Akustikgitarre Nadine & ihr großer Bruder Gregor

Das Board für eure Bauberichte!

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liz
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Re: Akustikgitarre Nadine

#76

Beitrag von liz » 04.12.2014, 21:18

Guten Abend, auch heute werdet ihr nicht von einem Update verschont. Hab mir eine kleine Fügelade (Shootingboard) improvisiert: das sind einfach die Zargen, die ich zusammen mit einem kleinen Anschlag auf eine Spanplatte gezwingt habe.
erst schaffe ich mir eine gerade Kante
erst schaffe ich mir eine gerade Kante
dann kontrolliere ich, indem ich die Bodenhälften zusammen an den Anschlag drücke. Die Hälften dürfen sich nirgends leicht hoch oder niederdrücken lassen. Ich kann das schlecht fotografieren, da fehlt mir ein zweites Paar Hände :D Wenn sich die Platten verschieben, sollte es ein Knarzgeräusch geben, man muss einen deutlichen Widerstand fühlen! Ich kontrolliere dies an der gesamten Fuge. Meistens sind ein paar Stellen zu rund oder zu hohl. Die arbeite ich dann selektiv nach und fahre abschließend noch einmal mit dem Hobel über die ganze Länge, so dass ein durchgehender Span entsteht. Der Hobel sollte so fein es geht eingestellt sein.
dann kontrolliere ich, indem ich die Bodenhälften zusammen an den Anschlag drücke. Die Hälften dürfen sich nirgends leicht hoch oder niederdrücken lassen. Ich kann das schlecht fotografieren, da fehlt mir ein zweites Paar Hände :D Wenn sich die Platten verschieben, sollte es ein Knarzgeräusch geben, man muss einen deutlichen Widerstand fühlen! Ich kontrolliere dies an der gesamten Fuge. Meistens sind ein paar Stellen zu rund oder zu hohl. Die arbeite ich dann selektiv nach und fahre abschließend noch einmal mit dem Hobel über die ganze Länge, so dass ein durchgehender Span entsteht. Der Hobel sollte so fein es geht eingestellt sein.
verleimt wird sofort mit Titebond und Tesa Krepp. Erst klebe ich die Streifen auf der einen Seite auf. Die Streifen stehen ziemlich unter Spannung, das macht den Druck fürs verleimen.
verleimt wird sofort mit Titebond und Tesa Krepp. Erst klebe ich die Streifen auf der einen Seite auf. Die Streifen stehen ziemlich unter Spannung, das macht den Druck fürs verleimen.
Dann klappe ich die Hälften auseinander und gebe Leim drauf. Das Ganze klappe ich dann wieder zu und halte es am Tisch nieder. Die Arbeitsplatte kann man mit einem Streifen Paketband schützen. Alles schön bündig gedrückt und auch hier Tesa Krepp unter Zug aufgeklebt. Überschüssigen Leim weg und das wars dann auch schon wieder!
Dann klappe ich die Hälften auseinander und gebe Leim drauf. Das Ganze klappe ich dann wieder zu und halte es am Tisch nieder. Die Arbeitsplatte kann man mit einem Streifen Paketband schützen. Alles schön bündig gedrückt und auch hier Tesa Krepp unter Zug aufgeklebt. Überschüssigen Leim weg und das wars dann auch schon wieder!

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Re: Akustikgitarre Nadine

#77

Beitrag von Ganorin » 04.12.2014, 22:33

Und wenn Du fertig bist, machst Du ein Buch draus...super Gerhard...!! (clap3) (clap3) (clap3) Danke!

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Re: Akustikgitarre Nadine

#78

Beitrag von pfromg » 05.12.2014, 16:18

Toller Thread und verdammt gute Arbeit! Muss mir den Thread unbedingt merken, wenn ich dann mal akustische Bau...
Danke!!!

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Re: Akustikgitarre Nadine

#79

Beitrag von liz » 05.12.2014, 19:46

Ganorin hat geschrieben:Und wenn Du fertig bist, machst Du ein Buch draus..
ach, das haben doch schon ganz viele Leute gemacht, ich glaub das spar ich mir lieber.

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Re: Akustikgitarre Nadine

#80

Beitrag von muckler9 » 12.12.2014, 07:52

Hallo,

wie viele hier verfolge ich deinen Bereicht mit großer Begeisterung. Leider (oder auch zum Glück) entwickelt sich daraus eine "kleine" Sucht. Bei mir äußert sich diese Sucht darin das ich täglich nach schaue ob es was Neues gibt.
Ich kenne keinen passenden smily, aber stelle dir jetzt hier was vor, was wie aufgescheucht hin und her hüpft und immer wieder auf den Rechner schaut.
danke und bis bald

Jan

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Re: Akustikgitarre Nadine

#81

Beitrag von Ganorin » 12.12.2014, 08:16

meinst Du
Bild Bild Bild
oder sowas
Bild

:lol: :lol: :lol:

auf alle Faelle ist Gerhard
Bild

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Re: Akustikgitarre Nadine

#82

Beitrag von muckler9 » 12.12.2014, 08:59

jaaaaaa genau so geht es mir. :D

Danke
Jan

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Re: Akustikgitarre Nadine

#83

Beitrag von Titan-Jan » 12.12.2014, 10:45

:lol: so geht's mir auch...!

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Re: Akustikgitarre Nadine

#84

Beitrag von liz » 14.12.2014, 09:21

Freut mich wenns euch gefällt. Ein kurzes Update: Gestern sind zwei Himmelbetten entstanden, davon gehört eines einem Freund. Mit dem Bau der Solera wurde begonnen.

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Re: Akustikgitarre Nadine

#85

Beitrag von sunrisebrasil » 16.12.2014, 23:14

(clap3) (clap3)
Es bleibt spannend!

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Re: Akustikgitarre Nadine

#86

Beitrag von liz » 21.12.2014, 20:09

heute ging es ein wenig weiter:
Zuerst hab ich mir eine Aushobelplatte gebaut, das ist ein Stück 30mm Mdf mit einem 1,5mm Anschlag (Ahornfurnier). Die Decke wurde zunächst beidseitig angehobelt, damit die Fuge beim Fügen besser sichtbar ist. Dann wurde gefügt und geleimt, wie schon beschrieben.

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Re: Akustikgitarre Nadine

#87

Beitrag von sunrisebrasil » 23.12.2014, 18:34

Es sieht immer so aufgeräumt aus bei Dir !
Bei mir dagegen ... (whistle) (whistle) (whistle)

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Re: Akustikgitarre Nadine

#88

Beitrag von liz » 27.12.2014, 17:26

sunrisebrasil hat geschrieben:Es sieht immer so aufgeräumt aus bei Dir !
Findest du? :oops:

Die Solera ist fertig:
eine Tiefenbegrenzungsbohrung, zur Orientierung wie viel man noch weghobeln darf.
eine Tiefenbegrenzungsbohrung, zur Orientierung wie viel man noch weghobeln darf.
Muffen eindrehen.
Muffen eindrehen.
beginnend die Wölbung hinein zu arbeiten. Der kleine Hobel hat einen Radius an der Unterseite.
beginnend die Wölbung hinein zu arbeiten. Der kleine Hobel hat einen Radius an der Unterseite.
im Bereich oberhalb des Schallochs werden Furniere aufgeleimt. Das ist nötig, damit der Halswinkel und die Decke bei korrekter Steghöhe zusammenstimmen. Man könnte auch Sperrholz nehmen, so hat man "Höhenschichtlinien" zur Orientierung.
im Bereich oberhalb des Schallochs werden Furniere aufgeleimt. Das ist nötig, damit der Halswinkel und die Decke bei korrekter Steghöhe zusammenstimmen. Man könnte auch Sperrholz nehmen, so hat man "Höhenschichtlinien" zur Orientierung.
zunächst schräg abhobeln, damit eine Rampe entsteht
zunächst schräg abhobeln, damit eine Rampe entsteht
dann die Rampe in die Wölbung einfließen lassen. Da bei dieser Form der Solera keine Kugelförmige Wölbung möglich ist, folge ich zuerst dem X-bracing, dann verbinde ich die restlichen Flächen zu einem harmonischen Ganzen.
dann die Rampe in die Wölbung einfließen lassen. Da bei dieser Form der Solera keine Kugelförmige Wölbung möglich ist, folge ich zuerst dem X-bracing, dann verbinde ich die restlichen Flächen zu einem harmonischen Ganzen.
für die L-Stücke haben wir Eichenbretter gehobelt und an der Kreissäge geschlitzt...
für die L-Stücke haben wir Eichenbretter gehobelt und an der Kreissäge geschlitzt...
und abgelängt. Aus diesen Blöcken werden jeweils ein L-Stück und zwei Gegendruckklötze gesägt.
und abgelängt. Aus diesen Blöcken werden jeweils ein L-Stück und zwei Gegendruckklötze gesägt.
ausgesägte L-Stücke und Gegendruckklötze, die Kanten werden noch an der Schleifmaschine gefast.
ausgesägte L-Stücke und Gegendruckklötze, die Kanten werden noch an der Schleifmaschine gefast.
die Solera, und zur Veranschaulichung die L-Stücke mit Gegendruckklotz.
die Solera, und zur Veranschaulichung die L-Stücke mit Gegendruckklotz.

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Re: Akustikgitarre Nadine

#89

Beitrag von sunrisebrasil » 28.12.2014, 00:33

Uff, viel Aufwand, Du lässt es ja ganz schön krachen!
(clap3)

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Re: Akustikgitarre Nadine

#90

Beitrag von Ganorin » 28.12.2014, 08:52

Genau das habe ich mir auch gedacht...aber es kommen wohl noch mehr irgendwann...

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Re: Akustikgitarre Nadine

#91

Beitrag von liz » 28.12.2014, 11:18

der Aufwand ist sicher nicht ganz wenig, aber alternativ müsste ich eine Innenform oder eine Außenform bauen, passende Druckschlösser dazu, Radiusdishes fräsen etc. Ohne Behelf gehts halt nicht gut, und ich will nicht pfuschen. Ich kann so eine Solera aber jedem empfehlen, der Akustische bauen will, das ist sehr sympathisch vom Handling her.

Edit meint noch, dass man auch garnicht so viele L-Stücke braucht, wie wir produziert haben - das ist genug für 4 Soleras gleichzeitig! Die Hälfte davon gehört einem Freund, der die Teile mit mir produziert hat.
Die L-Stücke braucht man natürlich nicht für jede Solera neu produzieren, die kann man immer wieder verwenden.

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Re: Akustikgitarre Nadine

#92

Beitrag von sunrisebrasil » 28.12.2014, 22:20

na, dann sei so gut und mache viele Bilder vom Bau deiner Solera,
schliesslich will ich mich auch noch an eine Akustische wagen.
;-)
Grüße
Markus

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Re: Akustikgitarre Nadine

#93

Beitrag von liz » 01.01.2015, 13:57

Ein guter Start ins neue Jahr, die Rosette ist drin und folgt dem Leitsatz: "Keep ist simple".
Weiter gings mit der Deckenausarbeitung. Zuerst wird die Decke an der Außenseite perfekt gehobelt. Quer abzwerchen, längs glatthobeln. Die Stärke wird von der Innenseite gemacht, aber erst muss die Rosette rein und das Schalloch verschwinden.
Weiter gings mit der Deckenausarbeitung. Zuerst wird die Decke an der Außenseite perfekt gehobelt. Quer abzwerchen, längs glatthobeln. Die Stärke wird von der Innenseite gemacht, aber erst muss die Rosette rein und das Schalloch verschwinden.
schaun ob irgendwo noch Buckeln sind
schaun ob irgendwo noch Buckeln sind
Leichte Längsrillen vom Hobeln werden noch mit dem Schleifklotz entfernt. Man arbeitet mit dem Klotz querliegend längs über die gesamte Decke. Nie stellenweise, das gibt Dellen.
Leichte Längsrillen vom Hobeln werden noch mit dem Schleifklotz entfernt. Man arbeitet mit dem Klotz querliegend längs über die gesamte Decke. Nie stellenweise, das gibt Dellen.
Mittellinie und schon kann die Kontur ausgesägt werden. Übermaß ist beim Bau auf der Solera nicht nötig, man kann gleich am Riss schneiden.
Mittellinie und schon kann die Kontur ausgesägt werden. Übermaß ist beim Bau auf der Solera nicht nötig, man kann gleich am Riss schneiden.
Ein Probestück für die Rosette
Ein Probestück für die Rosette
Vorgebogene Späne
Vorgebogene Späne
Passt
Passt
Die unteren Kanten werden jeweils gefast, damit die Späne leichter in die Nut rutschen
Die unteren Kanten werden jeweils gefast, damit die Späne leichter in die Nut rutschen
Leim nur auf den Grund, sonst quillt das Holz seitlich und die Späne passen nicht mehr rein. Dazu verwende ich eine Spritze mit Kanüle.
Leim nur auf den Grund, sonst quillt das Holz seitlich und die Späne passen nicht mehr rein. Dazu verwende ich eine Spritze mit Kanüle.
Späne drin, mit einem kleinen Plastikhammer kann man sie ganz auf den Grund der Nut klopfen. Dazu müssen sie aber unbedingt schon in der Nut drin sein, sonst verdrückt man die Kante und das sieht man später.
Späne drin, mit einem kleinen Plastikhammer kann man sie ganz auf den Grund der Nut klopfen. Dazu müssen sie aber unbedingt schon in der Nut drin sein, sonst verdrückt man die Kante und das sieht man später.
und zwingen. Das ganze sollte lange eingespannt bleiben, damit es sich nicht verzieht. Verputzt wird frühestens einen Tag später, sonst besteht Gefahr, dass die Rosette einfällt, wenn das restliche Wasser aus dem Leim verdunstet ist.
und zwingen. Das ganze sollte lange eingespannt bleiben, damit es sich nicht verzieht. Verputzt wird frühestens einen Tag später, sonst besteht Gefahr, dass die Rosette einfällt, wenn das restliche Wasser aus dem Leim verdunstet ist.
lg liz

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Re: Akustikgitarre Nadine

#94

Beitrag von Ganorin » 01.01.2015, 14:07

(clap3) (clap3) ach macht das Spass zuzuschauen

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Re: Akustikgitarre Nadine

#95

Beitrag von elektrojohn » 01.01.2015, 14:44

Ganorin hat geschrieben:(clap3) (clap3) ach macht das Spass zuzuschauen
Ja, da kann ich mich nur anschließen, es ist wirklich klasse, was Du hier zeigst!

Eine Frage zu Deiner Aushobelplatte: Die Idee gefällt mir wirklich sehr gut. Ich fummele immer mit irgendwelchen Zwingen rum und kann es nicht wirklich gut finden. Reicht es wirklich, gegen einen 1,5mm hohen anschlag zu arbeiten, oder fixierst Du die Decke noch zusätzlich? Ich hätte Angst, dass mir die filigrane Fichtendecke irgenwann im Eifer des Gefechts von der Werkbank segelt...

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Re: Akustikgitarre Nadine

#96

Beitrag von liz » 01.01.2015, 18:13

elektrojohn hat geschrieben:
Ganorin hat geschrieben:(clap3) (clap3) ach macht das Spass zuzuschauen
Ja, da kann ich mich nur anschließen, es ist wirklich klasse, was Du hier zeigst!

Eine Frage zu Deiner Aushobelplatte: Die Idee gefällt mir wirklich sehr gut. Ich fummele immer mit irgendwelchen Zwingen rum und kann es nicht wirklich gut finden. Reicht es wirklich, gegen einen 1,5mm hohen anschlag zu arbeiten, oder fixierst Du die Decke noch zusätzlich? Ich hätte Angst, dass mir die filigrane Fichtendecke irgenwann im Eifer des Gefechts von der Werkbank segelt...
Kommt drauf an. Manchmal liegen die Decken nicht wirklich plan auf, dann setze ich eine Zwinge in ein Eck nahe des Anschlags. Aber davonsegeln tut nichts, wenns rutscht dann eh gleich wenn man mit dem Hobel ansetzt.

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Re: Akustikgitarre Nadine

#97

Beitrag von liz » 01.01.2015, 18:39

Ich konnts mir nicht verkneifen und hab nun doch noch ein wenig mit dem Hobel drübergestreichelt. Ist aber noch ein bisschen Übermaß, sodass es noch schrumpfen darf, wenn es will. Das Ergebnis ist gut geworden!

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Re: Akustikgitarre Nadine

#98

Beitrag von Poldi » 01.01.2015, 20:22

Top...

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Re: Akustikgitarre Nadine

#99

Beitrag von liz » 02.01.2015, 16:33

Heute wurde alles schön bündig geputzt, die Außenseite nochmal mit P120 sauber geschliffen, und die Decke von der Innenseite her ausgearbeitet. Zuerst habe ich sie auf gleichmäßige 3mm gebracht. Anschließend wurde der Bereich unterhalb des Schallochs graduell nach außen dünner gearbeitet. Die Decke ist ziemlich steif, und da ich hier ein sehr kleines Modell mit kurzer Mensur baue, kann sie auch sehr dünn ausgearbeitet werden.
Die Stärken sind nun: 2,9mm im Griffbrettbereich<br />2,5 im Stegbereich<br />2,2 am Rand.
Die Stärken sind nun: 2,9mm im Griffbrettbereich
2,5 im Stegbereich
2,2 am Rand.
Das Schalloch von 2 Seiten her ausgefräst
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Re: Akustikgitarre Nadine

#100

Beitrag von sunrisebrasil » 03.01.2015, 09:39

Schön, wie Du uns an den Details teilhaben lässt!
So lernt man für sein erstes Akustikprojekt..... ich freu mich schon drauf!
Viele Grüße
Markus

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