Schmaler/dünner Schablonenfräser

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Zexion
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Schmaler/dünner Schablonenfräser

#1

Beitrag von Zexion » 17.05.2016, 21:23

Hallöchen,

der Titel verrät es ja eigentlich schon wonach ich suche :D
Den normalen Schablonenfräser von Rall hab ich schon, doch drängt sich mir schon seit einiger Zeit die Frage auf obs auch noch welche mit geringerem Durchmesser gibt, besonders wegen diverser Pickupecken.

Kennt ihr da was, kann man irgendwie mit einem Nutfräser und Kugellager etwas machen o.Ä.?
Grüße
Bernhard

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sunrisebrasil
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Re: Schmaler/dünner Schablonenfräser

#2

Beitrag von sunrisebrasil » 17.05.2016, 23:10

Ein 8 mm Metalllfräser vielleicht?
ich nehme den Schaft als Anlauffläche... funktioniert prächtig.
Grüße
Markus

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Re: Schmaler/dünner Schablonenfräser

#3

Beitrag von Poldi » 18.05.2016, 05:34

sunrisebrasil hat geschrieben:Ein 8 mm Metalllfräser vielleicht?
ich nehme den Schaft als Anlauffläche... funktioniert prächtig.
Grüße
Markus
dito.

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Re: Schmaler/dünner Schablonenfräser

#4

Beitrag von Walterson » 18.05.2016, 07:07

Ich nehme einen Standard 6mm Nutfräser und eine Kopierhülse.

Bild

Die Kopierhülse dient als Anlauffläche, die Schablone muss die Differenz zwischen Kopierhülse und Fräser größer dimensioniert sein....
VG
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Re: Schmaler/dünner Schablonenfräser

#5

Beitrag von capricky » 18.05.2016, 09:06

Als spezielle Problematik wurden "Pickupecken" (bspw. EMG's, P90) benannt, da fällt die Kopierhülsentechnik weg. Es braucht dann aber Schaftfräser mit maximal 5mm Durchmesser. Die gibt es nicht mit Kugellager, nur als Schaftfräser und die dann vorzugsweise im Metall- und Kunststoffbearbeitungsbereich. Man verwendet jene, deren Schaftdurchmesser gleich dem Schneidendurchmesser ist. Das bedeutet zwangsläufig, dass man auch entsprechende Spannzangen braucht, die es aber bei keinen üblichen Oberfräsen gibt, außer bei... (und nun ist es mir gelungen, die Kausalkette bis zum ewig von mir empfohlenen Fräsmotor zu ziehen...) dem Kress! Spannzangen von 1 - 10mm und zöllig von 1/8" , 1/4" usw.
Bitte jetzt nicht wieder das Argument - "mit Metall-/Kunststofffräsern kann man kein Holz fräsen!" Man kann, sehr gut sogar. Manchmal sogar besser und ohne Ausreißschweinereien! Es geht langsamer, schont aber Nerven, Werkzeug und Material.

capricky

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Re: Schmaler/dünner Schablonenfräser

#6

Beitrag von Titan-Jan » 18.05.2016, 10:41

sunrisebrasil hat geschrieben:Ein 8 mm Metalllfräser vielleicht?
ich nehme den Schaft als Anlauffläche... funktioniert prächtig.
Grüße
Markus
Und welcher 8mm Fräser hat einen langen Schaft und eine kurze Schneide? Das bräuchte man dafür ja oder nicht? Hab ich nämlich auch schon länger bislang erfolglos gesucht... (think)

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Re: Schmaler/dünner Schablonenfräser

#7

Beitrag von capricky » 18.05.2016, 11:18

Titan-Jan hat geschrieben:
sunrisebrasil hat geschrieben:Ein 8 mm Metalllfräser vielleicht?
ich nehme den Scha

Und welcher 8mm Fräser hat einen langen Schaft und eine kurze Schneide? Das bräuchte man dafür ja oder nicht? Hab ich nämlich auch schon länger bislang erfolglos gesucht... (think)
Also 8mm Schaftfräser mit langem Schaft und langer Schneide sind nicht problematisch zu finden, man muss dann halt die Schneide kürzen, mit der Trenne auch kein Problem. Nur scheint mir ein 8mm Schaftfräser für oben genannte Aufgabe nicht zielführend zu sein (kenne ich aus eigenem Bedarf), 5mm sind da besser, aber eben schwer zu finden.
Wobei ich eh nicht eine ganze Pickupkammer damit fräsen würde, aber den sauberen Stich durch die Decke einer Gitarre schon.

capricky

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Re: Schmaler/dünner Schablonenfräser

#8

Beitrag von Walterson » 18.05.2016, 13:18

capricky hat geschrieben:Als spezielle Problematik wurden "Pickupecken" (bspw. EMG's, P90) benannt, da fällt die Kopierhülsentechnik weg.
Warum? Fast alle Pickup-Fräsungen in meinen Gitarren sind so entstanden. Hier mal ein paar Beispiele:

https://www.flickr.com/photos/walterson ... 099609526/
https://www.flickr.com/photos/walterson ... 570648463/
https://www.flickr.com/photos/walterson ... 435731921/
https://www.flickr.com/photos/walterson ... 595012976/

Die Aussparungen für die "Füße" der Pickups (die ersten beiden Beispiele) bohre ich vorher mit einem 18mm Forstner Bohrer. Das ist bei dem EMG 707 und 808 etc. natürlich nicht nötig.
VG
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Re: Schmaler/dünner Schablonenfräser

#9

Beitrag von raumneun » 19.05.2016, 07:29

Als Bezugsquelle für Schaftfräser möchte ich hier mal sorotec.de in den Raum werfen. Die haben auch VHM Schaftfräser für Holz, also steilere Windung. Die Qualität ist super.

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Re: Schmaler/dünner Schablonenfräser

#10

Beitrag von Titan-Jan » 19.05.2016, 08:00

capricky hat geschrieben:Also 8mm Schaftfräser mit langem Schaft und langer Schneide sind nicht problematisch zu finden, man muss dann halt die Schneide kürzen, mit der Trenne auch kein Problem.
Ernsthaft? Das sind ja Methoden... :? Ich bin bisher davon ausgegangen, es gäbe passende Fräser zu kaufen, wo man diesen Tipp doch öfters hört, man solle einfach den Schaft als Anlauflager nehmen. Kürzen die alle die zu lange Schneide?

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Re: Schmaler/dünner Schablonenfräser

#11

Beitrag von capricky » 19.05.2016, 08:47

capricky hat geschrieben:Als spezielle Problematik wurden "Pickupecken" (bspw. EMG's, P90) benannt, da fällt die Kopierhülsentechnik weg.
Walterson hat Recht. So von mir formuliert ist das völliger Blödsinn. Natürlich ist die Kopierhülsentechnik eine gut geeignete Methode mit einem kleinen "Nachteil" - man kann keine 1:1 Schablonen, Templates verwenden, die wären einfacher, vor allem schneller herzustellen.
Wenn man also 1:1 Fräsen will, führt bei so engen Radien wie bei einigen EMG's oder PAF'S mit Blechkappen z.B. kein Weg an kleineren Schaftfräser mit Durchmessern unter 6mm vorbei. Die sind aber wie ich beschrieb, entsprechend schwerer zu bekommen.
Der Fräser auf dem oberen Bild hat 8mm Schaftdurchmesser, selbst ein 1/4" oder 6mm Fräser wäre noch zu dick für die Pickupkappe.

"Tschuldigung", für die von mir geschaffene Verwirrung!

capricky

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Re: Schmaler/dünner Schablonenfräser

#12

Beitrag von helferlain » 19.05.2016, 09:26

Titan-Jan hat geschrieben:... Ich bin bisher davon ausgegangen, es gäbe passende Fräser zu kaufen, wo man diesen Tipp doch öfters hört, man solle einfach den Schaft als Anlauflager nehmen. ...
Gibt es auch, z.B. hier:

http://www.toptools24.de/ENT-Oberfraese ... GL60-120mm

Schaft 8mm, also auch den Durchmesser 8 mm wählen! Schneidenlänge 14 mm, Gesamtlänge wahlweise 80 / 100 / 120 mm.

Wird als Fräser für Aluminium und Kunsstoff verkauft, funktioniert aber auch wunderbar mit Holz. Ich habe den Eindruck der Fräser läuft sogar ruhiger als ein "normaler" Kopierfräser mit geraden Schneiden und Kugellager am Schaft (den ich auch nur mit 12,7mm habe)

Ich habe mir für meine Metabo Oberfräse neben der mitgelieferten 8mm Spannzange auch die 1/4" - 6,0mm - 1/8" - 3,0mm gegönnt. Mit den passenden Metallfräsern (Schaftlänge = Durchmesser) kann man genauso Schablonen abfahren. Der 3mm Fräser erforder dann aber vorsichtigen Vorschub

Edit: Ich kann nach einigen Jahren Gitarrenbau immer noch nicht nachvollziehen, warum eine 12mm und 1/2" Spannzange ein Kaufargument im Gitarrenbau sind. Mit 6 und 8 mm kann man fast alles abdecken. (think) interessanter sind dann eher noch die kleineren Durchmesser
Grüße, helferlain
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Re: Schmaler/dünner Schablonenfräser

#13

Beitrag von kehrdesign » 19.05.2016, 13:21

Warum soll das mit der Kopierhülsentechnik nicht funktionieren?
Meine kleinsten Zylinderfräser haben einen Durchmesser von 4 mm (Schaft 8 mm). Ein Einschneider und ein Zweischneider, die erstaunlich gut funktionieren, sind Bestandteil eines fernöstlichen Fräser-Sortimentes. Bei der 12er Kopierhülse mache ich die Schablonen eben allseitig 4 mm weiter, bei der 17er Kopierhülse dementsprechend 6,5 mm. Bei gemächlichem aber gleichmäßigem Vorschub und max. 3 mm Zustelltiefe geht das bestens.
Das einzige zu erwartende Problem kann bei ungenügender Absaugung ein Spänestau in den tiefen Nuten werden; man kann aber auch zur Problemlösung die Nut gefühlvoll nach innen etwas breiter machen.
Man weiß nicht recht, ob aus Dummheit, Platzmangel oder Schlamperei ein Unikat der Gitarrenwelt überhört wurde.
(aus Allan Holdsworth's Nachruf von Michael Rüsenberg)

http://guitars.kehrdesign.de/

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Re: Schmaler/dünner Schablonenfräser

#14

Beitrag von capricky » 19.05.2016, 14:28

kehrdesign hat geschrieben:Warum soll das mit der Kopierhülsentechnik nicht funktionieren?
Guggst Du zwei posts weiter oben, da habe ich beschrieben warum es dann doch funktioniert!

capricky

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Re: Schmaler/dünner Schablonenfräser

#15

Beitrag von kehrdesign » 19.05.2016, 14:50

capricky hat geschrieben:... Guggst Du zwei posts weiter oben, da habe ich beschrieben warum es dann doch funktioniert!...

... hab ich gemacht, allerdings erst jetzt.
Tschuldigung Mester, für meine Oberflächlichkeit; Deine (üblicherweise sehr fundierten) Worte von wegen 'geht nicht' haben meinen Widerspruchsgeist derart erweckt, dass ich die folgenden Posts sträflichst ignoriert hatte.
Man weiß nicht recht, ob aus Dummheit, Platzmangel oder Schlamperei ein Unikat der Gitarrenwelt überhört wurde.
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Re: Schmaler/dünner Schablonenfräser

#16

Beitrag von Zexion » 23.05.2016, 20:04

So viele Antworten und so wenig Zeit! Danke an alle bisher!
Ich werd mir das genauer durchlesen und mich umschauen, danke!
Grüße
Bernhard

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