Die Dritte, Die Vierte, Die Fünfte und Die Sechste

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Yaman
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Re: Die Dritte, Die Vierte, Die Fünfte und Die Sechste

#151

Beitrag von Yaman » 13.12.2017, 07:21

Sven2 hat geschrieben:
12.12.2017, 22:35
Wir betreiben hier ja keinen Wettbewerb. :-)

Ein Tipp zur ersten Gitarre: Nimm dir für jeden Arbeitsschritt die Zeit, ihn genau zu durchdenken. Den ein oder anderen Arbeitsschritt erst mal an einem Stück Opferholz zu proben hilft auch.
Danke für den Tip. Als Wettbewerb sehe ich das hier nie. Mein Kommentar war eher so gemeint, dass das hier Gezeigte mir zeigt, was ich durch Übung und Erfahrung vielleicht auch mal erreichen kann und dass der Bau von Akustikgitarren im Vergleich zu E-Gitarren doch eine ganz andere Liga ist.

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Haddock
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Re: Die Dritte, Die Vierte, Die Fünfte und Die Sechste

#152

Beitrag von Haddock » 13.12.2017, 13:47

Hallo,

wirklich eine tolle Baudocku welche Du hier machst und zeigst. Respeckt auch vor Deiner Ausdauer, gleich 4 akustik Gitarren auf einmal zu bauen. Super!

Gruss
Urs

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Boden verleimen

#153

Beitrag von Sven2 » 22.12.2017, 01:18

Bei der zweiten Gitarre habe ich mal eine Alternative zum Markieren der Klebefläche auf dem Boden versucht. Anstelle eines selbstgemalten Bleistiftrands, habe ich Kohlepapier untergelegt und mit dem Kunststoffhammer etwas am Rand entlanggeklopft.
Das Ergebnis war auch gut.
Bei der ersten Gitarre war ich zwischenzeitlich mit der Innenlackierung fertig und es wurde Zeit den Kasten zu schließen.
Zuerst habe ich soweit alles soweit vorbereitet, dass ich zügig arbeiten konnte. Ich habe mich entschieden für das Verleimen der Böden Fischleim zu verwenden, da dieser eine lange offene Zeit hat.
Dann habe ich rundherum mit Klebestreifen den Anpressdruck aufgebaut. Halsfuß und Endklotz haben eine Leimzwinge bekommen. Zusätzlich dazu habe ich mit langen Leimzwingen und Klötzchen etwas Anpressdruck auf die Balkenenden aufgebaut.
Den gesamten Rand mit Leimzwingen anzupressen, halte ich nicht mehr für notwendig. Ob ich damit Recht habe, wird sich Morgen zeigen...
Sven

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Halbzeit

#154

Beitrag von Sven2 » 17.01.2018, 21:26

So. Gestern habe ich, nach Abschluss der Innenlackierung, endlich die vierte Gitarre (Ziricote) geschlossen. Heute habe ich noch den Überstand entfernt.
Übrigens. Den Anpressdruck für den Boden nur mit Klebestreifen aufzubauen (wie ich im vorigen Beitrag geschrieben habe), hat tatsächlich nur bei der Kirsch-Gitarre funktioniert, da der Kirschboden nur knapp 2mm dick ist. Die anderen Böden sind dicker und aus härteren Hölzern, so dass ich dort wieder rundherum mit Zwingen gepresst habe.

Meiner Erfahrung nach, ist nach dem Schließen der Gitarre Halbzeit. Da ich im Sommer aber ziemlich getrödelt habe, werde ich hoffentlich nicht noch bis Ende des Jahres brauchen, um die Gitarren fertig zu stellen.
Ab Morgen kommen die Randeinlagen an die Reihe.

Sven

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Re: Die Dritte, Die Vierte, Die Fünfte und Die Sechste

#155

Beitrag von bea » 18.01.2018, 00:35

Ich lese gespannt mit.
LG

Beate

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Randeinlagen

#156

Beitrag von Sven2 » 18.01.2018, 23:05

Heute habe ich endlich damit begonnen mit meiner Feinkreissäge die ersten Randeinlagen-Streifen von meinem vorbereiteten Brett abzusägen.
Dafür habe ich zunächst Probeschnitte mit einem Stück Testholz gemacht, bis ich die gewünschte Stärke von 2,7mm hatte. Anschließend habe ich die ersten vier Streifen abgesägt. Das Amaranth hat spürbar Widerstand geleistet und es gab stellenweise dunkle Verfärbungen durch die Hitze. Alles in allem habe ich aber eine saubere Schnittkante bekommen und durch das dünne Sägeblatt auch nur wenig Material verloren. Wie man sieht, hat das Amranth an der frischen Schnittkante noch nicht seine typische purpurne Farbe.
Dann habe ich die Streifen paarweise zusammengelegt, jeweils für die Decken- und die Bodenränder und mit Kreppband zu einem Paket gepackt.
Anschließend angefeuchtet, in Alufolie gewickelt und ab in den Bender. Dabei habe ich auch gleich meine neue Heizmatte eingeweiht, nachdem ich meine erste ja sauer gefahren hatte. Ich hatte ganz vergessen, wie die stinken, wenn man sie das erste mal benutzt...
Ich habe die Leisten 15 Minuten bei 135°C schmoren lassen und lasse sie nun über Nacht abkühlen.
Wenn Morgen alles gut gegangen ist, werde ich die nächsten Päckchen auf einen Rutsch biegen.
Mein Plan ist, dass die Birne-, die Palisander- und die Ziricote-Gitarre jeweils Amaranth-Ränder bekommen und die Kirsch-Gitarre Mahagoni-Ränder.

Sven

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Re: Die Dritte, Die Vierte, Die Fünfte und Die Sechste

#157

Beitrag von Poldi » 19.01.2018, 05:30

Sehr schön, auch hier lese ich gespannt mit.

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Re: Die Dritte, Die Vierte, Die Fünfte und Die Sechste

#158

Beitrag von Haddock » 19.01.2018, 06:57

Guten Morgen,
Poldi hat geschrieben:
19.01.2018, 05:30
Sehr schön, auch hier lese ich gespannt mit.
Genau so!

Gruss
Urs

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Mist! Mist! Mist!

#159

Beitrag von Sven2 » 19.01.2018, 22:35

Tja, das hatte ich nicht erwartet. Zerbrochen ist zwar nichts, aber dafür gab es ein anderes Problem.
Ich hatte die Leisten vor dem Biegen natürlich angefeuchtet und das hatte zur Folge, dass sich die schwarze Beize aus dem schwarzen Furnierstreifen gelöst und die beiden hellen Furnierstreifen und das Amaranth verschmutzt hat.
Ich bin ein paar mal mit der Ziehklinge über das Ende gegangen und danach sah es schon wieder besser aus, aber das weiße Furnier hat immer noch einen deutlichen Grauschleier. Und ob das über die ganze Länge der Leiste klappt, ist nicht sicher.
Das heißt für mich, dass ich die nächsten Leisten vor dem Biegen nicht anfeuchten darf, und ich weiß nicht, ob das Amaranth das mit sich machen lässt. Darüber muss ich erst nochmal nachdenken.
Da ich nicht untätig aus der Werkstatt gehen wollte, habe ich die restlichen Leisten, die ich noch rumliegen hatte einfach noch mitgebogen.
Von links nach rechts ist das:
- Mahagoni (für die Kirschgitarre)
- Ein paar fertige Palisanderleisten vom Rall
- Die Amaranthleisten, die ich für meine zweite Gitarre gekauft habe, und die sich partout nicht biegen lassen wollten (Waldkeramik - wird unter Hitze nur noch härter)
- Ein paar Schlangenholzeisten, die ich für ein zukünftiges Projekt gekauft habe.
Also alle in ein Paket verschnürt, rein in die Maschine, Kochwäsche gewählt und gewartet. Jetzt dürfen sie über Nacht abkühlen.
Sven

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Re: Mist! Mist! Mist!

#160

Beitrag von Yaman » 20.01.2018, 08:34

Sven2 hat geschrieben:
19.01.2018, 22:35
Ich hatte die Leisten vor dem Biegen natürlich angefeuchtet und das hatte zur Folge, dass sich die schwarze Beize aus dem schwarzen Furnierstreifen gelöst und die beiden hellen Furnierstreifen und das Amaranth verschmutzt hat.
Hast du die schwarzen Furnierstreifen selbst gebeizt, oder war es vorgefärbtes Furnier? Ich frage deshalb, weil ich schwarz gefärbtes Furnier gekauft habe und ich mich frage, ob mich Ähnliches erwartet.

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Re: Die Dritte, Die Vierte, Die Fünfte und Die Sechste

#161

Beitrag von thoto » 20.01.2018, 08:57

Genau das Problem hatte ich auch. Wasserbeize löst sich bei Wasserkontakt wieder und wandert im Wasserfilm umher. Ich weiß nicht, ob da Spiritusbeize die Lösung wäre. Ganz weg bekommst du die Verfärbung wahrscheinlich nicht mehr (jedenfalls nicht ohne erheblichen Materialabtrag).

Ein vorheriges Versiegeln mit Schellack, Öl oder Lack sollte helfen, wenigstens bestimmte Teile vor der Beize zu schützen, aber dann wird es mit dem Anfeuchten vor dem Biegen wieder nichts. Es ist ein Teufelskreis, ich habe leider keine gute Lösung parat.

Ich nehme an, auch deshalb wird in dem Bereich mit natürlich gefärbten Hölzer gearbeitet, die entfärben sich halt nicht so schnell.

@Yaman: Mach einfach den Versuch, auf ein Stückchen Furnierstreifen einen Trpfen Wasser zu geben und stehen zu lassen. Nicht Verreiben oder so. Und dann lass ihn verdunsten und schau, obb sich Auswaschungen zeigen. Das Holz sollte hellerwerden. Falls nach dem Trocknen das Holz genauso aussieht wie vorher, solltest du keine Probleme haben.
Thoto
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Re: Die Dritte, Die Vierte, Die Fünfte und Die Sechste

#162

Beitrag von liz » 20.01.2018, 09:25

Amaranth lässt sich trocken biegen, allerdings habe ich das erst auf dem Biegeeisen probiert.

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Re: Die Dritte, Die Vierte, Die Fünfte und Die Sechste

#163

Beitrag von ahgit » 20.01.2018, 09:56

Tja, das hatte ich nicht erwartet. Zerbrochen ist zwar nichts, aber dafür gab es ein anderes Problem.
Ich hatte die Leisten vor dem Biegen natürlich angefeuchtet und das hatte zur Folge, dass sich die schwarze Beize aus dem schwarzen Furnierstreifen gelöst und die beiden hellen Furnierstreifen und das Amaranth verschmutzt hat.
Ich meine ich hätte schon mal erwähnt das ich ,wenn ich färbe ,die Furniere in Kupfer oder Eisenvitriol im Zusammenhang mit Glauholzextrakt oder Galläpfeln färbe um eine intensievere und gleichmäßigere Färbung zu erreichen und um die Pigmente ordentlich auf der Faser zu fixieren.
Die Pigmente in deiner Beize(auch wenn sie noch so klein sind) werden nicht ausreichend auf der Faser fixiert.Das wird unter anderem durch die Metallsalze erreicht.
Es ist zu erwarten das später bei der Politur noch einiges an Pigmenten austritt welche die Kontraste verwaschen ,wenn du beim polieren nicht höllisch aufpasst.
Solltest du vorhaben deine Rosettenspäne einmal selbst zu färben ,würde ich das Verfahren vorher nochmals gründlich überdenken.Man kann sich viele Stunden Arbeit in kürzester Zeit ruinieren.
Das ausbluten der verwendeten Hölzer ist ein weiterer Factor der die Farbkontraste erheblich vermindern kann.Es gibt Hölzer die mehr oder weniger ausbluten,Amarant oder Purplewood ist einer der Kandidaten die extrem ausbluten.

@ Yaman
Bei industriell gefärbten Furnieren ist ein auswaschen der Pigmente kein Problem da sie ausreichend auf der Faser fixiert werden,so lange man sie nicht unverhältnissmäßig viel irgendwelchen Lösungsmitteln aussetzt.

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Re: Mist! Mist! Mist!

#164

Beitrag von Sven2 » 24.01.2018, 22:07

Yaman hat geschrieben:
20.01.2018, 08:34
Hast du die schwarzen Furnierstreifen selbst gebeizt, oder war es vorgefärbtes Furnier? Ich frage deshalb, weil ich schwarz gefärbtes Furnier gekauft habe und ich mich frage, ob mich Ähnliches erwartet.
Ja, das ist selbst gebeizt. Ich habe es weiter oben in diesem Thread beschrieben. Ich rate Dir also zur Vorsicht.

Sven

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Fräsen und einkleben

#165

Beitrag von Sven2 » 24.01.2018, 22:24

Die zweite Gruppe von Leisten habe ich versucht trocken zu biegen, aber leider hat das nicht funktioniert. Jede Leiste ist an mindestens einer Stelle gebrochen.
Also habe ich mit einem Lappen nur den Amaranth-Teil der Leisten angefeuchtet, ohne die Furnierstreifen zu berühren. Und diesmal hat es geklappt.
Also habe ich heute den Bodenrand der Birnengitarre ausgefräst und begonnen die ersten Leisten zu verleimen.
Wie man sieht, sind die Leisten deutlich höher als der ausgefräste Rand, aber ich wollte genügend Reserve haben. Der Überstand lässt sich mit der Ziehklinge schnell abtragen.
Leider meinte meine Kamera nun ihre Speicherkarte sei voll, daher habe ich ab hier keine Fotos mehr.
Da ich noch ein deutliches Rückfedern in den Leisten hatte, habe ich mich wieder für die Sekundenkleber/Beschleuniger-Methode entschieden. Eigentlich wollte ich ja Fischleim nehmen, aber bei dieser Gitarre wird das wohl nichts.
Ab Morgen geht es dann wieder bebildert weiter.

Sven

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Einkleben

#166

Beitrag von Sven2 » 04.02.2018, 20:56

Und weiter geht's. Nach den diversen Problemen beim Biegen der Leisten, habe ich ein weiteres Problem bemerkt. Da ich die Amaranthleisten bei 145°C biegen musste, hat sich der Titebond Ultimate III (wasserfest) stellenweise wieder gelöst. Also musste ich an einigen Stellen die losgelösten Furnierstreifchen mit Sekundenkleber wieder reparieren. Ich hätte jetzt wirklich erwartet, dass der Titebond Ultimate den Foxbender überlebt.

Beim Einkleben der Randleisten, habe ich zum Boden hin noch einen Streifen Ahorn dazwischen geklebt, als optischen Kontrast. Den Ahornstreifen habe ich einmal komplett herum geklebt, um eine Naht weniger zu haben.
Nach dem Putzen, hat sich eine sehr schöne Farbkombination gezeigt. Dabei war ich mir zunächst gar nicht sicher, ob das Amaranth zur Birne passt.
Vor dem Einkleben der Leisten an der Decke, habe ich die Leisten doch nochmal auf dem Biegeeisen nachgebogen, was bemwerkenswert glatt lief. Aber ich habe auch sehr langsam gemacht.


Für die Endklotznaht habe ich mich diesmal an etwas schwieriges getraut. Das "Um die Ecke führen" der Furnierstreifen.
Ohne dieses Video von Pablo Requena hätte ich mich das nicht getraut:
youtube.com/watch?v=6vRkRUvOQHM
Nach dem Putzen sah es ganz ordentlich aus. Nur rechts oben zeigt sich eine Lücke.
Im unteren Bereich ist mir ein Span aus der Zarge gebrochen. Das muss ich noch irgendwie kaschieren. Na ja, ich hab ja noch drei weitere Gitarren zum Üben.
Bei dem ganzen herumhantieren ist mir einmal die Gitarre von der Werkbank gerutscht und mit dem Kopf auf den Betonboden geschlagen. Zum Glück hatte ich eine dicke Socke über den Kopf gezogen, so dass der Kopf nichts abbekommen hat.
(Danke für den Tipp Liz. Danke!)
Allerdings habe ich beim reflexhaften Versuch die Gitarre zu fassen zu bekommen mit dem Fingernagel einen Kratzer in die Decke gehauen. Da das Rotzeder ist und die Decke bereits sehr dünn, wird hier wohl eine Narbe bleiben.
Als nächstes kommt die Kirschgitarre an die Reihe.

Sven

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Randeinlagen: Episode 57

#167

Beitrag von Sven2 » 15.02.2018, 21:13

So, nun hat auch die Kirschgitarre den Rand voll. Eigentlich sollten es Randeinlagen aus Mahagoni werden, aber da ich beim Messen und Einstellen 6mm mit 7mm verwechselt habe, brauchte ich schnell Ersatz. Da ich noch zwei sehr breite Walnusszargen da hatte, habe ich mir davon vier Randeinlagen abgeschnitten. Passt auch ganz gut zur Kirsche.
Bleiben also noch zwei weitere Gitarren.
Beim Verleimen der Randeinlagen ist mal wieder soviel schief gegangen (Fugen nicht ganz zu, Holzbrüche, vergessene Arbeitsschritte), dass ich momentan beim Gitarre bauen auch das Gitarre reparieren lerne, bzw. kosmetische Chirurgie für Gitarren.
Aber egal. Es kam gleich die dritte auf die Werkbank.
Ich habe inzwischen meine Solera auch als gitarrenförmige Schraubzwinge zu schätzen gelernt. Die Solera ist schwer, rutscht nicht rum und hält die Gitarre sicher. So lässt es sich sicher fräsen, auch auf der Deckenseite.

Sven

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