Frizzle's No. 8

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Re: Frizzle's No. 8

#76

Beitrag von frizzle » 02.01.2016, 12:05

frizzle hat geschrieben: Frage: hat jmd von euch Erfahrung damit? Gibt es Faustregeln für die Größe oder wo man sie am besten hin setzt?
... kann mir jemand von euch dazu einen Tip geben?
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Re: Frizzle's No. 8

#77

Beitrag von ahgit » 02.01.2016, 14:47

Hallo Fritz , schreibe morgen oder übermorgen mal was dazu .Schaffe es heute nicht.
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Re: Frizzle's No. 8

#78

Beitrag von frizzle » 02.01.2016, 19:23

Halsbau
Zunächst den Halsklotz in Form gebracht
Zunächst den Halsklotz in Form gebracht
Form und Rundungen anzeichnen
Form und Rundungen anzeichnen
Dann erst mit Beitel und später mit Raspel die Form rausarbeiten
Dann erst mit Beitel und später mit Raspel die Form rausarbeiten
... Zwischenstand
... Zwischenstand
... dann den Hals rund geschnitzt
... dann den Hals rund geschnitzt
Löcher durch die geschlossene Kopfplatte gebohrt und dann mit Anlauffräser glatt gefräst und in Form gebracht.
Löcher durch die geschlossene Kopfplatte gebohrt und dann mit Anlauffräser glatt gefräst und in Form gebracht.
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Re: Frizzle's No. 8

#79

Beitrag von frizzle » 02.01.2016, 19:30

Kopfplattenrückseite und Abdeckung Halsfuß

Leider habe ich die Kopfplatte zu dünn ausgearbeitet. Die Grover Sta-Tite, die ich reinbauen will, sind zu hoch. Also musste ich von hinten ein Starkfurnier aufbringen. Dazu habe ich einen Zargenrest über dem Biegeeisen gebogen und dann mit einem Ahorn-Furnier unterlegt auf der Rückseite aufgeleimt.
Kopfplattenrückseite aufleimen
Kopfplattenrückseite aufleimen
Abdeckung Halsfuß mit Zierfurnieren aufleimen
Abdeckung Halsfuß mit Zierfurnieren aufleimen
... die Bilder sind wohl eher unspektakulär :roll:
VG
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Re: Frizzle's No. 8

#80

Beitrag von Poldi » 02.01.2016, 19:42

...aber trotzdem schön anzusehen.

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Re: Frizzle's No. 8

#81

Beitrag von frizzle » 02.01.2016, 19:44

Hals fertig
Kopfplatte von vorne (nicht zu übersehen :) )
Kopfplatte von vorne (nicht zu übersehen :) )
... von hinten.
... von hinten.
Abdeckung Halsfuß nachdem der Hals eingepasst wurde
Abdeckung Halsfuß nachdem der Hals eingepasst wurde
Rückseite
Rückseite
Erster Eindruck der fertigen Gitarre.
Erster Eindruck der fertigen Gitarre.
Also das mit dem Starkfurnier auf der Rückseite mache ich bestimmt noch öfter.
VG
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Re: Frizzle's No. 8

#82

Beitrag von Poldi » 02.01.2016, 19:45

(dance a) (clap3)

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Re: Frizzle's No. 8

#83

Beitrag von hatta » 02.01.2016, 23:45

(clap3) wunderschön!!
Gruß
Harald

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Re: Frizzle's No. 8

#84

Beitrag von Haddock » 03.01.2016, 12:27

Bravo!

Gruss
Urs

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Re: Frizzle's No. 8

#85

Beitrag von thoto » 03.01.2016, 12:59

Die schaut echt super aus! (clap3) (clap3)
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Aktuelles Projekt: viewtopic.php?p=116032

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Re: Frizzle's No. 8

#86

Beitrag von ahgit » 11.01.2016, 22:04

Hallo Fritz,
sorry für die späte Rückmeldung ,aber leider hatte ich Afgrund von gleich 2 Fräsunfällen letzte Woche ziemlich Stress.
Eigentlich hatte ich vor dir bzgl .der Soundports etwas ausführlicher zu antworten ,wozu ich aber leider Aufgrund der Ereignisse leider nicht gekommen bin.
Ich habe einige Gitarren mit verschiedenen Ports gebaut .Grundsätzlich ist meine Erfahrung zwar unterschiedlich. aber unterm Strich doch sehr positiv.Der subjektive Höreinfluss für den Spieler ist definitiv besser d.h der Spieler hört sich wesentlich besser.
Es gibt einige Tests vor Publikum die auch eine Verbesserung der Projektion und der Stimmtrennung gerade bei polyphoner Musik ergab.
Egal wohin man die Ports setzt ändert sich an der Grundcharackteristik des Instruments eigentlich nichts.
Grundsätzlich kann man sagen das je nach Position und Größe der Ports, unterschiedlich Bereiche angehoben oder unterstützt werden .Ich habe bei meinen Gitarren in einem Fall erlebt das sich das ganze Spectrum etwas zu sehr nach oben verschoben hat w, was ich als etwas unangenehm und zu viel empfand.Allerdings hatte ich bei diesem Instrument den Port nur auf einer Seite im Bereich des Oberbugs gesetzt .Zudem war er Flächenmäßig auch wesentlich größer als die Ports die ich momentan baue und es war eine Gitarre die eine Balsa Carbon Waben- Beleistung hatte mit einer Deckenstärke von nur ca. 1mm,Es ist also schwer zu sagen was nun die Ursache für die ,meiner Meinung nach übertriebenen Mitten und Höhen.Jedenfalls habe ich seitdem nur noch beidseitige runde Ports benutzt mit einem Durchm-von 25mm.
Runde Ports haben für mich den Vorteil das man sie später noch mit einer Bassreflex -Röhre recht einfach beeinflussen kann.(Früher nannte man das einfach Tornavos)Durch das Ensetzen von verschieden tiefen oder verschiebbaren Röhren kann man nötigenfalls die Anhebung der A0 fast wieder neutralisieren bzw .mit unterschiedlichen Stellungen verschiedene Klangveränderungen ausprobieren.
Diese zusätzlichen Klanglöcher sind übrigens nichts neues.Gennaro Fabricatore hat Ende des 17. Anfang des 18.Jahrhunderts bei seinen Lyragitarren damit experimentiert.Bei den Ports die ich verwende habe ich habe ich mich nach Robert Ruck gerichtet der Anfang der 60er durch einen Zufall auf die Idee kam seine Gitarren zu durchlöchern, und dabei den posiven Effekt von Soundports entdeckte
Einige Top-Gitarrenbauer wie John Monteleone ,Ruck schwören seitdem auf Ports.
Allerdings kann die ästhetische Wirkung auf die Spieler sehr unterschiedlich sein.Gerade bei Konzertgitarren wenden sich viele Spiler ab ohne es probiert zu haben weil sie die optische Wirkung völlig ablehnen.
Weiter kann ich noch sagen das besonders sehr grundtönige Instrumente ,mit dünnen oder weichen Decken bzw.weicher Verbalkung ,durch Ports doch einiges an Klarheit und Projektion gewinnen während schwerere Systeme etwas zickiger sein können.
Wird mir aber jetzt etwas zu lang.Wenn ich dir noch helfen kann melde dich einfach nochmal telef.


Die Instrumente auf den Bildern sind von 2006 -2008.Leider habe ich keine aktuelleren Bilder mit Ports auf meinem Rechner.

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Re: Frizzle's No. 8

#87

Beitrag von frizzle » 11.01.2016, 23:18

Hi Achim,

besten Dank, dass Du Dir die Zeit genommen hast! Hoffe, es hat "nur" die Bodies erwischt und nicht Deine Finger!

Hätte noch eine Frage (damit die Kollegen hier auch was davon haben ;) ): verstärkst Du die Zarge im Bereich des Soundports? Wenn ja, wie stark in etwa? Habe auf der Website von John Monteleone gesehen, dass er seine Ports mächtig stark unterfüttert:
Die Zargen von meiner #8 sind ja doch ziemlich fladerig. Da macht es sicher Sinn, diese zu verstärken.
VG
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Re: Frizzle's No. 8

#88

Beitrag von ahgit » 12.01.2016, 08:52

Hallo Fritz,nee ist sonst nix passiert.Der Anlaufring hatte sich gelöst und der Fräser hat sich ins Stück gezogen,bzw.war beim Zargen laminieren bei der einen Gitarre wohl etwes wenig Leim dran.Ist aber alles wieder O.K.War halt viel unerwartete Arbeit.

Die Ports sollten unbedingt unterfüttert werden ,egal ob Flader oder stehende Ringe.
Bei laminierten Zargen mache ich kein Futter rein.
Ansonsten 1-1.5 mm dickes Futter quer zur Faser.
ahgit

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Re: Frizzle's No. 8

#89

Beitrag von gitarrenmacher » 12.01.2016, 19:56

ahgit hat geschrieben:Ich habe bei meinen Gitarren in einem Fall erlebt das sich das ganze Spectrum etwas zu sehr nach oben verschoben hat w, was ich als etwas unangenehm und zu viel empfand.Allerdings hatte ich bei diesem Instrument den Port nur auf einer Seite im Bereich des Oberbugs gesetzt .Zudem war er Flächenmäßig auch wesentlich größer als die Ports die ich momentan baue
Ist so ein Port denn der Schalllochgröße zu/anzurechnen? Bei der Vergrößerung der Schalllochfläche sollte sich die Resonanzfrequenz ja noch ober verschieben.
Bei einer Gitarre von Torsten Preuss (Gitarrenbaumeister) habe ich ein zuschiebbares Monitorloch gesehen. Leider war es auf der Ausstellung so laut, dass man einen Effekt nur erahnen konnte. http://www.preussguitars.de/deutsch/Testbericht.pdf
Munterbleiben
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Re: Frizzle's No. 8

#90

Beitrag von cox » 16.01.2016, 13:23

Wow, die No. 8 sieht klasse aus - da will ich auch mal hinkommen! (clap3)

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Re: Frizzle's No. 8

#91

Beitrag von ahgit » 17.01.2016, 20:54

Ist so ein Port denn der Schalllochgröße zu/anzurechnen? Bei der Vergrößerung der Schalllochfläche sollte sich die Resonanzfrequenz ja noch ober verschieben.
Eigentlich schon.Allerdings ergibt die Grösse und die Position jeweils unterschiedliche Veränderungen.Wenn das nicht so wäre könnte man ja einfach das Schalloch vergrößern.
Auch die /das Plantilla /Shaping bzw.Korpus-Tiefe und Luftmenge beeinflussen den Grad der Veränderung.
Verschiebbare Ports habe ich noch nicht probiert.Bei meinen runden Ports leißen sich aber recht einfache Pappröhren einsetzen ,die als Bassrelexrohr funktionierten.Ich könnte mir vorstellen feste Holzröhren ähnlich wie einen Tornavoz einzusetzen nachdem man die für sich gewünschte Position ermittelt hat.Finde ich persönlich einfacher als einen verschiebbaren Beschlag einzubauen ,zu mal so etwas nur schwer wieder rückgängig zu machen ist.
Alles in allem ist das ganze jedoch ein relativ großes interessantes Experimentierfeld.
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Re: Frizzle's No. 8

#92

Beitrag von frizzle » 07.02.2016, 12:02

... jetzt mal wieder ein paar Bilder ... habe mich für ein rundes Loch (Danke @Achim) entschieden.
Helles Furnier für die Verstärkung
Helles Furnier für die Verstärkung
Loch in Zarge gemacht
Loch in Zarge gemacht
Furniere eingeleimt
Furniere eingeleimt
... von aussen
... von aussen
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Re: Frizzle's No. 8

#93

Beitrag von frizzle » 11.02.2016, 22:34

So sieht der Soundport von aussen aus.
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Re: Frizzle's No. 8

#94

Beitrag von frizzle » 11.02.2016, 22:37

Zwischenzeitlich habe ich die Gitarre mit Schellack/Gitarrenlack poliert und nach Trocknung mit 1000er Abralon mattiert. Bünde reingemacht und heute dann Hals und Body verheiratet.
Bünde sind drin
Bünde sind drin
Hochzeit
Hochzeit
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Re: Frizzle's No. 8

#95

Beitrag von Poldi » 12.02.2016, 05:38

Wow, sieht klasse aus.

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Re: Frizzle's No. 8

#96

Beitrag von thoto » 12.02.2016, 12:20

Wie hast du das Loch für den Soundport denn gemacht? Mit nem Forstner und dann ausgefräst? Oder per Hand?
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Aktuelles Projekt: viewtopic.php?p=116032

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Re: Frizzle's No. 8

#97

Beitrag von frizzle » 12.02.2016, 16:38

... mit nem Fortner-Bohrer - neu und scharf. :D
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Re: Frizzle's No. 8

#98

Beitrag von frizzle » 12.03.2016, 17:38

Nach dem Schelllacken die Brücke aufleimen:
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Re: Frizzle's No. 8

#99

Beitrag von frizzle » 27.03.2016, 09:22

So, jetzt ist sie endlich fertig geworden:
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