen bin. Nach dem Trocknen eine völlig glatte, fehlerfreie Oberfläche.

Benutzeravatar
zappl
Ober-Fräser
Beiträge: 809
Registriert: 09.02.2016, 19:58
Wohnort: 56xxx
Hat sich bedankt: 39 Mal
Danksagung erhalten: 22 Mal
Kontaktdaten:

Re: Was ist denn eigentlich Naphtha?

#20

Beitrag von zappl » 10.11.2017, 16:52

Also gleich nach dem letzten Auftrag des Danish Oils? Wie verhält es sich danach von der Haptik?
Gruß, Sebastian
#1 #2 #3 #4

Benutzeravatar
Yaman
Bodyshaper
Beiträge: 276
Registriert: 17.06.2016, 12:43
Wohnort: Ruhrgebiet
Hat sich bedankt: 9 Mal
Danksagung erhalten: 64 Mal

Re: Was ist denn eigentlich Naphtha?

#21

Beitrag von Yaman » 10.11.2017, 20:10

zappl hat geschrieben:
10.11.2017, 16:52
Also gleich nach dem letzten Auftrag des Danish Oils? Wie verhält es sich danach von der Haptik?
Ich nehme den Überstand des Danish Oil ab und gehe dann mit dem Poliboy Arbeitsplattenöl darüber. Es trocknet sehr schnell, am nächsten Tag ist ein hauchdünner, nicht klebender Ölfilm (wahrscheinlich ein Teil des im Produkt enthaltenen Weißöls) zu spüren, den ich mit Küchenkrepp abwische. Am Tuch ist nicht viel zu sehen. Danach ist es sehr glatt und klebt nicht mehr. Weißöl dringt im allgemeinen tief in das Holz ein, härtet aber nicht aus und ist ja auch Hauptbestandteil von Balistol. Das Poliboy Arbeitsplattenöl ist im Vergleich mit Danish Oil nicht so dickflüssig.

Ich habe mal bei Poliboy angefragt, was in dem Öl enthalten ist. Hier die Antwort:

"Unser Produkt Poliboy Arbeitsplattenöl enthält neben Leinöl als Hauptkomponente ein „Langölalkydharz“ auf Basis von Sonnenblumenöl.
Dabei benutzen wir keine Hilfsstoffe (Trockner) für die Trocknung der Öle, da diese oft neg. Auswirkungen haben: z.B. durch Schwermetalle.
Die eingesetzten Harze haben ein besseres Trocknungsverhalten als reines Leinöl und sind stärker in der Schutzwirkung. Somit reicht die normale oxidative Trocknung für unser Produkt aus. Eine hohe Luftwechselrate und wärmere Temperaturen beschleunigen ebenfalls die Trocknung."

Antworten

Zurück zu „Leime, Kleber, Harze, Spachtel, Reiniger, Schleif- und Poliermittel“

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 3 Gäste